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Der Verein in den Medien 2005

Walldorfer Rundschau, Samstag 24.12.2005

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Liebe Walldorfer Bürgerinnen und Bürger, mit Ihrer Hilfe haben wir in diesem Jahr viele Projekte in einigen armen Ländern der Welt unterstützen können. Leider ist die Welt nicht friedlicher geworden, so dass unsere Arbeit weiter notwendig sein wird.
Wir danken Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung und wünschen ein schönes Weihnachtsfest sowie ein friedvolles gutes neues Jahr.

Für den Vorstand
Doris Bernzen, 1. Vors., Projektbegleiterin vom Kinderhaus und Patenschaftsbetreuung in Turucu, Brasilien
Hanne Meissner, 2. Vors., Projektbegleiterin einer Nähschule für Tsunami-Waisen in Sri Lanka
Siegrid Tuengerthal, Presse, Projektbegleiterin der ambulanten Krankenstation in Burkina Faso, Afrika

 

Stefan Weisbrod, Kassenwart
Heinz Blattmann, Projektbegleiter des Kinderhauses in Moldawien
Sabine Glasbrenner
Marianne Falkner, Projektbegleiterin einer Schule in Burkina Faso, Afrika
Petra Schwab, Projektbegleiterin einer Mutter-Kind Station in einem Krankenhaus in Tansania, Afrika
Ulrike Steiger
Manfred Uhl, Projektbegleiter einer Ausbildungsstätte in Sao Roque, Brasilien

Projektbegleiter/innen bzw. Projektbetreuer/innen:
Claudia Frey, Kinderhaus, Musikkapelle, Baumschulprojekt in Turucu, Brasilien
Wilfried Gerfen, Schule in Nepal und Betreuer unserer Homepage

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Walldorfer Rundschau, Samstag 19.11.2005

Kommunaler Kindergarten

"Ein bisschen so wie Martin sein ... Großer Erfolg unserer gemeinnützigen St. Martins‑Cafeteria

Die Vorfreude auf unsere diesjährige St. Martins‑Cafeteria war in den letzten Tagen deutlich zu spüren. Martinslieder wurden gesungen, die Geschichte erzählt und natürlich Laternen gebastelt, die gemeinsam mit den Kindern nur darauf warteten, endlich mit einem Licht ausgestattet zu werden, um zusammen mit den anderen bei den milden Herbsttemperaturen in die Abenddämmerung hinein zu scheinen.

Und endlich war es so weit: Am Mittwoch, den 9. November waren die Kinder mit ihren Familien und Freunden ab 15.30 Uhr in den stimmungsvoll dekorierten Räumen des Kindergartens willkommen. Im Foyer lockte ein grandioses Kuchenbüfett, von dem allein in der ersten Stunde schon 400 Stücke Kuchen verkauft wurden! In den Gruppenräumen konnte man es sich bei Kaffee und Tee gemütlich machen und viele geschäftige Helfer verströmten eine herzliche Atmosphäre.

Frau Bernzen vom Walldorfer Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" informierte an einem Stand über dessen Ziel und Zweck sowie über die derzeitigen weltweiten Projekte, die alle von Walldorfern betreut werden. Dass auch Patenschaften für benachteiligte Kinder vermittelt werden, gab einigen Besuchern einen Denkanstoß: Beim Anblick der glücklichen Kinderaugen an diesem Tag und der Idee des Teilens im Sinne von St. Martin wuchs die Bereitschaft, etwas zur Unterstützung dieses Vereines beizutragen.

Für die Kinder fanden liebevoll betreute Aktionen statt wie das Basteln eines Martinslichtes aus Naturmaterialien und das Gestalten eines Bilderzaubers mit Farbe, Sieb und Bürste. Hier entstand so manches Kunstwerk, das den Kindern ein schönes Andenken an diesen Tag bescherte. In zwei voll besetzten Vorstellungen des Puppentheaters konnte man das turbulente Stück "Die Laterne ist weg" erleben, und in der Turnhalle wurde einfühlsam die Martinsgeschichte mit Dias erzählt. Dieses reichhaltige Angebot verkürzte uns die Zeit bis zum Höhepunkt des Nachmittags: Um 17.00 Uhr versammelten sich alle zu einem Singkreis vor dem Eingang des Kindergartens und es wurden bunte Windlichter aufgestellt. Nun konnte man endlich die Feuer speienden Drachen, Wichtel, Giraffen, Feen, Zauberer, Sonnen, Kürbisse, Hexen und viele andere Unikate bewundern, die alle Kinder stolz in den Kreis hielten. Frau Hecht bedankte sich für die große

 

Besucherzahl und lud dann ein, gemeinsam zu singen. In der Mitte saßen drei Erzieherinnen, die mit ihren Gitarren den Chor aus Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunden und Erzieherinnen begleiteten, der dank der bereitgelegten Liederheftchen auch schön textsicher die Kinder beim Singen unterstützte.

Eines der Lieder war für viele neu, beschreibt aber treffend den großen Spenden‑Erfolg dieses Nachmittags: "Ein bisschen so wie Martin möcht' ich manchmal sein, und ich will an andere denken, ihnen auch mal etwas zu schenken." Der Rekord‑Erlös von 518,20 Euro ging an den Verein "Hilfe zur Selbsthilfe", Walldorf e.V., für dessen Projekt Kinderkrippe/Kinderhaus in Turucu, Brasilien, die Einnahmen des Nachmittags gedacht waren. An dieser Stelle nochmals unseren herzlichen Dank an alle Helfer, Spender und Besucher unserer St. Martins‑Cafeteria, die sich auch im nächsten Jahr wieder auf diese besondere Art des St. Martins‑Tages freuen dürfen!

Sabine Hahn, Elternbeirätin

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 15.10.2005

Hilfe zurSelbsthilfe Walldorf e.V.
Kürzlich erschien in der südbrasilianischen überregionalen Zeitung "Zero Hora" folgender Artikel:

Turucu - eine Stadt

wird von Deutschen adoptiert

Obwohl Brasilien und Deutschland durch Ozeane getrennt sind, gelingt es zwei Städten, eine Brücke zu bauen, die beide Länder verbindet. Dieses imaginäre Bauwerk besteht jedoch nicht aus Balken und Pfeilern, sondern aus einem soliden Fundament aus Nächstenliebe und Brüderlichkeit.

Turucu, ein ländliches Städtchen im Süden unseres Bundesstaates, wurde 1997 gegründet. In weniger als vier Jahren hat sich Turucu durch Aktionen der Stadt, die der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V." ermöglichte, in fruchtbares Land verwandelt. Der Verein aus Walldorf in Südwest-Deutschland hat Turucu adoptiert und gibt seinen Bewohnern echte Mutterliebe. Ursprünglich gab es in der Stadt weder eine Kinderkrippe noch die Möglichkeit einer Berufsausbildung. Inzwischen nimmt ein großer Teil der 3.900 Einwohner an den sozialen Projekten unter der Schirmherrschaft der Deutschen teil. Diese sind eine große

Hilfe für die Stadt. Möglich war das auch durch die Leiterin des städtischen Gesundheitsamts, Elsa Timm. Sie erzählt, dass es enge Verbindungen zwischen dem Verein und der Stadt gebe. Es sei ein kleiner Verein ohne reiche Geldgeber, berichtet sie weiter. Gemeinsam sei es gelungen, das zur Verfügung stehende Geld auf verschiedene Projekte zu verteilen.

Es wurde ein Patenschaftsprojekt entwickelt, das 63 Kinder bis zum 6. Lebensjahr begleitet, eine Bäckerei mit acht Auszubildenden, eine Schreinerei mit weiteren zwölf Auszubildenden, eine Krippe mit 32 Tagesplätzen und mit Plätzen für neun Kinder, die dort leben können, und eine Blaskapelle für Jugendliche. Und es wird noch mehr geben.

In den nächsten Monaten soll ein ökologisches Projekt in der Stadt entstehen. Hier sollen bedürftige Familien Baumsetzlinge und Obst und Gemüse anbauen.

Weitere Hinweise zu den Projekten in Turucu und zu den anderen Projekten des Vereins finden Sie im Internet unter: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de.

S.T.

Zur mitgliederoffenen Vorstandssitzung wird herzlich eingeladen am Donnerstag, den 20. Oktober, 19.30 Uhr, im ev. Gemeindehaus.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 25.06.2005

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Nachfolgende Spender haben dazu beigetragen, dass unsere Auktion auf dem diesjährigen Spargelmarkt zu unserer vollsten Zufriedenheit verlief.

Emma Adolf; Metzgerei Frieder Ammann; Auktionshaus Walldorf; Adolf Barthel; Ingrid Baumann; Erika Biel; Traudel Bohrmann; Heidemarie Drews; Edeka Aktivmarkt Walldorf, Familie Marx, Forum 84 - Neues Theater Walldorf; G5-Design, Studio für Fotodesign Mannheim; Gunter Glasbrenner, Förster; Golfund Landclub Wiesloch Hohenhardter Hof, Golfclub Sinsheim Buchenauerhof; Günther Hansen; Gerhard Hampel; Heat Music, Walldorf;

 

  

Hotel Restaurant Vorfelder; Herbert Hügens; Ingrid Käller; Gottfried Keim; Monika Klein; Dieter Köster; Brigitte Lang; Karin Lehmann; Lore Liedmann; Peter Lubasch; Diana Menges; Auguste Meyer; Helga Preiser Porzellanmalstudio; Ritzhaupt Juwelier und Uhren Walldorf; Genia Ruland; SAPArena Mannheim; Session Kulturwerk Walldorf; Sparkasse Heidelberg; Stadt Walldorf; Erika Sterzenbach; Elisabeth Strohmeier; Tennisclub Walldorf-Astoria e.V.; Tari-Bikes Walldorf und Wiesloch; Dieter Treusch Goldschmiedekunst; Venezia Restaurant-Pizzeria Walldorf, Dorothee Waibel; Heinz Wehlisch

Nochmals herzlichen Dank.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.06.2005

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Unsere Auktion auf dem Spargelmarkt war ein voller Erfolg! Mit Hilfe der Versteigerung haben wir einen Erlös von 5.030,- erzielt. Es ist uns deshalb auch an dieser Stelle ein Anliegen, allen Spendern nochmals für die zur Auktion gelangten Gegenstände unseren herzlichsten Dank zu sagen.

  

  

  

Herr Rodenbusch, der die Rolle des Auktionators übernommen hatte, verstand es mit seiner humorvollen Art, alle interessierten 3esucher der Auktion zu animieren, ihre Geldbörse weit zu öffnen. Dafür sei ihm und allen Beteiligten im Namen der Ärmsten .n dieser Welt herzlich gedankt.

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Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 16.06.2005

Der Spargelmarkt war ein großes Fest der Freude

Auktion zu Gunsten des Vereins "Hilfe zur Selbst-hilfe" ergab fast 5000 Euro - Zwei Tage Musik und Unterhaltung für Groß und Klein

Walldorf. (seb) Wie es sich Bürgermeister Merklinger in seiner Eröffnungsrede gewünscht hatte, wurde der Spargelmarkt zu einem Fest der Freude. Am Samstag ließ es sich etwas schleppend an. Das Wetter war kühl und windig. Nur der Rummel an der Drehscheibe zog einige Wagemutige an, die sich auf die Schiffsschaukeln oder das "Discovery"-Ungetüm wagten, das sie unausgesetzt rotieren ließ. Da wurde einem schon vom Zuschauen schlecht. Am Nachmittag, als es aussah, als wolle die Sonne eine Weile bleiben, füllten sich die Bänke vor der Bühne am Marktplatz. Viele der Besucher waren wegen der Kindermodenschau des Bekleidungsgeschäfts "Birgit und Jochen" erschienen - irgendwann muss der Sommer ja kommen, und da möchte man seinen Nachwuchs ordentlich einkleiden. Verbunden war die Modenschau mit Vorführungen von jungen Schülern der Tanzschule Kronenberger. Eine Schar Kinder flitzte beispielsweise mit Schirmen und in Regencapes  zu einem "Sauwetterlied" von Rolf Zuckowski über die Bühne, und eine Gruppe jugendlicher Mädchen tanzte rhythmisch auf jene sportlich-lässige Weise, wie sie typisch für Hip Hop ist.

Um die Kinder zu unterhalten, hatte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) das "Spielmobil" aus Ladenburg geschickt. Beim Kistenstapelwettbewerb galt es, einen Turm aus möglichst vielen leeren Getränkekästen zu errichten. Dazu musste man daran empor klettern, und das war eine ziemlich wacklige Angelegenheit. Fatih Gülmez, der ehrenamtlich für die AWO tätig ist, hielt das Seil, mit dem die Kinder gesichert waren, und versicherte Zweiflern immer wieder, dass er sehr wohl kräftig genug sei, so leichte Kletterkünstler zu halten. Glaubt man der zehnjährigen Julia Schaefer, ist das alles halb so wild. Bei ihr sah es so einfach aus, als sie 13 Kisten aufeinander stapelte und sich damit auf über vier Meter Höhe aufschwang. "Das ist nicht schwierig" meinte Julia nonchalant "das hab ich schon einmal geschafft." Das Gleichgewicht zu halten sei das Wichtigste, erklärte sie, und das könne sie so gut, weil sie als Hobby Einrad fahre. Angst hatte sie keine, sie war hochkonzentriert, und: "Ich hab einfach nicht hinunter geschaut." Großer Andrang herrschte beim Schminken: Die Schülerinnen Annkathrin Gehrig und Angela Schilling, die schon geraume Zeit mit der AWO zusammen arbeiten, verwandelten die Kinder in wilde Raubtiere oder schmückten ihre Wangen mit Blumenornamentik. Der Phantasie waren fast keine Grenzen gesetzt: Einige Eltern waren jedoch gar nicht begeistert, als die Wahl ihres Kindes zum Beispiel auf die gruselige Fratze Draculas fiel.

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Theo Tollpatsch soll Mut machen
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"Jedes Kind kann irgend etwas gut" hieß es bei Kinderbuch-Autor Jörg Schreiner auf der Oberdorf-Bühne. Er las aus der Geschichte von Theo Tollpatsch vor, der ziemlich ungeschickt ist und oft ausgelacht wird -eine Figur, mit der sich gerade Kinder, aber auch Erwachsene identifizieren konnten. Theo Tollpatsch soll Kindern Mut machen, ihre Talente zu entdecken, und ihnen das Selbstvertrauen geben, sich zu behaupten. Und witzig war das Spektakel auch, da Jörg Schreiner nicht einfach nur vorlas: Er untermalte die Geschichte mit Geräuschen, wie Bienensummen oder Weckerklingeln, und sang daneben auch selbstkomponierte Lieder. Als er sein junges Publikum zum Mitmachen aufforderte, tanzten und tobten die Kinder fröhlich über die Bühne.

 

Samstag Abend drängten sich die meisten Besucher am Marktplatz und genossen bei einem Bier die Show von Stefanie Nerpel und ihrer Band. Mit Rock und Pop, aber auch Irish Folk, sorgte die Sängerin, die durch die Casting-Show "Star Search" bekannt wurde und eine angenehme Stimme hat, für eine tolle Stimmung. Zwischen den einzelnen Liedern scherzte Steffi Nerpel mit dem Publikum, und da sie aus Waibstadt kommt, bemühte sie sich gar nicht erst, Hochdeutsch zu reden (was Baden-Württemberger nach einem bekannten Werbeslogan sowieso nicht beherrschen).

Spaßeshalber ließ sie sich bei einem Lied, ohne im Singen inne zu halten, von ihrer Schwester Julia die Haare schneide Einige Male gab sie auch an ihre Backgroundsängerinnen ab, die nicht minder begabt waren; Thanh Mai Susann Kiêù die auch hervorragend Geige spielt, sang "Queen of pain von Alanis Morissette, und Nicole Antoni begeisterte die Zuhörer mit "Highway to hell".

Ein großer Erfolg wurde die Auktion zu Gunsten des Vereins "Hilfe zur Selbsthilfe". Insgesamt 77 Artikel, gespendet von der Stadt, von Vereinen, Geschäften und einzelnen Personen aus der Region, kamen unter den Hammer. Die Bieter machten ein Schnäppchen, unterstützten auch noch einen guten Zweck, und hatten dabei eine Menge Spaß: Zum einen war der - freundschaftliche - Wettstreit sehr spannend, zum anderen waren die Kommentare von Auktionsleiter Joachim Rodenbusch vom "Walldorfer Auktionshaus" sehr witzig. Immer behielt er einen erwartungsvollen, herausfordernden Gesichtsausdruck: "Bieten Sie mehr?", wollte er unablässig wissen. Bei Ablehnung fragte er sofort: "Warum nicht?" War ihm das Gebot zu niedrig, meinte er ein Mal lakonisch: "Dafür kriegen Sie den Rahmen, aber das Bild noch nicht."

Originell waren die Ideen von Förster Gunter Glasbrenner: Er versprach, für den, der den Zuschlag erhielt, Weihnachtsbäume für die kommenden drei Jahre zu fällen sowie persönlich einen Festtagsbraten zu schießen. Was für ein Tier dies sein würde, blieb ein Geheimnis. Der Wert der zahlreiche Werke, die von Walldorfer Künstlern gespendet worden waren, war freilich nicht zu ermessen. Sehr umkämpft war beispielsweise die Speckstein-Plastik "Paar" von Bildhauer Peter Lubasch; die abstrakte Farbradierung Jm Süden" der erfolgreichen Künstlerin Monika

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Originelle Auktionsideen
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Klein erzielte einen hohen Preis; und heiß begehrt war auch das "Blumenstillleben" von Gottfried Keim: Die Leuchtkraft der Farben erinnerte Joachim Rodenbusch an den Expressionisten Emil Nolde, und da gaben ihm alle Anwesenden recht.

Marianne Falkner vom Verein "Hilfe zur Selbsthilfe " betrachtete das Geschehen mit wachsendem Entzücken. "Das läuft super", meinte sie, "das wird zur Tradition!" Freudig überrascht stellte Sigrid Tuengerthal, Schriftführerin des Vereins, fest, dass insgesamt 4930 Euro zusammen gekommen waren. Der Erlös kommt in vollem Umfang den Projekten des Vereins zugute.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 30.04.2005

"Man kann viel lernen, auch wenn man arm ist"

Sehr anschauliche Informationen zum Thema Entwicklungshilfe gab es vor kurzem im Gymnasium Walldorf aus erster Hand. Auf Einladung der Initiative "Bildung für Burkina Faso" am Gymnasium Walldorf in Zusammenarbeit mit dem Walldorfer Verein "Hilfe zur Selbsthilfe e. V." berichtete Cathérine Eklou über zwei Projekte in Burkina Faso.

Trotz bevorstehender Abiturprüfungen kamen viele Oberstufenschülerinnen und -schüler zu der Veranstaltung. Auch einige Elternvertreter und die Frauen und Männer "der ersten Stunde" waren mit dabei. Horst Hennl, der frühere Direktor des Gymnasiums, Dr. Hans Horn, Lehrer für Biologie und Erdkunde, und Sigrid Tuengerthal vom "Verein Hilfe zur Selbsthilfe e. V. " stellten vor über zehn Jahren den Kontakt zu Burkina Faso her, besuchten das Land und fanden vor Ort und in Walldorf begeisterte Betreuerinnen und Betreuer für zwei wegweisende Projekte.

Gymnasialdirektor Dietrich Laber (Ii.), Horst Hennl und Marianne Falkner dankten Cathérine Eklou herzlich. Zur Stärkung gab es Walldorfer Honig mit auf den Weg (Foto: Stadt Walldorf)

"Schulbildung mag vielen von euch manchmal als Zwang erscheinen, in Burkina Faso bietet sie die Möglichkeit zur Freiheit", meinte Marianne Falkner, die am Gymnasium Mathematik und Ethik unterrichtet und das Grundschulprojekt "Wend Raabo" seit Anbeginn unter ihre Fittiche genommen hat, an die Schülerinnen und Schüler gewandt. Burkina Faso, das frühere Obervolta, habe kaum Bodenschätze und zähle zu den ärmsten Ländern der Welt, erklärte sie die schwierige Situation des Landes, in dem vor allem die Alphabetisierung der Bevölkerung eine wichtige Rolle für die Zukunft spiele. Eine gute Schulbildung sei Voraussetzung, um überhaupt eine Arbeitsstelle in den Städten zu bekommen, in die es viele Jugendliche aus den Dörfern ziehe. Da vor allem Mädchen darunter litten, dass viele Eltern das Schulgeld nicht aufbringen könnten, sei die Unterstützung aus Walldorf daran geknüpft, dass die Hälfte

 der Schülerinnen und Schüler von "Wend Raabo" Mädchen seien. Auch Waisenkindern wird durch Walldorfer Patenschaften, die bei 40 Euro pro Jahr und Kind liegen, der Schulbesuch ermöglicht. Der gute Kontakt zu Schulleiter Sidiki Belem wird vor allem von Cathérine Eklou gehalten, die vor einigen Jahren in Burkina Faso erfolgreich eine ambulante Krankenstation ins Leben gerufen hat (die "Walldorfer Rundschau" berichtete darüber bereits). Neben dieser Arbeit, die sie in viele Dörfer führt, hat sie auch ein Auge auf die Grundschule. Sie konnte berichten, dass die Schülerinnen und Schüler dort gute Fortschritte machen und bei ihren Examen am Ende der sechsjährigen Grundschulzeit durchweg gute Abschlüsse erreichen. Wie Sigrid Tuengerthal erläuterte, ist die Grundschule inzwischen kräftig gewachsen, von ursprünglich einem Klassenraum auf sechs. Ein großes Schild am Schulgebäude erinnert an die Hilfe aus Walldorf. Nach der Grundschule können viele der

Schülerinnen und Schüler in eine ebenfalls von der Walldorfer Initiative gesponserte Werkstatt wechseln. Hier lernen sie, Stoffe zu färben und zu schneidern.

Auch von ihrer Arbeit in der ambulanten Krankenstation "Apersec" erzählte Cathérine  Eklou, die ausgezeichnet Deutsch spricht, eindrücklich. "Auch wenn man arm ist, muss man nicht schmutzig bleiben", meinte sie und erläuterte ihr Gesundheitsprogramm, das sie den Dorfbewohnerinnen und -bewohnern anhand von Bildern und einfachen Handlungsanleitungen nahe bringt. Viele kleine Schritte sind nötig, doch ist die Botschaft von Cathérine Eklou und ihren Helferinnen inzwischen angekommen. Die von ihr besuchten Dörfer verfügen über Erste-Hilfe-Kisten, wissen sich zu helfen und haben auch die Grundregeln der Hygiene erfolgreich übernommen. Auch bei Eklous Arbeit im medizinischen Bereich ist der Analphabetismus ein großes Handicap. Eklou ist aber davon überzeugt, dass man viel lernen kann, auch wenn man arm ist und (noch) nicht lesen kann.

Dietrich Laber, der Direktor des Gymnasiums, lobte Cathérine Eklous Engagement und sagte ihr die weitere Unterstützung des Gymnasiums zu. "Ihr Engagement soll sich auch hier wie ein Lauffeuer ausbreiten", lautete sein Wunsch. Die Fortschritte der von Walldorf aus unterstützten Projekte fand er sehr beeindruckend. Dass auch an anderer Stelle so gedacht wird, beweist die ausführliche Erwähnung des Grundschulprojekts in Dierckes Erdkundebuch für die Kursstufe. Hier ist dem Walldorfer Engagement in Burkina Faso eine eigene Seite gewidmet.

Wer helfen möchte, kann sich an den Verein Hilfe zur Selbsthilfe e. V.. in Walldorf wenden, Sigrid Tuengerthal, Telefon 6 17 34.
Spendenkonten: Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20, Konto 57 707 674 Volksbank Wiesloch, BLZ 672 922 00, Konto 18 013 800

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 15.04.2005

Hilfe aus Walldorf
geht in die ganze Welt
Verein Hilfe zur Selbsthilfe hat bislang 22 Projekte mit insgesamt 260 000 Euro unterstützt - Versammlung

Walldorf. (HCE) Mit 145 Mitgliedern gehört der Verein " Hilfe zur Selbsthilfe " keineswegs zu den Großvereinen der Astorstadt, doch wenn es um seine Aktivitäten geht, ist er längst in die Oberliga aufgestiegen. Mit Ausnahme von Australien und der Antarktis engagiert sich der Verein auf allen Erdteilen. Dass diese zeitlich begrenzten Maßnahmen der Hilfe zur Selbsthilfe auch zum Ziel führen, beweisen die 14 inzwischen erfolgreich abgeschlossenen Projekte. Seit seiner Gründung im Jahr 1999 hat der Verein nach den Worten seiner Vorsitzenden Doris Bernzen insgesamt 22 Projekte mit zusammen fast 260 000 Euro unterstützt.

Darauf, wie wichtig eine hohe Mitgliederzahl (Jahresbeitrag 12 Euro) ist, wies die Vorsitzende in ihrem Rechenschaftsbericht hin. Durch Beiträge und Spenden, aber auch durch aktives Engagement der Mitglieder und Förderer sei es dem Verein möglich gewesen, im Sinne seines Namens " Hilfe zur Selbsthilfe" zu bieten, sei es für Kinderhäuser in Moldawien und – Brasilien, Schulen in Nepal und Burkina Faso oder eine Epilepsie-Station in Kasachstan.

Doris Bernzen dankte neben den Mitglieder und Spendern besonders dem Walldorfer Gemeinderat und Bürgermeister Merkliner für die großzügige Unterstützung. Dazu gehört auch der jährliche Zuschuss der Stadt in Höhe von 15.000 Euro. Kassenwart Stefan Weisbrod verbuchte bei Einnahmen von 81.330 Euro und Ausgaben von 77.000 Euro

 

 zum Jahresende einen Überschuss von 4330 Euro. Die Kassenprüfer Klaus Winnes und Dieter Burkard hatten nichts zu beanstanden und empfahlen die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde alle Amtsträger bestätigt, es sind die Vorsitzende Doris Bernzen, die zweite Vorsitzende Hanne Meißner, Schriftführerin Sigrid Tuengerthal, Kassenwart Stefan Weisbrod, die Kassenprüfer Dieter Burkard und Klaus Winnes sowie die Beisitzer Petr Schwab (evangelische Kirche), Manfred Uhl (katholische Kirche), Heinz -Blattmann (Kleiderstube), Marianne Falkner (Gymnasium) und als unabhängige Bürgerinnen Ulrike Steiger und Sabine Glasbrenner.

Ein Thema war auch die Flutopfer-Hilfe in Südostasien. In enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat werde der Verein hier ein geeignetes Hilfsprojekt auswählen. Aufgabe des Vereins werde es auch hier sein, nicht so genannte Soforthilfe zu leisten, sondern langfristige Projekte für benachteiligte Kinder und Familien zu fördern, erklärte Doris Bernzen, etwa den Auf- und Ausbau von Schulen, Werkstätten oder eines Waisenhauses. Nicht gefördert werden sollten Projekte, an denen bereits größere Organisationen beteiligt sind oder "für die unser Verein lediglich Spendenbescheinigungen ausstellen soll". Neue Projekte würden, wie bisher auch, vom Vorstand nach den Kriterien des Vereins geprüft und mit dem Gemeinderat beraten ganz im Sinn der Vereinssatzung: "gezielte Unterstützung von Hilfe zur Selbsthilfe besonders für Kinder und Familien in notleidenden Ländern der Erde "

 

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Walldorfer Rundschau, Freitag, 15.04.2005

Hilfe zur Selbsthilfe Walldort e.V.
Bericht über die Jahreshauptversammlung
am 22. März

Zur Jahreshauptversammlung, die am 22. März im Gymnasium Walldorf stattfand, konnte Doris Bernzen, die alte und neue Vorsitzende des Vereins, zahlreiche Mitglieder, Freunde und Förderer begrüßen. Sie gab einen kurzen Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres und dankte allen Mitgliedern und Spendern, besonders dem Walldorfer Gemeinderat und Herrn

Bürgermeister Merklinger, für die großzügige Unterstützung. Frau Bernzen wies auch darauf hin, dass seit der Gründung des Vereins im Jahre 1999 insgesamt 22 Projekte mit fast 260.000 Euro unterstützt werden konnten. 14 Projekte seien für den Verein inzwischen abgeschlossen und würden zum großen Teil von den Betreuern vor Ort aus eigener Kraft weitergeführt. Angesprochen wurde auch die Flutopfer-Hilfe für Südostasien. Hier werde der Verein, so


 

Frau Bernzen, in enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat ein Hilfsprojekt auswählen. Aufgabe des Vereins sei es auch in diesem Falle, nicht so genannte

Soforthilfe zu leisten, sondern langfristige Projekte für benachteiligte Kinder und Familien zu fördern, zum Beispiel den Auf- und Ausbau von Schulen, Werkstätten oder eines Waisenhauses. Wie viele andere Hilfsorganisationen geht auch Frau Bernzen davon aus, dass nach der großen Spendenwelle für die Flutkatastrophe in Südostasien die Spendenbereitschaft für unsere Projekte erst einmal geringer sein werde. Umso wichtiger sei es, die vorhandenen Gelder sinnvoll auch für die laufenden Projekte einzusetzen. Nicht gefördert werden sollen Projekte, an denen bereits größere Organisationen beteiligt sind oder für die unser Verein lediglich Spendenbescheinigungen ausstellen soll. Neue Projekte werden, wie bisher auch, vom Vorstand nach den Kriterien des Vereins geprüft.

Im Anschluss an die Darlegungen von Frau Bernzen folgte der Kassenbericht 2004 von Stefan Weisbrod, dem Kassier des Vereins. Den Einnahmen von 81.000 Euro standen Ausgaben in Höhe von 77.000 Euro gegenüber. Die Kassenprüfung durch Dieter Burkard und Klaus Winnes ergab keine Beanstandungen. Ein Höhepunkt des Abends waren sicher die Berichte der Walldorfer Projektbetreuer zu den jeweiligen Projekten, die durch zahlreiche interessante Fotos ergänzt wurden. Ausführliche Informationen hierüber und über die Arbeit des Vereins gibt der Jahresbericht 2004, der in vielen Walldorfer Geschäften ausliegt oder beim geschäftsführenden Vorstand angefordert werden kann.

Vor der in diesem Jahr anstehenden Wahl wurde der alte Vorstand einstimmig entlastet. Alle Vorstandsmitglieder kandidierten erneut und wurden per Handzeichen in ihrem Amt bestätigt: 1. Vorsitzende: Doris Bernzen; 2. Vorsitzende: Hanne Meißner; Schriftführerin: Sigrid Tuengerthal; Kassenwart: Stefan Weisbrod; Kassenprüfer: Dieter Burkard und Klaus Winnes; Beisitzer: Petra Schwab (ev. Kirche), Manfred Uhl (kath. Kirche), Heinz Blattmann (Kleiderstube Walldorf), Marianne Falkner (Gymnasium Walldorf), Ulrike Steiger, Sabine Glasbrenner (unabhängige Bürgerinnen).

H.M.

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