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Der Verein in den Medien 2006

Walldorfer Rundschau, Samstag, 23.12.2006

Weihnachtsgeschenk
für rumänische Kinder

Dass Misteln und Weihnachtsbäume nicht nur festliche Stimmung verbreiten, sondern auch noch Gutes tun, haben der Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe e. V. und die Sambugaschule in der Vorweihnachtszeit eindrucksvoll bewiesen.

Vernachlässigten Kindern in Rumänien zu helfen, ist eines der Projekte des Vereins, dessen sich Vorstandsmitglied Sabine Glasbrenner angenommen hat. In diesem Jahr kam ihr gemeinsam mit den Viertklässlern der Sambugaschule, mit denen sie regelmäßig als Waldpädagogin zusammenkommt, die Idee, weihnachtlichen Schmuck aus Naturmaterialien zu basteln. Um die Kasse für die rumänischen Kinder noch stärker zum Klingeln zu bringen, spendete Oberforstrat Sebastian Eick, Leiter des Forstbezirks Rheintal, Weihnachtsbäume und Misteln aus dem Staatswald.

Dies alles fand bei der großen Spendenaktion im Hof der Sambugaschule reißenden Absatz. Viele der Käuferinnen und Käufer gaben für die gute Sache noch einige Euro mehr und bewunderten auch den in stundenlanger Arbeit liebevoll gebastelten Weihnachtsschmuck der Schülerinnen und Schüler, der nun so manche Stube schmückt.

3.230 Euro konnten die Kinder gemeinsam mit ihrer Rektorin Elke Rohr sowie Doris Bernzen, der Vorsitzenden des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe, und Sabine Glasbrenner

 

an Helga Aundrup übergeben. Sie ist zweite Vorsitzende der Interessengemeinschaft für rumänische Waisenkinder Heidelberg e. V. und wird dafür sorgen, dass das Geld der Gesundheitsvorsorge für stark vernachlässigte Kinder und Jugendliche im rumänischen Schäßburg zugute kommt. Helga Aundrup berichtete, dass die betroffenen Jungen und Mädchen in Baracken leben und täglich in einem Haus der Interessengemeinschaft zusammenkommen, wo sie versorgt werden und auch Medikamente erhalten. Sie dankte allen, die sich engagiert hatten, sehr herzlich, und die Viertklässler waren mächtig stolz.

Stolz halten die Viertklässler den dicken Scheck in die Höhe. Nicht minder stolz sind (v.r.n.l.) Schulleiterin Elke Rohr, Doris Bernzen und Sabine Glasbrenner vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe, Helga Aundrup von der Interessengemeinschaft für rumänische Waisenkinder und die Lehrerinnen Petra Spoden und Barbara Huth (Foto: Pfeifer)

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 22.12.2006

3230 Euro für Waisenkinder

Spendenaktion in Walldorf

Walldorf. Dass Misteln und Weihnachtsbäume nicht nur festliche Stimmung verbreiten, sondern auch noch Gutes tun, haben der Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe und die Sambugaschule in der Vorweihnachtszeit eindrucksvoll bewiesen. Vernachlässigten Kindern in Rumänien zu helfen, ist eines der Projekte des Vereins, dessen sich Vorstandsmitglied Sabine Glasbrenner angenommen hat. In diesem Jahr kam ihr gemeinsam mit den Viertklässlern der Sambugaschule, mit denen sie regelmäßig als Waldpädagogin zusammenkommt, die Idee, weihnachtlichen Schmuck aus Naturmaterialien zu basteln.

3230 Euro erhielt die Heidelberger Interessengemeinschaft für rumänische Waisenkinder. Unser Bild zeigt (außer den Viertklässlern) v.r. Sambugaschul-Rektorin Elke Rohr, Doris Bernzen und Sabine Glasbrenner vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe, Helga Aundrup von der Interessengemeinschaft sowie die Lehrerinnen Petra Spoden und Barbara Huth. Foto: Pfeifer

 

Um die Kasse für die rumänischen Kinder noch stärker zum Klingeln zu bringen, spendete Oberforstrat Sebastian Eick, Leiter des Forstbezirks Rheintal, Weihnachtsbäume und Misteln aus dem Staatswald. Dies alles fand bei der großen Spendenaktion im Hof der Sambugaschule reißenden Absatz. Viele der Käufer gaben für die gute Sache noch einige. Euro mehr und bewunderten auch den in stundenlanger Arbeit liebevoll gebastelten Weihnachtsschmuck der Schüler, der nun so manche Stube schmückt.

3230 Euro konnten die Kinder gemeinsam mit ihrer Rektorin Elke Rohr sowie Doris Bernzen, der Vorsitzenden des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe, und Sabine Glasbrenner an Helga Aundrup übergeben. Diese ist zweite Vorsitzende der Interessengemeinschaft für rumänische Waisenkinder Heidelberg und wird dafür sorgen, dass das Geld der Gesundheitsvorsorge für stark vernachlässigte Kinder und Jugendliche im rumänischen Schäßburg zugute kommt. Helga Aundrup berichtete, dass die betroffenen Jungen und Mädchen in Baracken lebten und täglich in einem Haus der Interessengemeinschaft zusammenkämen, wo sie versorgt werden und auch Medikamente erhalten.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 04.11.2006

"Brunnen für Burkina Faso"

Sozialer Tag am Gymnasium zugunsten von afrikanischem Schulprojekt

Seit Dezember 1995 unterstützt das Walldorfer Gymnasium die private Grundschule Wend Raabo in Nioko in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou von Burkina Faso, dem früheren Obervolta. Betreut wird die Schule von Marianne Falkner als eines der Projekte des 1999 gegründeten Vereins "Hilfe zur Selbsthilfe". Von der SMV, vertreten durch Tanja Mayer und Aysun Cetin, und dem Leiter des Gymnasiums Oberstudiendirektor Dietrich Laber wurde der Erlös eines "sozialen Tages" an der Schule in Höhe von 2.833,01 Euro jetzt dem Verein übergeben, um damit einen Brunnen für die Schule Wend Raabo zu errichten.

Auf Initiative der SMV führte das Gymnasium am 31. Juli, kurz vor Ende des Schuljahres einen "sozialen Tag" durch, an dem rund 600 Schüler der Unter- und Mittelstufe teilnahmen. Im Presse-Gespräch erläuterte Laber Hintergrund und Durchführung des Projekts, in dem sich Schüler selbstständig eine Tätigkeit suchten, um "anderen zu helfen". Das erfolgte bei Einzelpersonen oder Institutionen wie Kindergärten, Altenheimen, im Tierpark oder Unternehmen. Die "Arbeitgeber" der Schülerinnen und Schüler wurden gebeten, sich mit einer Spende am Burkina-Faso-Projekt zu beteiligten. Da kurzfristig nicht alle Schüler vermittelt werden konnten, "arbeiteten" 40 bei Förster Gunter Glasbrenner im Wald, andere bastelten für den Weihnachtsmarkt mit Susanna Walla, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, oder beteiligten sich an der Sanierung der Sonnenuhr an der Turnhalle. Für Schulleiter Laber und sein Kollegium "war es ein sehr gelungener Tag, die Schüler haben sich angestrengt; das Projekt wurde von ihnen gut angenommen". Kein Zweifel deshalb, dass es nicht bei einem einmaligen "sozialen Tag" bleiben soll.

Interessant ist auch der Blick in die Auswertung eines Fragebogens der Klasse 5a. An Einrichtungen wurden besucht: Schulen, Forstamt, private Haushalte, Tierpark, Reiterhof und Arzt-Praxen und zwar in Walldorf, St. Leon und Rot sowie Schwetzingen, Reilingen und Baiertal. Dortige Tätigkeiten wie Saubermachen, Kaffee kochen, Spielen mit Kindern,

 

 basteln, Aufräumen oder Backen dauerten zwischen zwei und fünf Stunden und an Spenden erhielten acht Kinder zwischen zwei und 50 Euro für ihre Arbeit; fünf erhielten keine Spenden und 14 weitere warten noch auf den Weihnachtsverkauf ihrer Bastelarbeiten. Normalerweise erhalten Schüler Noten für ihre Leistungen, diesmal verteilten sie Noten für das Projekt und zwar 17 Mal sehr gut, siebenmal gut, zweimal befriedigend und viermal ausreichend. In ihrer Bewertung wurde auch erwähnt, den sozialen Tag auf verschiedene Tage aufzuteilen.

"Wir wollen für die Schule in Burkina Faso einen Brunnen finanzieren, damit die Schüler mit sauberem Wasser versorgt werden", erklärte Doris Bernzen, die als Vorsitzende von "Hilfe zur Selbsthilfe" zusammen mit der Schriftführerin Sigrid Tuengerthal und der Projektbetreuerin Marianne Falkner den Scheck entgegennahm. Zusammen mit anderen Spenden und einem Zuschuss des Vereins seien die Gesamtkosten für den Brunnen in Höhe von 9.000 Euro gesichert. Inzwischen würden dort 360 hauptsächlich Waisenkinder unterrichtet, von denen der Verein für augenblicklich 75 das Schulgeld bezahlt; darunter einige Patenschaften von Lehrern, Privatpersonen und sogar einer Klasse: der 6c. Da meist Mädchen aus sozial schwachen Familien bzw. Waisenkinder aus finanziellen Gründen vom Schulbesuch ausgeschlossen sind, "wollen wir vor allem Mädchen unterstützen". "Dass das Geld gut angelegt ist, sorgt der Schulleiter Sidiki Belern", ergänzte Sigrid Tuengerthal, die sich im Herbst letzten Jahres von der Entwicklung der Schule persönlich überzeugen konnte.

Und schließlich noch ein Anliegen von Marianne Falkner, die als Projektleiterin und auch stellvertretende Schulleiterin daran erinnerte: "Es werden noch Paten gesucht", um den Schulbesuch weiterer Schüler zu finanzieren - "mit 40 Euro im Jahr kann man die Zukunft eines Mädchens oder eines Jungen sichern".

Info: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de; Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V. Kto.: 57 707 674 (BLZ 672 500 20) Sparkasse Heidelberg oder Kto.: 18 013 800 (BLZ 672 922 00) Volksbank Wiesloch.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.10.2006

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Großartige Spendenaktionen zugunsten unserer Patenkinder in Brasilien

Im evangelischen Kindergarten wurden bei einem Fest, das unter dem Motto "Kinder sammeln für Kinder" stand, 340,00 € gespendet. Den Eltern und Erzieherinnen unter der Leitung von Frau Schwara gilt unser herzlichster Dank für diese großzügige Zuwendung.

Am Privatgymnasium St. Leon-Rot erbrachte eine Sammlung, die auf Initiative von Isabel Zentgraf und der SMV durchgeführt wurde, einen Betrag von mehr als 500,00 € zugunsten unserer Patenkinder.

Dieses Geld wird dabei helfen, Vorschulkinder, die in Not sind, zu betreuen und zu versorgen.

Wir freuen uns ganz besonders, wenn Kinder und Jugendliche die Verantwortung sehen, die wir alle für unsere eine Welt tragen.

 

 

Allen Spendern sei an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für die wunderbare Unterstützung unseres Projektes gedankt.

Wenn Sie mehr über unsere Projekt in Turucu (Südbrasilien) oder über unsere anderen Projekte wissen möchten, so schauen Sie doch ins Internet. Unter www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de finden Sie alle unsere Projekte beschrieben.

S.T.

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 28.10.2006

2833 Euro für afrikanische Schule

Walldorfer Gymnasium spendete den Erlös des „sozialen Tags"

Walldorf. (HCE) Seit Dezember 1995 unterstützt das Walldorfer Gymnasium die private Grundschule Wend Raabo in Nioko in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou von Burkina Faso. Betreut wird die Schule von Marianne Falkner vom Verein „Hilfe zur Selbsthilfe". Von der SMV, vertreten durch Tanja Mayer und Aysun Cetin, und dem Leiter des Gymnasiums, Oberstudiendirektor Dietrich Laber, wurde der Erlös eines „sozialen Tages" an der Schule in Höhe von 2833 Euro jetzt dem Verein übergeben, um damit einen Brunnen für die Schule zu errichten.

Auf Initiative der SMV führte das Gymnasium kurz vor Ende des letzten Schuljahres einen „sozialen Tag" durch, an dem rund 600 Schüler der Unter- und Mittelstufe teilnahmen. Die „Arbeitgeber" der Schüler wurden gebeten, sich mit einer Spende am Burkina-Faso-Projekt zu beteiligten. Für Laber und sein Kollegium „war es ein sehr gelungener Tag, die Schüler haben sich angestrengt; das Projekt wurde gut angenommen".

„Wir wollen einen Brunnen finanzieren, damit die Schüler mit hygienisch sauberem Wasser versorgt werden", erklärte Doris Bernzen, die als Vorsitzende von „Hilfe zur Selbsthilfe" zusammen mit der Schriftführerin Sigrid Tuengerthal und Projektbetreuerin

 

Marianne Falkner den Scheck entgegennahm. Zusammen mit anderen Spenden und einem Zuschuss des Vereins seien die Gesamtkosten in Höhe von 9000 Euro gesichert.

Inzwischen würden an der Schule 360 Kinder unterrichtet, vor allem Waisen. Für 75 von ihnen zahlt der Verein das Schulgeld. Da Mädchen aus sozial schwachen Familien oder Waisenkinder meist aus finanziellen Gründen vom Schulbesuch ausgeschlossen seien, „wollen wir vor allem Mädchen unterstützen", so Bernzen. Dafür, „dass das Geld gut angelegt ist, sorgt Schulleiter Sidiki Belem", ergänzte Sigrid Tuengerthal. Marianne Falkner sagte: „Es werden noch Paten gesucht", um den Schulbesuch von weiteren Schülern zu finanzieren. „Mit 40 Euro im Jahr kann man die Zukunft eines Mädchens oder Jungen sichern."

 

Mitglieder der Walldorfer Gymnasiums-SMV und Schulleiter Dietrich Laber übergaben den Erlös des „Sozialen Tags" an den Verein Hilfe zur Selbsthilfe. Foto: Pfeifer

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 07.10.2006

Die Waldorfer Jaycees spenden für ein Projekt in Burkina Faso

Über ein Konzert der Chamber Singers kam der Kontakt mit dem Verein Hilfe zur Selbsthilfe zustande - Bericht von Catherine Eklou

Walldorf. (HCE) Als die Chamber Singers aus Walldorfs amerikanischer Partnerstadt Waldorf/Maryland mit ihrem Dirigenten John Maerhofer am 18. Juli die Astorstadt verließen, ahnte noch keiner, dass ihr Besuch auch ein finanzielles „Nachspiel" haben würde. Den Chor begleitet hatte Richard P. Gregory, Präsident der Greater Waldorf Jaycee Foundation (Wirtschaftsjunioren). Von Silke Tuengerthal hatte er während seines Aufenthalts von den Projekten des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" erfahren und spontan einen 1000-Dollar-Scheck der Jaycees geschickt, der jetzt an Cathérine Eklou aus Burkina Faso übergeben wurde.

Als Vorsitzende von APERSEC (Association de Notre Dame de Perpetuel Secour) ist Cathérine Eklou Projektleiterin einer ambulanten Krankenstation in Ouagadfougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, dem früheren Obervolta in Westafrika. Seit seiner Gründung unterstützt der Verein Hilfe zur Selbsthilfe dieses von Tuengerthal betreute Projekt. Als in Deutschland ausgebildete Krankenschwester leitet Eklou die Krankenstation ehrenamtlich; zu ihrem Team gehören neben einem Krankenpfleger und einem Fahrer auch drei Hebammen. Als Ausländerin - Eklou stammt aus Ghana, ihr Ehemann aus Togo, dieser ist für die GTZ in Burkina Faso beschäftigt - darf sie im Land nur ehrenamtlich arbeiten. Finanziert hat die Mutter von drei Kindern ihre Krankenstation bisher hauptsächlich durch Unterstützung der Walldorfer sowie durch periodische Arbeit als Krankenschwester in Freiburg, was jetzt allerdings aufgrund der Arbeitsmarktpolitik für Ausländer nicht mehr möglich ist.

Bei ihrem Gespräch mit Bürgermeister Heinz Merklinger anlässlich eines Kurzbesuches berichtete Eklou über ihr Projekt. Ihr Team versorgt zehn Dörfer im Umkreis von 50 bis 75 Kilometern rund um die Hauptstadt Ouagadfougou, wobei es vor allem um Beratung, Unterweisung und Wundversorgung der Dorfbevölkerung geht. Nach Ausbildung in Erster Hilfe und Hygiene erhalten Multiplikatoren einen Kasten für ihr Dorf mit Verbandsmaterial, Fieberthermometer, Blutdruckmessgerät und fiebersenkenden Mitteln.

 

In einem Land, in dem ein Arzt für rund 30 000 Personen zuständig ist, in dem es kaum asphaltierte Straßen gibt und man für Entfernungen von 60 bis 70 Kilometern gut zweieinhalb Stunden braucht, ist die ambulante Krankenstation auch auf einen Land Cruiser angewiesen, den der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" vor drei Jahren finanzierte. „Leider können wir nicht lange in den Dörfern bleiben", meinte Eklou, ihr Team stehe stets unter Zeitdruck. Denn da es schon früh dunkel werde,„ müssen wir vor Einbruch der Dunkelheit wieder eine asphaltierte Straße erreichen", da wegen der vielen Schlaglöcher sonst kein Weiterkommen sei.

„Hilfe zur Selbsthilfe" bedeute vor allem, so die Vereinsvorsitzende Doris Bernzen, „dass wir unsere Projektpartner darin unterstützen, sich selbst zu helfen". So werden zurzeit 14 verschiedene Projekte in acht Ländern unterstützt. Dabei sollten Mittel vor allem gezielt eingesetzt werden, wie zum Beispiel für den Brunnenbau. Denn einen Brunnen „gibt es in vielen Dörfern noch nicht", erklärte Sigrid Tuengerthal, die im vergangenen November mit Ehemann Burkina Faso besuchte und „angetan war, von der wunderbaren und aufopfernden Arbeit in der Krankenstation", ebenso aber auch von der „Dankbarkeit der Bevölkerung".

In diesem Sinne soll auch die 1000-Dollar-Spende der Jaycees aus Waldorf/Maryland eingesetzt werden. Zusammen mit einem gleich hohen Betrag, den der Vereinsvorstand am gleichen Tag genehmigt hat, „werden wir dafür einem der Dörfer eine Maschine zur Herstellung von Seife übergeben", so Tuengerthal. Denn gerade Seife sei ein Produkt, .das die Helfer immer wieder in die Dörfer mitnehmen und „wesentlich billiger bei eigener Herstellung ist".

Ein 1000-Dollar-Scheck der WaIIdorferJaycees wurde von durch Bürgermeister Heinz Merkl inger, 2.v.1., an Catherine Eklou, 2.v.r., übergeben. Außerdem auf dem Bild die „Hilfe zur Selbsthilfe"-Vorsitzende Doris Bernzen (li.), Sigrid Tuengerthal sowie der Vorsitzende des DeutschAmerikanischen Freundeskreises, Jürgen Kamm. Foto: Pfeifer

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 07.10.2006_2

Deutsch-Amerikanischer Freundeskreis Walldorf 

News from Waldorf/MD

"Von Maryland über Walldorf nach Burkina Faso" (2)

Seit seiner Gründung am 13. März 1999 unterstützt der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" das von seiner Schriftführerin Sigrid Tuengerthal betreute Projekt einer ambulanten Krankenstation in Ouagadfougou, der Hauptstadt von Burkina Faso.

Als Vorsitzende von APERSEC (Association de Notre Dame de Perpetuel Secour) ist Cathérine Eklou Projektleiterin. In einem Land, in dem ein Arzt für rund 30.000 Personen zuständig ist, in dem es kaum asphaltierte Straßen gibt und man für Entfernungen von 60 bis 70 Kilometer gut 2 1/2 Stunden braucht, ist die ambulante Krankenstation auch auf den Land Cruiser angewiesen, den der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" vor drei Jahren finanzierte. "Leider können wir nicht lange in den Dörfern bleiben", meinte Eklou, ihr Team stehe stets unter Zeitdruck, denn da es schon früh dunkel wird, "müssen wir vor Einbruch der Dunkelheit wieder eine asphaltierte Straße erreichen", da wegen der vielen Schlaglöcher sonst kein Weiterkommen sei. "Hilfe zur Selbsthilfe" bedeute vor allem, so die Vereinsvorsitzende Doris Bernzen, "dass wir unsere Projektpartner darin unterstützen, sich selbst zu helfen". So werden zurzeit 14 verschiedene Projekte in acht Ländern unterstützt. Dabei sollten Mittel vor allem gezielt eingesetzt werden, wie zum Beispiel für den Brunnenbau, denn "den gibt es in vielen Dörfern noch

 

nicht", erklärte Sigrid Tuengerthal, die im vergangenen November mit Ehemann Burkina Faso besuchte und "angetan war von der wunderbaren und aufopfernden Arbeit der Krankenstation", ebenso aber auch von der "Dankbarkeit der Bevölkerung". In diesem Sinne soll auch die 1000-Dollar-Spende der Jaycees aus Waldorf/Maryland eingesetzt werden. Zusammen mit einem gleich hohen Betrag, den der Vereinsvorstand am gleichen Tag genehmigte, "werden wir dafür einem der Dörfer eine Maschine zur Herstellung von Seife übergeben", so Tuengerthal. Denn gerade Seife sei ein Produkt, das die Helfer immer wieder in die Dörfer mitnehmen und wesentlich billiger bei eigener Herstellung ist".

HCE

Von Dick Gregrory, dem Präsidenten der Greater Waldorf Jaycee Foundation (Wirtschafts-junioren) aus Walldorfs Partnerstadt Waldorf in Maryland, kam der 1000-Dollar-Scheck an den Verein "Hilfe zur Selbsthilfe ", den Bürgermeister Heinz Merkfinger an Cathérine Eklou aus Burkina Faso weiterreichte. Als Vorsitzende von APERSEC (Association de Notre Dame de Perpétuel Sécour) ist Cathérine Eklou Projektleiterin einer ambulanten Krankenstation in Ouagadfougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Das Foto zeigt Gregory (re.) zusammen mit dem Ehepaar John und Amy Maerhofer vom Chor der "Chamber Singers " aus Maryland.

 (Foto: Ebeling)

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 07.10.2006

Von Waldorf über Walldorf nach Burkina Faso

Dass durch Städtepartnerschaften Brücken zwischen den Nationen gebaut werden, betont Bürgermeister Heinz Merklinger immer wieder mit Nachdruck. Ein schönes Beispiel hierfür gab vor kurzem Anlass für einen ganz besonderen Ortstermin im Walldorfer Rathaus.

Einen Scheck über 1.000 US-Dollar konnte Merklinger an Doris Bernzen und Sigrid Tuengerthal vom Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe und eine ihrer Projektleiterinnen weiterreichen. Er stammte aus Walldorfs US-Partnerstadt Waldorf in Maryland. Dick Gregory, Präsident der dortigen Jaycees (einem Verbund von Wirtschaftsjunioren) und bekennender Walldorf-Fan, weilte vor kurzem gemeinsam mit einem Chor aus Maryland in Walldorf und erfuhr über seine Gastgeberin Sigrid Tuengerthal viel über die Initiativen des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel und Zweck der Vereinsarbeit beeindruckten ihn so sehr, dass er nach seiner Rückkehr Geld für diesen guten Zweck sammelte und in Form eines Schecks nach Walldorf sandte. Die Spende aus den USA wird nun im afrikanischen Burkina Faso mithelfen, eine Maschine zur Seifenherstellung anzuschaffen. Cathérine Eklou, die dort die ambulante Gesundheitsstation "Apersec" betreut und sich kurze Zeit in Deutschland aufhielt, konnte den Scheck persönlich entgegennehmen. "Ich kann es gar nicht fassen", meinte sie staunend über so viel Hilfsbereitschaft. Die ausgebildete Kranken-

 

schwester und ihr kleines Team betreuen mittlerweile 15 Dörfer mit insgesamt rund 15.000 Einwohnern und machen sich tagtäglich auf den mühsamen Weg über gefährliche Pisten, um den Menschen die Basiskenntnisse in Gesundheitsvorsorge und Ernährung beizubringen. Das erfolgreiche Projekt wird seit sechs Jahren vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe begleitet. "Für diese Arbeit ist Nächstenliebe sehr wichtig", er klärte Cathérine Eklou, die sich bei Bürgermeister Heinz Merklinger und Jürgen Kamm, dem Vorsitzenden des Deutsch Amerikanischen Freundeskreises, stellvertretend für die Walldorfer und die Waldorf herzlich bedankte.

 

Ein echter Freundschaftsbeweis: Bürgermeister Heinz Merklinger übergibt den Waldorfer Scheck an Cathérine Eklou aus Burkina Faso, mit ihnen freuen sich Doris Bernzen (li.) und Sigrid Tuengerthal (re.) sowie Jürgen Kamm (Foto: Pfeifer)

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Walldorfer Rundschau, Donnerstag, 28.09.2006

Deutsch-Amerikanischer Freundeskreis Walldorf 

News from Waldorf/MD

"Von Maryland über Walldorf nach Burkina Faso"

Als die Chamber Singers aus Walldorfs amerikanischer Partnerstadt Waldorf/Maryland mit ihrem Dirigenten Prof. John Maerhofer am 18. Juli die Astorstadt verließen, ahnte noch keiner, dass ihr Besuch auch ein finanzielles Nachspiel hatte. Den Chor begleitet hatte auch Richard P. Gregory, Präsident der Greater Waldorf Jaycee Foundation (Wirtschaftsjunioren). Von Sigrid Tuengerthal hatte er während seines Aufenthalts in Walldorf über die Projekte des Vereins "Hilfe zur Selbsthilfe" erfahren und spontan einen 1000-Dollar-Scheck der Jaycees geschickt, der jetzt an Cathérine Eklou aus Burkina Faso übergeben wurde. Als Vorsitzende von APERSEC (Association de Notre Dame de Perpétuel Sécour) ist Cathérine Eklou Projektleiterin einer ambulanten Krankenstation in Ouagadfougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, dem früheren Ober-Volta in Westafrika.

Seit seiner Gründung am 13. März 1999 unterstützt der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" dieses von seiner Schriftführerin Sigrid Tuengerthal betreute Projekt. Teilweise wurden auch Spenden des Weltgebetstags der Frauen (WGT) über den Verein abgewickelt. Als in Deutschland ausgebildete Krankenschwester leitet Eklou die Krankenstation ehrenamtlich; zu ihrem Team gehören neben einem Krankenpfleger und Fahrer auch drei Hebammen. Als Ausländerin - Cathérine Eklou stammt aus Ghana, ihr Ehemann Dr. Akpaka Eklou stammt aus Togo und ist für die GTZ in Burkina Faso beschäftigt - darf sie im Land nur ehrenamtlich arbeiten.

 

Finanziert hat die Mutter von drei Kindern ihre Krankenstation bisher hauptsächlich durch Unterstützung der Walldorfer "Hilfe zur Selbsthilfe" sowie durch periodische Arbeit als Kranken schwester in Freiburg, was jetzt allerdings aufgrund der Arbeitsmarktpolitik für Ausländer nicht mehr möglich ist.

Bei ihrem Gespräch mit Bürgermeister Heinz Merklinger anlässlich eines Kurzbesuches in Walldorf berichtete Eklou über ihr Projekt in Burkina Faso. Ihr Team versorgt zehn Dörfer im Umkreis von 50 bis 75 Kilometer der Hauptstadt Ouagadfougou, wobei es vor allem um Beratung, Unterweisung und Wundversorgung der Dorfbevölkerung sowie Hygiene, Ernährung, Säuglingsbetreuung, Mutter-Kind-Beratung und nach wie vor auch um Aids-Aufklärung geht. Nach Ausbildung in erster Hilfe und Hygiene erhalten Multiplikatoren einen Kasten für ihr Dorf mit Verbandsmaterial, Fieberthermometer, Blutdruck-messgerät und fiebersenkenden Mitteln.

HCE

 
Von Waldorf/Maryland über dis Astorstadi nach Burkina Faso. Übergabe des 1000-Dollar-Schecks der Jaycees durch Bürgermeister Heinz Merklinger an Cathérine Eclou. Außerdem auf dem Bild die "Hilfe zur Selbsthilfe "-Vorsitzende Doris Bernzen (li.), Sigrid Tuengerthal sowie der Deutsch-Amerikanische-Freundeskreis-Vorsitzende Jürgen Kamm. (Foto: Ebeling)

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Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 20.06.2006

Waisenkinder sollen eine Schule bekommen
SAP-Kammerphilharmonie spielte für "Hilfe zur Selbsthilfe

Von Robert Wieser

Walldorf. In Walldorf gibt es den Verein Hilfe zur Selbsthilfe, der gemeinnützige Zwecke verfolgt Dies bedeutet die gezielte Unterstützung von Hilfe zur Selbsthilfe besonders für Kinder und Familien in notleidenden Ländern der Erde bei genau beschriebenen Projekten. Speziell geht es derzeit um den Bau einer Schule durch Notar Dr. Peter Frauenfeld, um Waisenkindern in Sri Lanka, die durch die Tsunami-Katastrophe ihre Eltern verloren, eine Ausbildung zu ermöglichen. In Walldorf gibt es aber auch die von Johanna Weitkamp geleitete SAP-Kammerphilharmonie, die innerhalb ihrer außerordentlich umfangreichen musikalischen Betätigung viele Benefizkonzerte zur Unterstützung von Notfällen durchführt. Zum Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Peter hatte man ein hochkarätiges Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart ausgewählt, das für jeden Musikliebhaber von besonderem Interesse war. So war auch - trotz der Häufung musikalischer Darbietungen der letzten Zeit und der Fußball-Weltmeisterschaft -  ein erfreulich guter Besuch gegeben. Der ideelle Zweck der Veranstaltung wurde in jedem Fall erreicht

Beim Benefizkonzert: Unser Bild zeigt v.Ii. Doris Bernzen, Vorsitzende Hilfe zur Selbsthilfe; Sigrid Tuengerthal, Schriftführerin; Hanne Meißner, zweite Vorsitzende; Prof. Reinhard Geilert; Johanna Weitkamp; Katharina und Dr. Peter Frauenfeld, davorzwei Schülerinnen aus Sri Lanka, die derzeit auf Vermittlung von Frauenfeld eine Schule in Hockenheim besuchen. Foto: Pfeifer

Das Konzert für zwei Violinen und Streichorchester d-Moll von Bach BWV 1042 war ein ganz vorzüglicher Beginn. Die beiden  Solisten Caroline Korn und Martin Burger loteten die Gestaltungskraft der Soli bestens' auch im makellosen Zusammenspiel aus. Das Streicherensemble einschließlich Cembalo breitete einen ausgesprochen samtenen Klangteppich aus, wobei vor allem der zweite langsame Satz in seiner stolzen Kantabilität zu strahlender Wirkung kam.

Der Übergang von der hehren Größe barocker Tonkunst in die heitere Stimmung der Wiener Klassik von Mozart gelang vollendet. Zunächst hörte man das Konzert für Fagott und Orchester B-Dur KV 191 mit dem Solisten Franz Jürgen Dörsam, der abermals einen großartigen Eindruck hinterließ. Das Orchester hat hier - das Werk ist 1774 entstanden - schon einige Änderungen durchgemacht:

 

Das Cembalo ist verschwunden und der Streichersatz wurde um zwei Oboen und zwei Hörner erweitert. Die Erweiterung des ursprünglichen Streichorchesters erlebten wir zwar schon bei Haydn. Bei Mozart aber Kommt noch hinzu, dass die Blasinstrumente nicht nur den Klang stimmungsvoller machen, sondern bereits in die Melodieführung einbezogen werden. So gab es hier schon wunderschön ausgeformte Differenzierungen zwischen dem Soloinstrument und dem Ensemble und auch innerhalb desselben zu hören.

Die SAP-Kammerphilharmonie spielte in der katholischen Kirche St. Peter zugunsten des Walldorfer Vereins Hilfe zur Selbsthilfe auf. Foto: Pfeifer

Vom nächsten Programm-Punkt ab wurde die Orchester-Leitung von Prof. Reinhard Geilert übernommen, was keinerlei Änderung in der musikalischen Ausdrucksweise mit sich brachte. Der Lehrer und seine Schülerin haben beide die richtige Beziehung zur Interpretation Mozart'scher Musik. Bei der Komposition des Konzerts für Horn und Orchester KV 417 in Es-Dur muss es irgendwelche Differenzen gegeben haben, denn der Meister überschrieb das Autograph "Wolfgang Amadé Mozart hat sich über den Leitgeb Esel, Ochs und Narr, erbarmt zu Wien den 27. May 1783" und noch einmal extra hinzugefügt "Leitgeb Esel". Im Rondo des Finalsatzes geht es .dann auch etwas kunterbunt, aber doch sehr schwungvoll zu. Harald Pister spielte auf dem Naturhorn seinen Part mit außerordentlich schöner Tonbildung und einwandfreier Technik, wobei gerade auch seine kurzen Diskussionen mit den beiden Kollegen im Orchester mit ihren Ventilhörnern gut hervortraten.

Den letzten Programmpunkt bildete die Konzertante Sinfonie für zwei Violinen und Orchester in Es-Dur KV 364 mit den Violinistinnen Caroline Korn und Anne Simon. Diese brachten ihre schöne Kunst auf dem gleichen hohen Standard, wie er von Anfang an zu hören war und bis zum Presto-Finale zum Tragen kam. Damit führten sie einen' wunderschönen Konzertabend - der 600 Euro erbrachte - zum glanzvollen Abschluss.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 17.06.2006

'Tia Elsa' hilft immer
Besuch aus Brasilien beim Verein Hilfe zur Selbsthilfe e. V.

Nicht nur der Fußball führt Gäste aus Lateinamerika nach Walldorf, sondern auch andere gemeinsame Projekte. Aus Turucu, der Stadt des roten Pfeffers, in Brasilien war vor kurzem Elsa Timm in Walldorf zu Gast.

Freute sich über den Besuch aus Brasilien: Bürgermeister Heinz Merklinger mit Elsa Timm, Doris Bernzen und Claudia Frey
(Foto: Pfeifer)

Elsa Timm kam durch die Initiative des Walldorfer Vereins Hilfe zur Selbsthilfe e.V. zum ersten Mal in die Stadt, mit der sie seit dem Jahr 2000 durch ein gemeinsames Projekt eng verbunden ist. Gerne nutzte sie die Chance, Bürgermeister Heinz Merklinger persönlich darüber zu berichten. Turucu zählt zwar nur 3.800 Einwohner, erstreckt sich aber über eine riesige Fläche im Süden Brasiliens. Wie Elsa Timm berichtete, herrscht dort bittere Not, denn Arbeit gibt es nur während der Pfefferernte. Viele Kinder leben auf der Straße und müssen betteln.

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Hoffnung geben

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Seit 20 Jahren arbeitet Elsa Timm als Psychologin bei der Stadt Turucu, doch bei ihr endet der Dienst nicht nach Feierabend. Schon immer hat sie sich auch darüber hinaus engagiert und verpflichtet gefühlt, mehr für die Armen zu tun. "Jeder hat meine Handynummer und ich bin eigentlich immer zur Stelle", meint sie lachend. Rasch war Elsa Timm, die deutscher Abstammung ist, klar, dass die von ihr angestoßenen Projekte sich nach drei bis vier Jahren selbst tragen müssen, und jeder - egal wie mittellos - seinen Teil dazu beitragen kann. Nur nehmen gibt es bei ihr nicht. Der Kontakt zum Walldorfer Verein kam über Claudia Frey zustande, deren Mutter aus Brasilien stammt. Gemeinsam ist es gelungen, Patenschaften ins Leben zu rufen. Diese sind besonders für Kinder unter sechs Jahren wichtig, da die staatliche Unterstützung erst mit dem Schulbeginn greift.

 

 Auch eine Musikkapelle hat Elsa Timm initiiert

Lachende Patenkinder (Bild: Internetarchiv)

Bis zum Ende des Jahres 2005 konnte der Verein für 65 Kinder Patenschaften ins Leben rufen, erläuterte Doris Bernzen, Vorsitzende des Walldorfer Vereins. Seit dem Jahr 2000 hat der Verein rund 80.000 Euro für Turucu gesammelt. Daraus sind aber nicht nur Patenschaften entstanden, sondern auch viele andere Projekte angeschoben worden. Eine Bäckerei, eine inzwischen florierende Schreinerei, in der zehn Jugendliche arbeiten. "Solche Erfolgsgeschichten machen auch wieder Lust aufs Lernen", erklärte Elsa Timm, denn alle Jugendlichen, die arbeiten wollen, müssen und wollen auch die Schulbank drücken. Der Kontakt zu Schulen ist für sie enorm wichtig, denn es gibt zu viele Menschen und zu wenige Schulen. "Bei uns wird im Schichtbetrieb gelernt", so Timm. Aus einem jungen Schreiner ist inzwischen sogar ein Möbeldesigner geworden. Auch Elsa Timms Sohn setzt sich für die benachteiligten Kinder und Jugendlichen ein. Für Aufforstungsprojekte in Brasilien zieht er in seiner Baumschule Samen - mit Hilfe der Jugendlichen. "Hoffnungslos zu sein ist schlimmer, als arm zu sein", meint Elsa Timm. Wichtig ist ihr daher auch ganz besonders, in die Projekte die ganze Familie einzubeziehen, nur den Kindern zu helfen, genügt nicht. Ihre "Schule für Familien" ist auf einem guten Weg, den aber viele helfende Hände noch ebnen müssen. "Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen", meint Elsa Timm, die zu Hause liebevoll "Tia Elsa - Tante Elsa" genannt wird, voller Überzeugung. Von der großen Freude, mit der Timm in Turucu arbeitet, zeigte sich Bürgermeister Heinz Merklinger sehr angetan. "Es ist unglaublich wichtig, vor Ort verlässliche Partner zu haben", erklärte er und lobte auch das Engagement des Vereins für dieses Projekt. Im Jahr der Fußball-WM blieb es natürlich nicht unerwähnt, dass Fußballstar Ronaldinho aus dem Bundesstaat Rio Grande do Sul stammt, zu dem auch Turucu gehört. Mit seiner Mutter hatte Elsa Timm schon Kontakt und natürlich sind alle brasilianischen Kinder, ob arm oder reich, RonaldinhoFans!

 

Weitere Infos zu dem Projekt sind unter cf@claudiafrey.de zu bekommen

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 10.06.2006

3 Berichte
zum Besuch von Elsa Timm

 

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.
 Besuch von Elsa Timm

Fast so viele Termine wie ein Politiker auf Auslandsreise musste Elsa Timm bei ihrem Deutschlandbesuch absolvieren. Es begann mit einem Besuch bei Bürgermeister Heinz Merklinger, den ihre engagierte Arbeit in Turucu, Südbrasilien, sofort überzeugte. Es folgten Besuche in Behinderteneinrichtungen wie der Steven Hawkin-Schule in Neckargemünd - wo sie sogar ein Seminar gehalten hat - und der Alten Schuhfabrik in Wiesloch. Als Nächstes stand eine Besichtigung von Integra und der Walldorfer Kleiderstube auf dem Programm. Den Kindern des evangelischen Kindergartens berichtete Elsa Timm von "ihrem" Patenkind. Der Besuch des Astor-Stifts gab weitere Anregungen, denn Elsa Timm will in Turucu eine Altentagesstätte gründen. Zwischendurch war sie einige Tage in Sponheim, um den dortigen Paten zu berichten.

Natürlich sollte die deutschstämmige Elsa Timm, die heute noch wunderbar Pommersch spricht, so wie ihre Vorfahren, auch etwas von der Umgebung sehen. "Ihr habt es sehr schön hier. Deutschland ist ein schönes Land", sagte sie immer wieder.

Elsa Timms offene Art und ihr großes Herz für die Schwachen haben jeden, der sie in dieser kurzen Zeit näher kennen lernen durfte. tief beeindruckt. So war auch das Treffen mit den Vereinsmitgliedern und Pateneltern ein besonderer Abend. "Wenn ich nicht schon ein Patenkind hätte, würde ich jetzt Pate. Diese engagierte Frau muss weiter unterstützt werden", war eine Stimme zu hören. So haben sicher viele an dem Abend gedacht. Elsa Timm möchte auf diesem Wege nochmals allen danken, die durch ihre großzügige finanzielle Unterstützung dazu beigetragen haben, dass ihr Besuch in Deutschland überhaupt möglich war. Sie wird sich weiterhin so engagiert wie bisher für die Projekte einsetzen und auch darüber berichten.

 

Hinweisen möchten wir bereits jetzt auf das Benefizkonzert der SAP Kammerphilharmonie am 17. Juni um 20 Uhr in der katholischen Kirche, zugunsten unseres Projekts für Tsunami-Waisenkinder in Sri Lanka. Gespielt werden Werke von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart.

Weitere Informationen zu allen Projekten des Vereins finden Sie unter: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

Kleiderstube Walldorf e.V.

 Besuch aus dem fernen Brasilien

Elsa Timm aus Turucu in Südbrasilien wollte bei ihrem Besuch in Walldorf möglichst viele soziale Einrichtungen sehen. Und so stand auch ein Besuch der Kleiderstube auf ihrem Programm. Sie fand die Arbeit des Kleiderstuben-Teams sehr interessant und machte viele Fotos, weil sie so etwas auch in ihrer Heimat einrichten will.

 

Hannelore Blattmann, die Vereinsvorsitzende, überreichte Elsa Timm einen Scheck über 500 Euro. Von diesem Geld sollen weitere Instrumente für die Musikkapelle angeschafft werden. In dieser Kapelle spielen Jugendliche, die arbeitslos sind und mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen. Hier lernen sie Disziplin und Pünktlichkeit. Wer nicht übt und zu spät zur Probe kommt, fliegt raus. Die Jugendlichen sind mit großer Begeisterung dabei. Hannelore Blattmann wünschte Elsa Timm weiter viel Erfolg für ihre engagierte Arbeit. S.T.

 

 

Evangelischer Kindergarten

Besuch aus Brasilien im Kindergarten

Vittoria le Sack, so heißt unser Patenkind in Turucu im Süden von Brasilien. Von dort kam die Sozialarbeiterin Frau Timm und berichtete uns von Vittoria. Den gesamten Tagesablauf erzählte Frau Timm, vom Aufstehen und der Busfahrt in den Kindergarten bis zum Schlafengehen. Die Busfahrt ist schon etwas Ungewöhnliches dort, das kann sich nicht jeder leisten. Weite Wege müssen deshalb Erwachsene und Kinder oft zu Fuß gehen. Frau Timm berichtete auch von Vittorias Lieblingsspeise, dem Joghurt. Diesen gibt es nämlich sehr selten zum Essen, weil er dort teuer ist, und deshalb mag sie ihn auch mit niemandem teilen.

Das Lieblingsspielzeug von Vittoria ist eine Puppe, die sie inzwischen mit Verband spazieren trägt, weil sie einen Arm verloren hat. Mehr Spielzeug für sich alleine hat Vittoria nicht.

Von vielen armen Kindern berichtete Frau Timm, die oftmals nicht genug zum Essen, zum Anziehen und zum Spielen haben. Schwer vorstellbar für unsere Kinder, die hier im Überfluss groß werden können.

Im nächsten Jahr kommt Vittoria in die Schule. Wir sind gespannt, was Frau Timm dann zu berichten hat. Sie wird uns weiter per E-Mail auf dem Laufenden halten. Und wir üben nun fleißig ein kleines Fingerspiel auf Portugiesisch, das uns Frau Timm gelehrt hat. Damit kennen wir nun zwei gleiche Spiele, das Fingerspiel und das Spielen mit Puppen, denn das ist international.

Für das Team G. Schwara

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Montag, 24.04.2006

Grundstein für Waisenhaus ist gelegt 

Baubeginn für das von der Stadt Walldorf unterstützte Schulzentrum und Haus in Sri Lanka

Walldorf. Im fernen Sri Lanka wurde vor kurzem der Grundstein für ein Bauprojekt gelegt, das nicht nur für viele Menschen vor Ort, sondern auch für Walldorf besondere Bedeutung hat. Mit dem Baubeginn rückt die Realisierung des Katharina-Shirani-Schulzentrums, zu dem auch ein Waisenhaus gehört, ein bedeutendes Stück näher. Planung, Entwurf und Bauleitung des Schulcampus liegen in den Händen von Professor Eckhart Ribbeck und Diplomingenieurin Christa Diener von der Universität Stuttgart. Das städtebauliche und architektonische Konzept basiert auf Entwürfen und Diplomarbeiten der dortigen Fakultät für Architektur und Städteplanung, die bereits im Walldorfer Rathaus zu sehen waren. Inzwischen sind die Erd- und Erschließungsarbeiten abgeschlossen, der erste Stein wurde in einer feierlichen Zeremonie gesetzt und die einheimischen Handwerker haben mit der Arbeit begonnen.

In einer feierlichen Zeremonie wurde der Grundstein für ein Waisenhaus in Sri Lanka gelegt. Die Stadt Walldorf unterstützt das Projekt mit 200 000 Euro. Foto: privat

 

Die Stadt Walldorf beteiligt sich mit einer Spende von 200 000 Euro am Bau des Waisenhauses für Tsunami-Opfer. Der Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt den Aufbau einer Nähwerkstatt im Schulzentrum. Initiator des Schulzentrums, das für rund 600 Schülerinnen aller Altersstufen geplant ist - eine gemeinsame Erziehung von Jungen und Mädchen ist in Sri Lanka nicht gestattet -, ist der Schwetzinger Notar Peter Frauenfeld. Er stellte dem Walldorfer Gemeinderat und auch der breiten Öffentlichkeit dieses ehrgeizige Projekt im vergangenen Jahr ausführlich vor (die RNZ berichtete). In dem Waisenhaus, das mit Hilfe der Stadt Walldorf entsteht, werden etwa siebzig Mädchen im Alter von sechs bis 15 Jahren leben, die ihre Familien durch die Flutkatastrophe im Dezember 2004 verloren haben.

Da der High-School-Unterricht auch eine praktische Berufsausbildung vorsieht, die es den Mädchen ermöglichen soll, unmittelbar nach Schulabschluss selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, will der Verein Hilfe zur Selbsthilfe eine Nähwerkstatt einrichten. Hanne Meißner, zweite Vorsitzende des Vereins und Projektbetreuerin, rechnet mit einem Finanzierungsbedarf von rund 10 000 Euro. Die Ausbildung werden einheimische Lehrkräfte und Gastlehrerinnen und -lehrer aus Deutschland übernehmen, zum Beispiel Studenten der Modeschulen Berlin und Stuttgart. Der Unterricht soll voraussichtlich schon im August 2006 beginnen.

Im letzten Jahr sind beim Verein für die Nähwerkstatt bereits Spenden in Höhe von 1220 Euro eingegangen, seit Januar noch einmal etwa 400 Euro. Ganz besonders freut der Verein sich darüber, dass die SMV der Theodor-Heuss-Realschule das Projekt mit jährlich 1000 Euro unterstützen wird. So kann die Hilfe für Schule und Waisenkinder auch nach der Einrichtung der Nähwerkstatt weiterlaufen. Eventuell wird die Realschule zu gegebener Zeit auch in das geplante Patenschaftsprojekt für diese Schule, einsteigen. Angestrebt ist auch eine Schulpartnerschaft, verbunden mit einem Schüleraustausch.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.04.2006

Der Grundstein ist gelegt

Schulzentrum und Haus für Tsunami-Waisen in Sri Lanka

Feierliche Grundsteinlegung mit Initiator Peter Frauenfeld, Kumare Welgame, Minister für industrielle Entwicklung, und Jürgen Weerth, dem deutschen Botschafter in Colombo, sowie der Schulleiterin und Schülerinnen (Foto: privat)

Im fernen Sri Lanka wurde vor kurzem der Grundstein für ein Bauprojekt gelegt, das nicht nur für viele Menschen vor Ort, sondern auch für Walldorf besondere Bedeutung hat.

Mit dem Baubeginn rückt die Realisierung des Katharina-Shirani-Schulzentrums, zu dem auch ein Waisenhaus gehört, näher. Planung und Bauleitung des Schulcampus liegen bei Professor Eckhart Ribbeck und Diplom-Ingenieurin Christa Diener von der Universität Stuttgart. Die Entwürfe, die bereits im Walldorfer Rathaus zu sehen waren, lieferten Studenten. Inzwischen wurde der erste Stein in einer feierlichen Zeremonie gesetzt und die

 

einheimischen Handwerker haben mit der Arbeit begonnen. Die Stadt Walldorf beteiligt sich mit einer Spende von 200.000 Euro am Bau des Waisenhauses für Tsunami-Opfer. Der Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe e.V. seinerseits unterstützt den Aufbau einer Nähwerkstatt im Schulzentrum.

Initiator des Schulzentrums, das für rund 600 Schülerinnen aller Altersstufen geplant ist, ist der Schwetzinger Notar Peter Frauenfeld. In dem Waisenhaus, das mit Hilfe der Stadt Walldorf entsteht, werden etwa siebzig Mädchen im Alter von sechs bis fünfzehn Jahren leben, die ihre Familie durch die Flutkatastrophe im Dezember 2004 verloren haben.

Lernen mit Perspektive

Da der High-School-Unterricht auch eine praktische Berufsausbildung vorsieht, die es den Mädchen ermöglichen soll, unmittelbar nach Schulabschluss selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, will der Verein Hilfe zur Selbsthilfe eine Nähwerkstatt einrichten. Hanne Meißner, zweite Vorsitzende des Vereins und Projektbetreuerin, rechnet mit einem Finanzierungsbedarf von rund 10.000 Euro. Die Ausbildung werden einheimische Lehrkräfte und Gastlehrerinnen und -lehrer aus Deutschland übernehmen, zum Beispiel von den Modeschulen Berlin und Stuttgart. Der Unterricht soll voraussichtlich schon im August 2006 beginnen. Beim Verein sind für die Nähwerkstatt bereits Spenden in Höhe von rund 1.600 Euro eingegangen. Ganz besonders freut sich der Verein darüber, dass die SMV der Theodor-Heuss-Realschule das Projekt mit jährlich 1.000 Euro unterstützen wird. So kann die Hilfe für Schule und Waisenkinder auch nach der Einrichtung der Nähwerkstatt weiterlaufen.

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Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 13.04.2006

Verein will besonders Kindern helfen

Jahreshauptversammlung des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe - Zwölf Projekte wurden 2005 gefördert

Walldorf. Zur Jahreshauptversammlung des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe konnte die Vorsitzende Doris Bernzen zahlreiche Mitglieder, Freunde und Förderer begrüßen. Sie gab einen kurzen Rückblick, auf die Arbeit des vergangenen Jahres und dankte allen Mitgliedern und Spendern für die Unterstützung, Sie verwies vor allem auf den Erfolg der Spargelmarkt-Auktion und auf die Sammelaktionen der Kindergärten, der Kommunionkinder und Firmlinge, des ökumenischen Weihnachtsmarktes und auf die Tannenbaum-Aktion der evangelischen Jugend. Ein besonderer Dank galt wieder dem Walldorfer Gemeinderat und Bürgermeister Merklinger für die großzügige Unterstützung mit jährlich 15 000 Euro. Die Vereinsmitglieder wüssten durchaus, so die Vorsitzende, dass dies nicht selbstverständlich sei, denn nur wenige Gemeinden fühlten sich verpflichtet, Familien und Kinder in notleidenden Ländern in diesem Maße zu unterstützen.

Doris Bernzen wies darauf hin, dass seit der Gründung des Vereins im Jahr 1999 insgesamt 25 Projekte mit über 300 000 Euro unterstützt werden konnten. Davon habe die Stadt Walldorf rund 100 000 Euro zur Verfügung gestellt, etwa 200 000 Euro konnten die Walldorfer Projektbetreuer an Spenden sammeln. 14 Projekte seien für den Verein inzwischen abgeschlossen und würden zum großen Teil von den Betreuern vor Ort aus eigener Kraft weitergeführt. Ein Projekt ruhe zurzeit, da die Betreuung vor Ort nicht gewährleistet sei.

Im Jahr 2005 hat der Verein zwölf Projekte gefördert: in Afrika (Burkina Faso, Tansania), Asien (Nepal, Sri Lanka),

Südamerika (Brasilien) und. Ost-Europa (Moldawien). In diesen Gebieten ist die Kindersterblichkeit im Vergleich zuallen westeuropäischen Ländern sehr hoch. So sterben etwa in Deutschland 4,3 Kinder pro 1000 Geburten, hingegen in Burkina Faso 81, in Tansania 109, in Moldawien 14, in Nepal 64, in Nord-Brasilien 35 und in Süd-Brasilien 15 Kinder pro 1000 Geburten. Familien und Kindern durch die Unterstützung von Gesundheits- und Bildungsprogrammen zu helfen, ist das besondere Anhegen des Vereins. Das wurde auch sehr anschaulich dargestellt in den Berichten der Walldorfer Projektbetreuer. Die Berichte wurden durch zahlreiche interessante Fotos ergänzt.

Im Anschluss an die Ausführungen der Vorsitzenden folgte der Kassenbericht für das Jahr 2005 von Stefan Weisbrod, dem Kassier des Vereins. Den Einnahmen von rund 78 000 Euro standen Ausgaben in Höhe von rund 73 000 Euro gegenüber. Die Kassenprüfung durch Dieter Burkard und Klaus Winnes ergab keine Beanstandungen. Vergleicht man die genannten Zahlen mit denen des Jahres 2004, wird deutlich, dass auch der Walldorfer Verein einen Rückgang der Spenden verzeichnen musste. Daher sei man, wie Doris Bernzen deutlich machte, besonders froh über ein finanzielles Polster aus den letzten Jahren. So könnten trotz geringerer Einnahmen alle Projekte weiterhin in wünschenswertem Umfang gefördert werden.

Ausführliche Informationen über die Arbeit des Vereins gibt der Jahresbericht 2005, der in vielen Walldorfer Geschäften ausliegt oder beim geschäftsführenden Vorstand angefordert werden kann. Viel Wissenswertes steht auch auf der Homepage des Vereins, www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de, die von Vereinsmitglied Wilfried Gerfen betreut wird.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 15.04.2006

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Bericht über die Jahreshauptversammlung am 23. März

Zur Jahreshauptversammlung, die am 23. März im Gymnasium Walldorf stattfand, konnte Doris Bernzen, die Vorsitzende des Vereins, zahlreiche Mitglieder, Freunde und Förderer begrüßen. Sie gab einen kurzen Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres und dankte allen Mitgliedern und Spendern für die Unterstützung. Sie verwies vor allem auf den Erfolg der Spargelmarkt

Auktion und auf die Sammelaktionen der Kindergärten, der Kommunionkinder und Firmlinge, des ökumenischen Weihnachtsmarktes und auf die Tannenbaum-Aktion der evangelischen Jugend. Besonderer Dank galt wieder dem Walldorfer Gemeinderat und Bürgermeister Merklinger für die großzügige Unterstützung von 15.000 E auch im letzten Jahr. Die Vereinsmitglieder wüssten durchaus, so die Vorsitzende, dass dies nicht selbstverständlich sei, denn nur wenige Gemeinden fühlten sich verpflichtet, Familien und Kindern in Not leidenden Ländern in diesem Maße zu unterstützen.

Frau Bernzen wies darauf hin, dass seit der Gründung des Vereins im Jahre 1999 insgesamt 25 Projekte mit über 300.000 Euro unterstützt werden konnten. Davon habe die Stadt Walldorf ca. 100.000 Euro zur Verfügung gestellt, ca. 200.000 Euro konnten die Walldorfer Projektbetreuer als Spenden einwerben. 14 Projekte seien für den Verein inzwischen abgeschlossen und würden zum großen Teil von den Betreuern vor Ort aus eigener Kraft weitergeführt. Ein Projekt ruhe zz., da die Betreuung vor Ort nicht gewährleistet sei.

 

Im Jahr 2005 hat der Verein zwölf Projekte gefördert, in Afrika (Burkina Faso, Tanzania), Asien (Nepal, Sri Lanka), Südamerika (Brasilien) und Ost-Europa (Moldawien). Auch in diesen Gebieten ist die Kindersterblichkeit im Vergleich zu allen europäischen Ländern sehr hoch. So sterben etwa in Deutschland 4,3 Kinder pro 1.000 Geburten, hingegen in Burkina Faso 81, in Tanzania 109, in Moldawien 14, in Nepal 64, in Nord-Brasilien 35 und in Süd-Brasilien 15 Kinder pro 1.000 Geburten. Hier Familien und Kindern durch die Unterstützung von Gesundheits- und Bildungsprogrammen zu helfen, ist das besondere Anliegen des Vereins. Das wurde auch sehr anschaulich dargestellt in den Berichten der Walldorfer Projektbetreuer, die durch zahlreiche interessante Fotos ergänzt wurden.

Im Anschluss an die Darlegungen von Frau Bernzen folgte der Kassenbericht 2005 von Stefan Weisbrod, dem Kassier des Vereins. Den Einnahmen von 78.153,61 Euro standen Ausgaben in Höhe von 73.172,78 Euro gegenüber. Die Kassenprüfung durch Dieter Burkard und Klaus Winnes ergab keine Beanstandungen. Vergleicht man die genannten Zahlen mit denen des Jahres 2004, wird deutlich, dass auch der Walldorfer Verein einen Rückgang der Spenden verzeichnen musste. Daher sei man, wie Frau Bernzen deutlich machte, besonders froh über ein finanzielles Polster aus den letzten Jahren. So könnten trotz geringerer Einnahmen alle Projekte weiterhin in wünschenswertem Umfang gefördert werden. Ausführliche Informationen über die Arbeit des Vereins gibt der Jahresbericht 2005, der in vielen Walldorfer Geschäften ausliegt oder beim Geschäftsführenden Vorstand angefordert werden kann, und natürlich die Homepage (www.hilfezur-selbsthilfe-walldorf.de), die vom Vereinsmitglied Wilfried Gerfen hervorragend betreut wird. H.M.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.02.2006_2

Tannenbäume für Tansania

Wer sich an Weihnachten einen Christbaum in die gute Stube stellte, hat damit nicht nur sich, sondern auch Menschen im fernen Tansania eine Freude gemacht - vorausgesetzt der Baum wurde nach der Weihnachtszeit in die Hände der Evangelischen Gemeindejugend (EGJ) gegeben.

Alljährlich bieten die hier engagierten Jugendlichen ihren Tannenbaum-Abholservice an gegen einen Obolus von nur zwei Euro pro Baum. Der Erlös fließt Jahr für Jahr einem guten Zweck zu, in dieser Saison bereits zum zweiten Mal einem Projekt des Walldorfer Vereins Hilfe zur Selbsthilfe e. V.

Als Spende konnten Doris Bernzen, die 1. Vorsitzende des Vereins, und ihre Mitstreiterin Petra Schwab dieser Tage einen Scheck über 2.500 Euro entgegennehmen. Petra Schwab, die auch als Kirchengemeinderätin engagiert ist, betreut für den Verein seit 2005 ein Projekt im tansanischen Mugamba. Mit Hilfe des Vereins soll in dem kleinen Dorf am Tanganyika-See, das nur über den See oder zu Fuß über die Berge zu erreichen ist, in einem Mutter-Kind-Zentrum eine Entbindungsstation entstehen. Wie Petra Schwab berichtete, sterben gebärende Frauen hier oft an Infektionen, die durch einfache Medikamentengabe verhindert werden könnten. Auch viele Säuglinge sterben wegen mangelnder Hygiene. Das soll sich nun ändern. In Mugamba gibt es keinen Strom, sodass ein mit Petroleum betriebener Kühlschrank zur Lagerung der Medikamente

angeschafft werden muss und ein Generator, um Strom für Beleuchtung zu erzeugen. Neben den Medikamenten für die werdenden Mütter werden auch Instrumente für die Geburtshilfe und eine Entbindungsliege gebraucht.

"Es ist noch viel zu tun", meinten Doris Bernzen und Petra Schwab und waren daher der engagierten Gemeindejugend der evangelischen Kirche für ihre Spende sehr dankbar. Gemeindepädagoge Oliver Tuscher und die EGJ'ler Jana Schuppel, Carolin Zuber, Thomas Waschik und Yalcin Eksilmez freuen sich, dass ihr Tannenbaumservice, den sie gemeinsam mit einigen Walldorfer Landwirten, die die Traktoren steuern, und dem städtischen Bauhof auf den Weg gebracht haben, so weit reichende Folgen hat und sie damit etwas vom Walldorfer Wohlstand an arme Menschen weitergeben können.

Doris Bernzen und Petra Schwab (1.und 2. v.L) mit dem dicken Scheck, den Yalcin Eksilmez. Jana Schuppel, Thomas Waschik und Oliver Tuscher stolz übergaben (Foto: Stadt Walldorf)

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.02.2006

Herzlicher Dank aus Rybniza

Einen kurzen Aufenthalt in Walldorf nutzte Alexander Pantschina aus dem moldawischen Rybniza vor kurzem, um Bürgermeister Heinz Merklinger und damit auch den Bürgerinnen und Bürgern Walldorfs seinen Dank auszusprechen.

Auch wenn viele Walldorferinnen und Walldorfer Pantschina nicht persönlich kennen, so ist sein Name und vor allem sein Projekt "Svet - Haus des Lichts" vielen in Walldorf ein Begriff. Knapp 200 Kinder hat Pantschina inzwischen buchstäblich von der Straße geholt und in dem Haus, das durch Spenden der Walldorfer Kleiderstube und des Walldorfer Vereins Hilfe zur Selbsthilfe e. V. realisiert werden konnte, zusammengeführt. Pantschina, der Gemeindevorsteher, Bäcker und vieles mehr ist, und seine Helferinnen und Helfer bieten mittellosen Kindern und Erwachsenen jeden Tag ein warmes Essen und Hilfe in vielen Lebenslagen an. Besondere Freude kommt natürlich auf, wenn Pakete aus Walldorf eintreffen mit Kleidern, Spielzeug und vielem mehr.

Bürgermeister Heinz Merklinger erinnerte im Gespräch mit Alexander Pantschina an die Anfänge der Kleiderstube, die Altstadträtin Christa Birkenmaier vor rund 15 Jahren ins Leben rief. Damals war Zweck und Ziel zunächst, Aussiedler aus Kasachstan zu unterstützen. 1994 wurde aus der Kleiderstube schließlich ein Verein, zu dessen Gründungsmitgliedern Merklinger gehörte.

 

Pantschinas Projekt in Moldawien wird seit dem Jahr 2001 gefördert.
Der Bürgermeister lobte die "wertvolle Arbeit" sowohl auf Seiten der Kleiderstube und des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe als auch in Rybniza selbst. Neben dem
gemeinsamen Anliegen, Not zu lindern, stellten Merklinger und Pantschina noch eine weitere Gemeinsamkeit fest: Sowohl in Rybniza als auch in Walldorf scheinen sich Weißstörche sehr wohl zu fühlen.

Herzlicher Empfang für Alexander Panchina (2. v.L) und Gustav Sieber von der Mission Stephanus in Speyer (1. v. 1.) in Walldorf, die gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kleiderstube, Heinz und Hannelore Blattmann, Erna Kapolnek, Sigrid Tuengerthal und Hedwig Merklinger, von Bürgermeister Heinz Merklinger (3. v. L)und Doris Schuppe (re.) begrüßt wurden (Foto: Stadt Walldorf)

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.01.2006

Krankenversorgung im
afrikanischen Busch (Teil 3)

Kommt man in Dörfer, die das Team von Apersec aufgeklärt hat, staunt man über die Sauberkeit. Es ist nicht nur der Dorfplatz sauber gekehrt, auch die Latrine und der Abfallplatz sehen tadellos aus. Und die Menschen sehen sauber und gesund aus. Sie haben glänzende Haut, weil man ihnen beigebracht hat, die Haut mit Caritébutter zu pflegen. (Diese Bäume wachsen dort). Natürlich gibt es auch in diesen Dörfern immer wieder mal Kranke, aber dann legt die Dorfgemeinschaft auch durchaus das Geld zusammen, um den Krankenhausaufenthalt zu bezahlen.

Die Menschen wissen die Arbeit von Apersec sehr zu schätzen, das zeigte sich immer wieder in den Festen und den Geschenken, die zu Ehren der " Patrons de l'Allemagne " gemacht wurden. 19 Hühner, eine Ziege und ein Schaf, ein großer Sack Erdnüsse, eine komplette Mossijäger-Ausrüstung und noch anderes wurde uns innerhalb einer Woche geschenkt! Die Dorfbevölkerung wollte ihre Dankbarkeit auf diese Art und Weise zeigen, denn sie merken selbst, wie viel besser es ihnen geht, seit sie sauberer sind.

Inzwischen hat das Team zehn Dörfer sensibilisiert, und es warten bereits vier weitere auf Hilfe. Wenn man rechnet, dass zu einem Dorf etwa 1.000 Menschen gehören, dann versorgt das Team von Apersec inzwischen fast 14.000 Menschen, das heißt eine Stadt in der Größe von Walldorf wird von drei Hebammen und zwei Krankenpfleger/innen versorgt! Leider gibt es keine andere Hilfsorganisation, die eine derartige Arbeit macht, und es gibt noch sehr viel zu tun in vielen Dörfern. Aber diese Arbeit ist sehr anstrengend, besonders wenn in der Trockenzeit die Temperaturen auf über 40 Grad steigen. In den Dörfern gibt es auf dem Marktplatz meistens nur einen Schatten spendenden Baum. Cathérine Eklou macht diese Arbeit ehrenamtlich, aber sie muss natürlich die Hebammen und den Krankenpfleger bezahlen, außerdem kostet der Liter Diesel inzwischen auch dort einen Euro und diese großen alten Landcruiser verbrauchen mindestens 17 Liter pro 100 Kilometer. Aber andere Wagen sind völlig ungeeignet, da sie auf den Pisten schnell zusammenbrechen würden. Außerdem müssen es ältere Wagen sein ohne komplizierte Elektronik, denn sonst kann der Chauffeur sie nicht selbst reparieren.

Dieses Projekt wird immer finanzielle Unterstützung brauchen, denn der kleine finanzielle Beitrag, den die Dorfbewohner leisten können, reicht nicht aus, um die Kosten zu decken.

 

S. T.

 

Wer helfen will, kann Spenden auf folgende Konten des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe e. V. einzahlen: Sparkasse Heidelberg (BLZ 672 500 20), Konto 57 707 674 Volksbank Wiesloch (BLZ 672 922 00), Konto 18 013 800

 

Die Aufklärungsarbeit in den Dörfern ...
 

... trägt ihre Früchte (Fotos: Verein Hilfe zur Selbsthilfe e. V.)

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 21.01.2006

Krankenversorgung im
afrikanischen Busch (Teil 2)

Ganz wichtig ist in den Dörfern die Wundversorgung, denn mangelnde Hygiene lässt auch kleinste Wunden eitern und mit der Zeit groß werden. Manche Patienten kamen mit vier bis fünf Hühnerei großen Wunden an den Beinen, um sich versorgen zu lassen. Auch kleine chirurgische Eingriffe bei starken Vereiterungen kann das Team vornehmen. "Geht euch waschen und zieht eine frische Hose/Rock an", so werden die Menschen immer wieder erst einmal weggeschickt. Hygiene und Aufklärung sind die wichtigsten Themen, die das Team immer wieder mit, rührender Geduld wiederholt. "Wir wussten nicht, dass man sich waschen muss, um weniger krank zu werden", sagte ein Vater, der seinen kranken und völlig verdreckten Sohn zur Versorgung brachte.

Ein spezieller Dorfschatz: der Apothekenkasten
(Fotos: Verein Hilfe zur Selbsthilfe e.V.)

 

Diese Aufklärungsarbeit ist der Hauptschwerpunkt des Teams von Apersec. Mindestens 20 Mal müssen sie in ein Dorf fahren, bis die Bevölkerung sensibilisiert ist. Dann werden vier Personen aus dem Dorf (meistens drei Frauen und ein Mann) für eine Woche in die Hauptstadt eingeladen und erhalten eine Ausbildung in erster Hilfe. Als Abschluss erhalten die vier Multiplikatoren einen "Apothekenkasten " mit folgendem Inhalt: ein Blutdruckgerät mit Stethoskop, Verbandsschere, zwei Rollen Pflaster, eine Packung Holzspachtel, eine Packung Watteträger, eine Flasche Betaisodona Lösung, sterile und unsterile Kompressen, eine Packung Einmalhandschuhe, Mullbinden und elastische Binden in verschiedenen Größen, ein Liter Desinfektionsmittel, 1.000 Tabletten Paracetamol, 1.000 Tabletten Chloroquin.
Cathérine Eklou und ihr Team
haben viele Wunden zu versorgen

So eine Kiste kostet komplett rund 70 Euro und muss nur ungefähr alle drei Monate nachgefüllt werden. So können sich die Dörfer während der Regenzeit, wenn sie mit dem Auto nicht zu erreichen sind, sehr gut selbst versorgen.


- Fortsetzung in der nächsten " Walldorfer Rundschau

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 14.01.2006

Krankenversorgung im
afrikanischen Busch

Schon seit einigen Jahren unterstützt unser Verein die ambulante Krankenstation "Apersec" in Burkina Faso. Nun haben sich Sigrid und Siegfried Tuengerthal persönlich über die Arbeit des Teams um Cathérine Eklou informiert.
Das Team, bestehend aus drei Hebammen und einem Krankenpfleger, besucht Dörfer, die in einer Entfernung zwischen 50 und 70 Kilometern von der Hauptstadt Ougadougou liegen. Schon allein die Fahrt ist ein einziges Abenteuer, denn höchstens ein Viertel der Fahrtstrecke geht über asphaltierte Straßen. Der Rest ist Piste mit riesigen Schlaglöchern. Man ist schon ziemlich verstaubt und gut durchgeschüttelt, bis man nach über zwei Stunden Fahrt im Dorf ankommt.
So ein Besuch in einem Dorf läuft nach ganz bestimmten Regeln ab: Das Dorf wird immer einige Tage vorher informiert, wann Apersec kommt. Nach der Ankunft auf dem Dorfplatz erfolgt die Begrüßung durch den Dorfchef, der immer mit gebeugten Knien und gesenktem Blick begrüßt werden muss. Danach wird dem Gast als Zeichen des Willkommens eine Schale mit Wasser gereicht: " Ich teile

Cathèrine Eklou beim Verarzten
eines "großen" Patienten

Viele Mütter kommen mit ihren Babys Rat suchend zu "APERSEC"

das Kostbarste mit dir, was ich habe, das Wasser." Dann gibt es noch ein kleines Palaver mit dem Chef und erst danach kann mit der Krankenversorgung begonnen werden.

In zwei langen Schlangen, Frauen und Männer meistens getrennt, stehen die Menschen an, um sich versorgen zu lassen: Die Hebammen untersuchen die Säuglinge, die teilweise extrem unterernährt sind, und beraten die Mütter.
Die Unterernährung der Kleinkinder ist darauf zurückzuführen, dass viele afrikanische Frauen ihre Kinder bis zu zwei Jahre stillen und nicht zufüttern. Dies geschieht nur aus Unwissenheit, denn einen großen Teil des Jahres gibt es ausreichend zu essen. Und es wächst auch alles Gemüse oder Getreide, was man zerstampft einem Kleinkind füttern kann.

S. Tuengerthal

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