Anfang

Der Verein in den Medien 2008

     

Walldorfer Rundschau, Samstag, 06.12.2008

Rumänische Waisenkinder

Bereits seit 2001 unterstützt der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V." die Arbeit des Heidelberger Vereins „Für rumänische Waisenkinder Heidelberg e.V.".

Dieser Verein hat 1999 begonnen, von bitterarmen Romafamilien verlassene Kinder in rumänische Pflegefamilien in und um Schäßburg zu vermitteln. Was anfangs fast unmöglich schien, wurde ein erfolgreiches Projekt. 19 Kinder im Alter von 7 Monaten — 5 Jahren fanden ein liebevolles Zuhause in einer Familie. Die Pflegefamilien werden monatlich mit einem kleinen Gehalt unterstützt.

Der Verein gründete eine Stiftung in Schäßburg, kaufte ein Anwe­sen und eröffnete 2001 nach umfangreichen, dringend notwendigen Renovierungen ein eigenes kleines Therapiezentrum, in dem die stark traumatisierten Kinder langfristige Hilfe durch eine Psychologin und junge deutsche Ergotherapeutinnen fanden. „Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützte den Heidelberger Verein in den Jahren 2001 - 2003.

 

2004 wurde ein Förder- und Betreuungsprogramm für inzwischen ca. 75 Romakinder aus sozial schwächsten Familien im Alter von 8-15 Jahren aufgebaut. Durch fehlende Hygiene in den teilweise katastro­phalen Wohnverhältnissen leiden fast alle Kinder unter Läusen, Haut-und Wurmerkrankungen, Entzündungen u.v.m. Die Kinder erhalten die notwendige medizinische Versorgung und die dringend benötigten Medikamente, werden schulisch gefördert, erhalten Kleidung und Schulmaterial und Hygieneerziehung. Der abschließende Imbiss ist oft die einzige nahrhafte Mahlzeit am Tag.

So unterstützt, können diese Kinder die Schule besuchen; Bildung ist für diese Kinder der einzige Weg heraus aus Armut und Ausgrenzung, Hoffnungslosigkeit und späterer Arbeitslosigkeit.

Helga Aundrup

 

Zur Artikelauswahl  

Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.11.2008

Mädchenprojekt in Turucu, Südbrasilien, läuft richtig gut an

Heute wollen wir von unserem neusten Projekt in Turucu, einer kleinen, wirtschaftlich sehr schlecht gestellten Kleinstadt in Süd­brasilien berichten.

Die neuen Computer werden begeistert angenommen

Durch eine sehr großzügige Spende der SMV des Gymnasiums Walldorf im letzten Jahr kam dieses schon lange geplante Projekt zur Realisierung. In einem neuen Alten- und Begegnungshaus der Stadt Turucu konnte ein Raum für dieses Projekt bereitgestellt werden. Noch sehr jungen Mädchen soll hier die Möglichkeit gegeben werden, sich regelmäßig zu treffen und die Freizeit sinnvoll zu gestalten. In der Stadt selbst gibt es nur sehr wenige Freizeitangebote für Jugendliche, dank der Spenden unseres Vereins gibt es eine Blaskapelle, die sich regelmäßig zu Proben trifft und schon viele Auftritte hatte.

 

Inzwischen hat sich auch eine kleine Tanzgruppe junger Mädchen gebildet, die die Blaskapelle bei ihren Auftritten begleitet. Ge­rade für Mädchen aus Familien mit sehr wenig Einkommen ist das fehlende Angebot von Freizeitgestaltung ein Problem. Teenagerschwangerschaften sind ein großes Problem in Turucu, und in diesem Projekt sollen die jungen Mädchen u.a. in Sexual­erziehung, Verhütung und Aufklärung, Umgang mit Gewalt un­terrichtet werden.

Da PC-Kenntnisse inzwischen auch in Brasilien ein wichtiger Schlüssel zu besser bezahlten Jobs sind, werden ab Januar meh­rere Studenten als Praktikanten die Mädchen im Umgang mit dem Computer unterrichten. Sie werden so lernen, sich wichtige Informationen zu beschaffen, Bewerbungen zu schreiben und sich wichtige Grundkenntnisse aneignen zu können.

Möchten auch Sie dieses oder ein anderes Projekt unseres Ver­eins unterstützen, dann finden Sie weitere Informationen unter www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de.

Unsere Spendenkonten:

Sparkasse HD (BLZ 672 500 20), Kto.-Nr. 57707674 Volksbank Wiesloch (BLZ 672 922 00), Kto.-Nr. 18013800 Stichwort: Turucu

 

Zur Artikelauswahl   

Walldorfer Rundschau, Freitag, 31.10.2008

Vorstandssitzung

Zur nächsten Vorstandssitzung am 6. November um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus wird herzlich eingeladen. Interessierte Mitglieder sind wie immer herzlich willkommen. S.T.

 Kinder sammeln für Kinder

300 Euro kamen beim Kuchen- und Waffelverkauf des evangeli­schen Kindergartens anlässlich eines Herbstfestes zusammen. Dieses Geld spendeten die Kinder ihrem Patenkind Nathan, der in Turucu, einer wirtschaftlich sehr unterentwickelten Kleinstadt in Südbrasilien, wohnt. Nathan ist eines von 72 Patenkindern, die im Rahmen unseres Patenschaftsprogramms unterstützt und gefördert werden.

300 Euro bedeuten zwei Jahre täglich frische Milch und Obst, ausreichend gesunde Ernährung, um Mangelerscheinungen vor­zubeugen. Sie bedeuten auch saubere Kleidung und die Möglich­keit, tagsüber in einem Kinderhaus in liebevoller, angemessener Atmosphäre von Fachkräften betreut zu werden. Die Eltern müssen einmal im Monat an Elternabenden teilnehmen und sich mit Themen wie z.B. frühkindliche Entwicklung, Erziehung, Er­nährung, Umgang mit Drogen und Gewalt auseinandersetzen. Die Eltern sind zutiefst dankbar, dass ihnen wenigstens die Sorge um die tägliche Nahrung für ein Kind abgenommen wird, und sie schätzen auch die Möglichkeit der Kinderbetreuung und das kostenlose Angebot, über Kindererziehung und andere Prob­leme informiert zu werden. Nicht selten erleben sie zum ersten Mal, dass fremde Menschen etwas für sie tun.

 

Kinder sammeln für ihr Patenkind

Neben dem Patenschaftsprogramm haben wir noch einen Paten­schaftsfonds für Kinder unter 7 Jahren eingerichtet, aus dem unsere langjährige Ansprechpartnerin, die Psychologin Frau Elsa Timm, die auch alle anderen Projekte unseres Vereins in Turucu koordiniert und begleitet, ganz unbürokratisch in drin­genden Härtefällen helfen kann.

Den fleißigen Kuchen- und Waffelbäckern nochmals vielen Dank, und möchten auch Sie unsere Patenkinder oder andere Projekte des Vereins unterstützen, dann finden Sie weitere In­formationen unter www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de.

Unsere Spendenkonten:

Sparkasse HD (BLZ 672 500 20), Kto.-Nr. 57707674 Volksbank Wiesloch (BLZ 672 922 00), Kto.-Nr. 18013800 Stichwort "Turucu"

Barbara Diehm

 

Zur Artikelauswahl  

Walldorfer Rundschau, Samstag, 25.10.2008

Jigiya Bon - Häuser der Hoffnung

Schneiderschule

in einem Zentrum für Mädchen in Mali

Seit Juli 2008 unterstützen wir mit dem Wieslocher Arztehepaar Dres. Gunthard und Cornelia Weber in Mali ein Zentrum für bedürftige Mädchen und Frauen im Alter von 9 bis 21 Jahren. Träger ist der Wieslocher Verein Häuser der Hoffnung - Schul­bildung für die Dritte Welt (www.haeuser-der-hoffnung.org); Partner vor Ort ist die malische "Association D'Appui ä la Scola­risation des Filles Jigiya Bon". Die Projektbetreuung in Walldorf hat Hanne Meißner übernommen.

Die Grundsteinlegung der Schneiderschule

Neben Schul- und Berufsausbildung sind Gesund-heitsvorsorge, Familienplanung, Ernährung, Hygiene und die Förderung kul­tureller Aktivitäten sehr wichtig. Auch in Mali sind Frauen hauptverantwortlich für die Ernährung ihrer Familien, aber noch zu über 80 Prozent Analphabetinnen. Mädchen werden seltener zur Schule angemeldet als Jungen, denn sie werden vor allem in den Familien als Arbeitskräfte gebraucht oder ausgenutzt.

 

Innenhof der Schule

Das Zentrum liegt in Daoudabougou, einem Stadtteil der Haupt­stadt Bamakos. Aufgenommen werden nur wirklich bedürftige Mädchen. Eine Sozialbehörde überprüft deren soziale Verhält­nisse. Die 9 bis 16 Jahre alten Mädchen besuchen eine Privat­schule, da hier weit weniger Kinder in einer Klasse sitzen - in staatlichen Schulen sind es oft mehr als 100! 20 weitere Frauen von 16 bis 21 Jahren gehen in weiterführende Schulen oder ma­chen Berufsausbildungen. Alle werden von zwei Betreuerinnen, einer Köchin und zwei Guardians versorgt.

Die Bewohnerinnen, aber auch Frauen aus der Umgebung, kön­nen in dem Zentrum das Schneidern erlernen, um so später sich und ihre Familie zu ernähren. Bisher waren schon sieben Näh­maschinen vorhanden, die Unterrichtsräume werden nun mit un­serer Hilfe gebaut.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hilfe-zur-selbst­hilfe-walldorf.de. Sie würden das Projekt gern unterstützen? Hier unsere Konten: Sparkasse HD (BLZ 672 500 20), Kto.-Nr. 57707674 und Volksbank Wiesloch (BLZ 672 922 00), Kto.-Nr. 18013800, Stichwort Mali

 

Zur Artikelauswahl  

Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.10.2008

Das Frauenzentrum in El Viejo, Nicaragua

Gemeinsam mit dem Nicaragua-Forum Heidelberg unterstützen wir das Frauenzentrum in El Viejo. Mit unserer finanziellen Un­terstützung erhielt das Zentrum jetzt ein neues Dach. Auch die Mauern und Wände bedürfen dringend der Ausbesserung. Das Frauenzentrum wurde 1979 als ein Treffpunkt gegründet, in dem sich Frauen über persönliche und gesellschaftliche Probleme aus­tauschen können. Inzwischen ist es zu einer anerkannten Institu­tion herangewachsen, in der 14 hauptamtliche und 230 ehrenamt­liche Mitarbeiterinnen ein großes Informations- und Beratungs­angebot leisten. Einer der zentralen Arbeitsbereiche ist die Be­kämpfung von Gewalt und der Einsatz für die Verbreitung und gesellschaftliche Anerkennung von Frauen- und Kinderrechten. Immer noch sind ein Drittel der Mädchen unter 12 Jahren Opfer von sex-

 

uellem Missbrauch. Eine Rechtsanwältin und eine Psy­chologin stehen den Frauen und Mädchen beratend bei. Ein wei­terer Schwerpunkt der Einrichtung sind Maßnahmen zur Ver­besserung der Gesundheitssituation, beispielsweise Aufklä­rungskampagnen über AIDS und Schwangerschaftsverhütung. Nähere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf unserer Homepage unter: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de. Das Projekt wird in Walldorf betreut von unserem Vorstandsmitglied Ulrike Steiger in Zusammenarbeit mit dem Nicaragua-Forum Heidelberg. Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten, so kön­nen Sie unter dem Stichwort Nicaragua auf folgende Konten spenden:

Sparkasse Heidelberg (BLZ 672 500 20), Kto. 57 707 674, Volks­bank Wiesloch (BLZ 672 922 00), Kto.18 013 800
 

Zur Artikelauswahl  

Südhessen Woche, Donnerstag, 24.07.2008

LEUTE: Wilfried Gerfen

Der 64 Jahre alte Seeheimer Wilfried Gerfen setzt sich für bedürftige Menschen in Nepal ein. Kirtipur heißt die Großgemeinde nahe der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Seit 2003 hat Gerfen bereits zwei Projekte zum Abschluss gebracht. Heute ist seine Nepalhilfe Teil des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe Waldorf", der die Projekte finanziell unterstützt. Im April reiste Gerfen nach Kirtipur, um sein neues Projekt zu starten. Es gebe zwar eine Schulpflicht, aber die wenigsten Eltern könnten es sich leisten, ihre

 

Kinder in die Schule zu schicken. Vor Ort gründete Gerfen ein Bürgerkomitee, das sich um die Auswahl kümmern soll. Mindestens die Hälfte der geförderten Kinder müssen Mädchen sein, da sie besonders geringe Chancen auf Bildung haben. Kinder aus benachteiligten Familien werden bevorzugt. Schon jetzt sei das Projekt ein Erfolg: Durch zahlreiche Spenden können schon 40 Kinder in die Schule gehen. Gerfen: „Von 100 Euro, die uns ein Spender hier in Deutschland gibt, kommen auch 100 Euro in Nepal an."

(mue/Günter Jockel)

Zur Artikelauswahl  

Darmstädter Echo, Mittwoch, 16.07.2008

Aus Seeheim kommt Hilfe für Nepal

Projekte - Rentner Wilfried Gerfen ermöglicht Kindern Schulausbildung in Kirtipur bei Kathmandu - Bäckerei eröffnet

SEEHEIM-JUGENHEIM. Sein erstes Hilfsprojekt begann Wilfried Gerfen mit dem Gang in die Rente: Der 64 Jahre alte Seeheimer setzt sich für bedürftige Menschen in Nepal ein. Kirtipur heißt die Großgemeinde nahe der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, in der er sich engagiert. Nur 290 Euro verdiene ein Nepalese durchschnittlich im Jahr. Rund 25 Euro müssen laut Gerfen für einen ganzen Monat reichen.

Auf die Idee, Menschen in Nepal zu helfen, kam er durch seine Tochter. Sie war drei Jahre lang für den Deutschen Entwicklungsdienst in Kirtipur und hat dort in einem der 15 Dörfer der Gemeinde gelebt. In Kirtipur erlebte sie Armut hautnah und bat ihren Vater um Hilfe. Seit 2003 hat Gerfen bereits zwei Projekte zum Abschluss gebracht. Heute ist seine Nepalhilfe Teil des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf", der die Projekte finanziell unterstützt.

Zunächst finanzierte Gerfen I mit Hilfe von Spenden die Schule „Jana Sewa". Gebäude wurden gestrichen, neue Lehrmittel angeschafft. Insgesamt 30 000 Euro konnte Gerfen der Schule zur Verfügung stellen. „Heute bestehen fast alle Schüler das Abschlussexamen. Zu Beginn waren es nur 70 Prozent." Außerdem konnte mit den Spenden ein Wissenschaftsraum eingerichtet werden. Als die Schule zur Musterschule ausgezeichnet wurde, stellte Gerfen die Förderung ein: „Die Schule war versorgt, da wollte ich mich um Menschen kümmern, die meine Hilfe dringender benötigen."

Ein neues Betätigungsfeld war schnell gefunden: „Meine Tochter war zu der Zeit schon nicht mehr in Nepal, hatte aber eine Nachfolgerin vom Deutschen Entwicklungsdienst", erinnert sich Gerfen. Diese schlug vor, eine Fraueninitiative im Nachbarschaftsbezirk Thambahal zu unterstützen.

Sichere Arbeit für vier junge Frauen

Dreizehn junge Frauen wollten eine Bäckerei eröffnen. Um ihr Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, mussten sie eine Schulung in Kathmandu machen, konnten sich jedoch die Busfahrt in die Stadt nicht leisten. Hier begann die Unterstützung seitens der Nepalhilfe. Dank Spenden und Unterstützung des Vereins konnten Gerfen und sein Team

 

den Frauen die Bäckerei finanzieren. Heute werfe die Bäckerei Gewinn ab und sichere den Arbeitsplatz von vier Frauen. Im April dieses Jahres reiste Gerfen nach Kirtipur, um die Bäckerei einzuweihen und sein neuestes Projekt zu starten. „Dieses Mal war mir wichtig, dass ich Kindern unmittelbar helfen kann." Es gebe zwar eine Schulpflicht, aber die wenigsten Eltern könnten es sich leisten, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Die Kinder, die nicht in die Schule gehen, würden häufig zur Arbeit in Ziegeleien, Webereien oder in der Landwirtschaft gezwungen.


Bilder von einem Bäckerei-projekt in Nepal, das in-zwischen erfolgreich abge-schlossen ist, zeigt Wilfried Gerfen aus Seeheim. Er ist der Initiator der Nepalhilfe-Kirtipur, die seit 2003 in der gleichnamigen Gemeinde tätig ist.
FOTO: GÜNTHER JOCKEL

 


Vor Ort gründete Gerfen ein Bürgerkomitee, das sich um die Auswahl geeigneter Kinder kümmern soll. Mindestens die Hälfte der geförderten Kinder müssen Mädchen sein, da sie besonders geringe Chancen auf Bildung haben.. Kinder aus benachteiligten Familien sollen bevorzugt werden. Das Komitee kümmere sich darum, das gesammelte Geld zu verwalten und davon Schulsachen zu kaufen. „Wir geben den Eltern niemals das Geld bar", betont Gerfen. Das benötigte Material werde ausschließlich bei ansässigen Handwerkern gekauft.

Schon jetzt sei das Projekt ein Erfolg: Durch zahlreiche Spenden können schon 40 Kinder in die Schule gehen. „Von 100 Euro, die uns ein Spender hier in Deutschland gibt, kommen auch 100 Euro in Nepal an." Kosten für Reisen nach Nepal oder Briefe trage Gerfen komplett selbst.      

mue

KONTAKT

Weitere Infos gibt Wilfried Gerfen unter 06257 990899.

Internet: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de/projekte/ nepal/nepal.htm.

Zur Artikelauswahl   

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 04.07.2008

1000 Euro für Burkina Faso

 

 

Walldorf. Stellvertretend für ihre Mutter Cathérine Eklou nahm Lilly Eklou mit großer Freude einen Scheck über 1000 Euro vom Travel Center ED+AD in Walldorf entgegen. Ad Hoogenberg (re.) und Edward Soerensen (2.v.li.) hatten beim Walldorfer Spargelmarkt eine Tombla zugunsten des Projekts „Apersec" veranstaltet, mit dem Cathérine Eklou in Burkina Faso die Gesundheitsversorgung für 15 abgelegene Dörfer gewährleistet. Unterstützt wird sie seit sieben Jahren vom Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe, bei dem Sigrid Tuengerthal, li., das Projekt betreut. Weitere Informationen über den Verein und das Projekt unter www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de. Foto: Pfeifer

Zur Artikelauswahl  

Badische Anzeigen Zeitung, Montag, 02.07.2008

Wo Brot richtig glücklich macht

Verein Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt
Bäckerei in Nepal

Walldorf. „Kleine Brötchen" werden in der Bäckerei im nepalesischen Kirtipur seit über einem Jahr gebacken. Es sind täglich rund 24 Brötchen und über 250 Doughnuts, die mittels eines einfachen Backofens und eines Woks entstehen. Das Backen muss gut geplant sein, denn in Nepal steht Strom nur stundenweise zur Verfügung.

Trotz dieser für deutsche Verhältnisse ungewohnten Bedingungen, kann man für Kirtipur von einem Riesenerfolg und wirtschaftlichem Phänomensprechen, wie Wilfried Gerfen, der das Projekt begleitet, vor kurzem bei einem Besuch im Walldorfer Rathaus begeistert bestätigte. Wilfried Gerfen, der den Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe von dem Projekt überzeugte, war bei der offiziellen Einweihung der Bäckerei im April 2008, die mit einer traditionellen Prozession gefeiert wurde, dabei und freute sich besonders, dass an der Hauswand auch eine Gedenktafel enthüllt wurde, auf der der Walldorfer Verein als Spender genannt wird. Bürgermeister Heinz Merklinger, der Wilfried Gerfen, seine Frau Elke sowie das Ehepaar Maharjan aus Kirtipur, und vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe Doris Bernzen und Sigrid Tuengerthal herzlich willkommen hieß, dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und ermunterte sie, „damit ruhig noch mehr. Menschen anzustecken".

Nepal-Gruppe: Bürgermeister Heinz Merklinger, Wilfried und Elke Gerfen, Kämmerer Stefan Weisbrod, Sigrid Tuengerthal und Doris Bernzen (v.l.n.r.) nahmen Lalita und Rajmam Maharjan in der Tracht der Newari gerne in ihre Mitte (Bild: Pfeifer)

Mit dem Bäckerei-Projekt griffen Gerfen und der Verein eine Initiative von Newari-Frauen in Kirtipur auf. Die Newari sind eine ethnische Minderheit in Nepal, die durch eine eigene Sprache, tiefe Religiosität und unzählige Riten gekennzeichnet sei, erklärte Gerfen, der durch seine Tochter, die als Entwicklungshelferin in Kirtipur lebte und arbeitete, Beziehungen zu Nepal aufbaute und sich für die Newari engagiert. Leider trügen auch hier die Frauen die Hauptlast des Alltags, so Gerfen, und es mangle ihnen an Bildung. Die Initiative armer und arbeitsloser Newari-Frauen,

 

sich gegenseitig zu unterstützen, griff er auf und half ihnen bei ihrer Idee, eine Bäckerei einzurichten und das Bäcker-handwerk zu lernen. In Thambahal, einer der Ortschaften, die zu Kirtipur gehören, wurde das Dorfgemeinschaftshaus mit Hilfe der Männer aufgestockt und nun duftet es hier tagtäglich nach frischen Backwaren, die an Geschäfte in der Umgebung und die lokale Bevölkerung verkauft werden. Vier Frauen sind hier beschäftigt und erwirtschaften einen monatlichen Gesamtgewinn von zurzeit elf Euro.

Backstube in Nepal  (Bild: Gerfen)

„Das Geschäft floriert", freut sich Wilfried Gerfei, der die Bäckerei als Musterprojekt bezeichnet, denn innerhalb eines Jahres sei es gelungen, Hilfe zu geben, die nun auf festen Beinen stehe. „Die Frauen sind total glücklich", berichtete er. Dies konnten auch Lalita Maharjan und ihr Mann Rajman bestätigen, die zum ersten Mal in ihrem Leben Kirtipur verlassen hatten, um nach Deutschland zu reisen. Lalita Maharjan ist Grundschullehrerin und gemeinsam mit ihrem Mann Mitglied eines vor kurzem gegründeten Bürgerkomitees in Kirtipur, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern aus ärmsten Familien den Schulbesuch zu ermöglichen. Obwohl in Nepal Schulpflicht bestehe, könnten arme Kinder nicht zur Schule gehen, da allein das Anschaffen der Schuluniform eine zu hohe finanzielle Hürde darstelle. Auch hierfür macht sich Wilfried Gerfen mit der Nepalhilfe Kirtipur stark. Wichtig ist ihm, dass die „Grundschul-Stipendien" an besonders benachteiligte Kinder, vor allem Mädchen von alleinerziehenden Müttern, vergeben werden. Die Schuluniformen und Schuhe werden ausschließlich bei lokalen Schneidern und Schuhmachern in Auftrag gegeben, so dass auch die lokalen Handwerker profitieren. Gute Erfahrungen in Sachen Schule hat Gerfen mit der ebenfalls vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe unterstützten Sanierung und Erweiterung der Jana-Sewa-Schule im Ortsteil Panga gemacht. Die soliden Projektgestaltungen in Kirtipur lobten auch Doris Bernzen, die erste Vorsitzende des Vereins, und Schriftführerin Sigrid Tuengerthal, die mit Wilfried Gerfen und Familie Maharjan und den weiteren Bürgerkomitee-Mitgliedern äußerst verlässliche Partner im fernen Nepal haben.

Red

Zur Artikelauswahl  

Rhein-Neckar-Zeitung, Montag, 30.06.2008

Die Bäckerei floriert dank Walldorfer Hilfe

Erfolgreiches Projekt des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe in Nepal steht inzwischen auf eigenen Beinen

Walldorf. (behe) Bürgermeister Heinz Merklinger konnte dieser Tage Vertretern des „Nepal-Projekts" des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe den Dank für ihr Engagement aussprechen und sie ermuntern, „noch mehr Menschen anzustecken, solche Art von Hilfe zu leisten". In der Nähe der Stadt Kirtipur der zwischen China und Indien liegenden Himalaya-Republik Nepal hat der Walldorf er Verein vor einem Jahr eine Bäckerei eingerichtet. Dort werden täglich 240 Brötchen und über 250 Doughnuts (ein süßer Kuchen aus Hefebrot) in einem einfachen Back­ofen gebacken.

Das Backen muss gut geplant. sein da Strom nur stundenweise zur Verfügung steht. Trotz der schwierigen Bedingun­gen ist das Projekt ein großer Erfolg, wie Wilfried Gerfen, der das Projekt leitet, bestätigte. Er war im April bei der Einwei­hung der Bäckerei dabei und freute sich, dass auf einer Gedenktafel der Walldorfer Verein als Spender genannt wird.

Mit dem Bäckerei-Projekt griffen Gerfen und der Verein eine Initiative von Newari-Frauen in Kirtipur auf. Die Newari sind eine ethnische Minderheit in Nepal, mit eigener Sprache und einer tiefen Religiosität, erklärte Gerfen. Er kam durch seine als Entwicklungshelferin in Kirtipur lebende Tochter in Kontakt und engagiert sich für die Newari. Eine Idee armer

und arbeitsloser Newari-Frauen griff er auf und half ihnen, die Bäckerei einzurichten.

Dank der Unterstützung des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf konnte in einem Ort in Nepp eine Bäckerei eingerichtet werden, die sich inzwischen selbst trägt. Foto: privat/Repro: Hecker

 

-------------------------------------------------------------------------------------

Monatlicher Gewinn: Elf Euro

-------------------------------------------------------------------------------------

In Thambahal, einer Ortschaft, die zu Kirtipur gehört, wurde das Dorf­haus durch die Männer aufgestockt und nun duftet es hier täglich nach frischen Backwaren. Vier Frauen sind dort be­schäftigt und erwirtschaften einen monat­lichen Gewinn von elf Euro.

„Das Musterprojekt Bäckerei floriert", sagt Wilfried Gerfen, denn es sei gelungen, Hilfe zu geben, die nun auf eigenen Beinen steht. „Die Frauen sind total glücklich", berichtete er. Dies konnten auch Lalita Maharjan und ihr Mann Rajman bestätigen, die zum ersten Mal in ihrem Leben Kirtipur verlassen hat­ten, um nach Deutschland zu reisen. Lalita Maharjan ist Lehrerin und mit ihrem Mann Mitglied eines Komitees, das Kin­dern aus ärmsten Familien den Schulbe­such zu ermöglicht.

Trotz Schulpflicht können arme Kinder nicht zur Schule gehen, da schon für das Anschaffen der Schuluniform das Geld fehlt. Auch hier will Gerfen mit „Grundschul-Stipendien" für Kinder von armen Müttern helfen. Die Schuluniformen und Schuhe werden von örtlichen Schneidern und Schuhmachern gemacht, sodass auch die lokalen Handwerker profitieren. Gut laufe auch die ebenfalls vom Verein unterstützte Sanierung der Schule in Kirtipur.

Die Projektgestaltung in Nepal lobten die Vereinsvorsitzende Doris Bernzen und Schriftführerin Sigrid Tuengerthal. Mit Wilfried Gerfen, Familie Maharjan und den Komitee-Mitgliedern habe man äußerst verlässliche Partner im fernen Nepal.

Lalita und Rajman Marhajan (Mitte) aus Nepal wurden von Bürgermeister Heinz Merklinger (li.) zusammen mit Mitgliedern des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe empfangen. Foto: Pfeifer

Zur Artikelauswahl   

Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.06.2008

Wo Brot richtig glücklich macht

Verein Hilfe zur Selbsthilfe
unterstützte Bäckerei in Nepal

Relativ "kleine Brötchen" werden in der Bäckerei im nepalesischen Kirtipur seit über einem Jahr gebacken. Es sind täglich rund 24 Brötchen und über 250 Doughnuts.

Das Backen will gut geplant sein, denn Strom steht hier nur stundenweise zur Verfügung. Trotz dieser Bedingungen kann man für die kleine Gemeinde Kirtipur von einem Riesenerfolg und wirtschaftlichem Phänomen sprechen, wie Wilfried Gerfen, der das Projekt begleitet, bei einem Besuch im Walldorfer Rathaus begeistert bestätig­te. Bürgermeister Heinz Merklinger, der Gerfen, dessen Frau Elke sowie das Ehepaar Maharjan aus Kirtipur, und vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe Doris Bernzen und Sigrid Tuengerthal herzlich willkommen hieß, dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement und ermunterte sie, "damit ruhig noch mehr Menschen anzustecken".

 

Bürgermeister Heinz Merklinger, Wilfried und Elke Gerfen, Kämmerer Stefan Weisbrod, Sigrid Tuengerthal und Doris Bernzen (v.l.n.r.) nahmen Lalita und Rajmam Maharjan in der Tracht der Newari gerne in ihre Mitte (Foto: Pfeifer)

 

 

Mit dem Bäckerei-Projekt griffen Gerfen und der Verein eine Initiative von Newari-Frauen auf. Die Newari sind eine ethnische Minderheit in Nepal. Leider trügen auch hier die Frauen die Hauptlast des Alltags und es mangle ihnen an Bildung, so Gerfen. Er half ihnen, die Idee einer Bäckerei in die Tat umzusetzen. Ein Dorfgemeinschaftshaus wurde mit Hilfe der Männer aufgestockt und nun duftet es hier tagtäglich nach frischen Backwaren, die viele Abnehmer finden. Vier Frauen sind beschäftigt und erwirtschaften einen monatlichen Gesamtgewinn von zurzeit elf Euro. "Das Geschäft floriert", freut sich Gerfen, der die Bäckerei als Musterprojekt bezeichnet.

 

Backstube in Nepal                        (Foto: Gerfen)

"Die Frauen sind total glücklich." Dies konnten auch Lalita Maharjan und ihr Mann bestätigen, die zum ersten Mal in ihrem Leben Kirtipur verlassen haben, um nach Deutschland zu reisen. Lalita Maharjan ist Lehrerin und gemeinsam mit ihrem Mann Mitglied eines Bürgerkomitees, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern aus ärmsten Familien den Schulbesuch zu ermöglichen. Denn obwohl in Nepal Schulpflicht bestehe, könnten arme Kinder nicht zur Schule gehen, da allein die Schuluniform zu teuer sei. Das neue Projekt "Grundschul-Stipendien" soll besonders benachteiligten Kindern helfen, in die Schule gehen zu können. Die soliden Projekte in Kirtipur lobten auch Doris Bernzen, die 1. Vorsitzende des Vereins, und Schriftführerin Sigrid Tuengerthal, die mit Wilfried Gerfen und Familie Maharjan äußerst verlässliche Partner im fernen Nepal haben.

Zur Artikelauswahl  

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 11.06.2008

Kolpingsfamilie: Arztehepaar berichtet zum Burkina-Faso-Projekt des Hungermarsches

Cathérine Eklou -
Krankenschwester als Managerin

 BRÜHL. Was das Walldorfer Arztehepaar Dr. Siegfried und Sigrid Tüngerthal im Brühler Pfarrzentrum von Catherine Eklou berichtete, weckte fast ungläubiges Staunen bei den einladenden Kolpingsbrüdern wie auch bei Klaus Krebaum und Renate Dvorak, den Vorsitzenden des Brühler Dritte-Welt-Vereins, die Gerhard Zirnstein ebenfalls begrüßte.

Man stelle sich eine junge Afrikanerin aus Ouagadougou vor, die in Freiburg zur Krankenschwester ausgebildet wird. Sie bleibt nicht an der Uni-Klinik, kehrt zurück und betreut eine der zu wenigen, zu schlecht ausgestatteten und zu weit voneinander entfernten Krankenstationen. Weit entfernt, das heißt etwa 15 Kilometer bis zur nächsten. Im Jeep sind das zwei Stunden, für einen Kranken zu Fuß aber sechs Stunden Weg, die er oft nur mit letzter Kraft bewältigt. Um dann vielleicht zu sterben, weil oft das lebensrettende Medikament fehlt. Dass viele leicht heilbare Erkrankungen zum Tode führen, entdeckt Catherine Eklou, als sie ein schweres Ekzem, ursprünglich eine leichte, aber offene, Wunde behandelt. Mangelnde Hygiene, Schmutz und Ungeziefer sieht sie von da an als den Kern der Plagen. Und stürzt sich in einen Kampf, der heute ihr Leben ausfüllt. In Freiburg verdient sie Geld, hält Vorträge, sammelt Spenden und gewinnt Förderer, darunter den Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe. Dann startet sie ihre Gesundheitsmission

 

 nahe der Hauptstadt. Sie lehrt Hygiene: Wasser abkochen und in Gefäßen mit Deckel aufbewahren, den Müll außerhalb des Dorfes lagern und verbrennen, vor allem Latrinen bauen. Die Dörfer lässt sie umzäunen und organisiert „Kehrwochen": Reihum müssen die Familien den Ort fegen.

Sie schreibt auch Bildergeschichten und Theaterstücke, die sie von 'Schauspielern aufführen lässt; alles über Hygiene. Derzeit letzter Schritt: Sie gründet eine Seifenfabrik, Basis ist Palmöl aus dem benachbarten Ghana. Sie bildet freiwillige Helfer aus, die Kranke pflegen und die Botschaft der Hygiene predigen. Jede Gruppe bekommt ein Fahrrad, für den Weg zum nächsten Telefon oder Arzt und eine Mini-Apotheke mit Erzeugnissen des Landes. Nur Betaisadonnasalbe für die Desinfektion von Wunden kommt noch aus Europa. Auch die vergessene Heilkraft einheimischer Pflanzen bringt sie den Menschen bei, zum Beispiel der Frucht des Baobab, die Pektine enthält - gegen den in Afrika für viele Kinder tödlichen Durchfall.

Der mit Folien illustrierte glänzende Vortrag weckte Fragen, so nach Ursachen für das Vergessen der überlieferten Medizin, und lud zum Vergleich mit Brühls afrikanischer Partnerstadt ein. Die Tüngerthals meinen, dass durch den Wegzug örtlich führender Familien die Weitergabe von Wissen unterbrochen sei und lobten die Dynamik Charles Saloukas, des Bürgermeisters von Dourtenga. Diese gegenseitige Achtung für die Arbeit des anderen formulierte Helmut Mehrer, er dankte den Gästen für den Vortrag.

sr

Zur Artikelauswahl  

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 23.05.2008

Der Plantagen-Snack ist in
Westafrika beliebt

ln einem VHS-Kochkurs (Anm.: vom Verein empfohlen) konnte man erleben, wie afrikanische Mahlzeiten zubereitet werden

St. Leon-Rot/Walldorf. (bebe) Die afrikanische Küche gilt als rustikal und köstlich und viele ihrer Gerichte sind außerdem leicht• zuzubereiten. Foufou (Fufu), ein Knollenbrei aus Maniok, Yams und Süßkartoffeln etwa ist typische Grundlage zahlreicher Gerichte der afrikanischen Küche. Dieses einfache Gericht entspricht in etwa unserem Kartoffelbrei.

Wie afrikanische Mahlzeiten zubereitet werden, zeigten in der Küche der Mönchbergschule St. Leon zwei Studentinnen aus Westafrika, Lilly Eklou und Jeanne Kolie mit Sigrid Tuengerthal, Walldorf, in einem VHS-Kochkurs. Interessierte Teilnehmer an der Kochstunde waren auch fünf Männer.

Während des unterhaltsamen Kochkurses und beim anschließenden Verzehr der leckeren Mahlzeiten erzählten die beiden Afrikanerinnen aus ihrer Heimat. Die Hobbyköchinnen und -köche äußerten sich am Ende sehr angetan von ihren selbst hergestellten lukullischen Genüssen nach afrikanischer Rezeptur.

Eine Vorspeise und zwei Hauptgerichte mit einem Dessert standen auf dem Plan: Avocado- und Tomatensalat, Schwarzaugenbohnen mit Tomatensauce und Reis, Hähnchen in Erdnusspaste mit Reis und Kochbananen-Chips. Als Nachspeise gab es afrikanischen Vanillejoghurt

 

mit Hirse-Couscous. Lilly Eklou, Studentin der Agrarwissenschaften und aus dem westafrikanischen Burkina Faso stammend, zeigte und half zusammen mit ihrer Freundin, der guineischen Medizinstudentin Jeanne Kolie den Freunden besonderer Kochkunst bei der Zubereitung.

Lilly Eklou (3. v.li.) zeigte den Teilnehmern eines VHS-Kochkurses in der Küche der Mönchbergschule St. Leon, wie man afrikanische Mahlzeiten zubereitet. Foto: Hecker

 

 

Der in Westafrika sehr beliebte Plantagen-Snack, das sind frittierte Bananenchips, soll hier beschrieben werden. Für dieses Rezept eignen sich reife Kochbananen, die man in Asia-Geschäften kaufen kann. Deren Schale sollte gut gelb sein und kann schon braune Flecken haben. Zuerst werden beide Enden abgeschnitten. Danach wird die Schale wie bei einer Apfelsine eingeritzt. Nun wird die Frucht geschält und in Stücke geschnitten, längs oder quer. Die Scheiben sollten aber nicht dicker als einen Zentimeter sein. In einer Pfanne mit erhitztem Bratöl werden die Scheiben schließlich von beiden Seiten angebraten, bis sie goldgelb sind. Als warme Mahlzeit schmeckt dazu Reis mit einer Prise Salz und Palmöl. Kalt passt die frittierte Kochbanane wie andere Snacks zu jedem gemütlichen Abend.

  • Info: Die Rezepte für die im Kochkurs zubereiteten Gerichte können angefordert werden unter 06227 61734.

Zur Artikelauswahl   

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 21.05.2008

Einsatz von Schwester Cathérine trägt Früchte

Projekt „ambulante Krankenstation" in Burkina Faso - Große Unterstützung aus Walldorf

Walldorf. (behe) Cathérine Eklou ist eine in Freiburg ausgebildete Krankenschwester aus dem westafrikanischen Burkina Faso. In ihrer Heimat ist Schwester Cathérine seit sieben Jahren karitativ tätig. Sie und ihr Team, bestehend aus einem Krankenpfleger und drei Hebammen, betreuen mit einer ambulanten und mobilen Krankenstation regelmäßig 15 afrikanische Dörfer, 70 Kilometer entfernt von Ouagadougou, der Hauptstadt des Landes. Das Projekt„ ambulante Krankenstation" in Burkina Faso wurde im Jahr 2001 vom Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe zusammen mit der afrikanischen Organisation APERSEC (Association Notre Dame de Perpetuel Secours) ins Leben gerufen. Die beiden karitativen Vereine „Kleiderstube Walldorf" und „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" tragen und unterstützen das Projekt finanziell. Die in Walldorf wohnende Tochter des „Engels von Burkina Faso", Lilly Eklou, beschreibt und berichtet von der segensreichen Arbeit ihrer Mutter im afrikanischen Busch.

 

Schwester Cathérine Eklou (links) erklärt Dorfbewohnern in Burkina Faso Erste-Hilfe-Maßnahmen mit dem Medizinkoffer. Das Projekt „ambulante Krankenstation" erhält viel Unterstützung aus Walldorf.
Foto: privat/Repro: Hecker

Die betreuten 15 Dörfer sind wegen fehlender Verkehrsverbindung von jeder medizinischen Betreuung und Versorgung abgeschnitten. Wenn Schwester Cathérine mit

 

ihrem Team nach zweistündiger Jeep-Fahrt verstaubt und durchgeschüttelt in einem Dorf ankommt, stehen die Menschen schon in langen Schlangen und begehren dringend medizinische Hilfe. Die Hebammen untersuchen die Säuglinge, die oft extrem unterernährt sind, und unterweisen die Mütter in Grundfragen der Hygiene, der Säuglingspflege und Ernährung.

Die Krankenschwester und der Krankenpfleger haben derweil alle Hände voll zu tun: Schwärende Wunden müssen desinfiziert und verbunden werden, bei Kinder mit aufgeblähten Bäuchen wird ein dort weit verbreiteter Leber-Parasit diagnostiziert. Die Kinder erhalten ein mitgebrachtes Medikament. Andere werden aus dem Medizinkoffer versorgt, der von dem Walldorfer Verein für jedes Dorf gestiftet wurde, und der die einzigen im Dorf vorhandenen Medikamente und einige medizinische Hilfsmittel enthält. Kleine chirurgische Eingriffe bei starken Vereiterungen kann das Team selbst vornehmen. „Geht euch waschen und zieht frische Sachen an", so werden die Menschen immer wieder weggeschickt. Hygiene und Aufklärung sind die wichtigsten Themen, die das Team immer wieder geduldig wiederholt.

Inzwischen sind in jedem Dorf je vier Personen so ausgebildet, dass sie mit dem „Apothekenkasten" umgehen und Erste Hilfe leisten können. Und wer jetzt in die von APERSEC aufgeklärten Dörfer kommt, staunt über die neue Sauberkeit. Die Arbeit und die vielmals wiederholte Aufklärung von Schwester Cathérines Team hat in den 15 Dörfern Früchte getragen. Doch viele andere Dörfer warten immer noch dringend auf Hilfe. Wer für das Projekt „Ambulante Krankenstation" etwas spendet, dient einem segensreichen Zweck und kann sicher sein, dass seine Gabe bei den bedürftigsten Menschen in den Dörfern Burkina Fasos in Afrika ankommt.

 

Zur Artikelauswahl   

Walldorfer Rundschau, Samstag, 17.05.2008

Kleiderstube Walldorf e.V.

Folgenden Brief schreibt uns Elsa Timm aus Turuçu in Südbrasilien über den Erfolg der von uns mitfinanzierten Kleiderstube:

"Ich wollte nur mitteilen, dass ich nie gedacht hätte, dass die Kleiderstube ein solcher Erfolg wird. Es ist nicht zu glauben. Ich schleppe jede Woche Unmengen von Zeug aus Sao Loureno nach Turuçu und es ist immer alles ausverkauft. Als wir den Armen vor Jahren Kleidung geschenkt haben, haben sie sie weg­geworfen, sobald sie schmutzig war. Jetzt, da sie es (sehr billig) kaufen müssen,

 

passen sie gut darauf auf. Und nun haben wir immer Geld für die anderen Projekte. Nicht viel, aber etwas, und das ist schon sehr wichtig für uns! Liebe Grüße, vor allem an alle vom Verein, Elsa"

Wir vom Kleiderstubenteam freuen uns sehr, dass unsere Unter­stützung so ein großer Erfolg ist. Wenn Sie mehr über dieses Projekt wissen möchten, informieren Sie sich auf der Homepage des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de. Dort finden Sie auch Bilder von der Kleiderstube.

S.T.

Zur Artikelauswahl  

Walldorfer Rundschau, Samstag, 19.04.2008

Gymnasium Walldorf

In den Weihnachtsferien besuchte Claudia Frey - ein Mitglied des Vereins "Hilfe zur Selbsthilfe" - Turucu, eine Kleinstadt in Brasilien. Dort soll unser Geld in ein Mädchenprojekt fließen. Sie schickte uns eine E-Mail und beschrieb die Situation wie folgt:

Durch eine großzügige Spende der SMV des Gymnasiums Wall­dorf wurde ein sehr wichtiges Projekt ermöglicht: ein Projekt, um junge Mädchen vor frühen Schwangerschaften zu schützen. Teenager-Schwangerschaften sind ein großes

Die Mädchen in Turucu

 

Problem. Viele Mädchen bekommen vor ihrem 18. Lebensjahr ein oder sogar mehrere Kinder und haben dann natürlich kaum noch eine Chance, aus der Armutsspirale auszusteigen. Bei unserem Be­such konnten wir das gerade fertig gestellte Gebäude besichti­gen, in dem die Mädchentreffs stattfinden werden. Anlässlich unseres Besuchs waren interessierte Mädchen aufgerufen wor­den, sich vorzustellen. Wir trafen dann etwa zehn sehr schüch­terne, aber auch sehr interessierte Mädchen an, die als erste Teilnehmerinnen an dem Projekt teilnehmen möchten.

Das Mädchenprojekt wird sich allmählich entwickeln, da es keine Erfahrungen mit ähnlichen Projekten gibt. Die Befürch­tung ist, dass die Mädchen weg bleiben, wenn zu hohe Forderun­gen gestellt oder keine interessanten Angebote gemacht werden. Daher sollen die Mädchen zunächst über interessante Freizeit­möglichkeiten an das Projekt gebunden werden, später sollen dann auch berufliche Schulungen angeboten werden. Bei allem wird aber immer darauf geachtet, dass die Mädchen jederzeit Ansprechpartnerinnen für wichtige Themen und auch gerade für die Themen um Beziehung und Sexualität/Verhütung haben.

 

Zur Artikelauswahl   

Walldorfer Rundschau, Samstag, 05.04.2008

Jahreshauptversammlung am 13. März

Doris Bernzen, die 1. Vorsitzende, wies in ihrer Begrüßung da­rauf hin, dass immer noch Millionen von Kindern keine Schule besuchen können, gesundheitsschädliche Arbeiten verrichten müssen oder aus Geldmangel an behandelbaren Krankheiten sterben. Hier versucht der Verein mit kleinen überschaubaren Projekten ein wenig Abhilfe zu schaffen. Der Verein fördert gegenwärtig 14 Projekte in Afrika, Asien und Osteuropa. Doris Bernzen dankte der Stadt Walldorf und allen anderen Spendern für die großzügige Unterstützung. In diesem Jahr standen Neuwahlen an. Es wurden gewählt:

1. Vorsitzende: Doris Bernzen

2. Vorsitzende: Hanne Meißner

Schriftführerin: Sigrid Tuengerthal

Kassenwart: Stefan Weisbrod

Kassenprüfer: Dieter Burkard, Klaus Winnes, Beisitzer: Petra Schwab, Heinz Blattmann, Marianne Falkner, Ulrike Steiger, Sabine Glasbrenner, Barbara Diehm, Netzbetreuer: Wilfried Gerfen.

Hinsichtlich der Berichte von den Projekten bitten wir den Jahresbericht einzusehen, der wieder an den bekannten Stellen ausliegt.

 

Wir möchten an dieser Stelle jedoch auf folgenden Vorstandsbeschluss hinweisen 

Projekt Nähwerkstatt Sri Lanka

Bei der Vorstandssitzung im Februar wurde beschlossen, die Spendengelder für die Nähwerkstatt umzuwidmen. Es werden stattdessen PC-Arbeitsplätze finanziert. Über eine weitere Unterstützung der Katharina-Shirani-Frauenfeld Schule (KSF-College) wird zu gegebener Zeit entschieden. Der Vorstand bewundert sehr den hohen persönlichen Einsatz von Herrn Frauenfeld, bedürftigen Kindern in Sri Lanka den Besuch einer hervorragend ausgestatteten Schule zu ermöglichen. Die Schule ist inzwischen sogar staatlich anerkannt, was in Sri Lanka keine Selbstverständlichkeit ist. Die Umwidmung des Spendenbetrages bedeutet nicht eine Abkehr von Herrn Frauenfelds Projekten in Sri Lanka. Wie bei allen anderen Projekten kann zu gegebener Zeit auch hier durchaus über ein Anschlussprojekt gesprochen werden.

D. Bernzen, H. Meißner, S. Tuengerthal

 

Zur Artikelauswahl  

 

Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 25.03.2008

Auch ein Tropfen auf den heißen Stein kann viel bewirken

Der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" in Walldorf investiert pro Jahr rund 50.000 Euro in Entwicklungshilfe-Projekte -  Hauptversammlung

Walldorf. (aot) In einem Altstadtteil von Kirtipur in Nepal gründen zwölf Newari-Frauen 2006 eine Initiative, um den alten Menschen in der Nachbarschaft zu helfen und für mehr Sauberkeit im Ort zu sorgen. Damit erfolgreich, suchen sie neue Möglichkeiten, um ihre Familien zu ernähren. Die örtliche deutsche Entwicklungshelferin schickt sie in die Hauptstadt Kathmandu zu einem Training, damit sie zuerst die Geschäftsführung kleiner Unternehmen, dann das Bäckerhandwerk erlernen. Voller Tatendrang wollen die Frauen danach auch gleich eine Bäckerei gründen. Zur Verfügung steht aber nur ein halb fertiges Gemeindehaus.

-----------------------------------------------------

Die Hilfsprojekte umspannen ...

-----------------------------------------------------

In dieser kritischen Situation kommt Wilfried Gerfen vom Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" in Walldorf ins Spiel, der schon beim Aufbau der Schule im Ort geholfen hatte. Er und sein Verein sind schnell überzeugt, dass man dieses Vorhaben unterstützen muss. Mit einem Zuschuss von rund 7000 Euro und der aktiven Mithilfe durch die Bevölkerung wird das Haus fertig gebaut und die Bäckerei eingerichtet, zusätzlich ein Versammlungsraum und ein Restaurant erstellt. Die Frauen organisieren dies alles selbst. Inzwischen arbeiten hier vier Frauen in Vollbeschäftigung und die Backwaren werden von 20 Geschäften in der Umgebung und der Bevölkerung abgenommen. Der monatliche Gewinn, auf den man außerordentlich stolz ist, beträgt elf Euro.

Noch elf weitere Projekte wurden auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins vorgestellt. Das Kinderdorf „Insel der Hoffnung" bei Mogilew in Weißrussland gehört genauso dazu wie die „Alphabetisierung und Schulhilfe für Roma-Kinder" im rumänischen Schässburg und die Entbindungsstation in Mugamba in Tansania. Die Förderung erfolgt immer nach dem gleichen Prinzip. Für eine begrenzte Zeit, meist drei bis vier Jahre, werden Gelder für den Bau einer Schule, die Einrichtung einer Werkstatt oder andere Maßnahmen zur Verfügung gestellt - unter der Voraussetzung, dass die Arbeit vor Ort organisiert wird.

Meistens arbeitet man mit anderen Organisationen, wie der „Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft" oder dem „Christlich Diakonischen Werk Stephanus" in Speyer zusammen, um deren Infrastruktur und örtliche Verbindungen zu nutzen. Die Verwaltung und die Betreuung vor Ort geschieht ehrenamtlich. Wenn ein Mitglied des Vereins die Projekte besucht, um sich ein Bild von der Situation zu machen, zahlt es die Reise aus der eigenen Tasche.

Dieses Engagement findet auch bei den Walldorfer Schülern großen Anklang. So hat die Klasse 7a der Realschule mit ihrem Sommerfest die Schule in Sri Lanka unterstützt, das Gymnasium dem Verein die Einnahmen des„ Sozialen Tages" zur Verfügung gestellt und die SMV am Gymnasium mit einer großen Spende den Aufbau eines Mädchenzentrums in Brasilien ermöglicht.

 

Erstaunlich ist die große Wirkung der recht bescheidenen Summen. So wurden seit Gründung des Vereins vor neun Jahren 470 000 Euro (rund 50 000 Euro pro Jahr) in 29 Projekte investiert, von denen inzwischen 14 abgeschlossen sind. Die Einnahmen kommen überwiegend aus Spenden, auch die Stadt Walldorf beteiligt sich mit einem ansehnlichen Betrag, in diesem Jahr mit 15 000 Euro.

------------------------------------------------------------

... den ganzen Globus

------------------------------------------------------------

Neben den kleinen und überschaubaren Projekten gibt es eine ambulante Krankenstation in Burkina Faso (Afrika) und verschiedene soziale Projekte in Turucu (Brasilien), die ohne ständige Unterstützung nicht aufrecht erhalten werden könnten. Im ersten Fall besucht Catherine Eklou, eine in Deutschland ausgebildete Krankenschwester zusammen mit ihrem Team, bestehend aus einem Krankenpfleger, drei Hebammen und zwei bis drei Helfern, regelmäßig 15 Dörfer. Sie bilden Multiplikatoren aus, die vor Ort erste Hilfe leisten und kleine Wunden versorgen. Regelmäßig organisieren diese Frauen Aufklärungsveranstaltungen über Hygiene, Gesundheit und Säuglingsernährung und kümmern sich um die Sauberkeit im Dorf.

Im zweiten Fall betreut die Diplompsychologin Elsa Timm Kinder und Jugendliche in einer Kleinstadt im wirtschaftlich unterentwickelten Südbrasilien. Für 72 Kinder konnten Patenschaften vermittelt werden. In einem eigenen Haus werden mit jährlich 150 Euro Patengeld die Kinder bis zum Schuleintritt ernährt, gekleidet und gesundheitlich versorgt. Elsa Timm hat im Ort auch eine Schreinerei und eine Bäckerei eingerichtet und damit Arbeitsplätze geschaffen. Ein sozialpädagogischer Hort, ein Mädchenzentrum, eine Baumschule und eine Musikkapelle sind weitere Initiativen. Katrin Eklou und Elsa Timm sind ungewöhnliche Frauen, die es verstehen, Menschen und ganze Dörfer zu verändern. Ein Außenstehender kann kaum ermessen, mit welch persönlichem Einsatz die beiden arbeiten. Der Verein macht sich große Sorgen, dass ihnen die Arbeit eines Tages über den Kopf wächst.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung hatte die Vorsitzende Doris Bernzen darauf hingewiesen, dass angesichts der weltweit elf Millionen Kinder unter fünf Jahren die jährlich sterben und der 100 Millionen, die keine Schule besuchen können, die Hilfe des Vereins nur ein Tropfen auf den heißen Stein sei. Trotzdem machte die Versammlung Mut, weil die Berichte zeigten, dass jeder Euro am Ziel ankommt und dort wirkungsvoll vervielfacht wird. Dass an diesem Abend der alte Vorstand wieder einstimmig neu gewählt wurde, macht deutlich, dass auch die Mitglieder dies so sehen und das großartige Engagement zu würdigen wissen.

 

Info: Über Patenschaften informiert DorisBernzen,         Telefon 0 62 27/6 17 29; Spendenkonten: Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20, Kontonummer 577 076 74; Volksbank Wiesloch, BLZ 672 922 00, Kontonummer 180 138 00.

Zur Artikelauswahl  

Walldorfer Rundschau, Samstag, 23.02.2008

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Beispiel einer erfolgreichen Hilfe zur Selbsthilfe

Dieser Tage erreichte uns folgende Mail von Elsa Timm, unserer Projektbetreuerin in Turucu, Brasilien.

Elsa Timm schreibt:

Bei einem Hausbesuch erzählte Alines Mutter, dass weder sie noch ihr Mann Arbeit hatten, als Aline in das Patenprogramm aufgenommen wurde. Damals waren sie komplett auf die öffent­liche Wohlfahrt angewiesen. Das heißt, sie bekamen einmal im Monat ÖI, Reis, Mehl, Zucker und Kaffee. Durch das Patenprogramm konnte Aline dennoch auch in dieser schwierigen Zeit regelmäßig essen und hatte genügend Milch. Nun hat der Vater Arbeit bekommen und gleich danach auch die Frau. Schon vor einiger Zeit hatte die Stadt ihre alte Hütte gegen ein kleines Steinhaus getauscht, das haben sie sich auf einfache Weise sehr schön eingerichtet. Die Mutter sagte uns, dass

 

die Eltern nun genügend Geld verdienen, um Aline gut zu versorgen. Sie möch­ten sie aus dem Patenprogramm herausnehmen, damit ein ande­res Kind eine Chance bekommt.

Natürlich werden wir ein anderes Kind in das Paten­schaftsprogramm aufnehmen. Interessieren Sie sich für unsere Projekte oder für ein Patenkind, dann informieren Sie sich bitte unter www.hilfe-zur-selbsthilfe­walldorf.de oder rufen Sie einfach an unter 61471. 

Die kleine Aline musste dank unserer Patenschaft nicht unter der vorübergehenden Notlage ihrer Eltern leiden.

 

 

 

Zur Artikelauswahl  

Walldorfer Rundschau, Samstag, 02.02.2008

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Mit großer Freude konnte sich in diesen trüben Januartagen der Verein Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf, vertreten durch die erste Vorsitzende Doris Bernzen zusammen mit Sabine Glasbrenner und Barbara Diehm, über einen farbenfrohen Geldschein in Höhe von 500 Euro freuen!

Sabine Glasbrenner, Doris Bernzen und Barbara Diehm freuen sich über (das gut gefüllte "Schweinderl" von Friseur Rupp (Foto: privat)

Überreicht wurde die Spende von Hans Walter Rapp, den Walldorferinnen und Walldorfern wohl bekannt durch seinen Fri­seursalon in der Schwetzinger Straße 43. Hans Walter Rapp bedient dort bereits seit sieben Jahren kompetent und immer gut gelaunt mit seinem Team die Kund-schaft. Es ist bekannt, dass

der Service im Salon Rapp über das Haareschneiden hinaus geht und es sich der Chef nicht nehmen lässt, einen  Kunden,
 

der vielleicht nicht so gut zu Fuß ist, auch gerne einmal persönlich nach Hause zu fahren.

In der vergangenen Vorweihnachtszeit verzichtete der Friseur darauf, die sonst üblichen kleinen Präsente an seine Kunden zu überreichen. Das dafür gesparte Geld landete in einem bunten Sparschwein, um die Projekte des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe und damit die ärmsten Kinder der Armen zu unterstützen. Darüber hinaus wurde der Bauch des Schweinchens noch reichlich mit Trinkgeld der Kundschaft gefüttert. Die Endsumme von 548 Euro kann nun vom Vereinskonto aus den Kindern direkt zugute kommen.

Doris Bernzen dankte Rapp und seinem Team, die unermüdlich alle Gäste des Salons auf die Not der Kinder aufmerksam mach­ten und dadurch die Spendenbereitschaft förderten, ganz herzlich.

Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten kann man im Internet unter www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de oder bei Doris Bernzen, die gerne an die jeweiligen Projektleiter weiterleitet, erfahren.

SG

Zur Artikelauswahl  

Walldorfer Rundschau, Samstag, 26.01.2008

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Reges Interesse für den gemeinsamen Stand des Vereins "Hilfe zur Selbsthilfe" und der "Kleiderstube Walldorf"

Lilly Eklou, eine afrikanische Studentin aus Burkina Faso, im Gespräch

 

 

Viele Besucher nutzten das gute Angebot der Stadt Walldorf, sich die neue Astoria-Halle Sport und Kultur anzuschauen und sich gleichzeitig in sehr angenehmer Atmosphäre über die Arbeit und das Angebot verschiedener Walldorfer Vereine zu informieren.So konnten wir anhand von Infomaterial und Bildern über unsere Arbeit und die Verwendung von Spendengeldern informieren. Viele zeigten sich beeindruckt von der Vielzahl und Komplexität der verschiedenen Projekte. Seit Bestehen des Vereins konnten schon einige Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, andere werden immer weiter ausgebaut und brauchen immer wieder finanzielle Hilfestellungen unsererseits. Deshalb ist es unser Bemühen, immer wieder Spender zu finden, die unsere Arbeit unterstützen und mittragen, um unsere Projekte in Afrika, Brasilien, Weißrussland, Sri Lanka, Tansania und Nepal, um nur einige zu nennen, im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe weiterhin zu unterstützen.

Allen Besuchern herzlichen Dank für das gezeigte Interesse, auf unserer Homepage www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de können Sie sich jederzeit ausführlich informieren.

 

Zur Artikelauswahl