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Der Verein in den Medien 2009

Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.11.2009

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Ein herzliches Dankeschön dem kommunalen Kindergarten

Jedes Jahr feiern Kindergartenteam, Eltern und Kinder des Kommunalen Kindergartens das St.-Martins-Fest auf besondere Weise. Vor dem Laternen-Umzug treffen sich alle zum gemütlichen Bei­sammensein in den Gruppenräumen. Die Eltern spenden köstlichen selbstgebackenen Kuchen, dazu gibt es Kaffee, Tee und Saft. Die Einnahmen aus dem Verkauf werden für einen wohltätigen Zweck gespendet. Dieses Jahr war unser Verein an der Reihe — wir durften uns über den Betrag von sage und schreibe 600 Euro freuen! In Absprache mit der Leiterin, Frau Hecht, wird diese Summe unseren Patenkindern in Turuçu, einer unterentwickelten Stadt in Südbrasilien, zugute kommen. Mit dieser Spende, die in einen Patenschaftsfonds fließt, kann Familien und Kindern in einer akuten Notlage schnell und unbürokratisch geholfen werden. Der Patenschaftsfonds ist eines von mehreren Hilfsprojekten in Turuçu für

 

Kleinkinder, Jugendliche und deren Familien, die dort von der Dipl.-Psychologin Elsa Timm betreut werden. Zusammen mit Elsa Timm danken wir allen ganz herzlich, die zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben, für Einsatz und Mühe.

Hanne Meißner

Frau Diehm und Frau Meißner informieren über die Projekte.
Foto: Dorothea Burkhardt

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 24.10.2009

Ein großer Abend als Dankeschön

Verein Hilfe zur Selbsthilfe feierte
10. Geburtstag

Mit einem gelungenen Fest sagte der Walldorfer t„Verein Hilfe zur Selbsthilfe" am 9. Oktober seinen vielen Mitgliedern und allen, die seine Ziele unterstützen, ein herzliches „Dankeschön". Anlass für den bunten Abend in der Astoria-Halle war das zehnjährige Bestehen des engagierten Vereins, der im März 1999 gegründet wurde, und seither in vielen notleidenden Ländern Hilfe zur Selbsthilfe gibt.

Ein "Hoch" auf die Mitglieder des Vereins und die vielen Helferinnen und Helfer in aller Welt brachten Doris Bernzen und Dr. Siegfried Tuengerthal aus (Fotos: Verein)

Wie Bürgermeister Heinz Merklinger in seiner Ansprache erklärte, sei ein wesentliches Charakteristikum des Vereins, dass er die betroffenen Kinder und Familien in aller Welt als Partner und nicht als Abhängige behandle.

Beschwingte Swingtime war hier angesagt

Das segensreiche Wirken des rührigen Vereins sei schon vielenMenschen eine große Hilfe gewesen. Auch die Stadt trage dazu gerne mit ihrem jährlichen Beitrag bei. Merklinger

 

betonte seinen Respekt und seine Achtung vor der Arbeit der Vereinsmitglieder und ihrer Partner in den einzelnen Ländern und wünschte ihnen allen auch weiterhin viel Kraft und Zeit. Als Geburtstagsgeschenk übergab der Bürgermeister natürlich eine großzügige Spende der Stadt an die Vereinsvorsitzende Doris Bernzen.

Mit Trommlern und dem Chor „Manita", der afrikanische Lieder intonierte, holte der Verein einen kleinen Teil der vielen Länder, in denen er aktiv ist, in die Astoria-Halle. Auch Bilder aus den verschiedensten Orten dieser Welt, in denen der Verein arbeitet, machten die weltumspannende Hilfe deutlich. Aus dem fernen Burkina Faso waren sogar Cathérine Eklou und ihre Tochter Lilly zu Gast.

Cathérine Eklou hat mit Hilfe des Vereins in ihrer Heimat eine ambulante Krankenstation aufgebaut, deren Wirkungskreis sie mit großem Elan erweitert. Auch aus Walldorf kamen unterhaltsame Programmpunkte. Die „Walldorfer Straßenmusikanten" spielten auf und eine Formation der Walldorfer Tanzschule Kronenberger begeisterte mit der „Swingtime Show".

Dr. Siegfried Tuengerthal führte durch den beschwingten Abend, der seinen krönenden Abschluss im Losverkauf mit Tombola fand. Doris Bernzen war begeistert, dass auch dieser Abend dank ehrenamtlichen Engagements so erfolgreich über die Bühne ging und zudem die Möglichkeit bot, dass sich viele dem Verein Verbundene einmal persönlich kennenlernen konnten. Fest steht, dass der Verein sich auch nach dem Geburtstags- und Dankeschönfest über Spenden für seine unermüdliche Arbeit freut.

Mit vielen Gästen wurde gefeiert

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 14.10.2009

Es war ein Abend der Emotionen

Der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" Walldorf feierte sein zehnjähriges Bestehen in der Astoria-Halle

 

Walldorf. (aot) Applaus brandete auf, als sich Cathérine Eklou und ihre Tochter am Jubiläumsabend von den rund 200 Gästen verabschiedeten. Die beiden hatten mit ihren wunderschönen grün leuchtenden Trachtenkleidern und eleganten gleichfarbigen Turbanen schon den ganzen Abend die Blicke auf sich gezogen. Sie waren extra angereist, um dem Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" beim zehnjährigen Jubiläum zu danken. In den letzten neun Jahren hatte dieser der in Deutschland ausgebildeten Krankenschwester in ihrer Heimat Burkina Faso unter anderem ermöglicht, eine ambulante Krankenstation aufzubauen (die RNZ berichtete).

Es war ein Abend der Emotionen. Bewegend die Bilder über die Lebenssituation in den Gemeinden in Südamerika, Afrika oder auf dem Balkan, in denen Hilfe geleistet wird, bewegend aber auch so manche Begegnung von Menschen, die das Helfen verbindet. Zusammengeführt hat sie, was Bürgermeister Heinz Merklinger in seinem Grußwort mit den Worten beschrieb: „Alle Aktivitäten, die sich an Not und Elend orientieren, wachrütteln und aktive Hilfe organisieren, sind Beispiele gelebter Nächstenliebe, Zeichen menschlicher Zuwendung, die in Ausweglosigkeit und Verzweiflung Lebenswillen, Lebensmut und eigene Gestaltungskraft mobilisieren."

Der Chor „ Manita" begeisterte bei der Geburtstagsfeier des Walldorfer Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" mit afrikanischen Liedern. Foto: Pfeifer
 

 

„Ich bin total begeistert", erklärte die Vorsitzende Doris Bernzen gegenüber der RNZ. Die Tombola-Lose waren schnell ausverkauft, die Überweisungsträger für Spenden fast alle mitgenommen. Neben der großzügigen Spende, die Bürgermeister Merklinger für die Stadt überreichte, ist sie sicher, dass in den nächsten Tagen noch einiges zusammenkommen wird. Genauso wichtig war für sie, dass bei buntem Programm und einem reichhaltigen, von den Mitgliedern gespendeten Büfett Projektbetreuer, Spender, Pateneltern und alle, die dem Verein nahe stehen. miteinander ins Gespräch kamen. An diesem Abend habe man eine ganze Reihe von Multiplikatoren gewonnen.

 

Das zehnjährige Bestehen des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" wurde in der Astoria-Halle gefeiert: (v.I i.) Hans-Dieter Weis, Catherine Eklou, Barbara Diehm, Doris Bernzen, Sabine Glasbrenner, Hanne Meissner, Stefan Weisbrod und Li I ly Eklou freuten sich über viele Gäste. Foto: Pfeifer

Zur Unterhaltung der Gäste trugen auch verschiedene Gruppen bei, die für ihre Auftritte auf Honorare verzichteten. Die sechs Walldorfer „Straßenmusikanten" unterhielten mit Ohrwürmern der 50er und 60er Jahre, der Heidelberger Chor „Manita" unter Leitung des aus Kamerun stammenden Zahnarztes Ze Serge begeisterte mit afrikanischen Liedern und der aus Togo stammende und in Neckargemünd wohnende Kossi Dikpur trommelte mit seiner Gruppe „XEVI-Bobo".

Zum krönenden Abschluss zeigte die Latein- und Showformation der Tanzschule Kronenberger, diesjähriger Deutscher Meister im Formationstanz, Swing von seinen Anfängen bis zum mitreißenden Boogie-Woogie.

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Walldorfer Rundschau, Freitag, 02.10.2009

Hilfe war nie umsonst!

Wenn der Walldorfer Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" sein 10-jähriges Bestehen feiert, dann ist das eigentlich ein Feiertag, der rund um den Globus für Freude sorgt.

Denn der Verein ist inzwischen in vielen Ländern „zu Hause" und hat in den zehn Jahren seit seiner Gründung am 13. März 1999 in ehrenamtlicher Arbeit Projekte von Mexico bis Mali, von Brasilien bis Burkina Faso, von Nicaragua bis Nepal initiiert und begleitet.

„Der Verein hat in den zehn Jahren seines Bestehens die gewaltige Summe von einer halben Million Euro durch Spenden aufgebracht", erklärte Bürgermeister Heinz Merklinger anerkennend im Pressegespräch. Die Stadt gehört zu den beständigsten „Sponsoren" der Vereinsarbeit, denn der Gemeinderat stimmte seinerzeit gerne zu, dem Verein pro Walldorfer Bürger je einen Euro im Jahr zu überweisen. Doris Bernzen, die 1. Vorsitzende des Vereins, weiß dies zu schätzen, denn da das Spendenaufkommen nie vorhersehbar sei, habe man durch die Stadt wenigstens eine feste Grundlage. Startete der Verein 1999 mit 28 engagierten Mitgliedern, so ist deren Zahl auf 148 gewachsen. Die Gründungsmitglieder, zu denen Doris Bernzen zählt, bündelten vor zehn Jahren verschiedene Aktivitäten in Sachen Hilfe zur Selbsthilfe. Inzwischen hat der Verein über 30 Projekte angestoßen, begleitet und unterstützt, von denen inzwischen viele — überwiegend erfolgreich — beendet werden konnten. „Beenden" bedeutet in diesem Fall, dass die Betroffenen vor Ort selbständig weitermachen und sich, auch ohne den Verein, nun zu helfen wissen. Im besten Sinne des Vereinsnamens.

Auch Rückschläge, oft durch wirre politische Verhältnisse, musste der Verein einstecken. „Doch die Hilfe war nie umsonst", sind sich die Vereinsmitglieder sicher. In vielen Ländern, so in Nepal oder Brasilien, helfen Patenschaften für Kinder, dass überhaupt die Schule besucht werden kann. „Vor allem Mädchen müssen ausgebildet werden", erklären Doris Bernzen, und Sigrid Tuengerthal, die Schriftführerin des Vereins und Betreuerin des Projekts „Apersec" in Burkina Faso. Dem Verein ist es sehr wichtig, vor Ort vertrauenswürdige Projektpartner zu haben, die sich im Land auskennen.

 

Mit Catherine Eklou hat der Verein in Burkina Faso eine ideale Partnerin gefunden. Die ausgebildete Kranken-schwester, die längere Zeit in Deutschland lebte und arbeitete, hat eine ambulante Krankenstation aufgebaut und fährt mit ihrem Team regel-

Den Bären nimmt Cathérine Eklou gerne mit nach Burkina Faso. Auf 10 Jahre Verein Hilfe zur Selbsthilfe freuen sich mit ihr Doris Bernzen, Bürgermeister Heinz Merklinger und Sigrid Tuengerthal (v.l.n.r./ Foto: Pfeifer)

mäßig zu rund 15 Dörfern. Sie ist zum Jubiläum des Vereins, das am 9. Oktober in Walldorf gefeiert wird, gekommen und berichtet, wie immens wichtig die Unterstützung durch den Walldorfer Verein für sie war und ist. Viele Dorfbewohner beherrschen inzwischen die hygienischen Grundregeln, halten ihr Dorf sauber und haben einen Erste-Hilfe-Koffer, mit dem sie auch umgehen können. Ein weiteres großes Anliegen von „Apersec" ist es nun, Brunnen zu bauen, denn viele Dörfer sind weit von der nächsten Wasserquelle entfernt. In dem in der trockenen Sahel-Zone liegenden Burkina Faso ist das Graben nach Wassser eine kostspielige Angelegenheit. Oft müsse bis zu 90 Meter tief gebohrt werden, erklärt Catherine Eklou.

Der Verein Hilfe zur Selbsthilfe hat also auch in Zukunft mit Sicherheit genügend Aufgabenfelder. Doris Bernzen und Sigrid Tuengerthal sind optimistisch, denn im Vorstand des Vereins sei auch schon „die nächste Generation" vertreten. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen, der Mitgliedsbeitrag liegt bei nur zwölf Euro im Jahr. Am 9. Oktober darf aber zunächst einmal gefeiert werden.

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 30.09.2009

Sie helfen, damit Menschen ihr Leben selbst meistern können

Seit zehn Jahren gibt es in Waldorf den Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" - Bislang wurden 550000 Euro in 31 Projekte investiert

Walldorf. (bebe) Der sozial-karitative Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" begeht am 9. Oktober sein zehnjähriges Bestehen mit einem Benefiz-Fest in der Astoriahalle. Im Vorfeld des Festes gaben die Vorsitzende Doris Bernzen und Schriftführerin Sigrid Tuengerthal in einer Pressekonferenz mit Bürgermeister Heinz Merklinger einen Abriss über die Arbeit des Vereins. Dabei konnte man auf eine ganze Reihe erfolgreicher Projekte für bedürftige Menschen in der Dritten Welt blicken.

Hilfe zur Selbsthilfe wurde im März 1999 von 28 Walldorfer Bürgern gegründet, auch Heinz Merklinger gehört zu den Gründungsmitgliedern. Zweck des Vereins war und ist die gezielte Unterstützung von Kindern und Familien in notleidenden Ländern. Bereits vor 1999 gab es in Walldorf Dritte-Welt-Aktivitäten von Schulen, Kirchen und Vereinen. Diese wurden vom Verein gebündelt und neue Projekte auf den Weg gebracht. So wurden seither 31 Projekte in Afrika, in Asien, Südamerika und Osteuropa betreut und 218 Patenschaften für Kinder in Burkina Faso, Nepal und Brasilien vermittelt. Bislang sind 550 000 Euro dafür aufgebracht worden. Davon wurden 385 000 Euro von den Projektbetreuern und Mitgliedern als Spenden eingesammelt, und 165 000 Euro kamen von der Stadt. Sie spendet jährlich je Einwohner einen Euro, also 15 000 Euro im Jahr.

Die Hilfe in den jeweiligen Projekten wird solange vom Verein -gegeben, „bis das Projekt durch die Menschen allein weiter läuft. Und wichtig ist, dass wir den Projektleiter vor Ort persönlich kennen" , sagte Doris Bernzen. Bevorzugt unterstützt werden die Einrichtung von Lehrwerkstätten, kleinen Betrieben, gemeinnützigen Geschäften und Baumaßnahmen. Gehälter zahlt der Verein nicht, da die Spendenbereitschaft schwankt. In diesem Jahr sei die Krise sehr zu spüren, und die Spenden gingen fast gegen Null. Man wolle nicht jemanden entlassen müssen, weil keine Spenden eingegangen seien. Großen Wert legt der Verein darauf, dass so viele Mädchen wie Buben in die Patenschaften und in die Schule kommen. „Ausgebildete Mädchen bekommen meist nicht mehr so viele Kinder, sie lassen die eigenen Töchter nicht mehr beschneiden und sie erziehen auch ihre Söhne anders, nämlich mit Respekt vor

 

den Frauen". Sigrid Tuengerthal bezeichnete es „als den schönsten Lohn" für die immense ehrenamtliche Arbeit des Teams, „wenn durch unsere Hilfe junge Menschen ihr Leben selbständig meistern, genügend für ihr Leben verdienen und dass ihre Geschwister die gleiche Chance bekommen."

Cathérine Eklou, die Betreuerin der Ambulanten Krankenstation für 15 Dörfer um Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, ist zurzeit gerade in Deutschland und berichtete von einem neuen Projekt. Ihr Land stehe auf Platz 176 der 177 ärmsten Länder. 74 Prozent der Menschen seien Analphabeten, auf 28 000 Menschen komme ein Arzt und der größte Mangel in den Staaten der Sahelzone sei das fehlende Trinkwasser. In einem von ihr betreuten Dorf holen die Menschen das Trinkwasser noch aus einem offenen Weiher, in dem sie auch die Wäsche waschen, sich baden und Tiere tränken.

Mit Hilfe des Vereins soll jetzt ein Brunnen gebaut werden, mit dem aus einer Tiefe von 90 Metern fossiles Wasser gefördert werden kann. An einem anderen Ort habe man für eine Schule, an der 271 Kinder von drei Lehrern unterrichtet werden, ein Gefährt zum Wasserholen mit Walldorfer Hilfe anschaffen können. Mit einem Karren, auf dem ein großes Fass befestigt ist, karren die Schulkinder täglich Trinkwasser aus einem zwei Kilometer entfernten Brunnen an die Schule, zum Trinken und um sich zu waschen. Denn Hygiene und Körperpflege ist ein weiterer Schwerpunkt, den Frau Eklou und ihr Team den Menschen vermitteln. Dabei hat die vom Walldorfer Verein aufgebaute Kernseifen-Herstellung einen wichtigen Beitrag geleistet.

 

Seit zehn Jahren gibt es in Walldorf den Verein Hilfe zur Selbsthilfe: Die Vorsitzende Doris Bernzen, Cathérine Eklou aus Burkina Faso, Bürgermeister Heinz Merklinger und Schriftführerin Sigrid Tuengerthal (v.Ii.) freuen sich auf das große Benefiz-Fest am 9. Oktober. Foto: Pfeifer

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 20.06.2009

Das Frauenzentrum El Viejo, Nicaragua

Unser Verein unterstützt das Frauenzentrum El Viejo in Nicaragua seit 2008. In diesem Zentrum können Frauen eine kostenlose medizinisch-psychologische Behandlung bekommen oder auch eine Rechtsberatung einholen. Daneben finden Kinder und Jugendliche Hilfe bei Schulschwierigkeiten und bei Alkohol- sowie Drogenproblemen. Ein Kindergarten und eine Vorschule sorgen für die Betreuung der Kinder aus armen Familien. Der Verein beteiligt sich finanziell an der Renovierung des nach einem Wirbelsturm stark in Mitleidenschaft gezogenen Hauses. Nicaragua ist das Armenhaus Mittelamerikas. Bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, versuchten in der

 

Vergangenheit große Teile der Bevölkerung in den USA und in Costa Rica eine Beschäftigung zu finden. Mit dem Geld,das sie nach Hause schickten, konnte die Familie leben. Mit dem Einbruch der Weltwirtschafts- und Finanzkrise verlieren nun die Wanderarbeiter zuerst ihre Arbeit. Die Wirtschaftskraft ist binnen weniger Monate um 20% gesunken. Viele Familien sind von existenzieller Armut betroffen. Sie haben nicht mehr das Geld, um sich Besuche beim Arzt leisten zu können. Kindergärten und Schulen werden unerschwinglich. Der Staat hat kein Geld, um in das Gesundheitswesen oder in die Bildung zu investieren.

Ulrike Steiger

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 13.06.2009

Einen gemütlichen Abend erleben, Neues erfahren und dabei
noch Gutes tun

So könnte man den Abend beschreiben, den die Frauengruppe „Mittendrin" zusammen mit Herrn Dr. Anton Ottmann organisiert hatte.

Bei selbstgebackenem Gugelhupf und elsässischem Crémant lauschten etwa vierzig Frauen der interessanten und teils humorigen Lesung von Herrn Dr. Ottmann. Dieser kündigte dankenswerterweise gleich zu Beginn der Veranstaltung an, dass er den gesamten Erlös beim Verkauf seiner Bücher dem Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" für das Brasilienprojekt spenden wird. Er selbst ist Mitglied des

 

Vereins, unterstützt schon lange ein Patenkind aus unserem Patenschaftsprogramm und denkt gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise auch an die Entwicklungsländer. Die stimmungsvolle Atmosphäre trug sicher auch zum guten Verkauf der Bücher bei und die Frauen spendeten sehr großzügig, und auch der Erlös für Essen und Trinken ging voll an uns, so dass wir demnächst die stolze Summe von € 550,- nach Brasilien überweisen können. Herrn Dr. Ottmann, der auch auf sein Honorar verzichtete, der Frauengruppe „Mittendrin", die diese Veranstaltung zu einem gelungenen Abend machte und allen Spenderinnen ein ganz herzliches Dankeschön.

Doris Bernzen und Barhara Diehm

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 16.05.2009

„Madame Cathérine"
versucht überall zu helfen

Wenn Cathérine Eklou, die Leiterin der ambulanten Krankenver­sorgung in Burkina Faso, durch die Straßen von Ouagadougou fährt, würde sie am liebsten ständig aussteigen, um den Armsten der Armen zu helfen. Die Weltwirtschaftskrise hat besonders auch die armen Länder, wie Burkina Faso, getroffen. Ihre Produkte wer­den auf dem Markt nicht mehr abgenommen. Heftige Regenfälle haben in vielen Teilen des Landes den letzten Mutterboden wegge­schwemmt. Es kann manchmal nichts mehr angebaut werden. So müssen noch mehr Menschen hungern. Darum zieht es sie in die Hauptstadt, wo es aber weder Arbeit noch Hilfe gibt.

Da war zum Beispiel eine alte Frau, die völlig abgemagert und apathisch neben der Straße lag. Sie hätte wohl die nächste Nacht nicht überlebt. Cathérine Eklou hat sie mitgenommen und so lange bei sich zu Hause gepflegt, bis sie wieder genug Kraft hatte, um alleine zu laufen. Dann hat das APERSEC-Team sie in ihr Dorf zurückgebracht.

 

Ein weiteres Beispiel ist eine sehr junge Mutter mit Zwillingen. Sie lag total entkräftet im Straßengraben. Ihr großes Glück war „Madame Cathérine ", die sie dort gefunden hat. Die junge Frau war von ihrer Familie verstoßen worden, weil der Vater der Kinder sie nicht geheiratet hatte. Es gibt in Burkina Faso keine staatliche Organisation, die sich um solche Fälle kümmert. Auch sie und ihre Kinder haben einige Wochen im Büro von APERSEC gewohnt, bis eine dauerhafte Lösung für sie gefunden werden konnte.

Solche Fälle häufen sich inzwischen. Um Frau Eklou spontane Hilfe zu ermöglichen, haben wir eine Art „Sozialfonds" eingerichtet, aus dem sie die Hilfe für diese Menschen bezahlen kann. Mehr über unseren Verein und unsere Projekte finden Sie unter: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

Spenden für eines der Projekte unseres Vereins können Sie zahlen auf folgende Konten:

Sparkasse Heidelberg (BLZ62750020) Kto.-Nr. 57707674
Volksbank Wiesloch (BLZ67292200)
Kto.-Nr. 18013800

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Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 17.04.2009

Hilfe aus Walldorf
kommt an der Schule an

Der Verein Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt
eine private Grundschule in Burkina Faso erfolgreich

Walldorf/Ouagadougou. (behe) Die 16-jährige Marie sitzt stolz an ihrer neuen Nähmaschine. Ihre Augen strahlen. Sie hat eine Lehre als Schneiderin abgeschlossen und sich selbstständig gemacht. Sie wird nun mit dieser Maschine arbeiten und ihre Mutter und ihre Geschwister ernähren können. Maries Ausbildung hat die Familie viel Kraft und Zeit gekostet, doch nun zahlt sich die Mühe aus. Alleine hätte Maries Mutter die Ausbildung ihrer Tochter nicht bezahlen können. Das Mädchen hätte eine ungelernte Arbeit verrichten müssen und wäre der Spirale der Armut nie entkommen. Ihre Schul- und Berufsausbildung hat der Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe finanziert.

Nähmaschinen, die der Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe finanziert, helfen Menschen in Burkina Faso. Foto: privat

Die private Grundschule Wend Raabo in Nioko, einem Vorort von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, wird vom Gymnasium Walldorf und vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe getragen und unterstützt. So hat die afrikanische Schule zu ihren sieben Räumen, eine Küche, eine Latrine, einen Brunnen und jetzt auch eine Schneiderei bekommen,

 

in der 50 Mädchen in Ausbildung sind. An ihrem sozialen Tag arbeiten die Schüler des Walldorfer Gymnasiums für die Partnerschule in Afrika. Und mit den Einnahmen des sozialen Tages wurden die Minikredite für den Kauf eigener Nähmaschinen an die Mädchen vergeben.

Burkina Faso in Westafrika gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Trotz Schulpflicht und Kostenfreiheit an staatl. Schulen geht nur ein Drittel der Kinder in eine Schule. Für den Verein Hilfe zur Selbsthilfe ist jedoch Bildung eine der wirksamsten Formen der Entwicklungshilfe. Da Mädchen die geringsten Chancen auf eine Schulbildung haben, stellt der Verein die Bedingung, dass in der geförderten Schule die Hälfte der Schüler Mädchen sind.

Die Schule in Nioko ist eines von 31 Projekten, mit denen der Verein Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf seit zehn Jahren arme Menschen unterstützt. In Projekten von Brasilien bis Weißrussland sollen Menschen durch Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit aus der Armut geführt werden. Sehr froh ist der Verein über die vielen Anschlussprojekte, die sich nach dem Anschub aus Walldorf gebildet haben. Der Verein hat seit seinem Bestehen bereits 550 000 Euro zum Einsatz gebracht. Davon wurden allein 385 000 Euro von den Walldorfer Projektbetreuern selbst gesammelt. Die Stadt gibt zudem jährlich mit einem Euro je Einwohner einen weiteren stattlichen Zuschuss, für den der Verein sehr dankbar ist. Große Spenden kamen auch vom Walldorfer Gymnasium, dem Pfarrverband Schwetzingen-Brühl, der Theodor-Heuss-Realschule und dem Rotary Club Schwetzingen.

Der Verein betrachtet seine Arbeit in Zeiten der Krise als besonders wichtig. Die Weltbank rechnet damit, dass 2009 wegen der Weltwirtschaftskrise über eine halbe Million Menschen zusätzlich in Armut fallen. Damit würde sich die Zahl der Armen weltweit auf 1,5 Milliarden erhöhen. Deshalb dürfen nach Meinung des karitativen Walldorfer Vereins die Mittel zur Bekämpfung von Hunger und Armut nicht gekürzt werden. „Hilfe zur Selbsthilfe e.V." wird am 9. Oktober sein zehnjähriges Bestehen mit einem Benefizfest feiern. Der Erlös des Festes kommt den Hilfsprojekten zugute.

Info: Weitere Informationen unter www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

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