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Der Verein in den Medien 2010

     
     

Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.12.2010-2

Tennisclub Walldorf-Astoria e.V.

Spendenübergabe

Am vergangenen Montag, den 13.12.2010, hat die 1. Vorsitzende Angelika Schmidt die gesammelten Spendenerträge aus dem Ver­kauf der „Sommerfest CDs" an den Walldorfer Hilfe zur Selbsthilfe e.V. übergeben. Durch den Verkauf der o.g. CDs hat der Verein Spenden in Höhe von 202,00 Euro erhalten. Der TCW möchte sich hiermit bei allen Spendern recht herzlich bedanken!

Der Scheck über 202 Euro als Spende an den Walldorfer Hilfe zur Selbsthilfe e.V.

 

 

 Bei der Übergabe des „großen" Schecks strahlte nicht nur die 1. Vorsitzende des TCW Angelika Schmidt sondern auch die beiden Vorsitzenden Barbara Diehm und Manuela Glasbrenner des Walldorfer Hilfe zur Selbsthilfe e.V. Kurz vor Weihnachten kommt diese Spende bei der Organisation besonders gut an. Das Geld vom TCW ist nicht zweckgebunden und somit kann der Walldorfer Verein Hilfe

 

zur Selbsthilfe, der unter anderem Projekte in Burkina Faso, Mali, Nepal und vielen anderen Ländern unterstützt, darüber frei verfügen.

Für weitere Informationen und etwaige Spenden besucht bitte folgende Homepage: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

Die 1. Vorsitzende Angelika Schmidt des TCW (Mitte) neben den beiden Vorsitzenden des Walldorfer Hilfe zur Selbsthilfe e.V., Manuela Glasbrenner (links) und Barbara Diehm (rechts)

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.12.2010

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Weihnachtsmarkt

Der Duft von Glühwein und Crépes gehört zu einem Weihnachtsmarkt ...
das dachten wohl viele Besucher unseres Standes, die sich geduldig in die manchmal lange Warteschlange für einen oder mehrere Crépes anstellten.

 

Wir waren überwältigt von dem Zuspruch, die unsere Crépes fanden und zwei Tage hatten unsere Helfer alle Hände voll zu tun, die große Nachfrage zu befriedigen.

Unsere neuen Flyer wurden kräftig verteilt und es würde uns sehr freuen, wenn wir auf diesem Weg Menschen angesprochen haben, die unseren Verein und unsere Arbeit noch nicht kennen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen fleißigen Helfern und bei all denen, die unseren Stand mit ihrem Besuch unterstützt haben. Auch dieser Gewinn kommt wie alle Ihre Spenden zu 100 % bei den Bedürftigen in den armen Ländern an. Derzeit unterstützen wir 12 Projekte in 9 verschiedenen Ländern.

Bitte informieren Sie sich über unsere Arbeit auf unserer Homepage www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

Der Verein wünscht allen Freunden des Vereins frohe Weihnachtstage und alles Gute für 2011.

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Schülerzeitung Theodor Heuss Realschule, Dez. 2010

SMV-Spende für Burkina Faso

Vor einigen Wochen erreichte uns ein Schreiben von Frau Barbara Diehm, der Vorsitzenden des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V. und Frau Sigrid Tuengerthal, der Projektbetreuerin von APERSEC -Association Notre Dame de Perpétuel Secours - in Burkina Faso, einem Staat in Westafrika. Sie berichteten von dem Schulbau in einem der ärmsten Länder der Welt und fragten an, ob das Schulzentrum Walldorf Interesse hätte, dieses Projekt zu unterstützen.

Vanessa Kraft, Anna Scherger und Max Frey hatten in ihrer SMV-Arbeitsgruppe "Schulpulli" so gut kalkuliert, dass ein Überschuss von ca. € 300,00 erwirtschaftet wurde. Auch die Arbeitsgruppe "Rosentag" erzielte einen kleinen Gewinn. Von den ersparnissen auf unserem SMV-Konto konnten wir die Summe aufrunden und insgesamt € 500,00 an den Verein überweisen. Ein Teil der Einrichtung eines Klassenzimmers kann damit sicherlich bezahlt werden... J

 

ww.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

Stichwort APERSEC Teilprojekt Klassenzimmer

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Wieslocher Woche, Mittwoch, 13.10.2010

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Ein Verein stellt sich vor

(kob) Viele Menschen setzen ihre Spendenbereitschaft gerne für klar umrissene, anschauliche Ziele ein. Sie erkennen dabei, dass sie nicht nur Geber, sondern irgendwie Beschenkte sind. In vielen Ländern zählt Spendenbereitschaft im großen Stil zu den unverzichtbaren Bestandteilen des Sozialwesens. Die US-Amerikaner zum Beispiel huldigen dem Individualismus und halten nichts davon, den Staat an die Hilfsfront zu schicken. Fast die Hälfte der Amerikaner beteiligt sich an Freiwilligenarbeit. Selbst relativ arme Menschen spenden einen Teil ihres Einkommens. Auf diese Weise werden ganze Krankenhäuser, Universitäten oder Sinfonieorchester unterhalten (Quelle: F. Verhagen). Aus dem Umstand, vermögender als andere zu sein, leiten sie entsprechende Verpflichtungen her.

Die Vorstandschaft freut sich über neue Mitstreiter: Barbara Diehm, Catherine Eklou, Sabine Glasbrenner, Sigrid Tuengerthal        Foto: KHP

Auch bei uns gibt es starke Trends in dieser Richtung. Der Walldorfer Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" wurde schon 1999 gegründet. Er besitzt inzwischen 173 Mitglieder. Mit den von ihm angegangenen kleinen, überschaubaren Projekten stößt er auf große Resonanz. Zu diesen Projekten gehört auch die Übernahme von Patenschaften für benachteiligte Kinder. Hilfsprojekte gibt es z. B. in Quagadougou, Burkina Faso, in Turucu, Brasilien, in Kirtpur, Nepal. Solche Unternehmungen sind nur möglich, weil Bürgermeister und Gemeinderat der Stadt Walldorf namhafte Zuschüsse bewilligen.

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Projekte
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Viele Projekte wurden in der Vergangenheit erfolgreich betreut und konnten mittlerweile abgeschlossen werden. Der Verein trägt Sorge dafür, dass kein Cent zweckentfremdet verwendet wird. In einem Pressegespräch mit unserem freien Mitarbeiter E. Koelblin richteten die 1. Vorsitzende, Barbara Diehm, die 2. Vorsitzende, Sabine Glasbrenner, und die Schriftführerin, Sigrid Tuengerthal, einige Schlaglichter auf das Wirken des Vereins, der gerne auch in Wiesloch Fuß fassen möchte. Die ehemalige Vorsitzende Doris Bernzen hatte die Idee alles was in Walldorf auf kommunalem Sektor in der Entwicklungshilfe tätig ist, zu bündeln. Ein weiteres Bestreben war, die Projektleiter vor Ort persönlich zu kennen. Eine solche Projektleiterin ist Frau Catherine Eklou aus Burkina Faso, die einmal im Jahr persönlich zur Berichterstattung erscheint und beim Pressegespräch zugegen war. Sie versorgt mittlerweile 20

 

Dörfer mit einer Einwohnerzahl von jeweils etwa 2.000 Menschen und berichtete bemerkenswerte Details. Jedes der etwa elf Vorstandsmitglieder des Vereins, das sich für ein bestimmtes Projekt einsetzt, wird übrigens auch die Spenden dafür einsammeln. Das Projekt APERSEC in Burkina Faso genießt zwar eine relativ dauerhafte Unterstützung. Aber die Projektbetreuerinnen und -Betreuer vor Ort erhalten grundsätzlich keine Gehälter vom Verein, sondern müssen ihren Dienst auf andere Weise ermöglichen. Der Verein sieht seine Aufgabe auch eher darin, Gebäude für Schulen und Kindergärten zu erstellen und instand zu halten, weniger in der dem jeweiligen Staat obliegenden Anstellung von lehrern und Betreuern. Frau Eklou berichtete im weiteren Verlauf von ihrer Alltagsarbeit: Sie fährt mit einem vom Verein gestellten mittlerweile 22 Jahre alten robusten Motorfahrzeug in die völlig isolierten Dörfer, zu denen keine richtigen Straßen führen. Im Rahmen eines Gesundheitsprojekts versucht sie, die betroffenen Menschen im Falle von Krankheit (Malaria), Niederkunft oder Verletzungen ausfindig zu machen und zu versorgen. Es handelt sich um Menschen ohne Schulbildung, die oft Gesundsein und Krankheit nicht so richtig unterscheiden können. Deren Lebensgewohnheiten müssen mühsam an moderne Auffassungen von gesunder Ernährung, Hygiene und Abwehr der typischen Infektionskrankheiten angepasst werden.

Das Bild zeigt ein Patenkind aus Brasilien mit seiner Mutter, das vom Verein unterstützt  wird.

Frau Diehm stellte sodann das Projekt in São Lourenço vor, welches in erster Linie die Ernährung von Schulkindern zu gewährleisten sucht. Bei der Auswahl der Hilfeangebote hält man sich ganz an die Bedürfnisse vor Ort und versucht nicht, irgendwelchen eigenen Vorstellungen zum Durchbruch zu helfen. Selbst Straßenkinder zählen zu den Schützlingen des Vereins.

Ihnen will man die Zwangsbettelei ersparen und das Elternhaus erhalten. Der Verein freut sich über jede Bekundung von Interesse an seiner Arbeit, über Kontaktaufnahmen und Hilfeangebote.

Info: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de ; Barbara Diehm, Tel. 06227 61471, E-Mail barbara.diehm@gmx.de; Bankverbindungen: Sparkasse Heidelberg (BLZ 672 500 20) Kto. Nr. 57 707 674; Volksbank Wiesloch (BLZ 672 922 00) Kontonummer 18 013 800.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 09.10.2010

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Spendenübergabe

Schon zum zweiten Mal überreichten Ad Hoogenberg (2.v.li.) und Ed Soerensen(2.v.re.) vom Reisebüro Travel Center in Walldorf einen Scheck an Cathérine Eklou aus Burkina Faso. Anlässlich des Umzugs ihres Reisebüros in die Schwetzinger Str. veranstalteten sie auf dem Spargelmarkt eine Tombola zugunsten des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.". Die 1.000 € gehen an APERSEC, eines der derzeit zehn Projekten, die der Verein unterstützt. Mit dem Projekt leistet das kleine Team von APERSEC erste Hilfe und Aufklärung über Hygiene und Gesundheit in ländlichen Gebieten in Burkina Faso. Seit fast 10 Jahren läuft dieses Projekt sehr erfolgreich.
Weitere Informationen über dieses Projekt und den Verein unter: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

Die 1. Vorsitzende Barbara Diehm (1.v.re) und die deutsche Projekt-betreuerin Sigrid Tuengerthal (I.v.li) freuten sich sehr über die großzügige Spende.

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 09.10.2010

Spende für Burkina Faso

 

Walldorf. Zum zweiten Mal überreichten Ad Hoogenberg (2.v.li.) und Ed Soerensen (2.v.re) vom Reisebüro Travel Center in Walldorf einen Scheck an Cathérine Eklou (Mi.) aus Burkina Faso. Anlässlich des Umzugs ihres Reisebüros in die Schwetzinger Straße veranstalteten sie auf dem Spargelmarkt eine Tombola für den Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf". Die 1000 Euro gehen an „Apersec", eines der derzeit zehn Projekte, die der Verein unterstützt. Mit dem Projekt leistet das kleine Team von „Apersec" erste Hilfe und Aufklärung über Hygiene und Gesundheit in ländlichen Gebieten in Burkina Faso. Seit fast zehn Jahren läuft das Projekt sehr erfolgreich. Die Vorsitzende Barbara Diehrn (re.) und die deutsche Projektbetreuerin Sigrid Tuengerthal (li.) freuten sich sehr über die großzügige Spende.                                               Foto: privat

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Sahid Weekly, Kathmandu-Kirtipur, Do., 09.10.2010

Besuch der von Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf geförderten Schule Jana Sewa
Ansprache von Wilfried Gerfen
an die Oberschüler

 

Auszug aus der Veröffentlichung
(Übersetzung nicht verfügbar!).

 

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 12.06.2010

Mit Überzeugung für die Armen

Verein Hilfe zur Selbsthilfe startet
neues Projekt in Brasilien

Gute und weniger gute Nachrichten hatte Elsa Timm im Gepäck, als sie im Mai dem Verein Hilfe zu Selbsthilfe und auch Bürgermeister Heinz Merklinger einen Besuch abstattete.

Merklinger waren Elsa Timm und ihr Engagement „mit Liebe für die Arbeit mit armen Menschen" noch von ihrem ersten Besuch in Walldorf vor vier Jahren in bester Erinnerung.

Seit zehn Jahren ist die Diplom-Psychologin mit deutschen Wurzeln im brasilianischen Turucu Mittlerin und Vertrauensperson für den Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe und hat vor Ort viele Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht. Dazu gehörten unter anderem der Aufbau einer Schreinerei, einer Bäckerei, einer Kleiderstube und einer Baumschule. Auch in Sachen Mädchenzentrum oder eines Schülerhorts war Elsa Timm erfolgreich aktiv und vermittelte außerdem über siebzig Patenschaften für benachteiligte Kinder. Die Kleinstadt Turucu in Südbrasilien, die wirtschaftlich sehr unterentwickelt ist, profitierte vom Engagement des Vereins und Elsa Timms, die bei der Stadt Turucu angestellt war, sehr. In kleinen Schritten hat sich die Situation für viele Familien nach und nach verbessert. „Für viele Einwohner bedeuten die Projekte des Vereins ein besseres Leben, denn der Verein ist der einzige Arbeitgeber in Turucu", so Elsa Timm. Es sei auch deutlich zu sehen, welcher große Unterschied zwischen den Kindern mit und ohne Patenschaften mittlerweile bestehe.
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... dann kam alles anders
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Mit der Wahl eines neuen Bürgermeisters im Jahr 2008 bahnte sich jedoch überraschend eine unerwartete Entwicklung an. Nachdem der neue Bürgermeister zunächst versprochen hatte, alle Projekte des Walldorfer Vereins zu unterstützen, blockierte er schließlich alles. Für die Einwohner von Turucu bedeuteten nicht nur die Schließung der sehr gut angenommenen Bäckerei und Schreinerei einen Rückschlag, sondern dazu kam Ende Januar 2009 noch eine schwere Überschwemmung, die viele der ärmlichen Hütten zerstörte. Claudia Frey, die in Walldorf gemeinsam mit Barbara Diehm, der neuen Vorsitzenden des Vereins, die Projekte in Turucu betreut, flog schließlich auf eigene Kosten dorthin. Sie suchte das Gespräch mit dem neuen Bürgermeister, der sich zunächst verständig zeigte. Inzwischen ist zwar die Bäckerei wieder geöffnet, auch das Mädchenzentrum und das Kinderhaus, das 2003/2004 mit Unterstützung des Vereins für sozial benach-

 

teiligte Kinder erbaut wurde, laufen weiter. Doch dieSchreinerei, die auch ausbildete, steht still. Überraschend kündigte die Stadt Elsa Timm im Februar, was für den Walldorfer Verein das Signal war, unter die Projekte in Turucu einen Schlussstrich zu ziehen. „Ohne Elsa Timm fehlt uns die Vertrauensperson vor Ort", so Doris Bernzen, die die Projekte in Südbrasilien selbst jahrelang betreut hat. Für die Patenkinder sei jedoch auch weiterhin gesorgt, versicherte Elsa Timm.
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Neuanfang in Sao Laurenço
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Die gute Nachricht Elsa Timms lautete, dass sie in ihrem Wohnort Sao Laurenço einen gemeinnützigen Verein gründen will, der partnerschaftlich mit der ökumenischen Kirche vor Ort zusammenarbeiten soll. Sie will dort nicht nur ein Patenschaftsprogramm aufbauen, sondern ein in Sao Laurenço seit acht Jahren laufendes Projekt unterstützen. Dieses widmet sich bedürftigen Erwachsenen, die im Schreiben, Nähen, Kochen und Stricken unterrichtet werden. Es soll außerdem eine Kleiderstube entstehen und auch ein ökologisches Projekt will Elsa Timm wieder auf den Weg bringen. Barbara Diehm und auch die 2. Vorsitzende des Vereins, Sabine Glasbrenner, sind sich sicher, dass die bisherigen Förderer und Unterstützer des Turu9u-Projekts sich auch für Sao Laurenço engagieren werden. „Auch in Sao Lauren90 gibt es sehr viele bedürftige Kinder", so Sabine Glasbrenner.

 

Mit Elsa Timm (Mitte) wird der Neuanfang in Sao Laurenço gelingen. Dessen sind sich Sabine Glasbrenner, Doris Bernzen und Barbara Diehm vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe sowie auf städtischer Seite Kämmerer Stefan Weisbrod, Bürgermeister Heinz Merklinger und Uta Maier sicher (v.l.n.r./Foto: Pfeifer)

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.05.2010

Ein Elternabend ganz anderer Art

Unser Verein hatte die deutschen Pateneltern brasilianischer Kindern aus Turucu zu einem gemeinsamen Abend mit Elsa Timm, unserer Projektbetreuerin vor Ort eingeladen. Erfreulich viele Eltern kamen, um sich über „ihr" Patenkind zu erkundigen und Informationen über den Stand des Patenschaftsprojektes zu erhalten.

Der Verein hat 10 Jahre lang in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Frau Timm und den Organen der Kommune 164 Kleinkinder bis zum Schuleintritt finanziell unterstützt, so dass es heute dort keine unterernährten Kinder mehr gibt, alle sind ordentlich geklei­det und die Eltern haben viel Unterstützung bei deren Erziehung erhal-

Elsa Timm berichtet von ihren Projekten

 

ten. Die Bedeutung von Hygiene, gesunder Ernährung und Bildung konnte den meisten Eltern nachhaltig vermittelt werden. Die politische Situation hat sich nach der Wahl eines neuen Bür­germeisters sehr nachteilig für Frau Timm und unsere Projekte entwickelt, so dass wir uns entschlossen haben, alle Projekte dort zu beenden. Die meisten Projekte liefen auch schon in den letzten Jahren ohne unsere finanzielle Unterstützung, also wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe.

Für die nächsten drei Jahre hat der Bürgermeister .genug Geld zur Versorgung der Patenkinder aus den gut laufenden Projekten zur Seite gelegt. Das wissen auch die Eltern der Patenkinder und sie werden auf ihre Unterstützung bestehen. Frau Timm, der gekündigt wurde, kann dieses Projekt nicht mehr betreuen, deshalb sehen wir uns gezwungen, es zu beenden.

Aus den Worten von Frau Timm, ihrer Mimik und Gestik konnten alle Anwesenden entnehmen, wie sehr ihr die Kinder und ihre Familien am Herzen liegen, wie sehr sie aber auch zuletzt in ihre Arbeit behindert wurde. Mir erstaunlicher Energie hat sie sich schon wieder einem neuen Projekt zugewendet, von dem wir Ihnen in Kürze berichten werden.

In Brasilien gibt es ein schönes Sprichwort: Immer wenn sich irgendwo eine Tür schließt, öffnet sich woanders ein Fenster. An diesem Abend waren alle damit einverstanden, die Tür in Turucu zu schließen und ein neues Fenster in Sao Lourenco, dem Wohnort von Frau Timm, zu öffnen.

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Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch/Donnerstag, 12./13.05.2010

"Hilfe zur Selbsthilfe"
sucht sich neue Projekte

Die Unterstützung der brasilianischen Stadt Turucu wurde beendet - Auch im 26 Kilometer entfernten Sao Lourenco gibt es viel zu tun.

Walldorf. (behe) Die Projekte des Walldorf er Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" in Turucu/Brasilien sind zehn Jahre gut gelaufen, jetzt müssen sie beendet werden. Stattdessen kommen nach Sao Lourenco, einer 26 Kilometer von Turucu entfernten Stadt, neue von Walldorf geförderte Projekte. In Turucu hatte der Verein eine Schreinerei, eine Bäckerei und eine Baumschule aufgebaut. Auch die Instrumente für eine Musikkapelle, eine Kleiderstube und 73 Patenschaften für Kinder aus bedürftigen Familien wurden von Walldorf aus ins Leben gerufen und finanziert. Des Weiteren wurde dort mit einer 5000-Euro-Spende der Schülermitverwaltung des Gymnasiums ein Aufklärungs- und Bildungsprojekt für arme Mädchen realisiert.

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"Die Hilfe wird nicht vergessen"

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Die verheerende Überschwemmung im Januar 2009 zerstörte jedoch die meisten Hütten, der größte Arbeitgeber, eine Lederfabrik, musste die Produktion beenden, und seither wandern immer mehr Einwohner von Turucu in bessergestellte Landesteile ab. Der neu gewählte Bürgermeister der Gemeinde besetzte die Verwaltung mit Leuten aus seinem näheren Umfeld, verordnete der Gemeinde einen Sparkurs und kündigte die Arbeitsverträge der Mitarbeiter der Walldorfer Projekte. Auch die Projektleiterin vor Ort, Elsa Timm, erhielt die Kündigung. Nur die Bäckerei wird noch fortgeführt und für die Kinderpatenschaften steht noch drei Jahre lang, bis zum Beginn der Schulpflicht, das von Walldorf gespendete Geld zur Verfügung. Die Kinder erhalten aus den Patenschaften in erster Linie Lebensmittel. Da alle Hilfe und das Vertrauen des Vereins an Elsa Timm geknüpft waren, hat "Hilfe zur Selbsthilfe" jetzt die Unterstützung von Turucu beendet.

Elsa Timm, die auf eigene Kosten zurzeit im "Land meiner Vorfahren, die 1870 nach Brasilien ausgewandert sind". Urlaub macht, berichtete Bürgermeister Heinz Merklinger und dem Vereinsvorstand über die Geschehnisse und zeigte die neuen Hilfsprojekte auf. "In Turucu wird die Walldorfer Hilfe nicht vergessen." Und in Sao Lourenco wird der Verein nun eng mit der dortigen ökumenischen Kirche zusammenarbeiten. Ein Projekt läuft dort bereits. Bedürftige Erwachsene erhalten Kurse im Stricken, Nähen, Kochen u8nd auch im Lesen und Schreiben, da immer noch viele nicht alphabetisiert sind.

 

Die Vorsitzende des Hilfsvereins, Barbara Diehm, möchte, dass auch ein Patenschaftsprogramm wie in Turucu aufgebaut wird. Pateneltern können dabei bedürftige Kinder bis zum Schuleintritt mit einer Patenschaft von 150 Euro im Jahr unterstützen.

Ein weiteres Förderprojekt ist ökologisch. Auf den brachliegenden, durch Raubbau abgeholzten ehemaligen Waldflächen werden Bäume und einheimische Sträucher gepflanzt. Die Rodung riesiger Flächen in Brasilien ist mit ein Grund; warum die Überschwemmungen, die das Land immer wieder heimsuchen, so verheerend ausfielen.

Der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" informierte die Walldorfer Stadtverwaltung über seine neuen Projekte in Brasilien: (v.ii.) Sabine Glasbrenner (zweite Vorsitzende), Doris Bernzen, Barbara Diehm (Vorsitzende), Elsa Timm (Projektbetreuerin in Brasilien), Kämmerer Stefan Weisbrod, Bürgermeister Heinz Merklinger und Uta Maier. Foto: Pfeifer

Interessant waren schließlich die Aussagen von Elsa Timm zur Bevölkerung in dem Gebiet um Sao Lourenco. Sie besteht zum größten Teil aus den Nachkommen deutscher Einwanderer. Sao Lourenco allein hat 23000 deutschstämmige Einwohner. Sie sprechen immer noch Deutsch als Muttersprache, nicht selten im Dialekt der ehemaligen Heimat. Elsa Timms Familie lebt jetzt in der fünften Generation in dem Land. Es gibt dort deutschsprachige Rundfunk- und Fernsehsender und die Gottesdienste werden in deutscher Sprache gehalten. Die deutsche Kolonie in Brasilien, die Gemeindepfarrer und kirchlichen Mitarbeiter wurden von den deutschen Kirchen über die Jahrhunderte unterstützt. Die Deutschbrasilianer pflegen mit viel Liebe ihre angestammte Kultur und Sprache, sie bestellen ihre Acker und Felder immer noch mit Pflug und Pferd und benutzen in Haus und Hof das alt hergebrachte Gerät. Bei der Fußballweltmeisterschaft werden sie allerdings mit ihren brasilianischen Ballkünstlern fiebern.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 27.03.2010

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Generationenwechsel im Vorstand

Bei der Jahreshauptversammlung am 18.März traten die beiden langjährigen Vorsitzenden Doris Bernzen und Hanne Meißner von ihren Ämtern zurück. Sie haben den Verein 11 Jahre mit viel Ener­gie und Sachverstand geleitet und insgesamt 32 Projekte erfolgreich begleitet. Ihnen beiden ist der Verein zu größtem Dank verpflichtet und in Anerkennung ihrer hervorragenden Arbeit für den Verein wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt. Seit 1999 wurden in die Projekte über 620.000 € investiert, davon hat die Stadt Walldorf 30 % eingebracht und 70 % konnten die Projektbetreuer für ihre Projekte sammeln. Mit Barbara Diehm und Sabine Glasbrenner haben sich zwei Mitglieder des Vorstands zur Wahl gestellt, die als Projektbetreuer schon länger im Verein Erfahrung gesammelt haben und von der Arbeitsweise des Vereins sehr überzeugt sind. Frau Petra Schwab, als Vertreterin der evangelischen Kirche, ist aus dem Vorstand ausgeschieden, auch ihr gilt unser besonderer Dank.

 

Der alte und neue Vorstand

Der neue Vorstand wurde einstimmig wie folgt gewählt: 1.Vorsitzende: Barbara Diehm

2.Vorsitzende: Sabine Glasbrenner

Schriftführer und Presse: Sigrid Tuengerthal

Kassenwart: Stefan Weisbrod

Kassenprüfer: Dieter Burkhard und Klaus Winnes

Beisitzer: Doris Bernzen (unabhängige Bürgerin), Heinz Blatt­mann (Kleiderstube Walldorf e.V.), Marianne Falkner (Gymnasium Walldorf), Wilfried Gerfen (Netzbetreuer, neu im Vorstand), Hanne Meißner (unabhängige Bürgerin), Ulrike Steiger (unabhängige Bürgerin).

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Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 23.03.2010

Mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Jahresversammlung des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" — Die langjährige Vorsitzende Doris Bernzen übergibt ihr Amt an Barbara Diehm

Walldorf. (aot) In Brasilien sind es unterernährte und vernachlässigte Kinder, in Weißrussland an den Folgen von Tschernobyl leidende Behinderte, in Nicaragua misshandelte und sexuell missbrauchte Mädchen und Frauen, in Moldawien Waisenkinder und in Rumänien von der Gesellschaft ausgegrenzte Roma. Die Liste von Armut, Vernachlässigung und Diskriminierung ließe sich noch lange fortsetzen. Sind bei solch weltweitem Elend 72 000 Euro, die man auf zwölf Projekte in Asien, Afrika und Südamerika verteilt, nicht nur ein Tropfen auf einen heißen Stein?

Stabwechsel beim Verein "Hilfe zur Selbsthilfe": Das alte Vorstandsteam mit Hanne Meißner (2.v.li.) und der ersten Vorsitzenden Doris Bernzen (2.v.re.) übergab seine Ämter in jüngere Hände: links die neue zweite Vorsitzende Sabine Glasbrenner, rechts die neue erste Vorsitzende Barbara Diehm                                                            Foto: Ottmann

Erneut legte der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" in seiner Jahresversammlung Rechenschaft ab und beweist damit, dass man mit so einer bescheidenen Summe die Zustände in der Dritten Welt zwar nur punktuell, aber doch nachhaltig verändern kann. Mit wenigen tausend Euro wird ein Kinderdorf aufgebaut, ein Frauenzentrum eingerichtet,

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Jeder Spenden-Euro hilft

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werden Afrikanerinnen in Hygiene unterwiesen, wird Mädchen das Schneiderhandwerk gelehrt oder eine Krankenstation eingerichtet. Möglich ist das nur, indem jeder gespendete Euro in Hilfe umgesetzt wird, die Projektleiter ihre Flug- und sonstigen Kosten selbst zahlen und man mit anderen Hilfsorganisationen zusammenarbeitet.

So mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft bei einem Rehabilitationszentrum für Alkohol- und Drogenabhängige und Aids-Infizierte, beim Kinderdorf „Insel der Hoffnung" in

 

Weißrussland mit dem Christlichen-Diakonischen Werk Stephanus in Speyer und beim Frauenzentrum in El Viejo mit dem Nicaragua-Forum Heidelberg. Am wichtigsten ist aber die Umsetzung der Hilfe in Selbsthilfe.

So wurde in Turuçu, Brasilien, eine Bäckerei eingerichtet, die nicht nur die Schulkinder mit Lunchpaketen versorgt, sondern inzwischen Gewinne für Neuanschaffungen abwirft. In Burkina Faso richtet die afrikanische Mitarbeiterin Cathérine Eklou ambulante Krankenstationen ein, in denen „Multiplikatorinnen" mit einem Notfallkoffer ausgerüstet werden und die medizinische Versorgung übernehmen. Und in Kirtipur, Nepal, wird durch ein Stipendienprogramm Mädchen und Jungen aus besonders benachteiligen Familien der Abschluss der fünfjährigen Primarstufe ermöglicht, Voraussetzung dafür, dass sie sich später einmal selbst versorgen können.

Angefangen hatte das Ganze vor elf Jahren mit Doris Bernzen, die der Meinung war, dass das so reiche Walldorf etwas für die Dritte Welt tun müsse. Schnell fand sie Mitstreiterinnen und Mitstreiter, auch die finanzielle Unterstützung der Stadt, und baute Schritt um Schritt ein ganzes Netz an Hilfsmaßnahmen auf. Schweren Herzens verabschiedete sich jetzt die Versammlung von der langjährigen Vorsitzenden, die ihr Amt in jüngere Hände gibt, aber dem Vorstand erhalten bleibt. In ihrer Würdigung führte Schriftführerin Sigrid Tuengerthal aus, Doris Bernzen habe ihre ganze Kraft in die Vereinsarbeit gesteckt und immer nach gemeinsamen Lösungen gesucht. In der zweiten Vorsitzenden Hanne Meißner, die ihr Amt ebenfalls zur Verfügung stellte, habe sie eine treue und zuverlässige Begleiterin gehabt.

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Hilfe, keine Almosen

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Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde Barbara Diehm gewählt, die bisher schon als Beisitzerin im Vorstand tätig war. Ihr gefällt, dass kleine überschaubare Projekte gefördert werden, die zeitlich begrenzt sind. Und dass die meisten Projekte Ansprechpartner vor Ort haben, die englisch oder deutsch sprechen. Ganz im Sinne der bisherigen Vereinsphilosophie meinte sie gegenüber der RNZ: „Wichtigstes Ziel ist es, den Menschen eine wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sie nicht zu Almosenempfängern zu machen oder ihnen Dinge zu geben, die nicht ihrer Kultur entsprechen."

Zur zweiten Vorsitzenden wurde Sabine Glasbrenner gewählt, zur Schriftführerin Sigrid Tuengerthal, zum Kassenwart Stefan Weisbrod und zu Beisitzern Doris Bernzen, Heinz Blattmann, Marianne Falkner, Hanne Meißner und Ulrike Steiger.

Info: Spenden können auf folgende Konten eingezahlt werden: 57 70 76 74, Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20; und 18 01 38 00, Volksbank Wiesloch, BLZ 672 922 00.

 

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