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Der Verein in den Medien 2014

     
     

Walldorfer Rundschau, Samstag, 20.12.2014

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Kunterbunte Veränderungen in unserem
Mädchenheim in Chile

Seit ein paar Tagen dürfen sich die 60 Mädchen des Internats-ähnlichen Kinder-heims, Hogar Cecilia B. de Widmer in Chile über einen farblich neu gestalteten Innenhof freuen. Aus einem sehr tristen, grauen Patio, der nicht gerade zum Verweilen einlud, ist ein heller, bunter Aufenthaltsort geworden. Die Mädchen treffen sich Das neue Graffiti hier zum Plaudern, Spielen und Musik hören. Des Weiteren besuchen sie mit Freude den im letzten Jahr eingerichteten Therapieraum „Sala Astoria", um ihre Übungen zu machen. Insgesamt kann durch diese Maßnahmen eine positive Veränderung, besonders im Sozialverhalten, festgestellt werden. Dies alles war nur durch großzügige Spenden zu ermöglichen. Die zur Verfügung stehenden staatlichen Mittel reichen nur für das Nötigste.

Im Jahr 2015 soll noch der 45-jährige, rissige sowie stark unebe­ne Betonboden des Patio erneuert werden, damit die Mädchen in Zukunft bedenkenlos und risikofrei toben können. Dank einer größeren Einzelspende ist diese bauliche Maßnahme früher als geplant realisierbar.

 

Großer Andrang an unserem Crêpesstand

Fast 300 Eier, 28 kg Mehl und viele Zutaten mehr wurden am Weihnachtsmarkt von fleißigen Helferinnen und Helfern

 

zu mehreren hundert Crêpes verarbeitet und von vielen Besuchern des Weihnachtsmarktes gegessen. Auch Glühwein und Apfelpunsch fanden ihre Abnehmer, und so können wir auch in diesem Jahr wieder 100% des Gewinns in unsere Projekte fließen lassen. Detaillierte Informationen

finden Sie auf unserer Homepage:

www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

oder besuchen Sie uns auf facebook:

www.facebook.com/HilfeZurSelbsthilfeWalldorf

 

Eine Schlange vor unserem Stand

 

Wir danken allen Helfern und Besuchern ganz herzlich, ebenso wünschen wir allen Spendern, Mitgliedern und Freunden unseres Vereins ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2015. Dank ihrer Spenden konnten wir unser Engagement in der Dritten Welt auch in diesem Jahr erfolgreich fortführen.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 13.12.2014

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Leuchtende Kinderaugen bei der Einweihung eines kleinen Spielplatzes

Was lange währt, wird endlich gut. Im Januar spendete uns die EGJ Walldorf den Erlös der Weihnachtsbaum-Einsammelaktion und jetzt konnten die Kinder des Orlindi-Kinderheims in Namibia ihren neuen Spielplatz einweihen. Frau Meissner, unsere Projektbetreuerin vor Ort, hat lange und zäh verhandelt bis sie einen Bauunternehmer gefunden hat, der weder korrupt war noch übertrieben teure Angebote abgab, weil er es mit einer „reichen" Europäerin zu tun hatte.

 

 

Der neue Spielplatz

 

Durch die Vermittlung einer Kirchengemeinde konnte ein zuverlässiger Bauunternehmer gefunden werden, der schnell und ordentlich die Arbeiten ausführte. Zwei weitere Spender konnten von Frau Meissner gefunden werden und jetzt haben die Kinder einen Spielplatz, der alle Bedürfnisse befriedigt.

Die Kleinen haben einen eingezäunten Bereich und die Großen dürfen sich u.a. über ein transportables Fußballtor und ein Korbballnetz freuen.

 

 

 Die Ecke für die Kleinsten

Allen Beteiligten gilt unser herzlicher Dank und die Freude der Kinder an ihrem neuen Spielplatz ist sicher das größte Dankeschön.

 

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 02.08.2014

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Elsa Timm aus Brasilien berichtet uns:

Eines unserer Patenkinder

Elsa erlebt seit vielen Jahren auch die Schattenseiten Brasiliens hautnah: Die Armut, die extremen Ungerechtigkeiten. Dabei ver­liert sie nie ihren Humor, ihr Engagement und ihre Zuversicht. Absolut bewundernswert.

So hat sie mir dieser Tage wieder einmal davon berichtet, wie wichtig der Kindernotfonds für die Menschen in Säo Loureim ist. Da gibt es beispielsweise eine Familie mit mehreren kleinen Kin­dern, die in größter Armut lebt und kein fließendes Wasser hat. Durch den Kindernotfonds konnten nach einer Begehung durch die Stadt (also: Elsa und Kollegen) und einer gründlichen Beratung ein paar Rohre gekauft und gelegt werden, so dass die Familie jetzt über einen Wasseranschluss verfügt.

 

„Ohne den Verein", schrieb Elsa, „hätten wir diese Familie besucht und wären zum Schluss gekommen, dass sie dringend Unterstützung brauchen — und hätten nichts tun können."

Oder der Fall eines unserer Patenkinder: Das Kind lebt mit seiner Mutter und den Großeltern in einer kleinen, windschiefen Holzhütte. Diese Familie hat zwar fließendes Wasser, aber keine Dusche, sie waschen sich in einer Schüssel. Daran sind sie gewöhnt, sie beklagen sich nicht. Schlimm ist aber, dass es ihnen gesundheitlich schlecht geht. Der Opa ist nach zwei Gehirnschlägen bettlägerig und die Oma ist nur noch Haut und Knochen. Man vermutet entweder Tuberkulose oder Krebs. Sie wartet seit drei Monaten auf einen Arzttermin, um zu wissen, was sie tun kann. Vermutlich wird sie es sich nicht leisten können, die Ratschläge der Ärzte umzusetzen. Das kleine Patenkind hat zu allem Unglück auch noch ein Geschwür auf dem Kopf, das in den nächsten Tagen operiert werden soll. Außerdem ist etwas mit seinem Fuß nicht in Ordnung, er wächst nicht mehr.

Die Mutter kommt mit dieser Situation leider gar nicht zurecht, sie ist aggressiv und verzweifelt an ihrem Leben. Nächste Woche haben Elsa und ihre Kollegen auch hier einen Termin für einen Hausbesuch. Dann werden sie versuchen herauszufinden, was die nächsten Schritte sind, wie man dieser Familie helfen kann. Und dank des Vereins wird es auch hier möglich sein zu helfen.

Unsere Homepage: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 19.07.2014

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Mädchenheim Cecilia B. Widmer in Chile

 

Unsere Mädchen ...

Vor kurzem erreichte uns ein Brief von einem Spender, der unser Mädchenheim Cecilia B. Widmer in Chile besucht hat.

Er schreibt: Zunächst einmal war ich gleich beeindruckt von der Herzlichkeit, mit der mich Schwester Gema empfangen hat. Sie führte mich durch das Heim und zeigte mir sehr stolz die Einrichtung — natürlich auch den tollen Therapieraum -, aber ihr Stolz war von einer Bescheidenheit gekennzeichnet, die mich sehr berührt hat. Eine Bescheidenheit vom Glauben geprägt. Das Heim strahlt eine tolle Ordnung, Sauberkeit und Disziplin aus und dennoch -oder gerade - stehen die Mädchen im Vordergrund, die in diesem Heim wichtige Jahre ihrer Jugend verleben. Jedes Mädchen hat ein eigenes Schicksal und deshalb ist eine solche Einrichtung so wichtig und verdient jede mögliche Unterstützung. Bei dem Besuch eines Blocks, in dem eine bestimmte Anzahl Mädchen untergebracht sind, hat mich ein Mädchen zutiefst berührt, da es plötzlich zu weinen begann. Auch diese Begegnung hat mir deut­lich gemacht, welche Aufgabe hier noch für die Zukunft besteht, in diesem Heim fernab von den großen Städten.

 

. . . im neuen Therapieraum

 Ich kann sie nur zu ihrer bewundernswerten Arbeit beglückwünschen und natürlich der Rolle, welche die „Hilfe zur Selbsthilfe e.V." spielt.

Für meinen Teil war ich begeistert und werde anlässlich meiner nächsten Chile-Reise im Juni erneut nach Traiguen fahren ....

Frau Walter und ihre Tochter, die dieses Projekt betreuen sind im Moment dort und bereiten die nächste Verbesserung für die Lebens­bedingung der Mädchen vor. Von einem Teil der Spendengelder aus dem letzten Jahr soll der öde, graue und staubige Innenhof umgebaut werden, um den Mädchen einen Aufenthaltsort zu schaf­fen, an dem man spielen, toben und sich wohl fühlen kann. Dies ist umso wichtiger, da die Mädchen nur ganz selten aus dem Heim rauskommen.

 

Weitere Informationen finden Sie

auf unserer Homepage: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

und auf Facebook:
www.facebook.com/HiIfeZurSeIbsthilfeWalldorf

 

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 12.07.2014

Unser neues Projekt in Nicaragua
 

Nicht nur süß und lecker:
Tropische Marmeladen helfen Jugendlichen mit Behinderung in Nicaragua - (Teil 2)

 

Die selbstgemachte Marmelade wird verkauft

Damit es nun einen entscheidenden Schritt weitergehen kann und die Produktion ausgeweitet werden kann, ist die Finanzierung einer Grundausstattung mit Küchengeräten notwendig.

Mit ca. 2.000 Euro zum Kauf eines Kühlschrankes, einer Küchen­maschine, Kochutensilien, Gas und Verpackun2smaterial und einer Ausstellungsvitrine kommt so ein Prozess in Gang, der ökonomi­sches Lernen für Jugendliche modellhaft und nachhaltig ermög­licht.

Die Familien der Jugendlichen mit Behinderung profitieren dabei auf mehreren Ebenen.

Familien erzielen Einkünfte durch den Verkauf der Früchte, die Jugendlichen erwerben vorberufliche Qualifikationen und erhalten einen Anteil aus dem Gewinn des Verkaufs der Marmeladen. Für Los Pipitos, die Organisation der Eltern

 

mit Kindern mit Behinderung, hat das Projekt modellhaften Charakter, wie Matilde Garcia vom Vorstand der Eltern betont.

Marmeladenverkauf

 „Wir brauchen dringend Beispiele, wie wir aus der Armutsfalle kommen. Hilfe und Unterstützung, wie wir sie aus Walldorf und Heidelberg bekommen, setzen Bildungsprozesse in Gang und ermöglichen Einkünfte. Nur so ist es möglich aus dem Kreislauf von Behinderung und Armut zu entkommen. Dafür herzlichen Dank an alle Unterstützer."

Unser Verein unterstützt dieses tolle Projekt mit 1500 Euro und durch diese Anschubhilfe sollte die Marmeladenherstellung etwas erleichtert und auf die Zukunft gesehen, noch ausgebaut werden. Wir werden über die weiteren Erfolge in diesem Projekt berichten.

Aktuelle Informationen zu allen Projekten finden Sie
auf unserer Homepage: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de oder besuchen Sie uns auf Facebook
www.facebook.com/HilfeZurSelbsthilfe­Walldorf

 

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 05.07.2014

Unser neues Projekt in Nicaragua
 

Nicht nur süß und lecker:
Tropische Marmeladen helfen Jugendlichen mit Behinderung in Nicaragua - (Teil 1)

 

 

Marmeladenverkauf

Tamarindomarmelade mit Chili ist der Verkaufsschlager in Somoto, Nicaragua. Christian und Maria Dolores, zwei Jugendliche mit kör­perlichen und intellektuellen Beeinträchtigungen haben an diesem Tag schon über 40 Becher verkauft und sind stolz auf ihren Erfolg. Wie konnte es so weit kommen?

Seit einigen Jahren kooperiert unser Verein mit dem Nicaragua-Forum Heidelberg bei der Unterstützung der Selbsthilfeorganisati­on von Eltern behinderter Kinder „Los Pipitos".

 

Über 400 Eltern haben sich dort im Norden Nicaraguas in Somoto zusammengeschlossen, um ihre Kinder bestmöglich zu fördern Neu im Programm ist ein Angebot für junge Erwachsene, die nie eine Schule abschließen, geschweige denn eine Berufsausbildung durchlaufen konnten. Maria Dolores und Christian sind zwei die­ser Jugendlichen, die derzeit in einem „Taller de Mermelada" die Herstellung von tropischen Marmeladensorten erlernen. Mit dem Erlernen der Herstellungsschritte wird nicht nur das Lesen- und Schreibenlernen verknüpft, sondern auch die Kalkulation der Kos­ten und die der Verkaufspreise, damit am Ende tatsächlich auch ein Gewinn erwirtschaftet werden kann. •

Die Marmeladen werden nämlich auf dem lokalen Markt verkauft, ob im Straßenverkauf, in Cafeterias oder in kooperierenden Bäcke­reien und Hotels. Die Qualität der Marmeladen aus Mangos, Tama­rindo, Papaya oder Ananas muss also stimmen, die Verpackung und Aufmachung und vor allem der Preis müssen akzeptabel sein, soll das Marmeladenprojekt langfristig bestehen können und nachhaltig wirken.

Christian und Maria Dolores ziehen auch zur benachbarten Poli­zeistation und preisen ihre Marmeladen überzeugend an, sie haben gelernt ein Verkaufsgespräch zu führen und ihre Organisation zu präsentieren. Das hilft nicht nur der eigenen Persönlichkeitsent­wicklung und macht die jungen Erwachsenen ein Stück autonomer, sondern sie erzielen durch den Gewinn auch erste bescheidene Einkünfte.

- Teil 2 folgt nächste Woche ‑

Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 12.04.2014

1 Million für nichts . . . als Gutes (Teil 2)

In den meisten Projekten dient die finanzielle Hilfe als Anschub­hilfe. Die Menschen sollen motiviert werden, sich selbst zu enga­gieren. Es ist eben eine Hilfe zur Selbsthilfe, die selbständig macht und nicht auf Dauer vom Spendentopf abhängig hält. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sind Patenschaften oder Schulstipendien für arme Kinder. Bildung, besonders für Mädchen, ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft.

Schaffung von Frauenarbeitsplätzen in Nepal

Angefangen hat es mit vier Projekten, bereits ein Jahr später waren es acht. In den 15 Jahren seit Bestehen des Vereins wurden über 30 Projekte in 24 Ländern betreut, derzeit sind es 15 Projekte in neun Ländern.

Seit zwei Jahren finanzieren wir auch Mikrokredite für Frauen, was schon nach kürzester Zeit Erfolge zeigte: die Frauen werden selbstbewusster, weil sie eigenes Geld haben, mit dem sie sehr sorgfältig umgehen.

Besonders wichtig ist es den 10 Vorstandsmitgliedern persönlichen Kontakt zu den Projektbetreuern vor Ort zu haben. Per Mail oder Telefon werden wichtige Dinge schnell besprochen. Jährlich wird Bericht erstattet über Fortschritte

 

und die Verwendung der Gelder. Hier laufen Hilfe und Controlling zusammen, damit die Projekte erfolgreich sind und die Menschen sich schnellstmöglich selbst helfen können. So wird man seiner Verantwortung den Spendern gegenüber gerecht und schafft den Projekten einen dauerhaften Boden, auf dem sie erfolgreich wachsen können.

Mit dem Essensnapf auf dem Weg zur Schule

Immer wieder lässt sich der Verein etwas Neues einfallen, um Spenden zu sammeln. So gab es im Laufe der Jahre zwei Benefiz­auktionen und erst kürzlich ein Benefizkonzert. Seit einigen Jahren werden auf dem Weihnachtsmarkt Crêpes gebacken. Viele Mitglie­der bitten an Geburtstagen um Spenden anstelle von Geschenken. Die Schüler der Walldorfer Schulen, besonders die SMV des Gymnasiums Walldorf starteten schon tolle Aktionen. So wird die Verbindung, die viele Menschen auf der ganzen Welt mit der Stadt Walldorf und ihren Bürgern fühlen, immer größer, der Gedanke an Johann Jakob Astor, der in Amerika reich wurde und dann seine Heimatstadt beschenkte, liegt nahe. Walldorf schenkt der Welt über den Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V." wieder, was es selbst einmal an Großzügigkeit erfuhr.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 05.04.2014

Mit Musik
die Welt ein wenig zum Guten verändern

Die jungen Musiker von Forum Brass

So überschrieb Sabine Hebbelmann ihren Artikel in der RNZ über das Benefizkonzert von Forum Brass zugunsten unseres Ver­eins. Valentin Erny, der Sohn unseres Vorstandsmitglieds Andrea Erny, Wolfram Richter, Marina Langert, Sebastian Mächtel und Sebastian Abshoff sind Musikstudenten und Mitglieder der jun­gen deutsch-französischen Philharmonie in Bayreuth. Hebbelmann schreibt weiter: „Das exquisite Blechbläser-Ensemble nahm die Zuhörer mit auf eine kurzweilige musikalische Reise durch ver­schiedene Länder und Jahrhunderte. Den festlichen Auftakt machte der „Einzug der Königin von Saba" von Georg Friedrich Händel. Mit dem Canzon septimi toni

 

von Giovanni Gabrieli vermittelte das Ensemble eine Vorstellung von der barocken Klangpracht der venezianischen Mehrchörigkeit. Würdig geriet auch das getragene Adagio for Strings von Samuel Barber, das unter anderem bei den Beerdigungen von Franklin D. Roosevelt und John F. Ken­nedy gespielt wurde. Weniger bekannt dürfte das Brass-Quintett des modernen niederländischen Komponisten Jan Koetsier sein. „Danach brauchen wir und Sie definitiv eine Pause", bemerkte Valentin Erny, der locker und schwungvoll durch das Programm führte. Tatsächlich stellte das Stück hohe Anforderungen an Musi­ker wie Zuhörer. Mit einem Ragtime und einem heiteren Walzer aus der Suite Americana des zeitgenössischen Posaunisten Enrique Crespo leitete das Ensemble zum zweiten Teil des Konzertes über. Leicht und gewitzt kamen die Sätze von Klaus-Peter Bruchmanns französisch inspiriertem Stück Cinq pour Cinq daher. Mit Blick auf das Ziel des Walldorfer Vereins, Not leidenden Familien und Kin­dern in den armen Ländern dieser Welt zu helfen, fragte Erny: „Was passt besser als Musik für Kinder?" In Hans Zellners Potpourri Mouse and Friends waren die schönsten Melodien aus bekannten Kinderserien der letzten 25 Jahre vereint.

Wir möchten uns nochmals herzlich bei den Musikern für den sehr schönen Abend bedanken. Ein herzliches Dankeschön auch an die Konzertbesucher für ihre Spendenbereitschaft.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 29.03.2014

1 Million für nichts . . . als Gutes (Teil 1)

Eine Million Euro ist unglaublich viel Geld, besonders in Zeiten da Staaten Milliardenschulden machen. Vor allem ist es viel Geld, wo Menschen kaum das Nötigste zum Überleben haben, täglich kämp­fen, um in Frieden leben zu können. So viel Geld, ohne Umwege und Verwaltungskosten, einfach und direkt zu Menschen in Not bringen zu können, ist etwas, worauf immer mehr Walldorfer nun stolz sein können. Sie haben diese Welt auch in schweren Zeiten gemeinsam mit ihrer Stadt ein Stück besser gemacht.

Im März sind es 15 Jahre, dass sich der Verein „Hilfe zur Selbst­hilfe Walldorf e.V." für Menschen in den notleidenden Ländern einsetzt, vorrangig für die Unterstützung kleiner Projekte der kom­munalen Entwicklungspolitik. Im Mittelpunkt der Förderungsmaß­nahmen steht dabei die Hilfe für Kinder und Familien. Es geht um Erziehung, um schulische und berufliche Ausbildung, medizinische Versorgung und Gesundheitserziehung.

Frauen signieren den Erhalt der Microkredite

 

1999 trafen sich 28 engagierte Walldorfer Bürger auf Anregung der ehemaligen Stadträtin Doris Bernzen, um im Rahmen der kom­munalen Entwicklungshilfe den Verein zu gründen. Inzwischen hat der Verein 201 Mitglieder. Das Konzept, kleine überschaubare Projekte für eine begrenzte Zeit zu unterstützen, überzeugt immer mehr Menschen.

Unser Bettenbauprogramm in Nicaragua

Wichtig ist dabei: alle Spender können sicher sein, dass die gespen­deten Gelder vollständig und ohne jeden Abzug zu 100 % in die Projekte fließen. Organisation und Verwaltungsaufwand werden ausschließlich ehrenamtlich von den Vorstandsmitgliedern geleis­tet. Die Kosten sind um einiges geringer als die Mitgliedsbeiträge. In den meisten Projekten dient die Hilfe als Anschubhilfe, meist in Form finanzieller Unterstützung. So sollen die Menschen motiviert werden, sich selbst zu engagieren, daher ist die Förderung zeitlich begrenzt. Es ist eben eine Hilfe zur Selbsthilfe, die selbständig macht und nicht auf Dauer vom Spendentopf abhängig hält. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sind Patenschaften oder Schulsti­pendien für arme Kinder. Bildung, besonders für Mädchen, ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft ...

- Fortsetzung folgt -

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 26.04.2014

Nur mit Bildung haben Kinder eine Chance

Jahreshauptversammlung des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe“ – 2013 wurden 15 Projekte gefördert

Walldorf. (aot) In Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, unterstützte der Walldorfer Verein „Hilfe zur  Selbsthilfe“ 177 Frauen in acht Dörfern mit einem Kleindarlehen von 50 Euro. Dieses ermöglichte ihnen, sich mit Zustimmung ihrer Männer selbstständig zu machen. Ihre Produkte wie Selbstgebackenes oder Tiere aus der Kleintierzucht verkaufen sie auf dem Markt. Das übrige Geld wird für Medikamente oder den Kauf von Hirse verwendet. Das eigene Einkommen steigert das Selbstbewusstsein der Frauen und hilft dem ganzen Dorf. Betreut wird das Projekt von Cathérine Eklou, die seit Jahren mit Geldern des Vereins Krankenstationen in Burkina Faso einrichtet und sich mit einem örtlichen Verein für Hygienemaßnahmen einsetzt.

Dies ist nur eines der 15 Projekte in neun Ländern, die der Verein im vergangenen Jahr finanziert hat. Die Vorsitzende Barbara Diehm und die Projektleiter berichteten davon in der Hauptversammlung. In Burundi wurden eine Krankenstation eingeweiht und 6000 Euro für die Stromversorgung zur Verfügung gestellt. In der Ukraine hat man mit 4000 Euro zur Fertigstellung eines Obdachlosenheimes beigetragen und in Windhoek in Namibia ein privates Kinderheim  unterstützt.  In  Nepal  backen, weben, färben oder schneidern 40 benachteiligte Frauen der Newar-Ethnie in dafür erstellten Werkstätten und unterstützen so ihre Familien. Im Waisenhaus in Chile konnte ein Therapieraum für dringende Fördermaßnahmen eingerichtet werden, außerdem wurde der Bau eines Gewächshauses in Angriff genommen, um Mädchen für einen Beruf auszubilden. Nach Anfangsschwierigkeiten wurde im rumänischen Nitchidorf ein Haus für Straßenkinder erworben, in dem 30 Kinder aus sehr schwierigen Verhältnissen eine warme Mahlzeit,

 

Anerkennung und Förderung erhalten. In Nicaragua wurden bei 35 Familien Betten für behinderte Kinder aufgestellt. „Nur mit Bildung haben Kinder eine echte Chance, an ihrer Lebenssituation etwas zu verbessern“, sagte Barbara Diehm. Deshalb sei es so wichtig, dass Pateneltern und sonstige Unterstützer inzwischen 230 Kindern ermöglichten, die Schule zu besuchen.

15 Jahre sind es jetzt, seit sich 28 Walldorfer Bürger auf Anregung der ehemaligen Stadträtin Doris Bernzen trafen, um den Verein zu gründen. Die Mitgliederzahl liegt inzwischen bei 200. Im ersten Jahr wurden vier Projekte betreut, ein Jahr später waren es schon doppelt so viele. Inzwischen wurden 31 Projekte in 26 Ländern gefördert. Die Stadt Walldorf hat den Verein von Anfang an großzügig unterstützt, alleine im Berichtsjahr mit 15 000  Euro.  Die  Verantwortlichen  haben schon früh erkannt, dass es sinnvoll ist, kleine, überschaubare Projekte für eine begrenzte Zeit zu unterstützen und hier ganz besonders die Mädchen. Jedes Projekt hat einen direkten Ansprechpartner, der jedes Jahr berichtet.

Wie Barbara Diehm weiter sagte, hat man seit Vereinsgründung Spenden von über einer Million Euro fließen lassen. Im vergangenen Jahr wurden 92 000 Euro

gespendet und 86 000 Euro weitergegeben, davon alleine 26 000 Euro für die Aktivitäten in Burkina Faso und 12 000 Euro für Patenschaften in Brasilien.

Die Mitglieder sprachen dem gesamten Vorstand ihr volles Vertrauen aus und waren sichtlich froh, dass der alte Vorstand bereit war, sich wieder zur Wahl zu stellen. Barbara Diehm bleibt Vorsitzende, Sabine Glasbrenner 2. Vorsitzende und Sigrid Tuengerthal Schriftführerin. Uta Maier ist Kassenwartin, sie hatte bereits während des Berichtsjahres das Amt von ihrem Vorgänger Stefan Weisbrod übernommen.

 

Info:    www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de.

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 25.03.2014

Mit Musik
die Welt ein wenig zum Guten verändern

Der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe"  hatte anlässlich seines Jubiläums zum Benefizkonzert des "Forum Brass" eingeladen und viele kamen

Von Sabine Hebbelmann                             

Walldorf. Andrea Erny betreut für den Verein Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf ein Projekt für Straßenkinder in Rumänien. Ihr Sohn Valentin Erny studiert Trompete in Saarbrücken und hatte sich vor zwei Jahren mit vier weiteren Musikstudenten und Musikern aus verschiedenen Städten zum „Forum Brass“ zusammengetan. Alle sagten spontan zu, als er anregte, den Walldorfer Verein anlässlich seines 15-jährigen Bestehens zu unterstützen und ein Benefizkonzert in der evangelischen Kirche in Walldorf zu veranstalten.

Mit einem glänzenden Konzert unterstützten die jungen Musiker des „Forums Brass“ die Arbeit des Walldorfer Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Foto: Hebbelmann

Erste Vorsitzende Barbara Diehm, die unter den vielen Zuhörern auch Bürgermeisterin Christiane Staab begrüßte, ging kurz auf den Verein ein, der schon über 30 Projekte in 26 Ländern finanziell unterstützt habe. Sie dankte den Musikern, die die weite Anfahrt nicht gescheut hatten. Neben Erny waren dies: der freischaffende Musiker und Hornist Wolfram Richter aus Reutlingen, Marina Langert, die in Stuttgart Posaune studiert, und Sebastian Mächtel, der mit seinem Trompetenstudium in Trossingen wohl rechtzeitig fertig wird, bevor die Musikhochschule schließt. Für den Tubisten des Ensembles, der sich bei einem Fahrradunfall drei Zähne ausgeschlagen hatte, war Sebastian Abshoff eingesprungen. Er studiert in Paderborn theoretische Informatik. Vor zwei Jahren hat sich das Ensemble gegründet und trifft sich seitdem vier Mal im Jahr für gemeinsame Projekte. Kennengelernt haben sich die Mitglieder in der jungen deutsch-französischen  Philharmonie  in Bayreuth, die sich alljährlich unter der Lei-

 

tung von Nicolaus Richter zu mehreren Konzerten in Deutschland und Frankreich trifft.

Das exquisite Blechbläser-Ensemble nahm die Zuhörer mit auf eine kurzweilige musikalische Reise durch verschiedene Länder und Jahrhunderte. Den festlichen Auftakt machte der „Einzug der Königin Saba“ von Georg Friedrich Händel. Mit dem „Canzon septimi toni“ von Giovanni Gabrieli vermittelte das kleine Ensemble eine Vorstellung von der barocken Klangpracht der venezianischen Mehrchörigkeit. Würdig geriet auch das getragene „Adagio for Strings“ des US-amerikanischen Komponisten Samuel Barber, das unter anderem bei den Beerdigungen der US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy gespielt wurde.

Weniger bekannt dürfte das Brass Quintett des modernen niederländischen Komponisten Jan Koetsier sein. „Danach brauchen wir und Sie definitiv eine Pause“, bemerkte Valentin Erny, der locker und schwungvoll durch das Programm führte. Tatsächlich stellte das Stück hohe Anforderungen an Musiker wie Zuhörer, konfrontierte Harmonien mit Disharmonien, klassische Trompetenpassagen mit unruhig grummelnden Läufen von Tuba und Horn und steigerte sich zu komplexer Rhythmik und drängendem Tempo.

 

Mit einem Ragtime und einem heiteren Walzer aus der „Suite Americana“ des zeitgenössischen uruguayischen Posaunisten Enrique  Crespo  leitete  das  Ensemble zum beschwingten zweiten Teil des Konzertes über. Leicht und gewitzt kamen auch die kurzen Sätze von Klaus-Peter Bruchmanns französisch inspiriertem Stück „Cinq pour Cinq“ daher. Mit Blick auf das Ziel des Walldorfer Vereins, Not leidenden Familien und Kindern in den armen Ländern dieser Welt zu helfen, fragte Erny: „Was passt besser als Musik für Kinder?“ In Hans Zellners Potpourri „Mouse and Friends“ waren die schönsten Melodien aus bekannten Kinderserien der letzten 25 Jahre vereint. Die Zuhörer hatten keine Mühe, in dem flotten Stück Biene Maja, Pippi Langstrumpf, den Rosaroten Panther und viele weitere Kinderhelden zu erkennen.

„Was wären wir ohne Musik und ohne den Willen, die Welt zum Guten zu verändern?“, fragte Sabine Glasbrenner, die sich freute, dass das Vereinsjubiläum so einen würdigen Rahmen gefunden habe. Sie dankte den Musikern im Namen des Vereinsvorstandes herzlich „für den wunderschönen Abend, den Sie uns bereitet haben“, was mit lang anhaltendem Applaus quittiert wurde. Nachdem jeder Musiker eine Rose bekommen hatte, kündigte Erny noch eine Zugabe an. „Ein letztes Stück spielen wir noch, dann ist die Oberlippe durch“, schmunzelte er.

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 11.03.2014

 

"Die Projekte kommen buchstäblich
auf uns zu"

Seit 15 Jahren leistet der gleichnamige Walldorfer Verein überall auf der Welt "Hilfe zur Selbsthilfe"
Waldklassenzimmer in Brasilien

 

Von Kerstin von Splenyi

Walldorf. Mucksmäuschenstill ist es in dem Klassen-zimmer. Eine wirklich erstaunliche Leistung für die mehr als 20 Vorschulkinder. Dabei hängen die Wände voll mit Dingen, die erkundet und bestaunt werden wollen. Schaukästen mit Blumen, Pflanzen, Samen und heimischen Insekten. Ein ganzer Tisch steht voll mit präparierten Tieren, die genauestens untersucht und betrachtet werden könnten. Doch die Kinder schauen alle nur gebannt zu dem Lehrer in ihrer Mitte. Der hält eine Schlangenhaut in der Hand. Obwohl ihre Heimatstadt direkt an den brasilianischen Urwald grenzt, haben sie so etwas noch nie gesehen.

 

 

 

Beim Pressegespräch stellten die Vorstandsmitglieder Sigrid Tuengerthal, Barbara Diehm und Sabine Glasbrenner (von links) sowohl die Historie des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" vor als auch die aktuellen Projekte, die der Verein unterstützt, darunter ein Waldklassenzimmer in Brasilien (ganz oben).

Fotos: Von Splenyi/privat

 

Zum ersten Mal werden die Kinder in diesem brasilianischen Waldklassenzimmer mit den Pflanzen und Tieren ihrer Heimat konfrontiert. Auf Initiative von Günter Timm Beskow und mit finanzieller Hilfe des Walldorfer Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" ist dieses Ökologieprojekt ins Leben gerufen worden. Der Agrarwissenschaftler findet es erschreckend, wie wenig die Kinder über die heimischen Früchte, Pflanzen und Tiere wissen. „Da wir bisher nur mit ländlichen Schulen zusammenarbeiten, sind die Kinder, die hierher kommen, alles Kinder von Bauern. Und die fühlen sich durch ökologische Denkweisen vor allem wirtschaftlich bedroht," erklärt der überzeugte Umweltaktivist die negative Grundhaltung der Eltern.

Diese ablehnende Haltung gegenüber einer Natur, der sie einst als Siedler ihren heutigen Lebensraum abringen mussten, gilt es aufzuweichen.

 

„Wir versuchen über die Kinder auch die Eltern mit ins Boot zu holen", erläutert Timm die Strategie. Dass dies ohne Unterstützung durch die örtlichen Behörden ein weiter und schwerer Weg ist, hat Günter Timm Beskow schon erfahren müssen. Auch Morddrohungen waren schon dabei.

Aber der Ökologielehrer lässt sich davon nicht beirren. Er will die Kinder vom Nutzen des Umweltschutzes überzeugen. Er geht mit ihnen in den Urwald und sammelt Samen, die man nirgends kaufen kann, um daraus Setzlinge zu ziehen und die gerodeten Gebiete wieder aufzuforsten. Er lehrt die Kinder die Vielfalt der brasilianischen Früchte, um ein Gegengewicht zur Vorherrschaft der Orangen-, Bananen- und Ananasfelder zu schaffen. Er hofft darauf, auch die Universität von Pelotas, an der er zurzeit pro moviert und unterrichtet, für das Waldklassenzimmer zu begeistern und Workshops für Studenten anzubieten.

Günter Timm Beskow hat Träume für die Entwicklung seiner brasilianischen Heimat und den Mut, diese auch zu realisieren. Ohne die Startfinanzierung durch den Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" wäre dies alles nicht möglich. Das brasilianische Waldklassenzimmer ist ein

Projekt ganz besonderer Art im Reigen der von dem Walldorf er Verein unterstützten Projekte, denn zum ersten Mal handelt es sich um ein rein ökologisches Konzept.

Seit nunmehr 15 Jahren fördert der Verein Projekte, wobei man die Hilfe vorwiegend als Anschubfinanzierung versteht; überall in der Welt, wo die Not am größten ist und sich ein vertrauenswürdiger Betreuer vor Ort findet. „Die Projekte kommen buchstäblich auf uns zu", erklärt die Vorsitzende Barbara Diehm die „Auswahlmethode". „Immer wieder sind es persönliche Kontakte, die ein Projekt aufgreifen und anschieben." Der Verein hat dabei gewisse Kriterien entwickelt, die sich über die Jahre als sinnvoll erwiesen haben. Der Projektinitiator muss einen sogenannten Eigenanteil einbringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das durch engagiertes Sammeln von Spenden oder das Einbringen von Sachleistungen geschieht. Eine stete Kontrolle des Projektfortschritts zwischen dem örtlichen Betreuer und dem Projektverantwortlichen in Deutschland ermöglicht eine genaue Dokumentation der Spendenverwendung.

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Informationen zum Verein: Vereinsgründung am 3. März 1999; 28 Gründungsmitglieder; vier Projekte in vier Ländern. Seither 30 Projekte in 23 Ländern; aktuell 186 Mitglieder; 15 Projekte in neun Ländern.

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Die Liste der Projekte, die seit 1999 gefördert wurden, ist lang und beeindruckend. In mehr als 23 Ländern wurden Not leidende Familien, Frauen und Kinder betreut. Der Themenschwerpunkt liegt auf Bildung, Ausbildung, Gesundheit und der Stärkung der Rechte von Mädchen. Aktuell engagieren sich die ehrenamtlich arbeitenden Vereinsmitglieder bei 15 Projekten in Südamerika, Afrika und Osteuropa. Da der Verein mit seinen derzeit fast 200 Mitgliedern ohne Verwaltungskosten arbeitet, konnte jetzt die Schallmauer der Gesamtspendensumme von einer Million Euro durchbrochen werden. Eine Summe, die in vollem Umfang den Projekten zugute kommt.

Selbstverständlich sollen dieses Ergebnis und das diesjährige Jubiläum auch gebührend gefeiert werden. Ein Benefizkonzert am 23. März in der evangelischen Kirche Walldorf ist dafür der geeignete Rahmen. Das „Forum Brass" wird mit festlicher Bläsermusik von Bach bis Blues aufspielen. Eine willkommene Gelegenheit, auch den Spendentopf wieder zu füllen.

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Info:

Benefizkonzert „15 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf", 23. März, 17 Uhr, evangelische Kirche Walldorf, mit „Forum Brass".

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 08.03.2014

Nachhaltige Hilfe ohne Umwege

15 Jahre Verein "Hilfe zur Selbsthilfe"

2014 jährt sich die Gründung des Walldorfer Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" zum 15. Mal. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Vereinsprojekte. 30 Projekte in 24 Ländern haben im Laufe der Zeit nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe erhalten, dabei wurden vor allem viele Familien und deren Kinder gefördert. Wer ebenfalls mithelfen will, ist am Sonntag, 23. März, um 17 Uhr herzlich zu einem Benefizkonzert mit „Forum Brass" in die Evangelische Stadtkirche eingeladen. Mehr dazu in dieser Ausgabe.

 

Die besten Grüße von Bürgermeister Luis Alvarez Valenzuela überbrachten Barbara Diehm, Sigrid Tuengerthal und Doris Walter dieser Tage Bürgermeisterin Christiane Staab. Luis Alvarez Valenzuela ist seinerseits Bürgermeister der chilenischen Kleinstadt Traiguen, die 600 Kilometer südlich von Santiago liegt.

Auf 15 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe sind Sigrid Tuengerthal, Doris Walter, Bürgermeisterin Christiane Staab und Barbara Diehm (v.l.n.r.) stolz. Die Bürgermeisterin zeigt hier das Geschenk aus Traiguen (Foto: Pfeifer)

Obwohl Bürgermeisterin Christiane Staab Valenzuela nicht kennt, kann man doch von einer guten Verbindung zwischen Walldorf und Traiguen sprechen, denn der Walldorfer Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützt hier seit 2012 ein Mädchenheim. Da die Stadt Walldorf den sehr aktiven Verein mit jährlich rund 15.000 Euro bezuschusst, galt Valenzuelas Dank auch seiner Amtskollegin im fernen und doch nahen Walldorf.

In diesem Jahr kann der Verein auf sein fünfzehnjähriges Bestehen zurückblicken und auch darauf, sowohl Bürgermeisterin Christiane Staab als auch ihrem Amtsvorgänger Heinz Merklinger Dankesbotschaften und Berichte aus aller Welt überbracht zu haben. Auch zu persönlichen Begegnungen im Rathaus ist es schon häufig gekommen Catherine Eklou aus Burkina Faso, Elsa Timm aus Brasilien, das Ehepaar Maharjan aus Nepal – um nur einige zu nennen – waren schon in Walldorf, um von ihren

 

Projekten zu berichten und sich für die nachhaltige Hilfe zu bedanken.

Mitte Februar erläuterte Doris Walter, die schon viele Jahre mit der Initiative „Puente Esperanza" das von Ordenschwestern geführte Mädchenheim „Cecilia B. Widmer" in Traiguen unterstützt und dieses Projekt in den Verein eingebracht hat, von den Fortschritten, die dort dank des Walldorfer Engagements erzielt werden konnten. Für die in dem Heim lebenden Mädchen indigener Abstammung konnte endlich ein Therapieraum für Physio- und Ergotherapie eingerichtet werden. Die sechzig Mädchen im Alter von zwei bis zwanzig Jahren stammen, so Doris Walter, aus zerrütteten Familien und werden von den Behörden eingewiesen. Viele der Mädchen mussten bisher zu ihren teuren Therapiestunden gefahren werden, die aufgrund von Entfernung und Kosten auch nur alle zwei Monate wahrgenommen wurden. Dank der Walldorfer Unterstützung hat das Heim nun die „Sala Astoria" und kann die nötigen Therapiestunden mehrmals wöchentlich anbieten. „Der dank der 4000 Euro des Vereins finanzierte und ausgestattete Raum steht außerdem den Kindern, die keine spezielle Therapie benötigen, zum Turnen und Toben zur Verfügung", erzählte Doris Walter freudig. Im Astor-Jubiläumsjahr 2013 wurde der Raum eröffnet, so dass das Astor-Jahr seine Kreise sogar bis nach Südamerika zog.

 

1 Million Euro gespendet

 

Auf viele solcher Erfolgsberichte können Barbara Diehm und Sabine Glasbrenner als Vereinsvorsitzende und das Vorstandsteam sowie die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer stolz sein. Im Laufe der Zeit hat der vor fünfzehn Jahren von Doris Bernzen initiierte Verein eine Million Euro gesammelt und unbürokratisch direkt zu Menschen in Not gebracht. Waren es anno 1999 nur 28 Walldorfer Bürgerinnen und Bürger, die sich engagierten, so hat der Verein es mittlerweile auf fast 200 Mitglieder gebracht. „Das Konzept des Vereins, kleine überschaubare Projekte für eine begrenzte Zeit zu unterstützen, hat immer mehr Menschen überzeugt", berichten Sigrid Tuengerthal und Barbara Diebin. Die Vereinsmitglieder haben mittlerweile über 30 Projekte in 24 Ländern betreut. Dabei, so Barbara Diehm, sei der persönliche Kontakt zu den Projektbetreuerinnen und –betreuern vor Ort besonders wichtig. Diesen persönlichen Kontakt schätzt auch Bürgermeisterin Christiane Staab. Für den Erfolg des Vereins sei es ausschlaggebend, dass man die Gesichter in den verschiedenen Ländern kenne. Sie lobte den Verein als „gutes Team, das viel bewirkt". Der Verein garantiert den Spenderinnen und Spendern, dass ihre Gelder zu hundert Prozent in die Projekte fließen. Dafür, dass Geld fließen kann, sorgt der Ideenreichtum der Vereinsmitglieder. Sigrid Tuengerthal erinnert sich gern an Auktionen, die für den guten Zweck durchgeführt wurden: Viele Kilometer, die bei Spendenläufen zusammenkamen, wurden in bare Münze umgewandelt. Auf dem Weihnachtsmarkt werden Crépes verkauft und auch die Walldorfer Schulen sorgen für tatkräftige Unterstützung.

 

Benefizkonzert am 23. März

 

Zum 15. Jubiläum lädt der Verein nun am Sonntag, 23. März, um 17 Uhr zu einem Konzert mit dem Ensemble „Forum Brass" in die Evangelische Stadtkirche ein. Das Ensemble spielt festliche Bläsermusik von Bach bis Blues. Wer die Musik genießt, wird sicherlich auch gern eine großzügige Spende für die Projekte in aller Welt geben.

 

Weitere Informationen:
www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 01.03.2014

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

2000 Euro für Umweltpädagogik
Zweite Weihnachtsbaumaktion
zugunsten von "Hilfe zur Selbsthilfe"

Die stolze Summe von 2.000 Euro

Die Idee kommt aus Amerika, die Aktion fand in Walldorf statt und profitieren werden Kinder in Brasilien und das bereits zum zweiten Mal. Seit Anfang 2011 unterstützt unser Verein ein Projekt im südbrasilianischen Sao Lourenco, wo

Die fleißigen Helfer

 

Günter Timm ein Grundstück erbte und darauf bereits ein Waldklassenzimmer gebaut hat. Ziel sei dabei, so Sabine Glasbrenner, die das Projekt zusammen mit Claudia Frey in Walldorf unterstützt, „um Umweltpädagogik und Aufforstung zu forcieren und den Eingriff oder Vereinnahmung von staatlicher Seite auszuschließen." Günter Timm ist Agrarökonom, Ökologielehrer und engagierter Umweltschützer, der „die Kinder über den Wert ihrer heimischen Natur aufklärt."

Zusammen mit Allen Grosser, dem jetzt in Walldorf lebenden Feuerwehrkameraden aus Freeport bei New York, hat Horst Kempf mit einem Freundeskreis ein Projekt entwickelt, das sich bereits zum zweiten Mal bestens bewährt hat. Zum Weihnachtsfest gehört ein Weihnachtsbaum und den hat die Gruppe auf Bestellung zum Selbstkostenpreis besorgt. Mehr als 20 Personen waren beteiligt, für alle war es eine kameradschaftliche Zusammenarbeit und von den Spenden der Weihnachtsbaumkunden kam eine beachtliche Summe zusammen. Kempf und Grosser konnten der „Hilfe zur Selbsthilfe"-Vorsitzenden Barbara Diehm sowie ihrer Stellvertreterin Sabine Glasbrenner, einen Scheck über 2.000 Euro übergeben. „Für uns war es wieder einen tolle Aktion", erklärte Kempf bei der Scheckübergabe im Helferkreis. Er bedankte sich bei den vielen Helfern für ihr Engagement und berichtete von den verschiedenen Phasen der Vorbereitung, Bestellung und Beschaffung der Bäume. Mit den Worten „für unseren Verein Hilfe zur Selbsthilfe" der seit seiner Gründung 1999 auf rund 200 Mitglieder gewachsen ist und mehrere Projekte in Europa, Afrika sowie Mittel- und Südamerika betreut, „sorgt dieser Scheck für den weiteren Ausbau des Waldklassenzimmers" bedankte sich Barbara Diehm beim „Weihnachtsbaum-Freundeskreis". (HCE)

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 01.03.2014

Gemeindejugend spendet 2800 Euro

 
 

Walldorf. Die evangelische Gemeinde-Jugend Walldorf (EGJ) hat auch in diesem Jahr wieder ausgediente Weihnachtsbäume eingesammelt: Fast 30 Jugendliche engagierten sich und baten dafür um Spenden, um wieder ein soziales Projekt zu unterstützen. Insgesamt kamen dabei 2800 Euro zusammen. Die EGJ entschied, damit den Walldorfer Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" zu unterstützen. Anna Hartmann und Tim Müller von der EGJ machten sich im Gespräch mit den beiden Vorsitzenden Barbara Diehm (li.) und Sabine Glasbrenner (re.) ein Bild von den zahlreichen Hilfsprojekten des Vereins. Besonders sprach sie ein HIV-Waisenheim in Namibia an, in dem Kinder von Aids-Opfern ein neues Zuhause und neue Hoffnung erhalten. Barbara Diehm und Sabine Glasbrenner erklärten, dass die Spende in Namibia dringend gebraucht werde, und freuten sich über die großzügige Unterstützung. Foto: privat

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 08.02.2014

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Toller Erlös bei der Tannenbaumaktion
der evangelischen Jugend Walldorf
für ein Kinderheim in Namibia
 

Bei der Scheckübergabe

Das Jahr 2014 ist erst wenige Wochen alt, und schon können wir uns über den ersten Scheck in diesem Jahr mit einer großartigen Summe freuen.

Über 30 Jugendliche und vier Traktorfahrer mit ihren Anhängern haben einen ganzen Samstag geopfert, um unzählige Weihnachts­bäume in Walldorf wieder einzusammeln.

 

Dabei kamen 2.800 Euro zusammen, Ober die sich das Orlindi-Kinderheim in einem Township von Windhoek in Namibia freuen wird. In dem privat geführten !Leim haben 21 Kinder ein neues Zuhause gefunden. Karin Meissner, eine Deutsche, die in Namibia lebt, unterstützt das Heim und überwacht die Finanzen. Die Kinder sind erst vor kurzem in das neue haus gezogen, daher fehlt es noch an vielem. Mit diesem Geld kann nun die letzte Seite des Grundstücks einbruchssicher eingezäunt werden und so mancher Wunsch für die Einrichtung der Räume kann sicher auch noch erfüllt werden.

Kinder des Orlindi-Heims

Wir danken allen Helfern und Spendern sehr herzlich auch im Namen der Kinder des Orlindi-Heims.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 11.01.2014

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

EGJ-Tannenbaumaktion
für ein Kinderheim in Namibia
 

Doppelter Grund zur Freude im Verein Hilfe zur Selbsthilfe.
Erst spenden uns die Helfer im Team von Horst Kempf und Allan Grosser die Einnahmen einer tollen Weihnachtsbaum-Verkaufsaktion und jetzt sammelt die EGJ die Tannenbäume am 11. Januar ab 8.30 Uhr wieder ein. Auch dieser Erlös geht zugunsten unseres Vereins. Da könnte man sich fast wünschen, dass nicht nur einmal im Jahr Weihnachten ist.
Der Erlös dieser Aktion fließt in unser neues Projekt in Namibia. Hier unterstützen wir ein Waisenhaus im Township von Windhoek. Im Orlindi-Heim leben 21 Kinder, die vom Staat eingewiesen werden, weil sie keine Familie mehr haben, in der sie leben können. Das Heim besteht schon seit 12 Jahren und ist eines der ersten Projekte, in dem sich Frau Meissner engagiert hat. Frau Meissner kommt aus Deutschland, besucht ihre Familie zweimal im Jahr in Mannheim und berichtet bei diesen Gelegenheiten über die Entwicklung ihrer Projekte.
Die meisten Kinder bleiben sehr lange im Heim und finden hier ein neues Zuhause. Der Staat weist die Kinder zwar zu, kommt aber nicht für deren Unterhalt auf, sodass alle Kosten über Spenden finanziert werden müssen. Ein Verein vor Ort konnte ein Grundstück erwerben und ein neues Ge-

 

bäude bauen. Wir haben im Herbst die Finanzierung der Küche übernommen, mit dem Erlös der Tannenbaumaktion könnten weitere dringend benötigte Möbel wie Betten, Matratzen für jedes Kind etc. angeschafft werden.
Schon heute sagen wir den fleißigen Jugendlichen ein herzliches Dankeschön und freuen uns über jede Spende, die dieses Kinderheim unterstützt.

Kinderwaschtag im Waisenhaus

Weitere Informationen unter:
www.hilfe-zur-selbsthife-walldorf.de und https://www.facebook.com/HilfeZurSelbsthilfeWalldorf

 

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