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Der Verein in den Medien 2016

     
     

Walldorfer Rundschau, Samstag, 08.10.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Piura ist eine Stadt im Norden von Peru. Matthias Gramlich aus Walldorf hat nach seinem Abitur ein Jahr dort gelebt und für die Organisation CANAT in einer der Ludotecas mitgearbeitet. Eine Ludoteca (Spielraum) ist ein einfaches Haus in einem Hüttenviertel, in dem Kinder aus sehr armen Familien betreut werden. Die meisten Kinder erfahren wenig Liebe und Zuwendung, viele müssen schon in jungen Jahren arbeiten und zum Familienunterhalt beitragen. In den Ludotecas von CANAT werden die Kinder aufgefangen. Sie lernen den sozialen Umgang miteinander, bekommen Hilfe bei den Hausaufgaben und haben die Gelegenheit zu spielen. Die Kinder erfahren dabei Zuneigung, die sie sonst nicht bekommen. Matthias Gramlich hatte uns in einem ausführlichen Bericht von der Notwendigkeit der Erweiterung einer Ludoteca überzeugt. Durch eine Zuwendung unseres Vereins und großzügige Spenden konnte diese verwirklicht werden. Dadurch haben

 

noch mehr Kinder die Möglichkeit, an den verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Die Bauarbeiten wurden unter Mithilfe der Kinder und mit Unterstützung ihrer Eltern in kurzer Zeit fertig gestellt. Nun freuen sich alle über ein schönes buntes Haus, das noch mehr Kindern Platz bietet. Luis und Maria und all die anderen Kinder sind dankbar, dass sie nun endlich viel Platz im Schatten haben und in Ruhe spielen oder arbeiten können. Das Lachen in den Gesichtern der Kinder hat uns bestätigt, dass unsere Hilfe gut angekommen ist.

Die neue Ludoteca

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 01.10.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Wie Kunst und Kochen beflügeln

 

Karin Middendorf mit den glücklichen Schülerinnen

vor dem imposanten Wandbild

Richtiggehend beflügelt fühlten sich die Kinder des Mädchenheims „Cecilia B. de Widmer" im chilenischen Traiguén, als sie sich vor der kunstvoll bemalten Wand im Hof des Heims zum Fototermin aufstellten.

Therapeutisches Malen hilft den behinderten Kindern

(Fotos: Doris Walter)

 

Dass aus dem vormals eher tristen Hof ein ansprechender Ort geworden ist, der die Phantasie anregt, ist auch der Walldorfer Kieferorthopädin, Dr. Karin Middendorf, zu verdanken. Sie ist nicht nur von Kunst fasziniert, sondern auch von dem Projekt in Traiguén, das der Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe seit Jahren unterstützt. Von dem Mädchenheim hat Karin Middendorf vor Jahren durch ihre Patientin Ana-Sophie Walter erfahren. Für sie und ihre Mutter Doris Walter ist Traiguén inzwischen schon eine zweite Heimat geworden. Den Grundstein für das Engagement in Chile hat Doris Walters inzwischen verstorbene Tante Claudina Maria gelegt, die über Jahrzehnte als Ordensschwester in Chile wirkte. Weihnachten 2015 machte sich Karin Middendorf nach Traiguén auf und besuchte das Mädchenheim, wo sie das Ergebnis ihrer Spende an der vierzig Quadratmeter großen Wand bewundern konnte. Sie besuchte während ihres Aufenthalts auch den Kochkurs, den Profikoch Leandro für die Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren anbietet. Es wurde eifrig Brot gebacken, das mit selbstgemachter Marmelade köstlich schmeckte. Kunsttherapie ist auch ein wichtiges Thema in der Schule „Las Lilias" für behinderte Kinder und Jugendliche in Traiguén, ein weiteres Projekt, welches Doris Walter ebenfalls regelmäßig besucht und unterstützt. Mit Leinwänden und Farben ausgestattet, wird hier erfolgreich Maltherapie durchgeführt. „Jeder kann helfen, dass der Kochkurs, die Maltherapie und weitere Aktivitäten weiterlaufen", lautet der Appell von Doris und Ana-Sophie Walter und Karin Middendorf, die für die Projekte in Traiguén um Spenden auf das Konto des Vereins Hilfe zu Selbsthilfe (Stichwort: Chile) bitten.

 

Mehr unter: www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 13.08.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Auch in diesem Jahr hat das Team vom Travel Center ED&AD beim Spargelmarkt an unseren Verein gedacht. Wieder durften Jugendliche und Erwachsene - selbstverständlich ausgerüstet mit dem vorschriftsmäßigen Helm - auf Segways fahren. Das hat vielen Teilnehmern wieder großen Spaß gemacht, sodass eine stolze Summe zusammenkam, die Edward Soerensen und Ad Hoogenberg noch großzügig aufrundeten.

Ed Soerensen und Ad Hoogenberg überreichen den Scheck an
Barbara Diehm und Sigrid Tuengertha

 

Wir danken sehr für die 500 Euro, die in diesem Jahr wieder an die Projekte unseres Vereins in Burkina Faso gehen. Dort unterstützen wir den Verein APERSEC, der seit vielen Jahren die arme Bevölkerung in ländlichen Gebieten medizinisch versorgt. Inzwischen betreibt APERSEC auch eine kleine Ambulanz am Rande der Hauptstadt Ouagadougou. Dort können die Menschen aus den Dörfern hinkommen, wenn sie ernsthaft erkrankt sind. Sie werden dann von Ärzten untersucht, es können Bluttests gemacht werden, und dann kann entschieden werden, zu welchen Spezialisten in der Hauptstadt die Kranken geschickt werden. Besonders wichtig ist APERSEC neben der medizinischen Versorgung auch die Bildung. So wurden inzwischen in 3 Dörfern Schulen gebaut, um Kindern eine bessere Chance im Leben zu geben. Dabei ist es uns und auch APERSEC wichtig, dass möglichst viele Mädchen die Schulen besuchen können. Wenn Sie mehr über dies Projekt oder über unsere anderen Projekte wissen möchten, schauen Sie auf die Homepage unseres Vereins:

www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de
 

Unser ganz herzlicher Dank geht an das Team vom Travel Center, die sich immer wieder für unseren Verein und seine Projekte einsetzen.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 23.07.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Betten für Nicaragua

Die Elterninitiative Los Pipitos betreut Kinder und Jugendliche, die körperlich und oft auch geistig, benachteiligt sind. Mittlerweile arbeitet die Organisation in 90 Städten und Gemeinden im nördlichen Nicaragua mit unterschiedlichen Projekten. Insgesamt werden von der Organisation 350 Familien betreut. Seit 1995 kooperiert das Nicaragua Forum Heidelberg mit dieser Organisation Seit 5 Jahren unterstützt unser Verein „Los Pipitos", indem wir 100 Betten mit entsprechenden Matratzen für die Kinder finanziert haben. Profitiert haben davon Kinder, die zur Linderung ihrer Schmerzen dringend auf ein Bett angewiesen sind und deren Eltern sie regelmäßig zur Physiotherapie gebracht haben. Diese Familien erhielten das Material und bauten unter Anleitung eines Schreiners die Betten selber.

 

Die Familie freut sich auf das Bett

Lara Lehmann, eine deutsche Praktikantin, arbeitete für ein Jahr in Los Pipitos und beschreibt ihre Eindrücke:

„Die Menschen in Nicaragua leben oft unter einfachsten Bedingungen, ohne festen Boden in den Häusern. Eine Küche, bestehend aus einem Lehm-Ofen und ein paar Rollgestellen; Geschirr und Wäsche werden an einem Steinwaschbecken gewaschen. Wenn man in die Häuser eintritt, sieht man erst das Wellblechdach und den Schlafraum, den sich teilweise 8 Personen verschiedener Generationen teilen müssen, ohne jede Privatsphäre.

 

Aus Managua brachte man uns Rollstühle. Wir lieferten sie an diejenigen aus, die sie am dringendsten brauchen. Es war so eine schöne Erfahrung, die dankbaren und strahlenden Menschen zu sehen, die nun die Möglichkeit hatten, selbstständig unterwegs zu sein.

Jehnen z. B., der immer mittwochs zu mir in den Selbständigkeitskurs kommt, muss zusammen mit seiner ebenfalls behinderten Mutter und seiner inkontinenten und sehr, sehr alten Oma in einem kleinen Holzbett ohne Matratze schlafen.

Ein Bett für den behinderten Sohn

Doch dank Los Pipitos gibt es ein Bettenprojekt. Durch Spenden aus Walldorf und dem „Verein Hilfe zur Selbsthilfe" ist es möglich, dass Betten für diese Kinder hergestellt werden können. Diese werden sogar mit einem LKW in die entfernten comunidades gebracht, damit die Eltern sie nicht auf ihrem Rücken tragen müssen."

 

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 11.06.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Erdbeben in Nepal
 - Schulsanierung mit Walldorfer Hilfe -

Das Erdbeben im April 2015 hat in Kirtipur, wo unser Verein seit Jahren aktive Hilfe leistet, eine Bilanz des Schreckens hinterlassen: 41 Tote, 2700 Häuser beschädigt, allein im Ortsteil Panga 265 Häuser vollständig kollabiert. 18 Familien der 75 von uns betreuten Kinder sowie benachteiligten Frauen stehen vor den Ruinen ihrer Häuser, 12 weitere müssen teils umfangreiche Reparaturen durchführen, mit denen sie finanziell völlig überfordert sind. Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft konnten wir in großem Umfang Hilfe für Wiederaufbau und Sanierung leisten. Daneben haben wir finanzielle Soforthilfe geleistet und mehrere Nahrungsmittelprogramme für die Opfer der Erdbebenkatastrophe durchgeführt, um die dringendsten Notlagen bei den ca. 100 Familien zu lindern.

Schulsanierung

Mit den großzügigen Spenden der Stadt Walldorf, der Bürger Walldorfs sowie der Firma SAP haben wir uns gezielt um die Sanierung der betroffenen Schulen gekümmert. Unmittelbar nach dem Beben haben wir

 

21 Behelfs-Klassenräume errichten lassen und weitere Spenden für Reparaturmaßnahmen an 6 beschädigten Schulen verwendet.

Die 4 Gebäudeteile der Mittelschule in Kirtipur-Panga mussten vollständig gesperrt werden. Allein das 4-geschossige Hauptgebäude war nach Prüfung durch von uns beauftragte Architekten sanierungsfähig. Mit den Spenden der Stadt und der Bürger Walldorfs haben wir die Generalsanierung des Gebäudes finanziert. Das gesamte Stahlbeton-Skelett wurde Abschnitt für Abschnitt – beginnend mit der massiven Verbreiterung der Fundamente – durch Verdoppelung der Stützenquerschnitte verstärkt.

Die Arbeiten wurden – verzögert durch die indische Handelsblockade - Mitte Mai abgeschlossen und die Schüler haben noch vor dem Neuanstrich wieder Besitz von ihrer Schule übernommen. Ein schöner Erfolg unserer Hilfe!

Kinder in der Panga-Schule

Gleichzeitig haben nach der feierlichen Grundsteinlegung Ende Februar die Arbeiten für den Neubau der Erdgeschossebene der übrigen 3 Schulgebäude begonnen, die vollständig durch die Spende der SAP finanziert werden können.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 04.06.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Mikrokredite für bedürftige Newa-Frauen in Nepal

Die Dörfer Nepals sind in Nachbarschaftsbezirke, so genannten 'Toles', mit je ca. 150-200 Familien unterteilt. Die Menschen in einem Tole pflegen eine besondere Zusammengehörigkeit mit teilweise eigenen religiös-kulturellen Ritualen, Gottheiten, Tempeln und Schreinen. Die Frauen eines Toles wählen unter sich eine so genannte Mütter-Gruppe, die 'ama samua'. Diese Gruppen sehen sich in der Pflicht, sich um die Ärmsten der Armen, in der Regel alte alleinstehende Frauen, zu kümmern. So sammeln sie z.B. Geld, um die völlig mittellosen Alten mit kleinsten Beträgen zu unterstützen.

Reisbier-Produktion

Die 'ama samua' nehmen in den nepalesischen Gemeinden eine bedeutsame soziale Funktion wahr, für die sich in westlichen Ländern i.a. staatliche oder auch kirchliche Organisationen verantwortlich fühlen. Bei Krankheiten sehen sie ihre Aufgabe auch darin, die Bedürftigen zu pflegen und sie übernehmen – soweit

 

fachlich möglich - auch medizinische Vorsorge bzw. Überwachung. In 2015 hatten wir deshalb die 28 'ama samuas' in den Dörfern Kirtipurs mit Stethoskopen und Blutdruck-Messgeräten ausgestattet.

Shop mit Teeausschank

Mit Hilfe der 'ama samuas' haben wir für unser neuestes Hilfsprojekt 10 besonders benachteiligte Newar-Frauen (bzw. Teams von 2 Frauen) ermitteln lassen, denen wir mittels eines Mikrokredits von 30.000 Rupien (ca. 260 Euro) die Chance für eine nachhaltige Existenzsicherung ermöglichen. Der Kredit bleibt zinsfrei bei pünktlicher Rückzahlung in 5 Jahresraten zu je 6.000 Rupien. Die zurückgezahlten Beträge eines Jahres werden dann jeweils für zwei weitere Kredite wiederverwendet.

Schon wenige Wochen nach der ersten Auszahlung hatten die Frauen interessante Unternehmungen gegründet: z.B. Reisbier-Brauerei, Teestube, Snack-Shop, Gemüsestand und Lebensmittelshop.

Bei anhaltendem Erfolg werden wir das Projekt noch erweitern.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 07.05.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Bericht von der Jahreshauptversammlung

Bei den diesjährigen Vorstandswahlen wurden in offener Abstimmung per Handzeichen gewählt: 1. Vorsitzende: Barbara Diehm 2. Vorsitzende Christina Hümmler Kassenwart: Boris Maier Schriftführung: Sigrid Tuengerthal. Die Beisitzer wurden en bloc in offener Abstimmung gewählt: Doris Bernzen, Andrea Erny, Wilfried Gerfen, Ulrike Steiger und Rita Stern. Verabschiedet wurde Uta Maier, die jahrelang die Kasse für den Verein geführt hat. Das Amt der Kassenprüfer haben dankenswerterweise wieder Dieter Burkard und Klaus Winnes übernommen.

Nach den Wahlen haben die Projektbetreuer 12 verschiedene Projekte in acht Ländern vorgestellt. Über die Verwendung der Spenden für die Erdbebenopfer in Nepal wurde ausführlich berichtet. Der Jahresbericht 2016 liegt wieder bereit im Rathaus, bei den Pfarrämtern und der Stadtbücherei und kann bei den Vorsitzenden oder der Schriftführerin abgeholt werden. Detaillierte Berichte über die einzelnen Projekte, die unser Verein zurzeit fördert sind dem Jahresbericht zu entnehmen oder stehen auf der Homepage: www. hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

An dieser Stelle möchte sich die Vorstandschaft sehr herzlich bedanken bei allen Mitwirkenden des „MundArt hilft"-Abends. Sie haben dazu beigetragen, dass wir dank der großzügigen Spenden weiterhin für die Kinder in Nepal sinnvolle Hilfe leisten können. Auch den Zuschauern gilt unser besonderer Dank, die neben dem Erwerb der Eintrittskarte, auch noch unser „Schweinchen" eifrig gefüttert haben. Auch den fleißigen Helferinnen der Frauengruppe Mittendrin gilt unser Dank.

Demnächst werden wir an dieser Stelle genauer über die Aktivitäten unseres Vereins in Nepal berichten.

 

Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben

Verteilung von Hilfsgütern

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 29.04.2016

Denn "Mundart hilft beim Menschsein"

Hommage an das Kurpfälzische: Künstler der Region gestalten Mundart-Gala für Nepals Kinder

Wiesloch. (heb) „Haben Sie irgendetwas verstanden?", fragt Arnim Töpel. Gekonnt moderiert der Kabarettist, der aus Berlin stammt und von sich selbst sagt, er sei zweisprachig aufgewachsen, den ersten Benefizabend „Mundart hilft" im Laurentiussaal am Adenauerplatz. Wie eine ganze Reihe Autoren und Liedermacher der Region zögerte er nicht lange, als ihn der Schriftsteller und Journalist Anton Ottmann ansprach. „Die Kinder Nepals liegen mir am Herzen", bekennt Ottmann. Nach der Erdbebenkatastrophe vor einem Jahr habe die Bevölkerung von den Milliardenhilfen nichts gesehen. über die Vereine „Future for Nepal's Children" und „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" soll Kindern vor Ort der Erlös der insgesamt drei Mundartabende zu hundert Prozent zugute kommen.

Die Organisatoren der Mundart-Gala, Ursula und Anton Ottmann (vorne), mit den Künstlern die sich für „Mundart hilft" starkgemacht heben. Foto; Sabine Hebbelrnann

„Mundart hilft beim Menschsein, beim. ‚mach dich mal locker'", sagt Töpel. Der Moderator vermittelt zwischen den sprachlichen Welten, doch so, wie die Zuhörer mitgehen, scheinen die meisten ohnehin sprachlich in der Region verwurzelt zu sein. Dass sie sich bestätigt fühlen, zeigen sie immer wieder durch spontan geäußerte ,,Ja!"-Rufe.

Wer sich seiner Identität sicher ist, hat auch mit Fremden keine Probleme, ist sich der Reilinger Sänger und Gitarrist Charly Weibel sicher. Passend beschreibt er die anfängliche Irritation eines hochdeutschen Paares, als sich ein Dutzend Pfälzer im fast leeren Lokal zu ihm an den Tisch setzt. Französisch geprägte Ausdrücke wie „Droddwaa" (Trottoir), „Schässlong" (Chaiselongue) oder „parliere" (parler), aber auch das verbreitete „Denglisch"

 

flechten Anton und Ursula Ottmann in ihr ehelich-liebevolles Streitgespräch ein und bringen damit zum Ausdruck, dass die Kurpfalz traditionell offen für kulturelle Einflüsse ist.

Ganz anders Multitalent Friedrich E. Recht aus Dielheim. Er spricht scherzhaft von „Migrationshintergrund" und meint, dass er nach Rauenberg eingeheiratet habe, aber „noch nicht so angenommen" werde. „Her ma grad uff" steht auf seinem T-Shirt. Eher melancholisch tritt Günter Auch aus Menzingen auf, der mit bodenständigem Kurpfalz-Blues den Kraichbach und das Alter besingt und als Duo „Aah!" von Bernd Hochadel mit Baskenmütze am Keyboard begleitet wird. Laut Hermann Dischinger gehen die Dialekte direkt auf die germanischen Stämme zurück. Vom Stamm der Hochdeutschen habe er noch nichts gehört, feixt der Östringer Mundartautor und -dichter in der ihm eigenen trockenen Art und warnt das Publikum vor der nächsten Pointe; „Wortspiel: also mitdenken!" Schließlich übt er sich in Gesellschaftskritik und stellt fest: „Die Welt bräuchte eine Beruhigungsspritze:"

Alle Mundarten waren zuerst da, sagt auch Gustl Riemensperger, bekannt vom Theater im Keller (Forum '84) in Walldorf. Der Dialekt sei ursprünglicher, genauer, emotionaler, kräftiger. Dass es zu Missverständnissen kommen könne, wenn die Sprachkenntnisse auf einem VHS-Kurs für „Neigschmeckte" basieren, verdeutlichte er mit einer Odenwälder Anekdote.

Hip Hop dröhnt aus der Anlage und beweist, dass Mundart-Auftritte durchaus auch etwas für die junge Generation sind. Als Gruppe "Makro" nehmen die fünf „Buwe ausm Kaff" mit raumgreifenden Bewegungen die Bühne ein. Den Wahnsinn auf unseren Straßen stellen sie durch hektisches Gestikulieren und aggressiv vorgetragenen Sprechgesang dar. Sie parodieren die Oma, die mahnt, nicht „zu blutt angezoge" auszugehen. Ihre Heimatliebe ist großzügig und auch irgendwie typisch kurpfälzisch: „Egal wie du schwätzt oder wem du gheasch, wenn allez'samme sind, ist überall der scheenste Ort" Anton Ottmann dankte zum Abschluss allen Künstlern und lobt das vielseitige und anspruchsvolle Programm, das als gute Werbung auch der Mundart selber helfe. „Ja!", tönt es wieder aus dem Publikum.

Info: Die nächste Mundart-Gala finde. am Freitag, 29. April, 20 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus Walldorf: statt. Karten sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Dörner in Walldorf erhältlich. Eine weitere Aufführung gibt es am Freitag, 06. Mai, im Theater irr Bahnhof Dielheim; diese Veranstaltung ist bereits komplett ausverkauft.

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 16.04.2016

Mundart-Gala für Nepals Kinder

Benefiz-Auftritte in Dielheim, Walldorf und Wiesloch  Arnim Töpel moderiert

Rhein-Neckar. (aot) Es wird „gschwätzt, gebabbelt, gredd un gesunge“, was das Zeug hält. Zahlreiche bekannte Mundartautoren, Comedians und Liedermacher der Region, darunter etliche Preisträger, haben sich auf Initiative des Dielheimer Autors Anton Ottmann zusammengefunden, um in einer großen Gala-Veranstaltung für die Kinder Nepals die Werbetrommel zu rühren.

Mit dem Erlös der Veranstaltung sollen Projekte zur Verbesserung der Lebens-, Schul- und Ausbil-dungssituation unterstützt werden. Moderiert wird die Veranstaltung vom Walldorfer Kabarettisten und Musiker Arnim Töpel. Mit dabei sind der Östringer Dichter und Au tor Hermann Dischinger, die Mundart Comedians Heinz & Michael vom Theater im Bahnhof in Dielheim, der Kabarettist und Schauspieler Friedrich E. Becht und Gustl Riemensperger vom „Forum 84“ in Walldorf. Mit eigenen 

 

Liedern werden Charly Weibel (Gitarre) aus Reilingen und Günter Auch (Kontrabass) aus Kraichtal zusammen mit Bernd Hochadel (Keyboard) aus Kronau unterhalten.

Für einen bunten Knaller sorgen schließlich die beiden Rap-Gruppen „Flowß Fritz“ und „MaKro Musik“, die beim letztjährigen Mundartwettbewerb des Regierungs-präsidiums Karlsruhe einen ersten und einen dritten Preis geholt hatten. Alle Mitwirkenden verzichten auf ihre Gage, und der Erlös geht zu gleichen Teilen an die beiden Hilfsorganisationen „Hilfe zur Selbsthilfe“ in Walldorf und „Future for Nepals Children“ in Wiesloch-Baiertal.

Info: Aufführungen am Freitag, 22. April, 20 Uhr, im Laurentiussaal am Adenauerplatz in Wiesloch; am Freitag, 29. April, 20 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus Walldorf; am Freitag, 6. Mai, 20 Uhr, im Theater im Bahnhof in Dielheim. Karten im Vorverkauf bei „Bücher-Dörner“ (Wiesloch und Walldorf) und bei„Ihre Brille“ und „Haushaltswaren Frei“ in Dielheim.

 

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 13.04.2016

Nach dem Erdbeben stand Nepal im Fokus

Jahreshauptversammlung des Walldorfer Vereins
"Hilfe zur Selbsthilfe"
- Ausführliche Berichte auch aus Peru

Walldorf. (aot) Plura ist ein Ort mit rund 360 000 Einwohnern im Norden Perus mitten in der Wüste. Etwa die Hälfte der Menschen leben in Elendsvierteln. Matthias Gramlich hat nach dem Abitur in Walldorf ein Jahr lang dort gelebt und berichtete davon auf der Mitgliederversammlung des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe“ in der Mensa des Gymnasiums. Wie er ausführte, versucht die von Jesuiten initiierte, private Organisation „Canat“, den Kindern einen Weg aus Armut und Gewalt aufzuzeigen.

Eines ihrer Projekte ist ein einfaches Haus in einem Hüttenviertel mit einem „Spielraum“ für Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren. Hier wird der soziale Umgang untereinander verbessert und das Gefühl vermittelt, dass es Menschen gibt, die die Kinder wertschätzen. Das Anliegen von Gramlich ist es nun, ein zweites Haus zu bauen, in dem die älteren Jugendlichen gesondert betreut werden. Er stehe mit der örtlichen Leiterin von „Canat“, die er als sehr zuverlässig schätzen gelernt habe, in Verbindung und werde in Zusammenarbeit mit ihr den Bau betreuen. Wie Barbara Diehm, Vorsitzende von „Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärte, wird der Verein den Vorschlag aufgreifen und das Projekt mit 3500 Euro unterstützen.

Dies ist nur eines der vielen Beispiele, wie der Verein seit seiner Gründung 1999 mit oft geringem finanziellem Aufwand Projekte auf der ganzen Welt anstößt. Dabei arbeitet er häufig mit anderen Organisationen zusammen. Im Vordergrund steht stets das Ziel, dass die Menschen am Ende fähig sind, sich selbst zu helfen. Charakteristisch ist auch, dass so gut wie keine Verwaltungskosten anfallen und sowohl vor Ort als auch in Walldorf ehrenamtlich gearbeitet wird.

Berichtet wurde auch von einem Programm in Südbrasilien, in dem deutsche Pateneltern mit 150 Euro im Jahr Kinder aus sehr armen Familien unterstützen. In Burkina Faso wird von der langjährigen Mitarbeiterin vor Ort, Cathérine Eklou, eine ambulante Krankenversorgung organisiert und es werden Mikrokredite zur Gründung von kleinen Läden an Frauen vergeben. In Chile wird eine Behindertenschule unterstützt, in der Kinder je nach ihren individuellen Fähigkeiten an einfache Arbeiten herangeführt werden. In Costa Rica betreibt der Verein ein Heim für

 

traumatisierte Kleinkinder, in Namibia werden bedürftigen Kindern Schuluniformen gestellt, in Nicaragua Betten für behinderte Kinder geschreinert und in Rumänien ein Tageszentrum für Straßenkinder unterhalten.

Laut Barbara Diehm war 2015 ein schwieriges Jahr, weil die nepalesische Gemeinde, die seit 2003 vom Vorstandsmitglied Wilfried Gerfen betreut wird, von dem Erdbeben sehr stark betroffen war. Nach einem öffentlichen Aufruf sind zahlreiche Einzelspenden eingegangen, außerdem 50 000 Euro von der Stadt Walldorf und 70 000 Euro von der SAP. Schon nach zehn Tagen sei es gelungen, den rund 100 von der Nepalhilfe Kirtipur betreuten Familien eine erste Bargeldhilfe von 45 Euro zukommen zu lassen. Das entspreche dem Monatseinkommen eines einfachen Arbeiters, war von Gerfen zu erfahren.
15 000 Euro wurden für den Bau provisorischer Klassenräume an zwei stark beschädigten Schulen bereitgestellt und mit 10 000 Euro dringende Reparaturarbeiten an fünf weiteren Schulen finanziert. Die Mittelschule in Panga wurde mit 27 000 Euro zügig saniert, außerdem wurde mit den von der SAP bereitgestellten Geldern begonnen, drei neue Schulgebäude zu erstellen. Daneben gab es ein Nahrungsmittelprogramm, die Ausgabe von Kunststoffplanen für die Abdeckung beschädigter Häuser und warmes Bettzeug für den Winter. Außerdem wurden Zuschüsse für den Wiederaufbau der teilweise erbärmlichen Notunterkünfte von Familien gewährt. Dank des hohen Spendenaufkommens konnten die bisher in Nepal schon laufenden Projekte weitergeführt werden. Dazu gehört die Hilfe für benachteiligte Newar-Frauen, die Einrichtung eines Studiengangs für Betriebswirtschaft, Grundschulstipendien und die Organisation von Zahn-Reihenuntersuchungen.
Die „leise Befürchtung“, dass durch die Erdbebenhilfe in Nepal für andere Projekte nicht genug Spenden zusammenkämen, erwies sich laut Barbara Diehm als unbegründet. Die Mitglieder dankten mit Applaus und einstimmiger Entlastung dem Vorstand für seine erfolgreiche Arbeit. Die Wahlen führten nur zu geringen Veränderungen. Boris Maier übernahm das Amt der ausscheidenden Kassenwartin Uta Meier, Rita Stern das des verstorbenen Beisitzers Heinz Blattmann.

 

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 13.02.2016

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Evangelische Gemeinde-Jugend Walldorf spendet
Erlös der Tannenbaumaktion


 

Chantal Schön, Barbara Diehrn, Christina Hümmler und Tim Müller
bei der Scheckübergabe

 

So fängt das Jahr 2016 für uns schon gut an. Die evangelische Gemeinde-Jugend hat die Hälfte ihres Erlöses von der diesjährigen Tannenbaumaktion in Höhe von 1.500 Euro unserem Verein gespendet.

Jedes Jahr verlassen ca. 30 jugendliche Helferinnen und Helfer am Samstagvormittag nach dem Feiertag Heilige Drei Könige ihr warmes Bett, um bei Wind und Wetter ganz Walldorf abzufahren und ca. 1.000 Weihnachtsbäume einzusammeln. Ganz wichtig sind auch die zur Verfügung gestellten 5 Traktoren und ihre Fahrer, ohne die diese Aktion nicht durchzuführen wäre. Jedes Jahr wird eine soziale Einrichtung ausgesucht, die sich über den Erlös der Aktion freuen darf.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen fleißigen Helferinnen und Helfern. Wir werden diese Spende voraussichtlich für ein neues Projekt in Peru verwenden. In einer der nächsten Ausgaben werden wir darüber berichten. Es freut uns immer besonders, wenn auch gerade junge Menschen soziale Verantwortung übernehmen.

 

 

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Las Noticias, Donnerstag, 28.01.2016

Besuch aus Deutschland an der Escuela Especial Las Lilas, Chile

 

 

 

 

 

 

Escuela Especial Las Lilas

de Alemania recibe visita

Con regalos para los niños de la Escuela Especial Las Lilas, llegó la Doctora Karin Middendorf, integrante de la Fundación Puente Esperanza.

El motivo de la visita fue conocer el establecimiento educacional, a los ninõs que ayuda la Fundación y sus necesidades para el año 2016. Actualmente se está construyendo un Taller de Madera, con aportes del Departamento de Educación Municipal Traiguén y Fundación Puente Esperanza de Alemania así los estudiantes podrán realizar sus trabajos en óptimas condiciones. Se realizó entrevista en vivo con radio Estefanía y la Directora de la Escuela Especial Las Lilas Alejandra Moya Toledo, para conocer las necesidades de infraestructura de la Escuela y su impresión de su primera visita a Chile y a la Escuela.

La Doctora se comprometió a que la Fundación "Puente Esperanza de Alemania, seguirá ayudando a los niños y que los recursos llegarán durante el año Escolar 2016.

La Directora Alejandra Moya Toledo agradece todos los aportes y la ayuda que es en directo beneficio al aprendizaje de los educandos. Agradeció el aporte consistente en 5 banca de colores.

 

Übersetzung:

 

 

 

 

 

 

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