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Der Verein in den Medien 2017

Walldorfer Rundschau, Samstag, 23. Dezember  2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Tannenbaumaktion zugunsten eines
neuen Projekts in Peru

 

Auch in diesem Jahr spendet die Evangelische Gemeinde-Jugend Walldorf ihren Erlös aus der Tannenbaumaktion 2018 unserem Verein.

In dem neuen Dorf

Mit ihrer Spende unterstützen Sie unser Projekt in der Nähe von Piura, einer Stadt im Norden Perus. Im Frühjahr trat der Rio Piura, in Folge des Phänomen El Nifio, über die Ufer und zerstörte große Teile der Stadt. Rund 25.000 Menschen, die in ärmlichsten Verhältnissen leben, hatten nichts mehr.

45 junge Familien gründeten an einem sicheren Ort ein neues Dorf. Dort leben sie in provisorischen Hütten, es gibt noch keinen Strom, gekocht wird mit Holz, das die Frauen mühsam suchen müssen, wöchentlich wird die Zisterne mit Wasser befüllt, aber die Hoffnung besteht, dass es keine Überschwemmungen mehr gibt. Pejotas (Jugendliche) von der Ludoteca, einer Art Jugendtreff, in Piura fahren zweimal im Monat Sonntags in das neue Dorf „El Gredal`; um die dort lebenden ca. 30 - 40 Kinder und Jugendliche zu betreuen. Die Kinder kommen sehr gerne und freuen sich auf den Besuch der Pejotas, nicht nur weil

 

 sie ihnen fast immer etwas Obst mitbringen. Die Jugendlichen spielen mit ihnen, schenken ihnen Aufmerksamkeit und Zuwendung und zeigen ihnen, dass sie ein Recht auf Kindheit haben. Kinderarbeit ist hier noch sehr verbreitet. Auch an der Eltern-Kind-Beziehung wird gearbeitet, denn durch die Traumata, die die Kinder und Erwachsenen erlitten haben, haben sie oft Probleme über ihre Gefühle zu sprechen.

Unser neues Projekt umfasst zum einen die Betreuung der Kinder in El Gredal und ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Weiterbildung der Pejotas.

Die Kinder treffen sich auf der Straße Fotos: M.G.

Diese wichtigen Aufgaben unterstützt die EGJ Walldorf mit ihrer Spende aus der Tannenbaumaktion. Die EGJ kann im direkten Kontakt mit den Pejotas erfahren, wie ihre Spende verwendet wird und wo noch Hilfsbedarf besteht.
Wir danken allen für ihre Unterstützung, besonders danken wir der Evangelischen Jugend Walldorf, die dieses Projekt über einen längeren Zeitraum unterstützen möchten.
Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.

Wenn Sie noch spenden möchten: Unser Konto:

Volksbank Kraichgau

IBAN DE56 6729 2200 0018 0138 00
BIC GENODE61WIE •

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 09. Dezember  2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Bewährte Helfer in Rumänien
bauen ein neues Projekt auf

In den letzten vier Jahren hat der Verein Hilfe zur Selbsthilfe ein Kinderzentrum im Banat in Rumänien unterstützt. Nitchidorf heißt das kleine Dorf, in dem in der alten Schule seither täglich fast 50 Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden, bei den Hausaufgaben Unterstützung finden und Ansprechpartner haben. Nach fast fünf Jahren geht nun das Haus und die Betreuung der Kinder in die Hände der Gemeinde über, die Hilfe zur

Reparaturarbeiten am neuen Haus in Rumänien Foto: A.E.

 

Selbsthilfe hat Erfolg. Familie Korom, die das Kinderzentrum eingerichtet hatte, ist dabei, in der nächstgelegenen Kleinstadt, in Busiaz, eine ähnliche Anlaufstation für Kinder zu errichten. Mit Hilfe einer Stiftung in Liechtenstein konnte ein altes Haus erworben werden, das im Laufe des Herbstes bereits mit finanziellen Mitteln aus Walldorf renoviert und instandgesetzt werden konnte. Noch vor Weihnachten wollen Sanda Korom, die ehemalige Lehrerin und Psychologin, und ihr Mann das Haus beziehen und mit Hilfe ihres Vereins „Stern der Hoffnung" Kindern neue Perspektiven und Jugendlichen einen guten Start in ein Berufsleben ermöglichen. Die Schulgemeinschaft
des Gymnasiums Walldorf unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit in Rumänien, durch häufige Kontakte per Mail oder Telefon sind wir ständig auf dem Laufenden und wissen, unter welchen oft schwierigen Bedingungen die Kinder leben: ihre Eltern arbeiten oft im europäischen Ausland in der Pflege oder auf dem Bau, Großeltern, die die Versorgung der Kinder übernommen haben, sind damit oft überfordert, staatliche Hilfe gibt es nicht. Daher freuen wir uns, dass durch das neue Projekt in Busiaz wieder Kindern geholfen wird: durch psychologische Betreuung und durch Unterstützung bei den Hausaufgaben und sinnvoller Freizeitgestaltung. Möchten auch Sie dieses Projekt unterstützen, unsere Konten: VOBA DE56 6729 2200 0018 0138 00
Sparkasse DE68 6725 0020 0057 7076 74
Stichwort Kinderzentrum Rumänien

Weitere Informationen auf unserer Homepage:
www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 17.06.2017

Eine Stadt im Ausnahmezustand

Bericht aus Piura im Norden Perus -
Verein Hilfe zur Selbsthilfe engagiert sich

In der nordperuanischen Stadt Piura trägt die Hoffnung bei vielen Kindern und Jugendlichen einen Namen: „Canat".

„Canat” nennt sich eine vor neunzehn Jahren von Jesuiten gegründete Institution, die arbeitende Kinder und Jugendliche unterstützt. In der Stadt mit rund 436.000 Einwohnern gehört es zum Alltag, dass Kinder schon ab fünf Jahren weder in einen Kindergarten noch zur Schule, sondern zur Arbeit gehen, um die kinderreichen Familien über Wasser zu halten und überhaupt genügend zum Essen zu haben.

Die zierliche Gabriele Renteria (Mitte vorn) setzt sich mit aller Kraft für Kinder und Heranwachsende in Piura ein. Matthias Gramlich war ihr ein wichtiger Helfer. Bei ihrem ersten Besuch in Walldorf beeindruckte sie auch (v.r.n.l.) Bürgermeisterin Christiane Staab, Rita Stern, Dr. Andrea Gramlich, die das Projekt von einem Besuch in Piura kennt, und Christina Hümmler (Foto: Stadt Walldorf)

 

Einen authentischen Bericht über die Situation in Piura, die sich derzeit durch massives Hochwasser dramatisch zugespitzt hat, und die Arbeit von „Canat" bekam Bürgermeisterin Christiane Staab dieser Tage von Gabriela Renteria, der Leiterin von „Canat". Sie besuchte Walldorf, denn dank des jungen Walldorfers Matthias Gramlich, der 2014/2015 ein Jahr lang als Freiwilliger bei „Canat" arbeitete und nochmals 2016 dort war, unterstützt der Walldorfer Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" Projekte von „Canat". Rita Stern, die die Projekte in Piura von Seiten des Walldorfer Vereins betreut, freut sich, dass inzwischen eine weitere „Ludoteca", das ist ein Spielraum, für die jüngsten Kinder bis zu zehn Jahren erstellt werden konnte. Die Kinder können hier kostenfrei an spielerisch gestalteten Programmen teilnehmen. Durch kreatives Arbeiten, mit Musik und Sport erleben die Kinder - viele zum allerersten Mal in ihrem Leben - Zuwendung und Wertschätzung. Die „Ludoteca" wird, das weiß Matthias Gramlich von seinem Besuch im letzten Sommer, sehr gut angenommen, hatten die Kinder zuvor doch nur die Möglichkeit im Freien auf heißem Wüstensand zu spielen, wenn sie dazu überhaupt die Zeit hatten. Außerdem liegen die Spielräume direkt in den Hüttenvierteln, wo die Kinder leben. Diese freie Zeit für die Kinder zu erkämpfen, sei

 

nicht leicht, so Gabriela Renteria. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von "Canat" sprechen die Kinder bei ihrer Arbeit an. Sei es auf dem Markt, wo viele von ihnen beschäftigt sind, oder beim Einsammeln von Müll. Sie gehen auch von Tür zu Tür, uni die Eltern davon zu überzeugen, dass ihre Kinder dank Bildung und Ausbildung wesentlich bessere Zukunftschancen haben. Kindern, die nicht auf die staatlichen Schulen gehen - eigentlich gilt auch in Peru Schulpflicht - bietet „Canat" kostenlosen Unterricht an. Jugendliche haben bei „Canat" die Chance, in kurzer Zeit eine handwerkliche Lehre zu durchlaufen. In einem kurzen Film, den Gabriela Renteria und Matthias Gramlich zeigten, konnte man junge Menschen sehen, die mit Eifer und Freude dabei sind zu kochen, Kleidung zu nähen oder Haare zu schneiden und zu „stylen". Etwas aus eigener Kraft zu schaffen und dafür Anerkennung zu bekommen, ist für diese Jugendlichen, die als Kinder meist schon acht bis zehn Stunden am Tag malochen mussten, etwas außerordentlich Wertvolles, das ihnen Selbstvertrauen gibt. In Piura Optimismus zu verbreiten ist allerdings zurzeit sehr schwer, denn durch das Phänomen El Nifio trat der Rio Piura über die Ufer und überschwemmte große Teile der Stadt. Rund 25.000 Menschen, die in ärmlichsten Verhältnissen lebten, hätten nun gar nichts mehr, berichtete Gabriela Renteria. „Canat", das sich ausschließlich aus Spenden finanziert, hat sofort Nothilfe geleistet. Zurzeit sammelt „Canat" Spenden für den Wiederaufbau. Eine einfache aber stabile Hütte für eine Familie kostet rund 600 Euro. Für vierzig Familien, deren Kinder „Canat" betreut, sollen solche Hütten angeschafft werden, um ihnen wieder eine Perspektive zu geben. „Wie durch ein Wunder wurde die Ludoteca nicht durch das Hochwasser beschädigt, was für deren solide Bauweise spricht", freute sich Rita Stern. Ein Klassenzimmer zerstörten die Fluten jedoch. Auch hier will »Hilfe zur Selbsthilfe" mithelfen, dieses rasch wiederaufzubauen. „Die Kinder sind trotz des starken Regens zu uns zum Unterricht gekommen", berichtete Gabriela Renteria stolz. Bürgermeisterin Christiane Staab wie auch Rita Stern und Christina Hümmler, 2. Vorsitzende von „Hilfe zur Selbsthilfe", waren von dem Bericht sehr beeindruckt und betroffen. „Ich hoffe sehr, dass Sie Ihre Projekte am Laufen halten können", meinte Christiane Staab mit Dank für den authentischen Bericht und das Engagement des Vereins. Rita Stern und Christina Hümmler sicherten dies gerne zu und hoffen auch darauf, dass auch aus Walldorf Spenden für die Menschen in Piura fließen werden.

Spenden sind mit dem Stichwort „Peru" erbeten auf folgende Konten:

Sparkasse Heidelberg,
IBAN DE 68 672500200057707674
BIC SOLADES1HDB

Volksbank Kraichgau
IBAN DE 56 672922000018013800
BIC GENODE61WIE
www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 03.06.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

In São Loureno in Südbrasilien unterstützen wir 76 Kinder. Bei ihren Hausbesuchen stößt unsere Betreuerin, die Dipl.-Psychologin Elsa Timm immer wieder auf große Missstände. Mit ca. 3.000 Euro im Jahr kann sie unbürokratisch und schnell helfen.

Eine Familie, die von uns unterstützt wird

Von einem Beispiel wollen wir heute berichten:

Luisa wohnte mit 3 Kindern viele Jahre neben einem Fluss, der schon öfter über die Ufer getreten ist. 2011, die Kinder waren erst 2, 4 und 6 Jahre alt, gab es eine ganz schlimme Überschwemmung. Wie durch ein Wunder kam niemand von der Familie ums Leben. Seitdem gab es noch zweimal Hochwasser und jedes Mal hat die Familie fastalles, was sie besessen hat, verloren. Die Kinder sind traumatisiert. Elsa schreibt, dass sie die Kinder noch nie hat lachen sehen.

 

Auch dieser Frau konnte geholfen werden
Fotos: E. Timm
 

Mit unserer Unterstützung konnte ein Haus gefunden werden, das nicht vom Hochwasser bedroht ist. Die Familie bekam in diesem Jahr regelmäßig Nahrungsmittel und die Kinder erhielten Schulmaterial. Dank unserer gifte gibt es das Risiko mit dem Hochwasser nicht mehr und Elsa hofft, dass die Kinder irgendwann mal wieder lachen können. Der Vater lebt nicht in der Familie, hilft aber manchmal mit ein bisschen Geld. Elsa Timm betont immer wieder wie froh sie ist, dass sie dank des Kindernotfonds Missstände nicht nur feststellen, sondern auch helfen kann. Viele Menschen erhalten etwas Geld für Medikamente oder Busfahrten zum Arzt, die sie sich einfach nicht leisten können.
Auf unserer Homepage www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de können Sie sich jederzeit ausführlich über unsere
Projekte informieren. Wir freuen uns über jede Spende, bitte Adresse angeben für Spendenbescheinigung.

„Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.", Stichwort: Brasilien
Sparkasse Heidelberg,
IBAN: DE68672500200057707674,
BIC: SOLADES1HDB

Volksbank Kraichgau,
IBAN: DE56672922000018013800
BIC: GENODE61WIE

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 27.05.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

In unserem Patenschaftsfonds werden 76 besonders benachteiligte Kinder aus São Lourenco in Südbrasilien unterstützt. Unsere Pateneltern zahlen jährlich 150 Euro in den Patenschaftsfonds. Alle Kinder sind unter 7 Jahre alt und erhalten bis zum Schuleintritt Unterstützung. In der Schule erhalten sie täglich eine warme Mahlzeit und haben einen einigermaßen strukturierten Tagesablauf. Uns ist es wichtig, dass gerade bei Kleinkindern durch den Bezug von frischem Obst und Gemüse und frischer Milch Mangelerscheinungen verhindert werden. Unsere langjährige Projektbetreuerin vor Ort, die Dipl.-Psych. Elsa Timm, hat lange für die Stadt São Lourenco gearbeitet.

Deshalb hat sie innerhalb der Stadtverwaltung beste Kontakte und ein gut funktionierendes Netzwerk. So erfährt sie sehr schnell von Familien, bei denen die Not besonders groß ist und oft kann sie durch die Vermittlung von Kindergartenplätzen, durch ihre Mithilfe beim Ausfüllen von Anträgen oder die Vermittlung von Beratungsstunden etc. helfen.

 

Die Familien bekommen kein Geld in die Hand, sie können bei ausgewählten Bauern und Läden Lebensmittelkisten abholen. Die Eltern oder sehr oft auch die alleinerziehenden, sehr jungen Mütter verpflichten sich, an Elternabenden teilzunehmen. Sehr viele Familien leben auf engsten Raum zusammen und es kommt häufig zu sexuellen Übergriffen und Gewalt. Deshalb ist es Elsa Timm sehr wichtig, Themen wie Gewalt, Drogenkonsum, Erziehung und Empfängnisverhütung immer wieder anzusprechen. Bei ihren Hausbesuchen sieht Elsa Timm viel Not und durch einen Kindernotfonds von ca. 3000 Euro jährlich kann sie schnell und unbürokratisch helfen.

Mehr dazu können Sie in der nächsten Ausgabe lesen.

Auf unserer Homepage www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de können Sie sich jederzeit ausführlich über unsere Projekte informieren. Falls Sie unsere Projekte in Brasilien unterstützen möchten.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 20.05.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Agricola Santa Cruz - Anbauprojekt für organisches Gemüse an einer Landwirtschaftsschule

Die Mädchen, die eine Ausbildung erhalten

„Puente Esperanza", spanisch für „Hoffnungsbrücke" ist eine Initiative aus St. Leon-Rot. Familie Walter unterstützt mit der Hilfe zahlreicher Förderer und dem Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" vier verschiedene Projekte in Chile.

Die Erzeugnisse werden auf dem Markt verkauft         Fotos: D. Walter

Die Agricola Santa Cruz liegt direkt neben dem Mutterhaus des Ordens Santa Cruz in Temuco, in dem Schwester Claudina Zang, die Tante von Doris Walter aus St. Leon

 

lange Zeit tätig war. Neben anderen Bildungsangeboten, die beispielsweise eine grundlegende Ausbildung im Bereich Tourismus oder Gastronomie, beherbergt die Einrichtung mit angeschlossenem Internat eine Landwirt-schaftsschule. Unter den Schülerinnen aus sozial schwachen indigenen Familien sind auch ehemalige Heimkinder aus dem ebenfalls von der Initiative unterstützten Mädchenheim in Traigun. Um insbesondere die Verbindung der Mädchen zu ihrem „Heimatboden", in dem sie als „mapuche", als Menschen der Erde, stark verwurzelt sind, zu stärken, hat die „Puente Esperanza" vor Kurzem ein Gewächshaus bauen lassen, wo die Schülerinnen selbst Obst und Gemüse in ökologischem Anbau anpflanzen können. Dabei lernen sie zum einen die Bewirtschaftung in der Praxis, zum anderen haben sie die Möglichkeit, ihre Ernte auch zu vermarkten und lernen dabei ebenfalls viel für ihr zukünftiges sowie eigenständiges Leben - gleichzeitig kann mit den Gewinnen aus dem Verkauf das Projekt weiter ausgebaut werden. Eine danebenliegende Fläche wurde mittlerweile urbar gemacht, ein weiteres Gewächshaus soll vielleicht folgen. Stolz präsentieren die Mädchen auf Bildern für die Unterstützer in Deutschland die Früchte ihrer Arbeit. Etwa 16 Mädchen im Alter von 15-18 Jahren sind mit Feuereifer bei der Sache, die Zahl der Mitwirkenden steigt kontinuierlich.

Erleichtern würde die Arbeit eine kleine Elektrofräse, eine solche möchte die „Puente Esperanza" nun besorgen - ohne Geld geht das natürlich nicht.

Wir freuen uns über jede Spende, Adresse angeben für Spendenbescheinigung.

„Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.",

Stichwort: Chile,
Sparkasse Heidelberg,
IBAN: DE68672500200057707674
BIC: SOLADES1HDB

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 13.05.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Escuela Especial Las Lilas" in Traiguen - eine Förderschule für Kinder mit Behinderungen

„Puente Esperanza", spanisch für „Hoffnungsbrücke" ist eine Initiative aus St. Leon-Rot. Familie Walter unterstützt mit der Hilfe zahlreicher Förderer und dem Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" vier verschiedene Projekte in Chile.
Zu Bürgermeister Don Luis, der die Geschicke der etwa 20 000 Einwohner zählenden Stadt Traiguen, etwa 600 km südlich von Santiago de Chile, gibt es schon länger gute Kontakte. Dem tatkräftigen Gemeindechef liegt auch die „Escuela Especial Las Lilas" am Herzen, benannt nach den stets in lila gekleideten ehrenamtlichen Helferinnen an der Schule. Ohne diese könnte die seit 17 Jahren bestehende kommunale Einrichtung bei weitem nicht das leisten, was sie derzeit erreicht. Garanten für den pädagogischen Erfolg sind die tatkräftige Schulleiterin und die Hilfe durch die „Hoffnungsbrücke". Spezielle Förderung wie etwa eine Maltherapie für die teils schwer körperlich und geistig eingeschränkte Kinder sind Dinge, die nur durch die deutsche Unterstützung ermöglicht werden können.

Im Malkur

 

Die neue Werkstatt           Fotos: D. Walter

Es wurde auch eine behindertengerechte Werkstatt gebaut, in der die Kinder bereits jetzt mit natürlichen Rohstoffen, wie beispielsweise Holz, arbeiten. Die mit Liebe und viel Sorgfalt gefertigten Produkte werden anschließend in der Region verkauft. Darüber hinaus wurde ein Workshop angeboten, in dem die Schüler lernten das Selbstgeschaffene zu verschönern und für Käufer attraktiver zu gestalten - der Kurs kam ebenfalls super an. In einem Videogruß der Schule zu Weihnachten sieht man, wie gut diese Angebote den Schülerinnen und Schülern tun, das gute Klima an der Schule spürt man regelrecht beim Anblick der lachenden Gesichter.

Die bestehenden Aktionen sollen auch künftig stattfinden - außerdem will die Initiative ein weiteres Klassenzimmer renovieren, einen Sinnespfad und ein Hochbeet für die Kinder anlegen. Das alles kostet natürlich Geld.

„Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V."
Stichwort: Chile
Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE68672500200057707674
BIC: SOLADES1HDB

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 29.04.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Puente Esperanza - eine Initiative aus St. Leon, Mitglied von Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf, unterstützt mit  Projekten in Chile vor allem benachteiligte Kinder

Seit 2006 betreut Familie Walter aus St. Leon-Rot verschiedene Einrichtungen in der Provinz Cautin in Chile. Begonnen hat alles mit Schwester Claudina, die als Johanna Zang in St. Leon auf¬wuchs. Mit 22 Jahren trat sie 1931 in den Heilig-Kreuz-Orden ein und wurde 1933 Missionsschwester in Chile. Vom Kloster Santa Cruz Temuco aus, einer etwa 300 000 Einwohner großen Stadt, entfaltete Schwester Claudina eine immense und bis heute nach¬wirkende karitative Tätigkeit in der ganzen Region: Die Gründung vieler Schulen, zahlreicher Waisenhäuser und Gemeindeeinrich¬tungen ist ihr zu verdanken, durch ihr organisatorisches Talent und ihr Charisma gelang es ihr, bis in die höchsten politischen Ebenen und auch im Ausland Gehör zu finden, etwa als Vertreterin ihres Ordens in der südamerikanischen Ordensversammlung.
Nach ihrem Tod traten Vertreter eines Kinderheimes in Traiguén an Doris Walter (geb. Zang), die Nichte von Schwester Claudina, mit der Bitte um Unterstützung heran. Seit dieser Zeit betreut Familie Walter 4 Projekte in Chile.

Auf die private Initiative wurde unser Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" aufmerksam. Unser Verein gibt kein Geld für die eigene Verwaltung aus, alles wird ehrenamtlich erledigt und langjährige Kontakte zu den Projekten gewährleisten, dass die Spenden auch wirklich ankommen. Seit 5 Jahren gibt es nun eine erfolgreiche Kooperation.„

Puente Esperanza" betreut derzeit insgesamt vier Projekte in der südchilenischen Provinz „Region de la Araucania". Drei davon, die auch unser Verein direkt unterstützt, werden hier in den kommenden Wochen vorgestellt:

 

Ein Mädchenheim in Traiguén, zum Teil Waisen; ein Anbauprojekt an einer Landwirtschaftsschule sowie eine Schule für Kinder mit Behinderung. Ausführliche Berichte über die Projekte folgen

Die Kinder aus dem Mädchenheim

Kochkurs im Mädchenheim Fotos: D. Walter

Wenn Sie die Arbeit der „Puente Esperanza" unterstützen wollen, dann können Sie gerne an folgende Bankverbin-dung spenden.

Vielen Dank!

„Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.",
Stichwort: Chile, Sparkasse Heidelberg,
IBAN: DE68672500200057707674,
BIC: SOLADES1HDB

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 22.04.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Jahreshauptversammlung

 

 


 

Die Frauen aus Burkina Faso, die Mikrokredite erhalten haben

Foto: C.Eklou

Barbara Diehm weist nochmals daraufhin, wie wichtig gute persönliche Kontakte zu den Projektbetreuern vor Ort sind. Unsere Idee nur kleine umschriebene Projekte zu unterstützen hat sich weiterhin bewährt. Für das laufende Jahr ist geplant, 1 — 2 neue Projekte aufzunehmen.

Der neue Jahresbericht liegt aus: im Rathaus, in der Stadtbücherei und bei den Pfarrämtern und kann außerdem beim Vorstand (Bar¬bara Diehm, Christina Hümmler und Sigrid Tuengerthal) abgeholt werden. Außerdem ist er auf der Homepage des Vereins zu finden.

 

 

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 Hilfe für behinderte Kinder in Nicaragua             Foto: H. Reinke

Barbara Diehm begrüßt im Namen des gesamten Vorstandes die Anwesen-den. Als neue Beisitzerin im Vorstand wurde Frau Isolde Dobhan als Vertreterin der evange-lischen Kirche vorgestellt. Im Jahre 2016 unterstützte der Verein 14 Projekte in 8 verschiedenen Ländern. Genaue Informationen über die einzelnen Projekte sind dem Jahresbericht und der Homepage des Vereins zu entnehmen.

Kassenwart Boris Maier legt den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Herr Burkard und Herr Winnes bestätigen eine einwandfreie und vorbildliche Kassenführung. Es wird um Entlastung des Kassenwarts gebeten. Der Kassenwart wird einstimmig entlastet. Der vollständige Kassenbericht ist dem Jahresbericht zu entnehmen.

Die Berichte von den einzelnen Projekten sind dem Jahresbericht zu entnehmen und stehen inzwischen auch auf der Homepage unter:
 www.hilfe-zur-selbsthilfe-walldorf.de

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 20.04.2017

In 18 Jahren flossen 1,4 Millionen Euro
in 25 Länder

Mitgliederversammlung des Vereins
„Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf"-

Derzeit werden 13 Projekte in acht Ländern unterstützt

Von Anton Ottmann

Walldorf. „Freud und Leid" haben sich im Kinderzentrum „Stern der Hoffnung" im rumänischen Nitchidorf abgewechselt, wie die zuständige Projektleiterin Andrea Erny auf der Mitgliederversammlung des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" in der Mensa des Gymnasiums berichtete. Durch die Unterstützung vieler Menschen sei es der Teamleiterin vor Ort, Sandra Koron, gelungen, für die Kinder jahreszeitliche Feste mit kleinen Geschenken und besonderem Essen zu organisieren. In solch glücklichen Stunden konnten sie ihre elenden Verhältnisse genauso vergessen wie die Folgen des heftigen Unwetters im letzten Juli.

Das Team habe nun entschieden, in der nahe gelegenen Kleinstadt Busiaz ein Haus zu kaufen. Dort sollen die Kinder nach der Schule etwas zu essen bekommen und die Hausaufgaben erledigen, außerdem gibt es verschiedene Freizeitangebote. Nach Ernys Worten leben in Rumänien einfach zu viele Kinder, deren Eltern in Deutschland oder anderen europäischen Ländern arbeiten und sie notgedrungen alleine oder bei Verwandten schlecht versorgt zurücklassen. Mit 7.000 Euro leiste der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" einen wesentlichen Beitrag zum Erwerb des Grundstücks und den ersten Vorarbeiten. Den Bau selbst finanziert eine Stiftung aus Lichtenstein.

Dieses Beispiel zeigt das Erfolgsrezept des Vereins: minimale Verwaltungskosten durch ehrenamtliche Arbeit, Vertrauenspersonen vor Ort und die Kooperation mit anderen Organisationen. Insgesamt werden so zurzeit 13 Projekte in acht Ländern unterstützt, wie die Vorsitzende Barbara Diehm in ihrem Rechenschaftsbericht erläuterte.

 

Eines der Projekte, das der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe" aus Walldorf unterstützt! Schulkinder in Namibia werden mit
Schuluniformen ausgestattet. Foto:: priva

 

Unter anderem freuten sich unter Projektbetreuerin Doris Benzen in Namibia 400 Kinder über neue Schuluniformen, ohne die ein Schulbesuch nicht möglich ist. Außerdem bekommen alleinstehende Frauen mit Kindern kleine Wellblechhütten. Durch den Wegfall der Miete können sie ihre Kinder ohne weitere finanzielle Hilfe ernähren und in die Schule schicken.

Das Projekt in Peru, Leitung Rita Stern, konnte mit 3.000 Euro unterstützt werden. So wurden schon bestehende Spielräume für Kinder und Jugendliche renoviert und erweitert. In Nicaragua leitete Ulrike Steiger ein Projekt: Hier wurden Gelder für die Herstellung von Holzbetten für weitere 40 behinderte Kinder zur Verfügung gestellt Mit 9.000 Euro wurden in Chile (Projektbegleitung: Christina Hümmler) ein Werkraum für behinderte Kinder gebaut und zwei Klassenräume renoviert. In Brasilien (Projektbetreuung: Claudia Frey) unterstützen Pateneltern 76 Kinder mit Lebensmitteln.

In Burkina Faso (Projektbetreuung: Sigrid Tuengerthal) wurde die kleine Krankenstation von Catherine Eklou, die bei der einheimischen Bevölkerung einen sehr guten Ruf hat, mit 7.000 Euro unterstützt, außerdem finanzierte man die Frachtkosten für einen Container mit medizinischen Sachspenden, Nähmaschinen und Fahrrädern. Unterstützt wird hier auch das Team 'APER SEC', das 30 Dörfer mit einfachen Medikamenten versorgt und intensive Aufklärungsarbeit leistet. Besonders erfolgreich sind Mikrokredite für Frauen. Mit viel Tatkraft und Begeisterung setzen sie ihre Geschäftsideen um, gewinnen Selbstvertrauen und verbessern damit ihre Stellung in Familie und Gesellschaft.

Wie die Vorsitzende Barbara Diehm weiter berichtete, sind im vergangenen -Jahr insgesamt 160 000 Euro in die verschiedenen Projekte geflossen. Davon ging die Hälfte nach Nepal, wo Wilfried Gerfen seit Jahren erfolgreich und mit großem persönlichem Einsatz mehrere Projekte betreut. Dank der Großspenden der Stadt Walldorf und des SAP Solidarity Fund habe man dort den einsturzgefährdeten Block der Panga-Schule komplett sanieren und sich am Neubau von drei weiteren Gebäuden beteiligen können. Ein Stipendienprogramm für 75 der ärmsten Kinder Kirtipurs konnte erfolgreich weitergeführt werden.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1999 sind insgesamt 1,4 Millionen Euro in 25 Länder geflossen. Dennoch sagen diese nackten Zahlen noch nichts aus über das Engagement des Vorstands und der Projektbetreuer und schließlich über die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort. Einen Eindruck davon bekommt man beim Lesen des reich bebilderten Rechenschaftsberichts, in dem die einzelnen Aktivitäten ausführlich vorgestellt werden. Dort schreibt Barbara Diehm im Vorwort: „Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet für uns, Anstoßhilfe zu geben und sich wieder zurückzuziehen" Aus diesem Grund sei man auch immer wieder an neuen Projekten und neuen Mitstreitern interessiert.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 18.03.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Viele Hundert Tannenbäume helfen
Kindern in Namibia

Strahlende Gesichter bei der Scheckübergabe    Foto: B.Diehm

 

Viele fleißige Helferinnen und Helfer der EGJ (Evangelische Gemeinde Jugend) haben Anfang Januar wieder über 1.000 Tannenbäume eingesammelt. Dank der großartigen Spendenbereitschaft der Walldorfer Bürger sind dabei € 3.500 zusammengekommen. Diese tolle Summe wurde uns jetzt überreicht, mit der Bitte, nochmals für einen Teil des Geldes ein Projekt in Namibia zu unterstützen. Es sollen davon Wellblechhütten für bedürftige Menschen in Katutura bei Windhoek gebaut werden.

 

 Eine gespendete Wellblechhütte in Namibia Foto: K.Meissner

 

 

 

Unsere Projektbetreuerin vor Ort wird die Familien, bzw. die allein erziehenden Mütter aussuchen, die so eine Hütte bekommen. Das ist für diese eine große Hilfe, denn so müssen sie keine Miete mehr bezahlen und können ihr mageres Einkommen für eine bessere Ernährung ihrer Kinder ausgeben und diese zur Schule schicken. Das bedeutet für viele eine echte Chance auf eine bessere Zukunft. Die Mitglieder der EGJ bedenken uns immer wieder mit Spenden aus der Tannenbaumaktion, denn sie schätzen an der Arbeit unseres Vereins, dass sie genau verfolgen können, was mit dem Geld geschieht. Da wir nur kleine überschaubare Projekte unterstützen und uns die Projektbetreuer vor Ort stets persönlich bekannt sind, können wir auch immer wieder über schöne Erfolge berichten. Ganz herzlich bedanken wir uns bei den jungen Menschen, dass sie an einem kalten Samstag ihre freie Zeit geopfert haben, um auf diese Weise armen Kindern in Namibia zu helfen.

 

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins,

zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 6. April 2017 um 19.30 Uhr in der Mensa des Schulzentrums Walldorf, Schwetzinger Straße 95 laden wir Sie herzlich ein.

Unsere Tagesordnung:

1. Begrüßung durch den Vorstand

2. Kurzer Rückblick auf 2016

3. Finanzbericht 2016

4. Antrag auf Entlastung des Kassenwarts

5. Berichte von den aktuellen Projekten

6. Verschiedenes

 

Über Ihren Besuch an diesem Abend würden wir uns sehr freuen. Wie jedes Jahr möchten wir Ihnen anhand von kurzen Beiträgen und Bildern die Weiterentwicklung unserer Projekte zeigen.

Für den Vorstand

Barbara Diehm (1. Vorsitzende)

 

 

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Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 17.03.2017

Handgemachte Rockmusik mit Erlebnischarakter

Die Band "Jaggards Lane" verwandelte das Café Art in einen brodelnden Hexenkessel-
Benefizkonzert für Verein "Hilfe zur Selbsthilfe"

 

Von Jörg Knausenberger

Walldorf. „Jaggards Lane“ spielten vergangenen Freitag im Walldorfer Café Art einen furiosen Gig. Die Band verzichtete auf ihre Gage zugunsten des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf“, der für erfolgreiche Hilfsprojekte in armen Ländern der Welt steht. „Jaggards Lane“ ist eine hervorragende Liveband, für die der Spaß an der Musik im Vordergrund steht. Die sechs Musiker schöpfen aus einem breiten Repertoire, allesamt verfügen sie über eine große Banderfahrung und den nötigen musikalischen Background.

Der Gitarrist Klaus Bernzen, vielen noch bekannt als wertvoller Teil der Zap Gang, zählt fraglos zur „Crème de la Crème“ der regionalen Rockgitarristen. Der Keyboarder Tobias Karl hat sich der Partyband „Die Chefs“ in die Herzen gespielt. Bis heute ist der Gymnasiallehrer als Derwisch an den Tasten Garant für verblüffende Soloausflüge. Drummer Waldemar Widera, bekannt geworden durch die Heidelberger Bluesrocker „East of Leimen“, und Bassist Volker Schäfer sind als Rhythmussektion eine Bank. Bianca Oexle und Martin Friedmann teilen sich den Gesang und fallen immer wieder durch schöne, zweistimmige Harmonien auf.


Ein Hit jagte den anderen: Beim Auftritt im Walldorfer Café Art bewies die Band „Jaggards Lane“, dass sie ein ausgesprochenes Händchen für eingängige Rockmusik hat. Foto: Pfeifer

 

Handgemachte Rockmusik mit Erlebnischarakter war diesmal im Café Art Programm. Bereits beim zweiten Song, „Runaway“ von Bon Jovi, geriet die Band wunderbar ins Rollen, der zwischen Bianca Oexle und Martin Friedmann wechselnde Leadgesang gab dem Song eine eigene Note. Die schnörkellose, kompakte Interpretation von AOR-Klassikern zählt zu den besonderen Stärken von „Jaggards Lane“, Totos „Hold the Line“ etwa lag verblüffend nah am Original.

 


Dass auch angefunkte Grooves für die gut eingespielte Band kein Problem dar stellen, wurde etwa bei „Dani California“ von den Red Hot Chili Peppers und „Are You Gonna Go My Way“ von Lenny Kravitz deutlich – Teile des Publikums begannen, vor der Bühne zu tanzen. Detailgetreu gingen die Musiker die Aerosmith-Hymne „Dream on“ an. Bianca Oexle und Martin Friedmann sangen sich beim Refrain sprichwörtlich die Seele aus dem Leib. Bei „Radar Love“ von Golden Earring ließ sich die Band erstmals auf ausgedehnte Jams ein. Klaus Bernzen glänzte mit filigraner, gefühlvoller Gitarrenarbeit und Waldemar Widera spielte sich souverän durch das obligatorische Schlagzeugsolo.

Die Vorsitzende des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe“, Barbara Diehm, nutzte die Pause, um sich bei den Musikern und den Co-Veranstaltern von der KJG Walldorf zu bedanken. Der seit 1999 bestehende Verein betreut derzeit zwölf Projekte in acht Ländern. Einen zentralen Punkt stellt die Investition in Bildung dar. Neben Patenschafts- und Stipendienprogrammen wird auch ein Straßenkinderzentrum in Rumänien gefördert. In Nicaragua unterstützt der Verein eine Elternorganisation, die sich für ein gerechteres und nachhaltiges Lebenskonzept für ihre behinderten Kinder einsetzt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Nach der Pause jagte ein Hit den anderen, das Café Art wurde immer mehr zu einem brodelnden Hexenkessel. Beider rockigen Version von „Word Up“ hielt es auch die Delegation des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe“ nicht mehr auf den Stühlen. Den Mother’s-Finest-Klassiker „Baby Love“ boten „JaggardsLane“polyfonund groovig dar, Tobias Karl steuerte heiße Keyboard-Solopassagen bei. Dieser wechselte dann für „TNT“ zur zweiten Gitarre – AC/DC mit Keyboards, das ist eben ein No-Go! „Beat It“ von Michael Jackson verdeutlichte einmal mehr die besondere Qualität der Band, Popsongs groovig-rockend daherkommen zu lassen. Liquidos „Narcotic“ bildete nach insgesamt deutlich über zwei Stunden Spielzeit den würdigen Abschluss des Konzerts.

Bei der Zugabe „Let Me Entertain You“ durfte mit Malte Westers ein ehemaliger Schüler von Tobias Karl ans Mikrofon – und er zeigte sich gleichermaßen als begabter Sänger wie Entertainer. Dementsprechend erhielt er während und nach dem Song kräftigen Applaus. Tobias Karl ist Lehrer am Walldorfer Gymnasium und versteht es, junge Menschen zu begeistern. Einige seiner ehemaligen Schüler sind große Fans von „Jaggards Lane“ und gleichzeitig beider KJG Walldorf aktiv. Als Co-Veranstalter machten sie Werbung für das Benefizkonzert und übernahmen den Einlass im Café Art. In dieser Konstellation führte die Veranstaltung bereits zum zweiten Mal zu großem Erfolg.

Es war ein harmonischer Abend, der viel Spaß bereitete und einem guten Zweck diente. Der Einsatz der Beteiligten für Menschen in Armut verdient Respekt – und wenn dies wie hier mit einem Lachen geschieht, dann zeugt das von großem Herz und Verstand.

 

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Walldorfer Rundschau, Samstag, den 11.03.2017

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Rockmusik für einen guten Zweck

 

Die Coverband 'Jaggards Lane'    Foto: K.Bernzen

 

 

 

Die Coverband 'Jaggards Lane' aus Heidelberg veranstaltet zusammen mit der KJG Walldorf am Freitag, den 10. März ein Benefizkonzert im Café Art. Die gesamten Einnahmen aus der Abendkasse erhält der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.".

'Jaggards Lane' spielen das Beste aus Rock und Pop der letzten 40 Jahre und bringen durch ihre Spielfreude jede Party zum Kochen. Die Musiker, u.a. der ehemalige Walldorfer Klaus Bernzen (Gitarre), haben alle langjährige Bühnenerfahrung und garantieren Musik pur sowie einen Duettgesang von Bianca Oexle und Martin Friedmann, der unter die Haut geht.

 

Karten gibt es an der Abendkasse

Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr, Eintritt 7 Euro

 

 

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