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Unser abgeschlossenes Patenschaftsprogramm in Turuçu

Ziel der Hilfe aus Walldorf

Ziel dieses Projektes ist es, Patenschaften für Kinder unter 7 Jahren zu vermitteln, die nicht ausreichend ernährt und anderweitig versorgt werden können. Die Kinder leben in ärmlichsten Verhältnissen bei ihren Familien in Turuçu. Sie haben ein hohes Risiko, durch Unterernährung dauerhafte körperliche, geistige und psychische Schäden zu erleiden. Ein langfristiges Ziel war es, dass die Kinder dort versorgt werden können und die Mütter die Möglichkeit haben, sich Arbeit zu suchen.

Was ist das Besondere an unserem Projekt?

Eine Patenschaft für ein Kind aus einer armen Familie in Turuçu zu übernehmen bedeutet, es durch konkrete Unterstützung vor dem Schlimmsten zu bewahren. Es bedeutet aber auch, diesem Kind zu zeigen, dass sich jemand Gedanken um es macht, dass es wichtig für jemanden ist. Und auch das kann sehr viel bedeuten und diesem Kind später die Kraft geben, seinen Weg trotz aller Schwierigkeiten zu gehen.

Das Besondere an unserem Projekt "Patenschaften in Turuçu" ist, dass die Patenkinder nicht im Heim leben, sondern zu Hause. Seit Januar 2004 gibt es nun durch die Unterstützung des Walldorfer Vereins das "Kinderhaus", in dem die Kinder tagsüber versorgt werden und in schlimmen Notfällen auch kurzfristig wohnen können. Zuvor gab es keinerlei Alternative zur häuslichen Situation, so schlimm und unerträglich sie auch gewesen sein mag. Dies hat leider in vielen Fällen dazu geführt, dass Kinder auf der Strasse leben mussten und/oder völlig verwahrlosten. Die Kinder waren meist in Lumpen gekleidet und hatten keinerlei Spielzeug. Die häufig fehlende Schulbildung der Eltern führte oft zu Bedingungen, die das Elend noch verschlimmerten.

So so sind viele Eltern alkohol- und drogenabhängig mit den entsprechenden Folgeproblemen und viele schickten ihre Kinder gar nicht zur (kostenlosen) Schule, weil sie das mangels eigener Bildung für überflüssig hielten. Auch wenn sich durch die Projekte des Walldorfer Vereins und des Gesundheitsressorts in Turuçu schon vieles verbessert hat, gibt es noch immer viele Kinder in Turuçu, die ernsthaft durch Hunger und Verwahrlosung in ihrer Entwicklung bedroht sind. Ein Kind, das an unserem Projekt teilnimmt, bleibt in seiner Familie, soweit das irgendwie möglich ist. Darüber hinaus wird es von einem Sozialarbeiter betreut und inzwischen tagsüber im Kinderhaus versorgt. Kinder, die im ländlichen Teil Turuçus leben, werden morgens von einem kleinen, städtischen Bus abgeholt und abends wieder heimgebracht. Nur in Notfällen wird ein Kind aus der Familie genommen und kann dann im Kinderhaus leben, bis es eine Pflege- oder Adoptivfamilie gefunden hat. Weder das Kind noch seine Eltern bekommen das Geld direkt, sondern es wird vom Gesundheitsressort dafür gesorgt, dass das Kind genügend isst, angemessen gekleidet ist und medizinisch versorgt wird. Das Kind weiß, dass es durch einen Paten unterstützt wird und dass diese Unterstützung ihm ein besseres Leben ermöglicht.

Durchführung
und verantwortliche Leitung

Diplom-Psychologin Elsa Timm, die das Gesund-heitsressort der Stadt Turuçu leitet, ist für das Projekt vor Ort verantwortlich. Mitarbeiter werden von ihr eingesetzt und fachlich beraten. Das Gesundheitsressort, das übrigens erst 2001 entstanden ist, hat Mitarbeiter verschiedener professioneller Ausrichtungen:
Es gibt Sozialarbeiter, Psychologen, Medi-ziner, einen Zahnarzt, eine Kranken-schwester und sogar einen Physio-therapeuten. Alle Mitarbeiter werden nach Bedarf in das Projekt eingebunden, wobei die Hauptarbeit die Sozialarbeiter leisten.

Die Patenschaft für ein Kind kostet pro Jahr 150,00 Euro. Das betreffende Kind bekommt davon zu essen, Kleidung, zu besonderen Gelegenheiten ein kleines Geschenk und wenn nötig Medikamente. Wenn es in der Familie Kinder über 6 Jahre gibt, können diese jedoch am sogenannten ASEMA-Programm teilnehmen und werden dann dort versorgt.

 

 


 

Die Familien werden durch das Gesund-heitsressort ausgewählt, wobei die Armut und der Gesundheitszustand der Kinder die Hauptkriterien für die Auswahl sind. Mit 7 Jahren wird das Kind automatisch aus dem Programm genommen, weil es dann andere Unterstützungssysteme gibt. Das Geld wird von den Paten des Walldorfer Vereins gespendet und über das Gesundheitsressort in Turuçu verwaltet. Für jedes Patenkind wird ein Konto eröffnet, auf das das Geld eingezahlt wird, das Konto läuft auf den Namen unseres Sozialarbeiters und des Kindes. Geld kann nur mit Zustimmung des Sozialarbeiters abgehoben und verwendet werden, die Zwecke werden jeweils genau von uns geprüft. Geld kann nicht für andere als durch uns genehmigte Zwecke ausgegeben werden. Einmal im Jahr wird ausführlich über die Patenkinder berichtet. Das Geld wird einmal jährlich über den Walldorfer Verein und die evangelische Kirche an Elsa Timm überwiesen, damit möglichst wenige Unkosten entstehen

Werfen Sie einen Blick auf die Patenkinder von Turuçu: