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Baumschule in Turuçu

Aus unserem Jahresbericht 2009

Die Idee der ökologischen Land- und Forstwirtschaft ist recht neu in Brasilien, erlebt derzeit aber einen Boom. Gefördert wird sie vor allem durch neue Gesetze, die der holzverarbeitenden Industrie eine Beteiligung an der Wiederaufforstung des Landes vorschreiben.

Leider traf das Unwetter die Baumschule besonders stark. Hunderte Pflanzen wurden zerstört. Dank dem großen Engagement von Elsas Sohn Günter Timm, einem ausgebildeten Landwirt und engagierten Umweltschützer, und der Mithilfe vieler Pateneltern geht es mit der Baumschule langsam wieder bergauf. Günter Timm arbeitet als Ökologielehrer und will vor allem Kindern, die im ländlichen Bereich aufwachsen, ein ökologisches Bewusstsein vermitteln. Im Rahmen seiner Arbeit in der Baumschule hat Günter Timm mit dem Anbau von Urwaldfrüchten begonnen, die sogar den Einheimischen völlig unbekannt sind. Mit diesem Projekt will er die Bauern davon überzeugen, statt umweltschädlicher Monokulturen vermehrt einheimische Pflanzen anzubauen. Kinder und Eltern aus der Landwirtschaft sollen lernen, dass sich hiermit wegen des preisgünstigen Anbaus, des Verkaufs der Früchte auf Märkten und der Saftgewinnung einträgliche Möglichkeiten neben dem konventionellen Landbau bieten. In der Baumschule werden dafür Setzlinge von Urwaldbäumen gezogen und verkauft, außerdem auch Obst und Gemüse. Durch den Verkauf der Pflanzen werden regelmäßig kleine Gewinne erwirtschaftet, von denen Mitarbeiter entlohnt und Saatgut gekauft werden kann. Die Mitarbeiter, meist Analphabeten, sind schwer für andere Arbeit zu vermitteln. Neben der Schaffung weiterer Arbeitsplätze wird so auch ein Umdenken im Umgang mit der Natur angestrebt.

Rechenschaftsbericht 2009:

Lesen Sie den zusammengefassten Rechenschaftsbericht
für alle Teilprojekte in
Turuçu  

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  Projekte Brasilien 

Aus unserem Jahresbericht 2008

Die Idee der ökologischen Land- und Forstwirtschaft ist recht neu in Brasilien, erlebt derzeit aber einen Boom. Gefördert wird sie vor allem durch neue Gesetze, die der holzverarbeitenden Industrie eine Beteiligung an der Wiederaufforstung des Landes vorschreiben.
Nach dem tragischen Unfalltod der bisherigen Leiterin Dilma konnte eine ebenfalls sehr engagierte neue Leiterin gefunden werden, Luci Peglow. Durch die gemeinsamen Anstrengungen des Teams und vieler Pateneltern entwickelt sich dieses Projekt nun sehr gut. Viele Restaurants und städtische Angestellte kaufen inzwischen ihr Obst und Gemüse hier ein, denn die Baumschule gibt die Garantie, dass alles ökologisch angepflanzt ist - eine Seltenheit in Brasilien. So steigen die Einnahmen langsam. Außerdem bekommt weiterhin jedes Kind, das geboren wird, einen Baum von der Baumschule, zusammen mit einem schönen Text.

Rechenschaftsbericht 2008:

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Turuçu  

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  Projekte Brasilien 

Aus unserem Jahresbericht 2007

Die Idee der ökologischen Land- und Forstwirtschaft ist recht neu in Brasilien, erlebt derzeit aber einen Boom. Gefördert wird sie vor allem durch neue Gesetze, die der holzverarbeitenden Industrie eine Beteiligung an der Wiederaufforstung des Landes vorschreiben. Daher ist die „Baumschule“ ein sehr sinnvolles Projekt, obwohl der weitere Ausbau etwas ins Stocken geraten ist. Wir haben daher 2007 kein Geld über­wiesen, sondern warten ab, wie sich das Projekt entwickelt,  nachdem das neue große Gewächshaus in Betrieb genommen werden konnte. Da es inzwischen verschiedene Unternehmen und Institutionen in Brasilien gibt, die in die Forstwirtschaft investieren und als Abnehmer der Bäume in Frage kommen, besteht eine gute wirtschaftliche Perspektive für dieses Projekt.

Rechenschaftsbericht:

aus dem Jahr 2006 übertragener Betrag

193,00

auf das Jahr 2007 übertragener Betrag

193,00 €

 

 

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  Projekte Brasilien 

Aus unserem Jahresbericht 2006

Da unser Projekt „ Kinderkrippe/Kinderhaus“ inzwischen ohne Unterstützung unseres Vereins weitergeführt werden kann, hatten wir nach einer Idee gesucht, wie man auch die meist arbeitslosen Eltern unserer Patenkinder einbinden und damit an eine regelmäßige Arbeit heranführen könnte. Im Jahr 2005 wurde daher mit dem Aufbau einer „Baumschule“ begonnen, wo die Eltern unserer Patenkinder ausgebildet und auch für längere Zeit beschäftigt werden können. Zunächst sollen hier 10 Erwachsene mit einfacher Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen; beabsichtigt ist, nach und nach bis zu 30 Personen einzustellen.

Inzwischen wurden Akazien- und Eukalyptussetzlinge gepflanzt. Bis diese „verkaufsfertig“ sind, werden Blumen, Obst und Gemüse nach ökologischen Methoden angebaut und in der „Baumschule“ verkauft. Außerdem stellen Mädchen und Frauen  der Bäckerei am Abend nach ihrer Arbeitszeit viele Marmeladensorten mit Pfeffer her, die im „Pfefferhaus“ neben der Baumschule verkauft werden.

Die Idee der ökologischen Land- und Forstwirtschaft ist recht neu in Brasilien, erlebt derzeit aber einen Boom. Gefördert wird sie vor allem durch neue Gesetze, die der holzverarbeitenden Industrie eine Beteiligung an der Wiederaufforstung des Landes vorschreiben. Es gibt inzwischen verschiedene Unternehmen und Institutionen in Brasilien, die in die Forstwirtschaft investieren und als Abnehmer der Bäume in Frage kommen. Daher besteht eine gute wirtschaftliche Perspektive für dieses Projekt.

Das Ziel ist es, innerhalb von 3 Jahren einen funktionierenden Betrieb aufzubauen, der danach in der Lage sein wird, sich selbst zu tragen

Rechenschaftsbericht:

aus dem Jahr 2005 übertragener Betrag

193,00

aus Mitteln des Vereins erbrachter Betrag

2.000,00 €

an Elsa Timm überwiesener Betrag

2.000,00

auf das Jahr 2007 übertragener Betrag

193,00 €

 

 

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  Projekte Brasilien 

Aus unserem Jahresbericht 2005

Unser Projekt ‚Kinderkrippe/Kinderhaus‘ kann inzwischen ohne die Unterstützung unseres Vereins weitergeführt werden. Ungelöst war bisher allerdings, wie man auch die meist arbeitslosen Eltern unserer Patenkinder einbinden und damit an eine regelmäßige Arbeit heranführen könnte. Hier setzt unser neues Projekt an: Elsa Timms Sohn Günter schlug den Aufbau einer „Baumschule“ vor, wo die Eltern unserer Patenkinder ausgebildet und auch für längere Zeit beschäftigt werden können. Zunächst sollen hier 10 Erwachsene mit einfacher Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen; beabsichtigt ist, nach und nach bis zu 30 Personen einzustellen.

Die Idee der ökologischen Land- und Forstwirtschaft ist recht neu in Brasilien, erlebt derzeit aber einen Boom. Es gibt verschiedene Unternehmen und Institutionen in Brasilien, die nun in die Forstwirtschaft investieren. Dahinter steht einerseits das wachsende öffentliche Interesse am Umweltschutz, aber auch eine neue Gesetzeslage, die es der holzverbrauchenden Industrie auferlegt hat, sich bei der Aufforstung zu engagieren. Daher besteht eine realistische wirtschaftliche Perspektive für  dieses Projekt. Einheimische Bäume, auch Obst und Gemüse sollen nach ökologischen Gesichtspunkten angebaut und die Ernte verkauft werden.

Das Ziel ist es, innerhalb von 3 Jahren einen funktionierenden Betrieb aufzubauen, der danach in der Lage sein wird, sich selbst zu tragen.

Rechenschaftsbericht:

durch Spenden erbrachter Betrag

2.750,00

aus Mitteln des Vereins erbrachter Betrag

2.000,00 €

überwiesener Betrag

4.557,00

auf das Jahr 2006 übertragener Betrag

193,00 €

 

 

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  Projekte Brasilien 

Im September 2005 erhielt der Verein von Elsa Timm folgende E-Mail:

Vor ein paar Tagen hatten wir wieder eine unserer Versammlungen mit den Familien der Patenkinder. Sie haben sich darüber beklagt, dass das Leben so schwer ist, es hier praktisch nicht möglich ist, Arbeit zu finden. Also haben sie kein Geld. Nur weil sie Paten haben, müssen ihre Kinder und sie nicht hungern. Ich muss oft Essen für sie kaufen, und Milch und Gas für die Öfen (es ist jetzt sehr kalt). Dieses Mal habe ich sei gefragt, wenn sie die Möglichkeit hätten, in einem Projekt zu arbeiten, wo sie Bäume anpflanzen und einen Obstgarten anlegen könnten und Bäume und Obst verkaufen hätten, ob sie das machen würden. Meine Frage hat gewirkt, als hätte ich ein Licht angeknipst. Alle wurden ganz aufgeregt, endlich eine Arbeit, die sie machen könnten, die sie sich zutrauten. Sie wollten alle Einzelheiten wissen und wann sie anfangen könnten zu arbeiten. Das Projekt gefällt ihnen so gut, weil sie ja nichts gelernt haben und manche von ihnen können kaum ihren Namen schreiben. Manche von ihnen gehen wieder in die Schule, weil sie die Kinder ja jetzt im Kinderhaus lassen können. Aber viele sind einfach arbeitslos. Einige von ihnen sind auch leicht behindert und hatten nie die Chance, eine Schule zu besuchen. Im Projekt sollten vorrangig die schwächsten arbeiten können, die sonst überhaupt keine Möglichkeit haben.

Günter [Elsas Sohn, d.R.] kommt morgen wieder, um mit uns weiter an der Planung zu arbeiten. Die Bürgermeisterin hat ihn eingestellt, um in den verschiedenen ökologischen Projekten 2 Tage in der Woche in Turuçu zu arbeiten, er geht dann auch in die Schule.

Wir haben diese Idee einer Baumschule aufgegriffen und uns zu einer Förderung  entschlossen.

Eltern unserer Patenkinder aber auch die Jugendlichen von Turuçu erhalten damit die Chance, mit sinnvoller Arbeit zu ihrem Lebensunterhalt beizutragen und gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung des Umweltbewusstseins zu leisten. Begleitet wird die Maßnahme durch Unterricht an der Schule, um auch die Kinder schon frühzeitig mit ökologischen Zusammenhängen vertraut zu machen

 


Die Kinder in Turuçu arbeiten schon heute engagiert
in verschiedenen Umweltprojekten


Günter Timm fördert das Verständnis für
ökologische Zusammenhänge

Das neue Projekt soll der Aufbau einer „Baumschule/ ökologischen Gärtnerei“ sein. Hier sollen einheimische (Urwald-) Bäume, aber auch Obstbäume und Gemüse ökologisch sinnvoll angepflanzt und gezüchtet werden. Neben den wirtschaftlichen Möglichkeiten liegt ein großer Nutzen dieses Projekts im Umweltschutz selbst. Darüber hinaus – und dies ist letztendlich der eigentliche Schwerpunkt im Sinne des Walldorfer Vereins - können die Eltern unserer Kinder und Jugendlichen hier ganzjährig Arbeit finden, die sie ohne Ausbildung ausführen können und bei der sie durch Verkauf der Pflanzen Geld verdienen können.

Die Idee der ökologischen Land- und Forstwirtschaft ist recht neu in Brasilien, erlebt derzeit aber einen Boom. Es gibt verschiedene Unternehmen und Institutionen in Brasilien, die nun in die Forstwirtschaft investieren. Dahinter steht einerseits das wachsende öffentliche Interesse am Umweltschutz, aber auch eine neue Gesetzeslage, die es der Holz verbrauchenden Industrie auferlegt hat, sich bei der Aufforstung zu engagieren. Daher besteht eine realistische wirtschaftliche Perspektive für das geplante Projekt. So plant derzeit z.B. ein multinationales Unternehmen eine große Eukalyptusplantage in der Nähe. Nach der Gesetzeslage wird dies zur Folge haben, dass zur Kompensation einheimische Bäume aufgeforstet werden müssen. Diese Bäume möchten wir in ökologisch hochwertiger Qualität anpflanzen und verkaufen. Daneben möchten wir Obst und Gemüse unter ökologischen Gesichtspunkten anbauen. Die Ernte kann verkauft und an die Mitarbeiter abgegeben werden, außerdem kann und soll der ökologische Anbau der Region Impulse geben.

Noch ein weiterer Aspekt: In den Wäldern der Gemeinde Turuçu gibt es auch heute noch ein nicht unerhebliches Potential an Pflanzen, deren Nutzung für die Ernährung und als Medikamente eine wichtige Rolle spielen könnten, diese sind allerdings häufig vom Aussterben bedroht und oftmals auch in Vergessenheit geraten. Hier könnte Turuçu durch das neue Projekt eine Pionierfunktion in der Region einnehmen und mit der „Baumschule“ eine langfristig ökologisch und ökonomisch sinnvolle Perspektive anbieten.

Wir möchten mit den Eltern also eine „Baumschule“ (eine ökologisch sinnvolle Land- und Forstwirtschaft) aufbauen:

  • es handelt sich um landwirtschaftliche Arbeit, die ganzjährig Gewinne erwirtschaften kann, damit würden die Projektteilnehmer direkt bezahlt werden können, gleichzeitig würde ein Teil des Gewinns in das Projekt zurück fließen und zur Reinvestition genutzt werden können.

  • es handelt sich um eine Arbeit, die die Eltern gewohnt sind und mit der sie sich vertraut fühlen – und für die sie keine zusätzliche Ausbildung brauchen.

  • Mit dem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag für den brasilianischen Umweltschutz.

 

Konkrete Ziele des Projektes:

  • Aufbau einer „Baumschule“ (ökologische Land- und Forstwirtschaft), in der Bäume und andere Pflanzen der Region angepflanzt und verkauft werden

  • Schaffung von Arbeitsstellen für die arme/unausgebildete Landbevölkerung/Eltern der „Projektkinder“

  • Ausbildung der Projektteilnehmer darin, wie sie die einheimischen Pflanzen für ihre Ernährung und sogar auch für medizinische Zwecke nutzen können

  • Ausbildung der Projektteilnehmer in Landwirtschaft und Verkauf der Produkte

  • ökologische Aufwertung der  Region

Schritte des geplanten Projekts

  • Aktivierung der Eltern, die sich oft kaum vorstellen können, von etwas anderem als von Gelegenheitsarbeiten und öffentlichen Mitteln zu leben (Hilfe zur Selbsthilfe)

  • Bildung einer ersten Gruppe von Teilnehmern, denen durch die Arbeit in der Baumschule ein Mindestlohn ermöglicht werden soll

  • Einweisung der Arbeitskräfte/Teilnehmer in der Arbeit (Anpflanzung und Verkauf)

  • Entwicklung eines Verständnisses für ökologische Zusammenhänge bei den Teilnehmern

  • Vermittlung von Wissen, dass man sich auch ohne viel Geld durch einheimische Pflanzen gut ernähren und sich sogar medizinisch versorgen kann

  • Begleitung und Unterstützung der Arbeitskräfte/Teilnehmer dabei, regelmäßig bei der Arbeit zu erscheinen und qualitativ hochwertig zu arbeiten.


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