Andere Projektländer   

Landwirtschaftliche Ausbildung
für benachteiligte Mädchen in Temuco, Chile

Projektbetreuung in Walldorf:

 

Doris Walter
Ana-Sophie Walter

 

Partner in Chile:

 

Orden "Santa Cruz", Temuco

Schwester Elia Cumiquir

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

Projektabschluss 2015

Die landwirtschaftliche Ausbildung für benachteiligte Mädchen trägt wahrlich Früchte. Die erste Generation unserer Schützlinge beendet nun erfolgreich ihre schulische Ausbildung und somit das zweijährige Projekt. Durch das gezeigte Engagement, das nicht nur monetär, sondern auch didaktisch von Erfolg gekrönt war, konnten jüngere Mitschülerin animiert werden, das Projekt weiterzuführen. Grundlegendes Wissen konnte dieses Mal von dem Abschlussjahrgang vermittelt werden – unsere Schützlinge fungieren als Multiplikatoren, sowohl an der Schule, als auch in ihren Heimatdörfern.

Durch diese erfreuliche, kontinuierliche Entwicklung ist die Fortführung des Projektes gewährleistet und kann in die Eigenverantwortlichkeit übergeben werden. Selbstverständlich wird das Geschehen weiter beobachtet und bei gegebener Notwendigkeit unterstützt.

Bitte schauen Sie sich ein Video der Schule an, mit dem u.a. mit dem Gewächshaus geworben wird:

Unser Projekt ist damit erfolgreich abgeschlossen!

 

Februar 2014, Fertigstellung des Gewächshauses

Das Gewächshaus wurde im Frühjahr 2014 durch ein lokales Bauunternehmen fertig gestellt. Bautechnische Schwierigkeiten wurden zu unserem Erstaunen mit chilenischem Ideenreichtum problemlos gelöst. Das Resultat: Ein 126m² großer „Ganzjahresgarten“, der unseren Mädchen nun erlaubt den Anbau dortiger Gemüse und Kräuter witterungsunabhängig zu erlernen. Wir hoffen, dass das Projekt ein voller Erfolg wird! Über Fortschritte wird berichtet.

Außenansicht Gewächshaus

Nutzung des Gewächshauses

Die Mädchen arbeiten fleißig im Gewächshaus. Engagiert bauen sie eigenverantwortlich Produkte an und versuchen diese auf lokalen Märkten sowie im Hofladen zu vermarkten. Vor allem der cilantro (Blattkoriander) ist ein Bestseller. Aber auch Anderes, wie beispielsweise Mangold, Spinat und Petersilie, findet seine Abnehmer.

Dank der kontinuierlichen Betreuung durch einen Landwirtschaftslehrer können die Mädchen sukzessive die angestrebten Gartenanbautechniken erlernen.

Das Wissen wird ihnen anschaulich bei der täglichen Arbeit vermittelt. Unsere Schützlinge sind mit vollem Eifer dabei – das Projekt entwickelt sich zusehends zu einem Selbstläufer.

 

Oktober 2013

Ende Oktober hat uns ein Dankesbrief von Schwester Elia Cumiquir
mit folgendem Wortlaut erreicht:

Temuco, 23 de octubre de 2013.

Sra.

Barbara Diehm/ Hilfe-zur-Selbsthilfe

Karl-Theodor-Strasse 3ª

69190 Walldorf

Alemania

 

Estimada Barbara,

 Junto con saludarla, nos permitimos escribirle con el objetivo de agradecer infinitamente la acogida y aceptación de nuestro Proyecto “Cultivos Orgánico de Hortalizas”, que será ejecutado en nuestro Establecimiento: Centro Educacional Agroturísitico Santa Cruz.

Este Proyecto permitirá ser una ayuda real para nuestras alumnas y sus familias, ya que el diseño de éste, apunta a extender la experiencia y conocimientos a sus propias familias, en el uso de sus propios terrenos y así, aportar a la mejora de su calidad de vida. 

Por tanto, con el aporte que Ustedes nos darán, permitirá que nuestra misión educativa de la Congregación de la Hermanas Maestras de la Santa Cruz siga siendo una realidad, la de formar mujeres emprendedoras, capaces de salir de la situación de pobreza, de manera digna, mediante su propio esfuerzo.

Una vez más agradezco en nombre propio y de las alumnas beneficiadas por vuestro aporte y le pedimos al Buen Dios, que les retribuya abundantemente su generosidad.

 

Le saluda afectuosamente,

               Hna. Elia Cumiquir          (Encargada del Proyecto)

 

Roh-Übersetzung:

Liebe Barbara,

Neben einem Gruß an Sie erlauben wir uns zugleich, Ihnen unsere grenzenlose Dankbarkeit auszudrücken für die Aufnahme sowie Zustimmung unseres Projektes „Organischer Gemüseanbau“, das in unserer Einrichtung "Centro Educacional Agroturístico Santa Cruz" durchgeführt wird.

Das Projekt wird eine wirkliche Hilfe für unsere Schülerinnen und deren Familien sein, da es auf die Gewinnung von Erfahrung und Wissen, sowie auf die Vermittlung des Gelernten an die eigene Familie abzielt. Erlernt werden soll die sinnvolle Nutzung des eigenen Grundstückes, die zukünftig eine Verbesserung der Lebensqualität der Schülerinnen bewerkstelligen soll.

Mit der Hilfe, die Sie leisten, können wir die Bildungsmission der Schwestern des Heiligen Kreuzes Wirklichkeit werden lassen:

aktive Frauen mit Unternehmensgeist auszubilden, die auf ehrwürdiger Weise und aus eigener Kraft fähig sind der Armut zu entfliehen.

Noch einmal danke ich Ihnen in meinem Namen und im Namen der begünstigten Schülerinnen für ihre Unterstützung und wir bitten den guten Gott, dass er Ihnen ihre Großzügigkeit reichlich vergüte.

Es grüßt sie herzlich,

 

Schwester Elia Cumiquir, Projektbetreuerin

 

Sommer 2013, Projektvorschlag

Im Jahre 1963 wurde die „Escuela Agricola Feminina Santa Cruz“ (Landwirtschaftschule Heilig Kreuz) für indigene  Mädchen (Mapuche) unter der Leitung des schweizerischen katholischen Ordens „Heilig Kreuz“ in Temuco/Chile gegründet.  An der Notwendigkeit einer derartigen Schule hat sich zwar bis heute nichts geändert, jedoch wurden aufgrund der wachsenden Schülerzahlen und politischer Vorgaben sowohl die Lehrmethode als auch die Lernziele modifiziert. Vor allem die landwirtschaftliche Ausrichtung wurde zu Gunsten neuer Lernbereiche wie Tourismus und Gastronomie reduziert, die einstige „Agricola“ in „Centro Educacional Agroturistico Santa Cruz“ (Schule für Agrotourismus) unbenannt.

Noch heute stammen die Schülerinnen aus ärmlichen, sozial schwachen, ländlichen Familien, für die eine fundierte und qualifizierte landwirtschaftliche Berufsausbildung durchaus von existenzieller Bedeutung ist. Der erfolgreiche Schulabschluss im "Centro" ermöglicht den Absolventinnen hingegen lediglich den Zugang zur eigentlichen Berufsausbildung, dort Studium genannt.

Mit dem von unseren Betreuerinnen in Walldorf vorgeschlagenen Projekt soll nun zunächst 5 in Abstimmung mit ihren Eltern sorgfältig ausgewählten Mädchen des "Centro" die Möglichkeit einer zusätzlichen, fundierten landwirtschaftlichen Ausbildung angeboten werden.

Auf dem Gelände des "Centro", auf dem auch Landwirtschaft mit Milchvieh und Molkereiprodukten betrieben wird, wird den Mädchen bisher ungenutztes Ackerland zur eigenverantwortlichen Bearbeitung Verfügung gestellt. Hier können sie unter Anleitung von Fachleuten des Ordens "Santa Cruz" in einer 3-jährigen Lehre Gartenanbautechniken unter Verwendung organischen Düngers und Gesichtspunkten des Umweltschutzes erlernen, mit denen sie später in der Lage sind, auch die Lebensbedingungen ihre jeweiligen Familien zu verbessern.

Die Schülerinnen erhalten das notwendige Kleingerät sowie Saatgut und nach Abschluss der Ausbildung erhalten sie das selbst erzeugte Saatgut und Setzlinge als „Startkapital“ für ihre eigene Landwirtschaft in den Familien.

Neben der Anleitung zum Anbau erhalten die Mädchen auch Unterricht zur anschließenden Vermarktung. Die erzielten Gewinne werden von der Projektbetreuerin vor Ort, Schwester Elia Cumiquir, verwaltet. Das Geld soll je nach Bedarf als Reinvestition in das Projekt oder in die Weiterbildung der Schülerinnen dienen. Am Ende ihrer Ausbildung sollen die Mädchen in der Lage sein aktiv die eigenen Familien zu unterstützen und die Lebensumstände zu verändern. An diesem Projekt können nur Mädchen teilnehmen, deren Eltern sich kooperativ zeigen. Es ist auch geplant, dass Mädchen aus dem Hogar „Cecilia B. de Widmer“ hier eine Weiterbildung erhalten können, wenn sie dazu geeignet sind.

Aufgrund des herrschenden Klimas in Chile ist für eine erfolgreiche Projektdurchführung ein Gewächshaus erforderlich.

Für den Bau des Gewächshauses (ca.126m²), die erforderliche technischen Geräte und das beim Projektbeginn erforderliche Saatgut werden insgesamt 5000 Euro benötigt. Der Vorstand unseres Vereins hat beschlossen, sich an diesen Kosten zu beteiligen.

Die 5 jungen Mädchen beim Projektstart

Das vom Orden "Santa Cruz" zur Verfügung gestellte Ackergelände

Ein solches Gewächshaus ist erforderlich

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.puente-esperanza.com


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