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Therapieraum für das Mädchenheim Cecilia B. Widmer
(Hogar „Puente Esperanza“) in Traiguen, Chile

 

Projektbetreuung in Walldorf:

 

Doris Walter
Ana-Sophie Walter

 

Partner in Chile:

 

Orden "Santa Cruz", Temuco

Schwester Gema Barahona

 

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

Oktober 2014

Im Laufe des Jahres 2014 gestaltete die Puente Esperanza den stark heruntergekommenen sowie trostlosen Innenhof des Hogar Cecilia B. de Widmer, der unseren Schützlingen ganzjährig als (einzige) "Spielwiese" dient, farblich neu. Eine kinderfreundliche Bemalung der (Arkaden-) Wände sowie ein buntes, lebhaftes Graffiti sollen den Mädchen ein Daheimgefühl vermitteln und einen Farbklecks in ihrem oft monotonen Leben darstellen.

Bemalung der Arkaden im Innenhof

Im Rahmen dieser Arbeiten wurde jedoch festgestellt, dass der Boden des teilweise überdachten Innenhofes sich in einem weit aus schlechteren Zustand befindet als zunächst angenommen.

Der bereits über 30-jährige Bodenbelag (Betonplatten) wurde durch heiße Sommer und kalte Winter, sehr starke Regenergüsse, sowie etliche Erdbeben erheblich beansprucht. Eine Neigung des Bodens zum Ablauf des Regenwassers oder eine effektive Drainage sind nicht vorhanden.

Durch diese Faktoren wurden die Bodenplatten im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich unterspült und wölbten sich dementsprechend. Sie sind daher nicht nur optisch ein Dorn im Auge, sondern stellen auch ein ernsthaftes Sicherheits- beziehungsweise Verletzungsrisiko für unsere Schützlinge beim Toben sowie ausgelassenem Spielen dar.

Eine Sanierung des Innenhofbodens erscheint, früher als zunächst angedacht, aufgrund der angeführten Umstände als dringend erforderlich.

Der triste Innenhof mit dem defekten Boden vor der Bemalung der Arkaden

Unsere Unterstützung:

In seiner Sitzung im November 2014 hat der Vorstand entschieden, dass der Verein das Projekt mit mit einem Betrag von 6.000 € unterstützt.

 

Oktober 2012

1. Hintergrund:

Im Jahre 1981 wurde das Internatsähnliche Mädchenheim Cecilia B. Widmer, unter Leitung der Schwestern des katholischen Ordens 'Congregación Hermanas Maestras de la Santa Cruz', in der Kleinstadt Traiguen gegründet. Haus und Gelände sind im Eigentum der namensgebenden Stiftung. Es besteht eine Zusammenarbeit mit der staatlichen lnstitution SENAME, Internationaler Dienst für Minderjährige. Traiguen liegt ca. 600 km südlich der Hauptstadt Santiago

Fünfzig bis sechzig Mädchen, indigener Herkunft, zwischen 2 und 20 Jahren finden seitdem ein liebevolles, betreutes zuhause. Zugewiesen werden die Kinder durch das zuständige Jugendgericht, welches dem deutschen Jugendamt entspricht.

Die Herkunft der Kinder ist meist unklar. Die Mütter sind in den meisten Fällen minderjährig, alleinerziehend und sich ihrer Verantwortung in keinerlei Hinsicht bewusst. Gravierende innerfamiliäre Missstände wie: Arbeitslosigkeit und Alkoholsucht der Eltern, Verwahrlosung, Gewalt im sozialen Nahraum verbunden mit meist regelmäßigen sexuellem Missbrauch,  (Kinder-) Prostitution und die Gefahr des Abrutschens in die Kriminalität, sind der Regelfall. Resultierende geistige und körperliche Behinderungen durch exzessives Leben der Eltern liegen meist vor; sozialverträgliches Verhalten wird folglich überwiegend als Schwäche verstanden.

Ziel der Einrichtung ist es gerade diese schwer sozial-/ und körperlich geschädigten Kinder zu resozialisieren, psycho-therapeutisch und medizinisch zu betreuen, eine schulische Ausbildung nach individueller Veranlagung zu ermöglichen - schlicht sie auf ein selbständiges Leben mit Zukunft vor zu bereiten.

Das Finden des eigenen Ichs und das Entwickeln eines gesunden Selbstwertgefühles soll ermöglicht werden. Hygienische und frauenspezifische Dinge werden vermittelt, umso durch die heranwachsende Frauen- und Müttergeneration eine positive Veränderung in der Zukunft zu bewirken.

2. Vorhaben:

Als neues Projekt wird die Einrichtung eines speziellen Therapieraumes (Physio- und Ergotherapie) im Heimgebäude angestrebt. Bisher werden die Kinder zu den Behandlungen gefahren und jede Therapiestunde wird teuer bezahlt. So können zurzeit die Therapien nur alle ZWEI Monate stattfinden. Durch die Anschaffung einfacher Geräte und ergänzender Materialen wie Matten, Bällen, Bändern etc. soll es möglich werden, dass mehrfach pro Woche Übungen möglich sind und damit eine wesentliche Verbesserung des Gesamtbefindens herbeigeführt werden kann.

3. Unsere Hilfe:

In seiner Sitzung vom Oktober 2012 hat der Vorstand entschieden, dass der Verein das Projekt mit mit einem Betrag von 3.500 € unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.puente-esperanza.com


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