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Unser Engagement in Guinea

 

 

Andere Projektländer 

 

Bildungsförderung
in
Fodécariah, Oberguinea

Projektbeginn:

Projektende:

2017

 

 

Projektbetreuung in Walldorf:
Frau  Isolde Dobhan

Frau Martine Clémot
Bildungsförderung Oberguinea e.V. 2017

 

Partner in Guinea

Mamadi Kaba
Elternverein APEAE Fodécariah

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

Juli 2017

Allgemeine Projektbeschreibung:

Zu Beginn des Jahres 2007 gründete Frau Clemot den gemeinnützigen Verein Bildungsförderung in Oberguinea e.V. und initiierte damit ein Schulprojekt im Heimatdorf ihres Ehemannes Mamoudou Keita, um den Kindern des Dorfes eine Zukunftsperspektive zu schaffen.

Fodécariah

Die Hauptstadt Oberguineas ist Kankan (100.000 Einwohner).
Sie ist 700 km von der Hauptstadt Conakry entfernt.

Wo liegt unser Schulprojekt?

Fodécariah (Foderika auf Google Maps) liegt in Oberguinea, einer der 4 Regionen Guineas. Diese Plateau-Region liegt in 200 bis 400 Metern Höhe und hat 2 “Jahreszeiten“: - Die trockene Wintersaison, von November bis Mai, in der die Temperaturen im Dezember zwischen 12° nachts und 28° tagsüber liegen, im März und April jedoch auf 40-45°ansteigen. Die regnerische Sommersaison von Juni bis Oktober, die Zeit der Feldbestellung.

Dieses Savannengebiet ist sehr fruchtbar, weil es von vielen großen Flüssen durchzogen wird. Die Bewohner Oberguineas leben im Wesentlichen vom Anbau von Baumwolle, Mangofrüchten, Erdnüssen, Karite-Nüssen, Reis und Cashewnüssen.

Oberguinea ist aber vor allem das Zentrum der Kultur der Mandinge – einem alten traditionellen westafrikanischen Handelsvolk und international bekannt in der World Music.

 

Das Dorf Fodécariah (16.500 Einwohner) ist 60 km von Kankan entfernt und bisher abhängig von der Nafadji-Präfektur, einer Unterpräfektur von Kankan. Fodécariah ist damit das größte Dorf im Ballungsgebiet Balimama (50.000 Einwohner) und ist ein typisches großes oberguineisches Dorf aus Lehmhütten. Es existiert noch keine öffentliche Stromversorgung und es gibt noch zu wenig Trinkwasserbrunnen. Obwohl sie die Rückständigkeit der öffentlichen Infrastruktur weitgehend als schicksalhaft hinnehmen, kämpfen die Einwohner Fodécariahs mit viel Engagement für die angemessene Ausbildung ihrer Kinder.

Trotz demokratischer Wahlen und Verbesserungen im Bildungssystem, gibt es viel zu wenig Lehrer und große Mängel in der Lehrerausbildung. Daher sind die Klassengrößen in ganz Guinea immens. In jeder Grundschulklasse werden meistens zwischen 70 und 90 Kinder unterrichtet.

 

Was wurde bisher erreicht?

In den vergangenen 10 Jahren wurde durch den Verein Bildungsförderung Oberguinea e.V. ein Schulcampus errichtet, der aus einer Bibliothek (3 Räume), einer Realschule (8 Schulklassen), einem Gymnasium (6 Schulklassen), 2 Büros und einer Schulkantine besteht.

Die Realschule mit 8 Schulklassen für 400 Schülerinnen und Schüler

Das Gymnasium mit 6 Schulklassen für 300 Schülerinnen und Schüler

Die Schulkantine für 500 Schülerinnen und Schüler (bis zu 1000 Essen pro Tag in 2 Schichten)

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V. hat sich entschlossen, die Beschaffung notwendiger Lehrmaterialien für die 2 Parallelklassen der 11. Klasse mit 5.000 Euro zu unterstützen. Somit werden wir 300 Kindern, die den Schulbesuch von der 11. bis zu 13. Klasse ab Oktober 2017 absolvieren, helfen können, sich besser auf die staatliche Abschlussprüfung Baccalauréat (Abitur) vorzubereiten. Die Schulbücher verbleiben im Besitz der Schule. Sie werden am Anfang des Schuljahres im Ausleihverfahren zu Verfügung gestellt und am Ende des Jahres wieder eingesammelt.


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