Anfang
 

Andere Projektländer  

 

Fußball als Lebenschance
Förderung von Jugendlichen im
Township Katatura, Windhoek

Projektbeginn:

Projektende:

 

2018

 

 

Projektbetreuung in Walldorf:

Christina Hümmler

Annika von Redwitz

 

Partner in Windhoek

Uerikondjera  Kasaona

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

(erst im Jahresbericht 2019 verfügbar)

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

Sommer 2018

Als Uerikondjera “Mamie” Kasaona als Kind mit ihren Brüdern Fußball spielte, wurde sie vom Feld gejagt. Sie gehört dem Himba-Stamm an, einem nomadischen Volk in Namibia, das ein sehr traditionelles Stammesleben lebt. Die Menschen im Dorf sagten, dass sie gegen ihre Kultur ging – Fußball sei nichts für Mädchen. Aber niemand konnte sie daran hindern; ihre Leidenschaft für Fußball war einfach zu groß. Trotz aller Schwierigkeiten wurde “Mamie” Kasaona Spielerin der namibischen Nationalmannschaft. Sie hat studiert und arbeitet als Lehrerin in Katatura, einer der Slums der Hauptstadt Windhoek. Dort hat sie 2017 ihre eigene Fußballschule gegründet, um Mädchen und Jungen aus einfachen Verhältnissen die Möglichkeit zu geben, durch Fußball zu lernen und zu wachsen, so wie sie es selbst getan hat.

Zu ihrem sozialen Engagement sagt Mamie: „Sport trägt zu einer gesunden kindlichen Entwicklung bei, es erhöht das Selbstwertgefühl und bildet Lebenskompetenz. Sie werden eher nicht kriminell oder fangen mit Drogen an. Durch Fußball lernen die Kinder wichtige Lektionen über Respekt, Toleranz und Zusammenarbeit. Sie merken, dass sie durch Training und Disziplin besser werden. Dies hilft ihnen, auch in der Schule besser abzuschneiden.

Ca. 80 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 8 – 14 Jahren nehmen derzeit am Training teil. Wer keine eigenen Schuhe oder Sportkleidung hat, wird von Mamie eingekleidet. Manchmal geht es auch um ein neues Schulhemd, damit das Kind weiter in die Schule geht und sich nicht für seine kaputte Kleidung schämen muss. Sie nimmt sehr gerne Kinder auf, die aus besonders schwierigen Verhältnissen kommen. Wenn sie Kinder sieht, die auf der Straße Fußball spielen, spricht sie diese an und fragt, ob sie Lust haben, bei ihr zu trainieren. So entdeckt sie immer wieder Talente auf der Straße und unterstützt sie dabei, eine bessere Zukunft für sich selbst zu gestalten.

Der Verein Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf hat sich entschlossen, diese besondere und sicher sehr wirkungsvolle  Art der Förderung benachteiligter Jugendlicher in den Townships von Katatura mit einem Beitrag von 5.000 Euro zu unterstützen.

Durch unseren Beitrag können Schuhe, Trikots, Bälle und kleine Trainingsutensilien angeschafft werden.

 

Die Fußballmannschaft der Jugendlichen aus dem Township Katatura, Windhoek,

"Mamie"
Uerikondjera  Kasaona
mit Himba-Frauen

 


  Länderübersicht