Andere Projektländer   

Unterstützung eines Neubau-Projektes für Familienhäuser
in Bajo Piura nach der Überschwemmung 2017

Projektbetreuung in Walldorf:

Frau Rita Stern

Herr Matthias Gramlich

   

Partner in Peru

Frau Gabriela Entaria
NGO "CANAT"

 

 Die zusammengefassten Informationen zum Verlauf unserer Projekte in Peru entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

 

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

Juli 2017

Im Zusammenhang mit den Regenfällen im Jahr 2017 wurden Hütten von Familien und Mitarbeitern von CANAT teilweise ganz zerstört.

Betroffen waren 40 Familien, deren Kinder bisher die verschiedenen Projekte von CANAT besuchen. Ihre Hütten waren von den Fluten weggespült oder zerstört worden. Sie hatten nichts mehr. Einige Kinder konnten nicht mehr zur Schule gehen, da sie arbeiten und Geld verdienen mussten, das notwendig war, um die Hütten wieder aufzubauen.

Eine einfache aber stabile Hütte kostete ca. 600 €.
Die Unterstützung der geschädigten Familien zum Wiederaufbau der zerstörten Häuser machte eine Kooperation zwischen CANAT und den Familien notwendig. In diesem Zusammenhang kümmerte sich CANAT um die Planung relativ sicherer Häuser. Dabei war CANAT auch auf die Mitarbeit und das Fachwissen von Technikern und einem Architekten angewiesen.

Die Häuser wurden so geplant, dass sie künftigen Regenfällen standhalten können. Da die Häuser in der Vergangenheit keinen Raum hatten, der den minimalsten Schutz der Bewohner vor Regen bieten konnte, war es wichtig, für jedes Haus einen entsprechenden Schutzraum zu bauen.

CANAT übernahm die wirtschaftlichen Kosten. Die Familien halfen, das Gelände und die Materialen auszusuchen und waren in allen Bauprozessen eingebunden. Bei dem Bau der Häuser wurden Materialien aus der Umgebung verwendet.

Gabriela Rentaria – die Projektbetreuerin vor Ort - informierte uns regelmäßig über den Fortschritt der Baumaßnahmen. Sie berichtete, dass zwischen CANAT und den betroffenen Familien eine gute Zusammenarbeit bestand.

Durch eine großzügige Spende anlässlich eines runden Geburtstags konnten wir den Bau von 4 Häusern finanzieren. Davon waren 2 Häuser für Familien aus Piura und 2 Häuser für Mitarbeiter von CANAT.

Auch die Familie Tavara Mena hatte fast alles verloren. Wir konnten mit unserer Hilfe dieser Familie wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben. (siehe Dankbrief unten).

 

Beratung vor Ort durch Spezialisten

Ein neues Haus und sein stolzer Besitzer

Provisorische Unterkunft und Instandsetzungsmaßnahmen

 

Ende 2017

Nach der Fertigstellung der Häuser erreichten uns Dankesbriefe der betroffenen Familien, die durch die Überschwemmung fast alles verloren hatten.
Hier zwei Beispiele:

Übersetzung:

Übersetzung:

Brief von Familie Jorge Tavara Mena

 

Catalaos 26. De Okctubre 2017

 

Srs. Walldorf,

Wir sagen ihnen besonderen Dank und sie haben ein großes Herz, weil sie uns dort helfen wo es notwendig ist.

Diese wenige Worte die ich schreibe, sind für meine Familie und mich, ihnen unendlich für ihre wirtschaftliche Hilfe,  die sie uns gegeben haben um ein Teil der Verluste die wir durch die Überschwemmung des Flusses erlitten haben,  danken.

Denn ich sage ihnen, dass wir selbst nicht in der Lage gewesen wären dafür aufzukommen.

Wir sind ihnen ebenso sehr dankbar, dass Leute wie sie, die bereit sind zu helfen, ohne im Gegenzug etwas zu verlangen.

Gott und die Heilige Maria soll sie erleuchten für diese Hilfe für uns, die notwendig ist.

 

Vielen Dank

Brief von Aura Yarleque Sernaque

 

Verehrte Freunde in Walldorf.

Ich bin Aura Yarleque Sernaque, Arbeiterin bei CANAT.

Ich möchte ihnen unendlich danken, dass sie an die ArbeiterInnen von CANAT denken. Die Regenfälle haben uns alle getroffen. Für diejenigen denen der Fluss alles genommen hat, sind wir emotional stark betroffen.
Jedes Wochenende haben wir gebraucht um das Viertel zu säubern und zu reinigen, von dem was von den Sachen übrig blieb. Wir mussten Decken reparieren, die Wände trocknen, weil sie schimmlig waren und herabfallen konnten.
In meinem Haus stand das Wasser 1,5 m hoch. Ich wohne in einem unteren Teil in dem Bezirk bei dem markt Catacaos, das ist ein Markt für Anlieferungen. Das ganze Wasser lief im Zentrum des Distrikts und sammelte sich im Gebiert, in dem ich lebe.
Das Haus war 40 Tage unbewohnbar. Danach kehrten wir zurück, um zu reparieren und begannen mit dem Aufbau.
Danke für diese Geste der Solidarität für uns, die uns hilft Schritt für Schritt fortzufahren, die kleinen Dinge zurückzugewinnen, weil das intakte Leben, das uns geblieben ist, uns antreibt weiter zu machen.
 

Ich danke ihnen unendlich für die Aufmerksamkeit, nach uns zu fragen, und in Gedanken mit uns zu sein.

 

 

 


Projektübersicht Peru