Andere Projektländer  

 

Straßenkinderheim "Wiedergefundene Hoffnung" in Bocsa

 

Projektbetreuung in Walldorf:

Andrea Erny

Projektbegleitung in Walldorf

Schulgemeinschaft des Gymnasiums Walldorf

Projektbetreuung vor Ort:

 

Sanda Koron, Lehrerin, Psychologin,
und Leiterin des Kinderzentrums

Schwester Gertrud Petschan

 

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

Die Aktion Unity, eine Vereinigung von jungen Schweizer Katholiken, hat im Sommer 2010 das Kinderzentrum in Bocsa besucht und nach ihrer Rückkehr beschlossen, sich für das Projekt Spiel- und Sportplatz einzusetzen und einen ersten Projektbeitrag für dessen Realisierung zu sammeln. Ein dazu erstellter, sehr informativer Video-Beitrag zeigt auch unsere Projektpartnerin vor Ort, Schwester Gertrud Petschan

 

Gemeinsam mit dem Gymnasium Walldorf:

Hilfe für rumänische Kinder

Vor etwa 10 Jahren stellte  die Lehrerin Sanda Koron in Bocsa fest, dass sehr viele Kinder  in dieser kleinen Stadt im Banat ihr Leben selbstständig auf der Straße verbrachten und nicht zur Schule gingen. Aufgrund der schwierigen familiären Situationen dieser Kinder – Arbeitslosigkeit der Eltern, Armut, Krankheiten, Alkoholprobleme usw. – waren viele sich selbst überlassen. Dagegen wollte sie Abhilfe schaffen: Sie rief eine private Initiative ins Leben, ein Tageszentrum für Straßenkinder. Es gelang ihr, von der Stadtverwaltung ein Gebäude zur Nutzung zu erhalten, in dem die Kinder täglich eine warme Mahlzeit bekommen und Hausaufgaben mit Unterstützung erledigen können. Im gleichen Haus sind außerdem 5 Kindergartengruppen untergebracht. Frau Koron ist inzwischen die Leiterin des Kinderzentrums.

Die wirtschaftliche Situation der Stadt Bocsa ermöglicht aber nur die Bereitstellung sehr begrenzter Mittel zur Versorgung der Kinder. So stammen die Lebensmittel (zur Versorgung der Kinder) zum überwiegenden Teil aus Spenden. Unterstützung bekommt Frau Sanda Koron noch von Ordensschwestern aus dem Kloster Wernberg in Österreich, die im Nachbarort Tirol stationiert sind. Zu ihnen gehört Schwester Gertrud Petschan, die wiederum die Schwester von Herrn Walter Petschan, Lehrer am Gymnasium Walldorf, ist.

Mit bewundernswerter Energie und entschlossenem Einsatz kümmert sich Frau Koron mit wenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit Hilfe der Wernberger Schwestern darum, dass keinem Kind  die Hoffnung auf ein lebenswertes Leben verloren geht. Im Sommer des letzten Jahres erhielten 41 Kinder eine Auszeichnung für gute Schul-Leistungen, kein Kind musste eine Klasse wiederholen.


Frau Sanda Koron im Speisesaal


Der Aufenthaltsraum

Bereits in den letzten Jahren hat es bereits mehrfach Kontakte zwischen dem Gymnasium und dem Straßenkinderheim gegeben. Durch Spenden bei Schulgottesdiensten und bei einer Weihnachtsaktion wurden Geld, Schulmaterialien und Sportkleidung für die Jungen und Mädchen in Bocsa gesammelt.

Da es einer Schule wie dem Gymnasium Walldorf es gut ansteht, ein soziales Projekt dieser Art zu unterstützen, möchte die Schulgemeinschaft den Kontakt zu dem Straßenkinderheim in Bocsa (wieder) intensivieren und mit Hilfe des Vereins "Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V." bei  der dringend erforderlichen Renovierung des Hauses mithelfen. Vor allem sollten zunächst in den Räumen, in denen täglich etwa 100 Kinder versorgt werden und in denen sie ihre Hausaufgaben erledigen können, die Fenster erneuert werden. Weiterer Sanierungsbedarf besteht in der sehr beengten Küche, in den Sanitäreinrichtungen und im Treppenhaus.


Blick aus dem Fenster


Hübsch dekoriert

Gelder vom Sozialen Tag und vom Schulfest werden den Kindern zugutekommen, damit sie auch weiterhin eine Unterstützung in ihren schulischen Laufbahnen erhalten können.

Für die Sanierungsarbeiten in einer ersten Bauphase an dem Gebäude wurden im Frühjahr 2012 insgesamt 4.500 Euro zur Verfügung gestellt, davon 3.000 Euro als Eigenmittel des Gymnasiums Walldorf  und weitere 1.500 Euro aus den Mitteln des Vereins.

Wir werden den Verlauf der Sanierungsarbeiten verfolgen und im Herbst 2012 über Umfang und Gestaltung unserer Förderung weiterer Baumaßnahmen entscheiden.


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