Andere Projektländer  

 

Straßenkinderheim "Stern der Hoffnung" in Busiaz

 

Projektbetreuung in Walldorf:

Andrea Erny

Projektbegleitung in Walldorf

Schulgemeinschaft des Gymnasiums Walldorf

Projektbetreuung vor Ort:

 

Sanda Koron, Lehrerin, Psychologin und Leiterin des Kinderzentrums

Arthur Koron, Vereinsvorsitzender

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

  (noch offen)

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

September 2018:

Auf unserer Sommerreise nach und durch Rumänien haben wir unser Projekt in Buzias besucht und gestaunt, was seit dem Frühjahr alles fertig gestellt und eingerichtet werden konnte. Sanda und Otti Korom haben das neue Haus bezogen und Kontakte in die Gemeinde Buzias geknüpft. Über die Schule haben sie Familien und Kinder kennengelernt, die sie unterstützen. Im Mai wurde begonnen, im Garten ein zusätzliches Gebäude zu erstellen, in dem die Kinder zum Essen kommen und ihre Schularbeiten erledigen können. Während unseres Besuches wurden die letzten Arbeiten erledigt. Bisher war es nur möglich, sich im Garten zu einer kleinen Mahlzeit oder zum Grillen zusammenzusetzen. Ab September wird es einen regelmäßigen Mittagstisch geben.

An einem späten Nachmittag unseres Aufenthaltes kamen wir mit einigen Kindern und Jugendlichen zum Grillen zusammen. Auf Englisch und Deutsch klappte die Verständigung sehr gut. Die Kinder berichteten von ihrem Schulalltag, der sich nur wenig von unserem unterscheidet, aber auch von ihren individuellen Lebensverhältnissen mit vielen Geschwistern und Mutter in einer Zweiraumwohnung, Eltern, die im Ausland arbeiten, einer Mutter, die wegen ihrer Krebserkrankung lange Zeit gar nicht arbeiten konnte, einer Einzimmerwohnung, die von Oma, Mutter und 15jährigem Sohn bewohnt wird. Beglückend war es für uns zu sehen, wie zufrieden und fröhlich alle die Stunden im Garten des Kinderzentrums verbrachten. Sanda Korom hat es in kurzer Zeit verstanden, den Kindern einen geschützten Raum zu geben, in dem sie über ihre Probleme sprechen und neues Selbstvertrauen gewinnen können.

Bei unserem Besuch hatten wir neben Sachspenden – Kleidung, Bettwäsche, Handtücher, Schul- und Bastelmaterialien - noch einmal Spendengeld dabei, um vor Ort für die Ausstattung des Speisesaals zu sorgen. Nachdem es bereits aus anderen Spenden Tische und Stühle gab, entschieden wir, den Raum mit einer Klimaanlage auszustatten. Auch in Rumänien war der Sommer sehr heiß! Außerdem konnten wir die sanitären Einrichtungen ergänzen. Familie Korom war und ist überglücklich über die Unterstützung aus Walldorf und lässt allen sehr herzlich danken.

Im Bild Mitte der neue Speisesaal. Die neue Küche (Bild re.), die mit Hilfe von Spenden aus Walldorf eingerichtet wurde, bietet zusammen mit der Speisekammer und dem Vorratskeller optimale Bedingungen für die Versorgung der Kinder.

 

November  2017:

Für fünf Jahre hatte die Gemeinde Nitchidorf Sanda Korom und ihren Mitarbeitern die alte Schule in dem kleinen Dorf überlassen. Im Frühjahr 2018 läuft der Vertrag aus. Die Gemeinde und die Schule in Nitchidorf haben die Hilfe zur Selbsthilfe angenommen.

Familie Korom hat ein neues Projekt ins Leben gerufen. In der nahe gelegenen Kleinstadt Busiaz konnte sie mit Hilfe einer Stiftung in Liechtenstein ein altes Haus erwerben. Auch in Busiaz soll es eine Anlaufstelle für Kinder geben, die Hilfe nötig haben: Hilfe in psychologischer Hinsicht, Hilfe bei schulischen Schwierigkeiten, Hilfe bei der Vorbereitung auf das Berufsleben.

Das neue Haus soll vor Weihnachten 2017 bezogen werden, noch sind Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten nötig, vor allem bei den elektrischen Leitungen, bei der Heizung und bei der Ausstattung der Küche. Arthur Korom packt selbst mit an, unterstützt wird er von Jugendlichen aus dem Gefängnis, die er in sinnvolle Tätigkeit einbeziehen darf. Dennoch bleiben in Rumänien die Probleme, die es auch in den anderen Projekten gab: Handwerker arbeiten unzuverlässig, auf Baustellen wird Material entwendet, die Korruption macht viele Vorgänge langsam oder unmöglich, wenn man sich daran nicht beteiligt.
Nach den guten Erfahrungen der Arbeit von Sanda Korom und ihren Helfern unterstützt die Schulgemeinschaft auch dieses Projekt. Wir wissen unser Spendengeld in guten Händen für Schulmaterial und Freizeitbeschäftigung, für Zeiten am Tag, in denen Kinder ihre bedrückende Situation, die sie zu Hause erleben, ein bisschen vergessen und neue Hoffnung unter dem „Stern der Hoffnung“ finden können. Ein neuer Schwerpunkt in diesem Projekt wird aber auch die Unterstützung Jugendlicher sein, die nach erfolgreichem Abschluss der Schule eine Berufsausbildung anstreben. Wir sind gespannt, welche Möglichkeiten sich eröffnen werden.

Das neue Haus für Straßenkinder in Busiaz.

Die Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten sind in vollem Gange. Sanda und Otti Korom rechnen fest damit, noch vor Weih-nachten umziehen zu können. Dann dürfen die Kinder aus Busiaz regelmäßig kommen, um ihre Hausaufgaben zu erledigen, in Ruhe zu spielen und die täglichen Sorgen ein bisschen zu vergessen.

Wie auch bei den anderen, inzwischen abgeschlossenen Projekten in Rumänien, leistet der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V." finanzielle Unterstützung für das neue Engagement des Ehepaares Koron, das in Walldorf wieder von Frau Andrea Erny betreut und von der Schulgemeinschaft des Gymnasiums Walldorf begleitet wird.  

 


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