Andere Projektländer  

 

Straßenkinderheim "Stern der Hoffnung" in Nitchidorf

 

Projektbetreuung in Walldorf:

Andrea Erny

Projektbegleitung in Walldorf

Schulgemeinschaft des Gymnasiums Walldorf

Projektbetreuung vor Ort:

 

Sanda Koron, Lehrerin, Psychologin und Leiterin des Kinderzentrums

Arthur Koron, Vereinsvorsitzender

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

 (Abschlussbericht in unserem Jahresheft 2018)

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

September  2016, Danke aus Nitchidorf:

Die Schäden, die das Unwetter im Juli angerichtet hat, konnten dank der Unterstützung aus Walldorf behoben werden.

Anfang Juli erreichte uns die Nachricht, dass ein Unwetter im rumänischen Nitchidorf große Schäden angerichtet hatte. Das Wasser stand nach heftigen Regenfällen in Häusern, Gärten und auf den Feldern. Viele Familien mussten mit dem Nötigsten unterstützt werden. Es fehlten Lebensmittel, Möbel waren unbrauchbar, Baumaterial musste eingekauft werden. Zwei Häuser waren sogar unbewohnbar geworden.

Sanda Korom vom Kinderzentrum war mehrere Tage im Dorf unterwegs, um mit Lebensmitteln und Mineralwasser, aber auch mit Zuspruch und Trost zu helfen. Im Kinderzentrum wurde für alle gekocht, die Unterstützung brauchten.

Mittlerweile sind die schlimmsten Schäden repariert. Aus Nitchidorf erreichen uns herzliche Grüße und Dank für die „Blitzhilfe“, die die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Walldorf unmittelbar nach ihrem Sommerfest geleistet hat.

     

 

September  2015, Neues aus Nitchidorf:

In diesem Jahr gab es in Nitchidorf etwas Besonderes: auf Initiative ehemaliger Bewohner von Nitchidorf, die vor etwa 25 Jahren nach Deutschland übergesiedelt sind, und Vertreter der politischen Gemeinde wurde an die Gründung Nitchidorfs und die Einrichtung einer Schule vor 230 Jahren gedacht. Aus diesem Anlass verknüpften wir unseren Urlaub wiederum mit einem Besuch des Zentrums „Stern der Hoffnung“. Obwohl Sommerferien waren, fanden sich viele Schülerinnen und Schüler in Trachten an der Schule ein, um die Gäste aus Deutschland und Rumänien zu begrüßen. Die ehemaligen Nitchidorfer zeigten sich erstaunt und berührt, dass in ihrer alten Heimat mit Unterstützung des Gymnasiums Walldorf und des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe, Walldorf“ eine solche Einrichtung für Kinder und Jugendliche besteht. Als Gastgeschenk hatten wir für die Küche zwei große Geräte besorgen lassen, die der Koch Attila Korom gerne entgegennahm. Für die Schüler gab es Schulmaterialien und Süßigkeiten. Im persönlichen Gespräch mit Sanda, Attila und Arthur Korom wurde uns wieder klar, unter welch schwierigen Bedingungen die Arbeit an jedem Tag bewältigt werden muss: Korruption, Einmischung der politisch Verantwortlichen mit eigenen Interessen, manchmal aber auch Neid und Missgunst stehen den schlechten sozialen Bedingungen und der Armut gegenüber. Dennoch strahlen alle drei eine Energie und eine Einsatzbereitschaft für die anvertrauten Kinder und Jugendliche aus, die man nur bewundern und mit weiterem Einsatz von Deutschland aus unterstützen kann.


Geschenk aus Walldorf

Plakat zum Jubiläum

Festkleidung

Gedenktafel

 

Frühjahr 2015, Ein Dankesbrief aus Rumänien

Im Frühjahr dieses Jahres erhielten wir von Miruna, einem Mädchen aus dem Kinderheim, einen Dankesbrief, den wir unseren Spendern und Förderern nicht vorenthalten möchten:

 

 

Ich heiße Miruna, bin 14 Jahre alt und gehe jeden Tag in das Zentrum „Stern der Hoffnung“. Dort bekomme ich eine warme Mahlzeit, kann meine Hausaufgaben machen und mit Frau Sanda meine Probleme besprechen. Wir sind 46 Kinder, die ins Zentrum kommen. Wir feiern miteinander, spielen und basteln. Einige von uns lernen Gitarre spielen. In unserem Speiseraum hängt ein großes Herz aus rotem Karton, und in dieses Herz haben wir viele kleinere Herzen geklebt. Auf den meisten Herzen steht ein Name, auch der Ihre. Es sind die Namen all der Menschen, die immer wieder an uns denken und mit Geld- und Sachspenden dafür sorgen, dass es uns gut geht, und ein Licht in unseren Alltag bringen.

Das Schuljahr geht langsam zu Ende, und wir wollen Ihnen heute für alle Hilfe danken, für die warmen Mützen und Socken, für die Lebensmittel und Süßigkeiten zu den Feiertagen, für Heft, Farbstifte etc. Viele von Ihnen haben diverse Aktionen gestartet, um Geld für uns zu sammeln. Für alles danken wir Ihnen, und wir bitten Sie, uns weiterhin einen Platz in Ihrem Herzen zu schenken.

Es grüßen Sie dankbar die Kinder aus Nitchidorf

Miruna

 

 

Januar 2015, Impressionen von der Weihnachtsfeier im Kinderheim

Zu Beginn des neuen Jahres haben uns Bilder aus Nitchidorf erreicht. Sie zeigen die Kinder des Zentrums „Stern der Hoffnung“ bei ihrer Weihnachtsfeier. Liebevoll hatte Sanda Korom zusammen mit ihren Mitarbeitern die Kinder auf Weihnachten eingestimmt und mit leckerem Essen und kleinen Geschenken für einen besonderen Tag gesorgt.

     

Üppiges Essen, kleine Geschenke und fröhliche Stimmung auf der Weihnachtsfeier der Kinder in 'unserem' Kinderheim in Nichidorf

     

Zu Vorweihnachtszeit gehört es dazu, dass die Kinder lernen, dass auch sie anderen eine Freude machen können. So gab es eine Aktion im Krankenhaus von Temeschwar,  bei der Kinder aus Nitchidorf kleinen schwer kranken Patienten eine Freude machten.

Besuch im Krankenhaus

 

September 2014, Neues aus Nitchidorf:

Mit Geldern vom Spendenlauf des Gymnasiums und Beiträgen vom Verein konnte im Sommer 2014 die neue Heizung installiert werden. Bei unserem Besuch im Sommer haben wir uns davon überzeugen können, dass das Zentrum „Stern der Hoffnung“ gut auf den Winter vorbereitet ist. Arthur Korom, der Vorsitzende des Vereins, und seine Mutter Sanda Korom, die das Zentrum leitet, begrüßten uns aufs herzlichste und zeigten stolz, was sich alles im ehemaligen Schulhaus getan hat. Vor den Sommerferien kamen täglich 40 Kinder nach der Schule zum Mittagessen. Sie haben im Laufe des letzten Jahres gelernt, auch Fleisch und Gemüse zu essen – von zuhause kannten sie solche Gerichte nicht. Sie aßen Nudeln mit Brot, Kartoffeln mit Brot, Reis mit Brot.

Alte Schule . . .

. . .  und neue Schule

Der Schulhof

. . . mit den neuen Fenstern

zwischen alter und neuer Schule

Stolz berichtete Sanda, dass ihre Theatergruppe bei einem Wettbewerb, der für ganz Rumänien ausgeschrieben war, den 1. Preis für die ganze Gruppe und einer der Schüler aus der 7. Klasse den 1. Preis für die beste schauspielerische Leistung bekommen hat. Das hat dem Selbstbewusstsein der Jugendlichen unglaublich gut getan. Denn darin sehen Sanda und Arthur den ersten Ansatzpunkt: die Kinder und Jugendlichen müssen lernen, dass sie etwas können und etwas wert sind. Daran mangelt es bisher. Und so werden alle Anstrengungen in diese Richtung unternommen: Sanda nimmt sich Zeit für die Kinder, spricht mit ihnen und bestärkt sie. Unterstützung findet sie mittlerweile auch in Nitchidorf: eine junge Ärztin, der Vizebürgermeister und auch Lehrer der Schule nehmen Anteil am Leben im Zentrum und helfen ganz konkret. Die Ordensschwestern, die einst in Tirol hinter dem Straßenkinderheim standen, haben mittlerweile alle Rumänien verlassen. Vom Kloster Wernberg (Österreich) aus koordiniert Sr. Gertrud Petschan die finanzielle und materielle Hilfe.

Die Verantwortlichen in Rumänien bedankten sich im Namen der Kinder für alle Zuwendungen und zeigten sich tief berührt, dass es im weit entfernten Deutschland Menschen gibt, die sie und ihre oft schwierigen Lebensbedingungen nicht aus den Augen verloren haben und verlieren.

Bei unserem Besuch im Sommer konnten wir reichlich Schul- und Spielmaterial übergeben und uns von der Funktion der neuen Heizung überzeugen

     

 

Oktober 2013

Nach Abschluss des Projekts in Bocsa, Rumänien folgen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Walldorf der guten Seele Sanda Koron in ein anderes Dorf im Banat, in dem es ebenfalls große Not für Kinder gibt. Sie leiden unter Armut, Krankheit, Arbeitslosigkeit und oft auch unter Alkoholkrankheit ihrer Eltern.  Seit Sommer 2013 hat Frau Koron zusammen mit dem Verein „Stern der Hoffnung Nitchidorf“ begonnen, in diesem Ort ein Straßenkinderheim einzurichten und auszustatten. Unterstützung erfährt sie noch immer von einer Ordensschwester, Sr. Katharina, die aus dem Banat stammt und die dortigen Lebensverhältnisse seit Jahrzehnten kennt. Mit ihrer und der Hilfe zweier Ordensfrauen, die im Dorf Tirol ihre Station hatten, hatte Frau Koron bereits das Zentrum in Bocsa aufgebaut. Mittlerweile gibt es die Schwesternstation in Tirol nicht mehr, weil die die Schwestern aus Alters- und Krankheitsgründen in ihre Mutterhäuser zurückgegangen sind. Glücklicherweise besteht aber der Kontakt zu Schwester Katharina weiter.

Im Oktober wurde das Haus eingeweiht. Etwa 30 Kinder dürfen dorthin täglich kommen, um zu essen und ihre Schularbeiten zu erledigen. Außerdem gibt es Platz und Material zum Spielen.

Im Juli veranstaltete die SMV des Gymnasiums einen Spendenlauf, aus dessen Erlös 5000 € nach Nitchidorf zur Einrichtung der Küche und der Ausstattung des Aufenthaltsraumes bezahlt werden konnten.

Wir gehen davon aus und wünschen uns, dass wir die segensreiche Arbeit von Frau Koron und ihren Mitarbeitern zum Wohl der Kinder weiter unterstützen können.

Ansicht von Nitchidorf

Sandra Koron mit ihren Helfern

Einweihung im Dezember 2013
mit einer Adventsfeier im
neuen Aufenthaltsraum

Leckereien zum Sattessen

Die Küche

Volkstänze zur Einweihungsfeier

Dankeschön für alle Unterstützer

 


 Seitenanfang

 Projekte Rumänien