Andere Projektländer  

 

Therapiezentrum für traumatisierte Kinder
in Schäßburg/Sighisoara

 

Projektbetreuung in Walldorf:

Sabine Glasbrenner
 

Helga Aundrup,
"Für rumänische Waisenkinder e.V."

Projektbetreuung vor Ort:

 

Camelia Nicolau;
Stiftung Luminita Copiilor

 Die Informationen zum Projektverlauf entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Jahresberichten

Allgemeine Projektbeschreibung:

 

Wiederaufnahme unserer Hilfe für rumänische Kinder

 

Durch die desolate wirtschaftliche Situation in Rumänien herrscht in diesem Lande teilweise unvorstellbare Armut, insbesondere unter den Zigeunern Rumäniens, den Roma. Besonders betroffen sind die Kinder, die von ihren Eltern in staatlichen Institutionen abgegeben und verlassen werden. Dort werden sie oft unzureichend versorgt und zeigen massive Hospitalismuserscheinungen.

Der Verein "Für rumänische Waisenkinder Heidelberg e.V." konzentriert sich  seit Herbst 1999 auf ein Projekt "Pflegefamilien / Therapiezentrum in Schäßburg. 19 verlassene Kinder konnten seitdem in rumänische Pflegefamilien vermittelt werden. Seit Anfang 2002 werden die in ihrer psychischen und physischen Entwicklung häufig stark retardierten Kinder aus den Pflegefamilien in einem auch von unserem Verein "Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V." geförderten Therapiezentrum durch ein erfahrenes Team rumänischer und deutscher Erzieherinnen und Ergotherapeutinnen betreut.

Neben den 17 Pflegefamilien mit 19 Kindern und dem Therapieprogramm für die traumatisierten Kinder ist die Sozialarbeit seit 2004 ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit . Dazu gehört unser Projekt „Alphabetisierung und Schulhilfe“. Roma-Kinder aus sozial sehr schwachen Verhältnissen kommen in Gruppen an bestimmten Tagen in das Therapiezentrum und erhalten dort Förderung, Hygieneerziehung und  auch einen  kleinen Imbiss..

Oft werden die Kinder in der Schule ausgegrenzt, weil sie schmutzig, verlaust und auch krank sind. Der Sozialarbeiter sorgt dafür, dass alle Kinder ärztlich untersucht werden, die notwendigen Bluttests durchgeführt werden und die Kinder  auf Erkrankungen wie Aids, Hepatitis, Hauterkrankungen, (insbesondere Pilze und  Flechten), Läuse, Wurmerkrankungen  usw. untersucht werden. Es kommen momentan  durchschnittlich 50-60 Kinder in das Therapiezentrum. Eine Ausweitung des Programms im Jahre 2007 ist der dringende Wunsch aller Beteiligten, denn ein Schulabschluss ist für diese Kinder der einzige Weg heraus aus dem Elend.

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V. hat sich daher entschlossen, die Hilfe für die rumänischen Kinder aus den Jahren 2001 - 2003  wieder aufzunehmen.
Unsere finanzielle Unterstützung wird ausschließlich für die dringend benötigten Medikamente verwandt. Aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen sind dies insbesondere Mittel gegen Läuse, Hauterkrankungen und Würmer.
Ohne diese medizinische Versorgung bleibt den Kindern der Weg in die Schulen weitgehend versperrt und sie wären ausgeschlossen von der für ihre Zukunft und ihren Weg aus dem Elend so unerlässlichen Bildung.


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